Aufsichtsrechtliche Eigenkapitalanforderungen

Gemäß dem Baseler Rahmenwerk müssen die gesamten Eigenkapitalanforderungen berechnet und in Relation zu dem oben beschriebenen aufsichtsrechtlichen Eigenkapital gebracht werden. Die gesamten Eigenkapitalanforderungen werden häufig in Risikoaktiva angegeben, wobei die Kapitalanforderungen 8 % der Risikoaktiva betragen. Die Informationen basieren auf dem aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis.

Seit dem 31. Dezember 2012 werden bei der Ermittlung unserer RWAs und der Kapitalquoten die veränderten Kapitalanforderungen für Risiken im Handelsbuch und Verbriefungspositionen nach Maßgabe der Eigenkapitalrichtlinie 3 (auch „Basel 2.5“) berücksichtigt, die in das Kreditwesengesetz und die Solvabilitätsverordnung Eingang gefunden hat.

Mit dem Basel 2.5-Regelwerk wurden die modellbasierten Risikomessgrößen Stress-Value-at-Risk, Inkrementeller Risikoaufschlag (Incremental Risk Charge, „IRC“) und Umfassender Risikoansatz (Comprehensive Risk Measure, „CRM“) für das Marktrisiko von Banken eingeführt, die zu dessen Berechnung ein internes Modell verwenden:

  • Stress-Value-at-Risk: Berechnung des Stress-Value-at-Risk auf Basis von über einen Beobachtungszeitraum von zwölf Monaten gesammelten Stressdaten.
  • Inkrementeller Risikoaufschlag: Erfassung von Ausfall- und Migrationsrisiken zusätzlich zu den bereits im Value-at-Risk erfassten Risiken für kreditrisikosensitive Positionen im Handelsbuch.
  • Umfassender Risikoansatz: Erfasst zusätzliches Risiko für Kreditkorrelationsprodukte durch die Anwendung eines internen Bewertungsmodells, das qualitativen Mindestanforderungen und Stresstests unterliegt. Der CRM muss wöchentlich berechnet werden und ermittelt sich aus dem höheren Wert von entweder dem letzten wöchentlichen CRM oder dem Durchschnitt der letzten zwölf Wochen-CRM-Werte oder der Kapitalanforderung nach dem Marktrisiko-Standardansatz für das Kreditkorrelationsportfolio, dem sogenannten „CRM-Floor“.

Zusätzlich erfordert das Basel 2.5-Regelwerk die Berechnung des spezifischen Marktrisikos für Handelsbuch-Verbriefungspositionen und nth-to-default-Kreditderivate, die nicht unter dem Umfassenden Risikoansatz erfasst werden, als Teil der Kapitalanforderung für das Marktrisiko mittels des Marktrisiko-Standardansatzes.

Vor diesem Hintergrund berechnen wir unsere risikogewichteten Aktiva auf Basis der folgenden Ansätze:

Die BaFin genehmigte die Anwendung des fortgeschrittenen IRBA für den Großteil unserer Adressenausfallrisikopositionen im Dezember 2007, worin die Risikopositionen der Postbank nicht enthalten waren. Zusätzliche, auf den fortgeschrittenen IRBA bezogene Genehmigungen der BaFin wurden in den Jahren 2008 bis 2013 eingeholt. Der fortgeschrittene IRBA stellt den anspruchsvollsten Ansatz innerhalb der Baseler Rahmenvereinbarung dar. Die Postbank hat Genehmigungen der BaFin für die Anwendung des fortgeschrittenen IRBA für das Mengengeschäft, und bestimmte Positionen in den Forderungsklassen Institute und Unternehmen. Die Postbank wendet den IRB-Basis-Ansatz für einen Großteil der übrigen Adressenausfallrisikopositionen an.

Die verbleibenden, grundsätzlich für den IRBA geeigneten Risikopositionen werden im Standardansatz abgedeckt. Dies erfolgt entweder vorübergehend, wenn wir die aufsichtsrechtliche Genehmigung anstreben, oder dauerhaft, wenn Risikopositionen gemäß § 70 SolvV im Standardansatz behandelt werden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich im Kapitel „Adressenausfallrisiko: aufsichtsrechtliche Bewertung“.

Die Kapitalanforderung für Verbriefungspositionen wird fast ausschließlich unter Anwendung des IRBA berechnet, nur ein kleiner Anteil unserer Risikopositionen wird im Standardansatz erfasst. Die Einführung von Basel 2.5 erfordert, Wieder-Verbriefungspositionen im Anlage- und Handelsbuch zu identifizieren und mit einem höheren Risikogewicht zu versehen mit der Folge einer erhöhten Kapitalanforderung für Kreditrisiken beziehungsweise Marktrisiken. Mehr Details zur Erfassung der Verbriefungspositionen befinden sich im Kapitel „Verbriefungen“.

Bei Beteiligungspositionen, die vor dem 1. Januar 2008 eingegangen wurden, machen wir von der Übergangsregelung Gebrauch, diese Positionen von der Anwendung des IRBA auszunehmen, und wenden die Grandfathering-Regel zur Anwendung einer Risikogewichtung von 100 % im Rahmen der Übergangsregelung an. Für Beteiligungspositionen, die seit dem 1. Januar 2008 gebildet wurden, wenden wir den einfachen Risikogewichtungsansatz innerhalb des IRBA an. Mehr Informationen zu Beteiligungspositionen befinden sich in den Abschnitten „Marktrisiko aus Nichthandelsaktivitäten – Investitionsrisiken“ und „Marktrisiko aus Nichthandelsaktivitäten – Gehaltene Beteiligungen“.

Die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen zur Unterlegung des Marktrisikos basiert grundsätzlich auf einem internen Value-at-Risk-Modell, für welches wir die Genehmigung der BaFin im Oktober 1998 erhalten haben. Im Dezember 2011 haben wir von der BaFin die aufsichtsrechtliche Genehmigung für unsere Modelle zur Bestimmung der Risikomessgrößen Stress-Value-at-Risk, Inkrementeller Risikoaufschlag (Incremental Risk Charge, auch „IRC“) und Umfassender Risikoansatz (Comprehensive Risk Measure, auch „CRM“) erhalten. Die Berechnung des aufsichtsrechtlichen Kapitals für das spezifische Zinsänderungsrisiko für Verbriefungen und nth-to-default-Kreditderivate im Handelsbuch erfolgt mithilfe des Marktrisiko-Standardansatzes. Weitere Marktrisikopositionen im Standardansatz beinhalten zum Beispiel Positionen in Bezug auf die Postbank, auf das Langlebigkeitsrisiko und bestimmte Arten von Investmentfonds. Mehr Details zu den vorgenannten internen Modellen werden im Kapitel „Marktrisiko aus Handelsaktivitäten“ dargestellt.

Im Dezember 2007 erteilte uns die BaFin die Genehmigung, den AMA für unser aufsichtsrechtliches Kapital anzuwenden. Die aufsichtsrechtliche Genehmigung, die Postbank bei der Kalkulation unseres aufsichtsrechtlichen Kapitals zu integrieren, erhielten wir am 15. Mai, 2013, was sich in unserem Kapital seit dem zweiten Quartal 2013 widerspiegelt.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva (RWA)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die risikogewichteten Aktiva nach Basel 2.5, aufgeteilt nach Modellansätzen und Geschäftsbereichen. Sie beinhaltet die zusammengefassten Effekte aus der segmentbezogenen Re-Allokation der infrastrukturbezogenen Positionen, soweit anwendbar, sowie Re-Allokationen zischen Geschäftsbereichen. Sie beinhaltet jedoch nicht die übergangsweisen Anpassungen zum § 64h (3) des deutschen Kreditwesengesetzes. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst. Auf Basis entsprechender BaFin-Genehmigungen, die wir im zweiten Quartal 2013 erhalten haben, wurde die Postbank in den konzernweiten fortgeschrittenen Messansatz zur Bestimmung der RWA für das operationale Risiko einbezogen.

Risikogewichtete Aktiva nach Modell und Geschäftsbereich

 

31.12.2013

in Mio €

Corporate Banking & Securities1

Global Transaction Banking1

Deutsche Asset & Wealth Management

Private & Business Clients

Non-Core Operations Unit

Consolidation & Adjustments and Other

Insgesamt

1

Der Anstieg der risikogewichteten Aktiva in Global Transaction Banking war überwiegend auf die Änderung der Organisationsstruktur im dritten Quartal 2013 zurückzuführen; ihm stand ein entsprechender Rückgang in Corporate Banking & Securities gegenüber.

Kreditrisiko

61.619

35.418

5.809

65.909

22.632

10.832

202.219

Verrechnung zwischen den Geschäftssegmenten

–658

1.912

259

553

86

–2.152

0

Fortgeschrittener IRBA

55.745

26.140

2.589

42.651

11.957

813

139.894

Zentralregierungen

2.927

896

5

90

253

181

4.353

Institute

5.438

1.921

80

803

922

12

9.175

Unternehmen

43.075

22.378

2.398

5.638

7.288

620

81.397

Mengengeschäft

124

33

106

35.844

1.027

0

37.134

Sonstige

4.181

911

0

276

2.466

0

7.834

IRB-Basis-Ansatz

0

0

0

5.937

264

0

6.202

Zentralregierungen

0

0

0

0

2

0

2

Institute

0

0

0

1.059

261

0

1.320

Unternehmen

0

0

0

4.879

1

0

4.880

Mengengeschäft

0

0

0

0

0

0

0

Sonstige

0

0

0

0

0

0

0

Sonstiger IRBA

2.596

87

440

8.046

2.897

2.424

16.490

Zentralregierungen

0

0

0

0

0

0

0

Institute

0

0

0

0

0

0

0

Unternehmen

1.367

67

0

4.630

2

0

6.067

Mengengeschäft

0

0

0

0

0

0

0

Sonstige

1.229

20

440

3.415

2.896

2.424

10.424

Standardansatz

3.935

7.279

2.521

8.722

7.428

9.748

39.633

Zentralregierungen

61

39

0

73

40

0

213

Institute

28

12

8

116

32

1

198

Unternehmen

2.929

6.106

937

2.004

2.788

470

15.235

Mengengeschäft

10

916

49

4.654

2.627

0

8.257

Sonstige

906

206

1.526

1.876

1.940

9.275

15.729

Marktrisiko

34.473

562

2.085

128

10.011

0

47.259

Interner Modell-Ansatz (IMA)

29.156

562

1.102

0

8.892

0

39.712

Standardansatz

5.317

0

983

128

1.120

0

7.547

Operational Risk

22.598

832

4.659

6.964

15.839

0

50.891

Fortgeschrittener Messansatz

22.598

832

4.659

6.964

15.839

0

50.891

Insgesamt

118.689

36.811

12.553

73.001

48.483

10.832

300.369

 

31.12.2012

in Mio €

Corporate Banking & Securities

Global Transaction Banking

Deutsche Asset & Wealth Management

Private & Business Clients

Non-Core Operations Unit

Consolidation & Adjustments and Other

Insgesamt

Kreditrisiko

69.763

26.696

6.359

67.804

42.197

16.133

228.952

Verrechnung zwischen den Geschäftssegmenten

–827

299

224

294

1.868

–1.858

0

Fortgeschrittener IRBA

63.727

18.464

2.823

38.637

19.501

573

143.725

Zentralregierungen

2.440

818

11

76

266

151

3.762

Institute

5.686

1.607

93

200

1.333

27

8.946

Unternehmen

49.258

15.610

2.589

2.796

10.999

395

81.646

Mengengeschäft

217

20

130

34.529

1.150

0

36.046

Sonstige

6.125

409

1

1.037

5.753

0

13.325

IRB-Basis-Ansatz

0

0

0

8.726

1.813

0

10.539

Zentralregierungen

0

0

0

32

2

0

35

Institute

0

0

0

2.217

939

0

3.156

Unternehmen

0

0

0

6.477

872

0

7.349

Mengengeschäft

0

0

0

0

0

0

0

Sonstige

0

0

0

0

0

0

0

Sonstiger IRBA

2.487

261

455

9.042

8.027

2.321

22.592

Zentralregierungen

0

0

0

0

0

0

0

Institute

0

0

0

0

0

0

0

Unternehmen

1.341

240

0

5.574

3.802

0

10.957

Mengengeschäft

0

0

0

0

0

0

0

Sonstige

1.146

20

455

3.467

4.225

2.321

11.635

Standardansatz

4.376

7.673

2.856

11.105

10.988

15.096

52.096

Zentralregierungen

2

68

0

87

222

1

379

Institute

13

16

9

112

77

3

230

Unternehmen

3.070

7.125

1.038

2.733

4.273

401

18.640

Mengengeschäft

16

392

134

5.991

2.758

1

9.292

Sonstige

1.275

73

1.675

2.183

3.658

14.691

23.555

Marktrisiko

35.656

365

1.166

360

15.512

0

53.058

Interner Modell-Ansatz (IMA)

31.280

365

1.166

0

13.761

0

46.571

Standardansatz

4.376

0

0

360

1.751

0

6.487

Operational Risk

19.221

331

4.904

4.530

22.609

0

51.595

Fortgeschrittener Messansatz

19.221

331

4.904

4.530

22.609

0

51.595

Insgesamt

124.640

27.392

12.429

72.695

80.317

16.133

333.605

Innerhalb des Kreditrisikos enthält die Zeile „Sonstige“ prinzipiell RWAs aus Verbriefungspositionen im Bankbuch. Der „Sonstige IRBA“ beinhaltet Beteiligungen und kreditunabhängige Aktiva in der Position Sonstige. Innerhalb des Standardansatzes stellt die Position Sonstige überwiegend RWA aus unserem Pensionsvermögen dar. Der verbleibende Teil sind Verbriefungspositionen des Bankbuchs sowie Positionen in den weiteren Forderungsklassen im Standardansatz außerhalb von Zentralregierungen, Instituten, Unternehmen und Retail.

Die Umsetzung unserer Strategie zur Veräußerung von Beteiligungen und Vermögenswerten in der NCOU, in der wir bereits unsere Bilanz reduziert haben, hat zur Überprüfung der Allokation unserer operationellen Risiken geführt. Im Einklang mit dem weiteren Abbau von Beteiligungen und Vermögenswerten in der NCOU haben wir im dritten Quartal 2013 Ökonomisches Kapital in Höhe von 892 Mio € von der NCOU auf unsere Kerngeschäftsbereiche übertragen.

Aufsichtsrechtliche Eigenkapitalanforderungen und RWA

 

31.12.2013

31.12.2012

in Mio €

Kapitalan-
forderungen

RWA

Kapitalan-
forderungen

RWA

1

Die Sonstige kreditunabhängige Aktiva der Postbank werden im fortgeschrittenen IRBA ausgewiesen.

2

Beinhaltet nicht die übergangsweisen Anpassungen zum § 64h (3) des deutschen Kreditwesengesetzes in Höhe von 154 Mio € zum 31. Dezember 2013 und 236 Mio € zum 31. Dezember 2012.

Adressenausfallrisiko

 

 

 

 

Fortgeschrittener IRBA

 

 

 

 

Zentralregierungen

348

4.353

301

3.762

Institute

734

9.175

716

8.946

Unternehmen

6.512

81.397

6.532

81.646

Mengengeschäft (ohne Postbank)

1.787

22.342

1.727

21.583

Mengengeschäft (Postbank)

1.183

14.792

1.157

14.462

Sonstige kreditunabhängige Aktiva

459

5.739

494

6.180

Fortgeschrittener IRBA insgesamt

11.024

137.798

10.926

136.580

IRB-Basis-Ansatz

 

 

 

 

Zentralregierungen

0

2

3

35

Institute

106

1.320

252

3.156

Unternehmen

876

10.946

1.465

18.306

IRB-Basis-Ansatz insgesamt

981

12.268

1.720

21.496

Standardansatz

 

 

 

 

Zentralregierungen

2

28

0

1

Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften

5

68

4

55

Sonstige öffentliche Stellen

9

118

26

323

Multilaterale Entwicklungsbanken

0

0

0

0

Internationale Organisationen

0

0

0

0

Institute

16

198

18

230

Von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen

0

3

1

8

Unternehmen

1.219

15.235

1.491

18.640

Mengengeschäft

479

5.982

525

6.564

Durch Immobilien besicherte Positionen

182

2.275

218

2.728

Investmentanteile

54

670

196

2.444

Sonstige Positionen

738

9.223

1.176

14.702

Überfällige Positionen

124

1.553

130

1.625

Standardansatz insgesamt

2.828

35.354

3.786

47.320

Risiken aus Verbriefungspositionen

 

 

 

 

Verbriefungspositionen (IRBA)

627

7.834

1.066

13.325

Verbriefungspositionen (Standardansatz)

98

1.222

117

1.457

Risiken aus Verbriefungspositionen insgesamt

725

9.057

1.183

14.782

Risiken aus Beteiligungspositionen

 

 

 

 

Beteiligungspositionen bei Methodenfortführung/Grandfathering1

242

3.023

262

3.273

Beteiligungspositionen (Einfacher Risikogewichtungsansatz im IRBA)

375

4.685

436

5.455

Börsengehandelt

43

534

51

632

Nicht börsengehandelt

323

4.033

369

4.616

Nicht börsengehandelt, aber ausreichend diversifiziert

9

118

17

207

Risiken aus Beteiligungspositionen insgesamt

617

7.709

698

8.727

Abwicklungsrisiko

3

34

4

46

Adressenausfallrisiko insgesamt2

16.178

202.219

18.316

228.952

Marktrisiko im Handelsbuch

 

 

 

 

Interner Modell-Ansatz (IMA)

3.179

39.738

3.726

46.571

Value-at-Risk

674

8.427

761

9.510

Stress-Value-at-Risk

1.254

15.673

1.641

20.518

Incremental Risk Charge

996

12.446

761

9.509

Comprehensive Risk Measurement (Correlation Trading)

255

3.193

563

7.035

Standardansatz

602

7.521

519

6.487

Zinsrisiko – Verbriefungen

473

5.908

429

5.361

Zinsrisiko – nth-to-default Swaps

5

63

14

172

Zinsrisiko – ohne Verbriefungen

1

13

2

26

Aktienkursrisiko

0

0

0

0

Währungsrisiko

16

200

42

524

Rohwarenpreisrisiko

0

0

0

0

Sonstiges Marktrisiko

107

1.338

32

404

Marktrisiko im Handelsbuch insgesamt

3.781

47.259

4.245

53.058

Operationelles Risiko

 

 

 

 

Fortgeschrittener Messansatz

4.071

50.891

4.128

51.595

Aufsichtrechtliche Kapitalanforderungen und RWA insgesamt

24.030

300.369

26.688

333.605

Die nachfolgende Tabelle stellt eine Analyse der wesentlichen Einflussgrößen auf die RWA-Bewegungen für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken auf Basis von Basel 2.5 in der Berichtsperiode zur Verfügung.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für Kreditrisiko

 

31.12.2013

31.12.2012

in Mio €

Kontrahenten-
bezogenes Kreditrisiko

davon: Derivate- und Wertpapier-
finanzierungs-
geschäfte

Kontrahenten-
bezogenes Kreditrisiko

davon: Derivate- und Wertpapier-
finanzierungs-
geschäfte

N/A – nicht aussagekräftig

RWA-Bestand für Kreditrisiko am Periodenanfang

228.952

35.274

262.460

50.973

Portfoliogröße

–4.516

–2.167

–11.898

–9.516

Portfolioqualität

–9.701

–2.247

N/A

N/A

Modellverbesserungen

–2.061

0

–7.302

–4.180

Methoden und Grundsätze

0

0

0

0

Akquisitionen und Verkäufe

–5.467

–3

–12.670

–1.567

Fremdwährungsbewegungen

–4.988

–1.403

–1.639

–436

RWA-Bestand für Kreditrisiko am Periodenende

202.219

29.454

228.952

35.274

Wir haben die Definition der Einflussgrößen auf die RWA-Bewegungen partiell angepasst, um diese vollständig an die Vorgaben der Enhanced Disclosure Task Force (EDTF) heranzuführen. Die Werte für den Berichtszeitraum 2012 sind entsprechend angepasst worden. Für Dezember 2012 sind die Bewegungen in Bezug auf „Portfoliogröße“ und „Portfolioqualität“ einmalig zusammengefasst in der Kategorie „Portfoliogröße“ ausgewiesen worden. Die Veränderungen sind wie folgt gekennzeichnet: Die Kategorien Portfolioqualität und Portfoliogröße werden nun separat aufgeführt, wobei in der Kategorie Portfolioqualität hauptsächlich Kreditrisiko-RWA-Bewegungen aufgrund von Veränderungen der Bonitätseinstufungen, der Verlustquoten bei Ausfall, der regelmäßigen Parameter-Rekalibrierungen sowie zusätzlichen Anwendungen von Sicherheitenvereinbarungen aufzeigt. Der Bereich Portfoliogröße beinhaltet organische Veränderungen in der Buchgröße wie auch in der Zusammensetzung der Portfolios. Die Kategorie Modellverbesserungen zeigt vornehmlich den Einfluss von BaFin-Genehmigungen, die wir für bestimmte fortgeschrittene IRBA-Modelle im Zuge der weiteren Einführung erhalten haben, sowie Modellverbesserungen. Die Umsetzung neuer Regularien subsumieren wir in der Kategorie Methoden und Grundsätze. Akquisitionen und Verkäufe beinhaltet abschließend signifikante Veränderungen der Portfoliozusammensetzung, welche durch neue Geschäftsaktivitäten oder Veräußerungen von bestehenden Geschäften gekennzeichnet ist.

Der RWA-Rückgang für das kontrahentenbezogene Kreditrisiko um 11,7 % seit dem 31. Dezember 2012 zeigt im Wesentlichen unsere erfolgreichen Anstrengungen zur RWA-Reduktion mit der Fokussierung auf Akquisitionen und Verkäufe sowie Portfolioqualität und Portfoliogröße. Die Hauptkomponenten in diesen Kategorien resultierten aus Parameter-Rekalibrierungen, höheren Sicherheiten wie auch Verbesserungen in der Abdeckung durch Rahmenvereinbahrungen. Der Rückgang in Modellverbesserungen zeigt größtenteils die Auswirkungen von zusätzlichen Genehmigungen für fortgeschrittene IRBA-Modelle der Postbank in den Forderungsklassen Institute und Unternehmen.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das Marktrisiko

in Mio €

31.12.2013

31.12.2012

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenanfang

53.058

68.095

Veränderungen des Risikovolumens

–8.598

–322

Veränderungen der Marktdaten und Rekalibrierungen

1.136

–2.577

Modellverbesserungen

542

–707

Methoden und Grundsätze

1.200

–11.215

Akquisitionen und Verkäufe

0

0

Fremdwährungsbewegungen

–79

–216

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenende

47.259

53.058

Die Analyse für Marktrisiken umfasst Bewegungen in unseren internen Modellen für Value-at-Risk, Stress-Value-at-Risk, den inkrementellen Risikoaufschlag und den umfassenden Risikoansatz sowie Ergebnisse vom Marktrisiko-Standardansatz, zum Beispiel für Handelsbuchverbriefungen und nth-to-default-Kreditderivate oder Handelspositionen der Postbank.

Die 5,8 Mrd € (11 %) RWA-Reduzierung für Marktrisiken seit dem 31. Dezember 2012 ergibt sich im Wesentlichen aufgrund von Rückgängen in der Kategorie Veränderung des Risikovolumens, die teilweise durch Anstiege in den Kategorien Veränderungen in den Marktdaten und Methoden und Grundsätze ausgeglichen wurden. Die Risikovolumina waren deutlich niedriger innerhalb des Value-at-Risk und Stress-Value-at-Risk, die aus entsprechenden Rückgängen in allen Forderungsklassen besonders im Bereich der Credit-Spreads resultieren. Reduzierungen ergaben sich auch beim umfassenden Risikoansatz aufgrund der Aktivitäten zum Risikoabbau in NCOU, wobei auch einige Erhöhungen beim inkrementellen Risikoaufschlag zu verzeichnen waren. Die Marktrisiko-RWA-Bewegungen, die sich durch Veränderungen in Marktdaten, Volatilitäten, Korrelationen, Liquidität und Bonitätseinstufungen ergeben, sind in der Kategorie für Marktdatenveränderungen enthalten. Der Anstieg in 2013 ergab sich durch Erhöhungen im inkrementellen Risikoaufschlag, bedingt durch eine konservativere Auswahl der Parameter in den Berechnungen. In der Kategorie Methoden und Grundsätze werden regulatorisch vorgegebene Anpassungen unsere RWA-Modelle oder -Berechnungen berücksichtigt. Veränderungen in unseren internen Modellen für Marktrisiko-RWA, wie Methodenverbesserungen oder Erweiterung des Umfangs der erfassten Risiken, werden in die Kategorie Modellverbesserungen einbezogen. Signifikante neue Geschäftstätigkeiten und Verkäufe würden in der Zeile Akquisitionen und Verkäufe einbezogen, die jedoch in dieser Berichtsperiode nicht relevant waren.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das Operationelle Risiko

in Mio €

31.12.2013

31.12.2012

RWA-Bestand für das operationelle Risiko am Periodenanfang

51.595

50.695

Veränderungen des Verlustprofils (intern und extern)

2.623

3.496

Veränderung der erwarteten Verluste

–959

–1.115

Zukunftsgerichtete Risikokomponente

–515

–2.671

Modellverbesserungen

1.885

1.551

Methoden und Grundsätze

0

0

Akquisitionen und Verkäufe

–3.738

–361

RWA-Bestand für das operationelle Risiko am Periodenende

50.891

51.595

Im zweiten Quartal 2013 genehmigte die BaFin die Integration der Postbank in die Berechnung unseres aufsichtsrechtlichen Kapitals. Daher wurde der Akquisitionsaufschlag für die Postbank entfernt und das Risikoprofil der Postbank in unser AMA-Modell einbezogen. Dies führte zu einem Rückgang der RWA um 3,8 Mrd € (einschließlich Diversifikationseffekten), verglichen mit dem Jahresende 2012. Der Akquisitionsaufschlag von 109 Mio € für DB Investment Services (ehemals Xchanging Transaction Bank) wurde auf Grundlage des AMA-Modells von DB Investment Services ermittelt. Die Integration der DB Investment Services in unser AMA-Modell ist für 2014 geplant.

Die Modellverbesserungen von 1,9 Mrd € enthalten die Weiterentwicklung der Modellierung der Verlustfrequenz mit einem Kapitalanstieg von 2,4 Mrd € und die Rekalibrierung der Verlustschwereverteilung mit einen Kapitalrückgang von 500 Mio €. Aufgrund der Zunahme des nach unserem AMA-Modell ermittelten erwarteten Verlusts konnten wir einen höheren Anteil des erwarteten Verlusts abziehen, was zu einem Rückgang der RWA von 959 Mio € führt. Die verbleibenden Änderungen resultierten aus Anpassungen der zukunftsgerichteten Risikokomponente (Qualitative Adjustment) und Veränderung der zugrunde liegenden internen und externen Daten in unserem Verlustprofil.