Kreditrisikoengagements gegenüber ausgewählten Ländern der Eurozone

Vor dem Hintergrund der Risikosituation in der Eurozone wird in nachstehenden Tabellen ein Überblick über ausgewählte Länder der Eurozone gegeben. Das erhöhte Risiko für die betroffenen Staaten wird von einer Reihe von Faktoren bestimmt, unter anderem hoher Staatsverschuldung und/oder Budgetdefiziten, eingeschränktem Zugang zu Kapitalmärkten, anstehenden Fälligkeiten, schwachen ökonomischen Rahmendaten beziehungsweise Aussichten (einschließlich niedrigen Wachstums des Bruttoinlandsprodukts, geringer Wettbewerbsfähigkeit, hoher Arbeitslosigkeit und politischer Unsicherheit). Einige dieser Länder haben Rettungspakete angenommen. Die wirtschaftliche Situation hat sich zu einem gewissen Grade verbessert, mit Wachstumsaussichten und stabilisierten Verhältnissen in diesen Volkswirtschaften, der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und der Reduzierung des außenwirtschaftlichen Ungleichgewichts (zum Beispiel Defizite in der Leistungsbilanz). Dieser Anpassungsprozess wurde durch die OMT (Outright Monetary Transactions) der EZB und des ESM (European Stability Mechanism) unterstützt, indem eine glaubwürdige, aber nicht getestete Rückfalllinie zur Verfügung gestellt wurde und damit die Finanzierungskosten niedrig gehalten werden konnten. Nichtsdestotrotz bleibt das Risiko erhöht, was sich in höheren CDS-Spreads zeigt, insbesondere für risikoreiche Länder. Darüber hinaus hat am 7. Februar 2014 der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts die Auffassung vertreten, es sprächen gewichtige Gründe dafür, dass das OMT-Programm über das Mandat der Europäischen Zentralbank für die Währungspolitik hinausgehe und damit in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten übergreife und gegen das Verbot monetärer Haushaltsfinanzierung verstoße. Er hat deshalb dem Gerichtshof der Europäischen Union mehrere Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt. Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs und seine Auswirkungen auf das OMT-Programm lassen sich derzeit nicht beurteilen.

Für die Darstellung unserer Engagements gegenüber ausgewählten Ländern der Eurozone verwenden wir zwei grundsätzliche Konzepte wie folgt:

  • In unserer „Risikomanagement-Perspektive“ berücksichtigen wir das Sitzland der Konzernmutter und spiegeln die Kreditnehmereinheit wider. Darunter werden alle Kreditlinien an eine Gruppe von Kreditnehmern, die miteinander verbunden sind (zum Beispiel durch eine Einheit, die eine Mehrheit der Stimmrechte oder des Kapitals an einer anderen Einheit hält), unter einem Schuldner konsolidiert. Diese Gruppe von Kreditnehmern wird in der Regel dem Herkunftsland der jeweiligen Muttergesellschaft zugeordnet. Beispielsweise ist ein Darlehen an einen Geschäftspartner in Spanien spanisches Risiko aus Sicht des Sitzlandes der Gesellschaft, aber ein deutsches Risiko aus Risikomanagement-Perspektive, wenn die jeweilige Gegenpartei eine Muttergesellschaft mit Sitz in Deutschland hat, die nach dem oben genannten Prinzip mit einem Schuldner verbunden ist. Aufrechnungen im Derivategeschäft sowie Sicherungsgeschäfte und Kreditsicherheiten werden in der Risikomanagement-Perspektive berücksichtigt. Die Bewertung der Sicherheiten folgt denselben stringenten Methoden und Prinzipen wie an anderer Stelle aufgezeigt. Ergänzend ordnen wir aus Sicht des Risikomanagements das Engagement gegenüber Zweckgesellschaften dem Sitzland der zugrunde liegenden Vermögenswerte und nicht dem Sitzland der Zweckgesellschaft zu. Ähnliche Überlegungen gelten für strukturierte Produkte. Wenn beispielsweise ein strukturiertes Wertpapier von einer Zweckgesellschaft in Irland ausgegeben wird, wird es als ein irisches Risiko in der „Sitzland-Perspektive“ betrachtet, aber wenn die zugrunde liegenden Vermögenswerte, die das strukturierte Wertpapier besichern, deutsche Hypothekendarlehen sind, wären die Engagements als deutsches Risiko in der Risikomanagement-Perspektive enthalten.
  • In unserer „Sitzland-Perspektive“ aggregieren wir das Kreditrisikoengagement unabhängig von jeglichen Verbindungen zu anderen Kreditnehmern auf Basis des Sitzlandes des Kreditnehmers oder im Falle von Kreditabsicherungen (CDS) nach den zugrunde liegenden Vermögensgegenständen zu den entsprechenden Ländern der Eurozone. Aus diesem Grund beziehen wir auch Kunden mit ein, deren Muttergesellschaft außerhalb dieser Länder ansässig ist, sowie Engagements mit Zweckgesellschaften, deren zugrunde liegende Vermögensgegenstände ihr Sitzland außerhalb dieser Länder haben.

Zusammengefasstes Nettoengagement gegenüber ausgewählten Ländern der Eurozone – Risikomanagement-Perspektive

in Mio €

31.12.2013

31.12.20121

1

Zahlen aufgrund einer Methodenänderung in PBC adjustiert, die PBC-Garantien in Höhe von ungefähr 2 Mrd € reflektieren.

Griechenland

466

646

Irland

455

1.443

Italien

15.419

17.553

Portugal

708

1.187

Spanien

9.886

11.737

Insgesamt

26.935

32.566

Das Nettoengagement reduzierte sich gegenüber dem Jahresende 2012 um 5,6 Mrd € überwiegend durch Rückgänge in Spanien, Italien und Irland, verursacht durch Reduzierungen in unserem NCOU-Portfolio. Das Kreditengagement in Zypern beträgt aus Risikomanagement-Perspektive 16 Mio € und wird weiterhin eng überwacht.

Unser oben dargestelltes Engagement besteht hauptsächlich aus stark diversifizierten, risikoarmen Retail- Portfolios, Klein- und Mittelstandskunden in Italien und Spanien sowie stärkeren Unternehmen und diversifizierten Mittelstandskunden. Unser Engagement gegenüber Finanzinstituten ist vornehmlich auf größere Banken in Spanien und Italien ausgerichtet, typischerweise mit Sicherheitenvereinbarungen, wobei der überwiegende Teil unseres Engagements mit spanischen Finanzinstituten aus Pfandbriefen besteht. Das Engagement gegenüber Staaten ist moderat und besteht überwiegend gegenüber Spanien und Italien.

Die folgenden, auf der Sitzland-Perspektive basierenden Tabellen zeigen unsere Bruttoposition, die darin enthaltenen nicht gezogenen Kreditlinien (ausgewiesen als „darunter“-Position) und unser Nettoengagement gegenüber diesen europäischen Ländern. Die Bruttoposition reflektiert unser Nettoengagement vor Berücksichtigung gekaufter Besicherung über Kreditderivate mit Referenz des zugrunde liegenden Vermögenswerts auf eines dieser Länder, erhaltenen Garantien und Sicherheiten. Sicherheiten werden insbesondere in der Kategorie Retail gehalten, aber auch in der Kategorie Finanzinstitute – vorwiegend in Bezug auf Nachschussvereinbarungen für Derivate – und in der Kategorie Unternehmen. Zusätzlich reflektieren die Beträge auch die Wertberichtigungen für Kreditausfälle. In einigen Fällen ist die Möglichkeit der Geschäftspartner für Ziehungen unter den verfügbaren Fazilitäten durch die spezifischen Vertragsvereinbarungen eingeschränkt. Die Nettoengagements werden nach Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten, erhaltenen Garantien und sonstigen Kreditrisikominderungen, jedoch ohne die nominale Nettoposition aus gekauften beziehungsweise verkauften Kreditderivaten gezeigt. Die dargestellten Brutto- und Nettoforderungen an ausgewählte europäische Länder beinhalten keine Tranchen von Kreditderivaten und Kreditderivate in Bezug auf unser Korrelationsgeschäft, die konstruktionsbedingt kreditrisikoneutral sein sollen. Die Tranchenstruktur sowie die Korrelationen dieser Positionen eignen sich außerdem nicht für eine disaggregierte Darstellung der Nominalwerte je Land, da zum Beispiel identische Nominalwerte unterschiedliche Risikostufen für verschiedene Tranchenebenen repräsentieren.

Bruttoposition, darin enthaltene nicht gezogene Kreditlinien und unser Nettoengagement gegenüber ausgewählten europäischen Ländern – Sitzland-Perspektive

 

Staat

Finanzinstitutionen

Unternehmen

Retail

Sonstige

Insgesamt2

in Mio €

31.12.
2013

31.12.
20121

31.12.
2013

31.12.
2012

31.12.
2013

31.12.
2012

31.12.
2013

31.12.
2012

31.12.
2013

31.12.
2012

31.12.
2013

31.12.
2012

1

Beinhaltet wertgeminderte Wertpapierpositionen gegenüber staatlichen Kreditnehmern in Griechenland zum 31. Dezember 2012, die als zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte klassifiziert sind. Weitere wertgeminderte Positionen gegenüber staatlichen Kreditnehmern sind nicht enthalten.

2

Ungefähr 63 % des Gesamtengagements werden innerhalb der nächsten fünf Jahre fällig.

3

Sonstige Engagements gegenüber Irland enthalten Engagements an Kreditnehmer, bei denen der Sitz der Konzernmutter außerhalb Irlands liegt, sowie Engagements gegenüber Zweckgesellschaften, deren zugrunde liegende Vermögenswerte von Kreditnehmern in anderen Ländern stammen.

4

Nettoposition insgesamt beinhaltet keine Bewertungsanpassungen für das Ausfallrisiko für Derivate in Höhe von 136 Mio € zum 31. Dezember 2013 und 231 Mio € zum 31. Dezember 2012.

Griechenland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brutto

52

40

605

715

1.338

1.501

9

9

0

0

2.004

2.265

nicht gezogen

0

0

18

8

101

160

3

2

0

0

122

170

Netto

52

39

23

67

214

356

3

3

0

0

291

465

Irland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brutto

765

932

721

1.438

6.177

6.612

48

56

1.9583

4.3003

9.669

13.338

nicht gezogen

0

0

6

14

1.680

1.581

1

2

3583

3663

2.045

1.963

Netto

175

400

438

1.016

4.537

4.768

9

7

1.9513

2.9223

7.110

9.113

Italien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brutto

1.900

3.059

5.232

7.154

8.400

8.740

19.650

20.291

648

149

35.830

39.393

nicht gezogen

0

1

955

809

3.407

3.162

190

261

2

0

4.554

4.233

Netto

1.374

2.969

2.500

3.263

6.529

6.653

6.994

7.749

572

–51

17.969

20.583

Portugal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brutto

38

258

257

456

1.392

1.548

2.163

2.375

78

33

3.928

4.670

nicht gezogen

0

0

36

52

172

188

28

5

0

0

237

245

Netto

25

153

221

322

849

769

282

501

78

32

1.456

1.777

Spanien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brutto

1.473

1.659

3.349

5.605

9.288

10.296

10.721

11.106

637

221

25.468

28.887

nicht gezogen

4

0

662

563

3.321

2.684

521

547

3

0

4.510

3.794

Netto

1.452

1.659

2.389

3.683

6.436

7.683

2.060

1.789

502

149

12.839

14.963

Brutto insgesamt

4.228

5.948

10.164

15.368

26.595

28.697

32.591

33.837

3.321

4.703

76.899

88.553

nicht gezogen

4

1

1.677

1.446

8.680

7.775

743

817

364

366

11.468

10.405

Netto insgesamt4

3.078

5.220

5.572

8.351

18.566

20.229

9.347

10.049

3.103

3.052

39.666

46.901

Das Nettoengagement insgesamt gegenüber den ausgewählten europäischen Ländern reduzierte sich im Jahr 2013 um 7,2 Mrd € hauptsächlich durch Rückgänge im Engagement gegenüber Italien, im Wesentlichen in der Kategorie Staat, aber auch in Finanzinstituten und Retail sowie auch durch Engagementrückgänge gegenüber Finanzinstituten und Unternehmen in Spanien sowie Sonstige in Irland.

Aggregiertes Netto-Kreditrisikoengagement nach Finanzinstrumenten gegenüber Kunden mit Sitz in ausgewählten europäischen Staaten

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

31.12.2013

in Mio €

Kredite vor Wertberichtigungen für Kreditausfälle

Kredite nach Wertberichtigungen für Kreditausfälle

Sonstige1

Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte2

Derivate

Sonstige

Total3

1

Enthält überwiegend Eventualverbindlichkeiten und nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen.

2

Ohne Aktien und sonstige Kapitalbeteiligungen.

3

Nach Wertberichtigungen für Kreditausfälle.

Griechenland

240

207

15

5

7

69

302

Irland

1.342

1.332

2.840

502

800

1.518

6.993

Italien

10.678

9.735

4.143

875

3.559

–176

18.136

Portugal

686

640

400

34

94

538

1.706

Spanien

6.214

5.460

3.386

1.015

510

1.483

11.853

Insgesamt

19.159

17.373

10.784

2.431

4.970

3.432

38.990

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

31.12.2012

in Mio €

Kredite vor Wertberichtigungen für Kreditausfälle

Kredite nach Wertberichtigungen für Kreditausfälle

Sonstige1

Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte2

Derivate

Sonstige

Total3

1

Enthält überwiegend Eventualverbindlichkeiten und nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen.

2

Ohne Aktien und sonstige Kapitalbeteiligungen.

3

Nach Wertberichtigungen für Kreditausfälle.

Griechenland

324

296

23

5

58

73

455

Irland

2.188

2.181

2.982

978

1.387

3.048

10.576

Italien

11.345

10.615

3.817

1.585

4.132

–2.145

18.004

Portugal

939

901

379

202

323

437

2.242

Spanien

5.986

5.481

3.263

3.254

591

1.970

14.559

Insgesamt

20.782

19.474

10.464

6.024

6.491

3.383

45.836

Für unsere derivativen Kreditengagements in diesen Ländern der Eurozone zeigen wir Nominalwerte für gekaufte und verkaufte Sicherungsinstrumente als Bruttowerte und die resultierenden Nettonominalwerte sowie ihre beizulegenden Zeitwerte.

Engagement in Kreditderivaten mit Sitz der Referenzaktiva in diesen europäischen Staaten

 

Nominalbeträge

31.12.2013

in Mio €

Verkaufte Absicherungen

Gekaufte Absicherungen

Nettoposition verkaufter/ gekaufter Absicherungen

Beizulegender Zeitwert netto

Griechenland

1.260

–1.271

–11

–1

Irland

7.438

–7.321

117

0

Italien

60.203

–60.370

–167

100

Portugal

10.183

–10.432

–250

7

Spanien

28.452

–27.466

986

–4

Insgesamt

107.536

–106.860

675

101

 

Nominalbeträge

31.12.2012

in Mio €

Verkaufte Absicherungen

Gekaufte Absicherungen

Nettoposition verkaufter/ gekaufter Absicherungen

Beizulegender Zeitwert netto

Griechenland

1.396

–1.386

10

–8

Irland

8.280

–9.743

–1.463

55

Italien

60.638

–58.059

2.579

145

Portugal

10.744

–11.209

–465

–5

Spanien

30.408

–30.004

404

–8

Insgesamt

111.466

–110.401

1.065

179

In Einklang mit allgemeinen Marktusancen nutzen wir Kreditausfallversicherungen (CDS) als ein wichtiges Instrument zum Management von Kreditrisiken, um ungewünschte Konzentrationen im Kreditportfolio zu vermeiden. CDS-Verträge unterliegen der Standard ISDA-Dokumentation, welche Auslöseereignisse für den Versicherungsfall definiert, die dann Ausgleichszahlungen auslösen. Beispiele für diese Auslöseereignisse sind die Insolvenz des Referenzschuldners, die Unfähigkeit des Referenzschuldners, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen (zum Beispiel Zins- oder Tilgungsleistungen), sowie Umschuldungen des Referenzschuldners. Für verkaufte Kreditausfallversicherungen kommen ebenfalls die vorgenannten Auslöseereignisse zur Anwendung. Unsere gekauften Kreditausfallversicherungen, die der Risikoabsicherung dienen, sind überwiegend von Kreditinstituten mit sehr guter Bonitätseinstufung ausgegeben und unterliegen entsprechenden Sicherheitsvereinbarungen. Während wir eindeutig auf die Nettorisikoposition nach Berücksichtigung von Absicherungen/Sicherheiten fokussieren, untersuchen wir gleichzeitig unsere Bruttopositionen vor Absicherungen durch CDS in dem Bewusstsein der potenziellen Gefahr, dass ein CDS nicht so ausgelöst wird wie erwartet.

Die Engagements, die sich auf die oben genannten Länder beziehen, werden auf Basis des im Abschnitt „Kreditrisiko“ unseres Risikoberichts zum Kreditrisiko beschriebenen Prozesses gesteuert und überwacht. Dies schließt detaillierte Bonitätsbeurteilungen und eine fortlaufende Beobachtung der Kunden ein. Es ist ein Rahmenwerk für die Steuerung von Konzentrationsrisiken, wie in den Abschnitten zu Länder- und Branchenrisiken beschrieben, etabliert. Dieses Rahmenwerk wird ergänzt durch regelmäßige Managementberichte einschließlich gezielter Portfolioprüfungen für diese Länder und Initiativen zur Risikoreduzierung der Portfolios.

Für Kreditabsicherungszwecke bemühen wir uns, Laufzeitinkongruenzen zu vermeiden. Dies hängt jedoch von der Verfügbarkeit der erforderlichen Sicherungsinstrumente im Markt ab. Wenn Laufzeitinkongruenzen nicht vermieden werden können, werden diese Positionen eng überwacht. Wir berücksichtigen die Sensitivitäten des Sicherungsinstruments und des Basiswerts, um Laufzeitinkongruenzen zu neutralisieren.

Unser Regelwerk hat die Zielsetzung, dass wir auf ein Eurokrisenszenario eine angemessene Vorbereitung mit risikoreduzierenden Maßnahmen und adäquaten Notfallplänen haben. Wir denken, dass es seine Effektivität bewiesen hat, als der Druck auf Zypern stärker wurde. Dabei hat eine enge Koordination zwischen den Bereichen Risiko, Recht, den Geschäftsbereichen und anderen Infrastrukturfunktionen sichergestellt, dass konsistente operationelle und strategische Reaktionen konzernweit gewährleistet sind.

Insgesamt haben wir das Kreditvolumen in den GIIPS-Ländern seit Beginn der Schuldenkrise gesteuert und glauben, dass wir gut aufgestellt sind angesichts ausgewählter und früh ausgeübter Maßnahmen zur Risikoreduzierung bei diesen Staaten und schwächeren Kunden.