Belastung von Vermögungswerten

Belastete Vermögenswerte sind hauptsächlich die bilanziellen und außerbilanziellen Vermögenswerte, die bei besicherten Refinanzierungen und sonstigen besicherten Verbindlichkeiten als Sicherheit verpfändet werden. Darüber hinaus sehen wir folgende bilanzielle Vermögenswerte als belastet an: bei Tochterunternehmen aus der Versicherungsbranche gehaltene Vermögenswerte, die im Wesentlichen zur Deckung von Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen verfügbar sind, sowie Vermögenswerte strukturierter Unternehmen, die für die Begünstigten, die üblicherweise die Käufer der von diesen Unternehmen ausgegebenen Anleihen sind, als Sicherheiten gehalten werden. Sofort verfügbare Vermögenswerte sind unbelastete und frei übertragbare bilanzielle und außerbilanzielle Positionen, die nicht auf andere Weise belastet sind und die in uneingeschränkt übertragbarer Form vorliegen. Unbelastete zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte und unbelastete zur Veräußerung verfügbare Investitionen werden als sofort verfügbar angesehen.

Der sofort verfügbare Wert entspricht dem aktuellen bilanziellen Buchwert und nicht einem gestressten Liquiditätswert (siehe Offenlegung der Liquiditätsreserven in diesem Abschnitt für eine Analyse unbelasteter liquider Vermögenswerte, die in einem Liquiditätsstressszenario verfügbar sind). Sonstige unbelastete Vermögenswerte sind bilanzielle und außerbilanzielle Positionen, die nicht als Sicherheit für besicherte Refinanzierung oder andere besicherte Schuldverschreibungen gehalten werden oder die auf andere Weise als nicht verfügbar angesehen werden. Die Position „Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute sowie verzinsliche Einlagen bei Kreditinstituten“ beispielsweise beinhaltet in der Kategorie „Sonstige“ Salden, die benötigt werden, um Anforderungen an die Mindestreserve bei der Zentralbank zu erfüllen, sowie bei Dritten gehaltene separate Barguthaben, die nicht für den allgemeinen Refinanzierungsbedarf der Bank verfügbar sind. In ähnlicher Weise werden Kredite und sonstige Forderungen an Kunden nur dann als sofort verfügbar angesehen, sofern diese ein standardisiertes, übertragbares Format haben und noch nicht genutzt wurden, um Finanzierungsmittel zu generieren. Dies stellt einen konservativen Ansatz dar, da ein Bestandteil solcher Kredite, die momentan unter Sonstige gezeigt werden, in ein Format gebracht werden könnte, das es uns ermöglicht, es für die Generierung von Finanzierungsmitteln zu nutzen.

Belastete und unbelastete Vermögenswerte

 

31.12.2013

 

 

 

Unbelastete Vermögenswerte

in Mrd €
bilanziell

Vermögenswerte

Belastete Vermögenswerte1

Sofort verfügbar

Sonstige

1

Belastete Vermögenswerte stimmen mit der Definition der IFRS 12 beschränkt verfügbaren Vermögenswerte überein.

Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute sowie verzinsliche Einlagen bei Kreditinstituten

95,1

1,1

86,8

7,2

Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte

245,4

94,4

151,0

0

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

48,3

7,8

40,5

0

Forderungen aus dem Kreditgeschäft

376,6

56,6

10,1

309,9

Sonstige

143,9

7,7

0

136,2

Bilanzielle Vermögenswerte insgesamt (ohne Derivate, Forderungen aus Wertpapierleihen und Wertpapierpensionsgeschäften)

909,3

167,6

288,5

453,3

 

31.12.2013

 

 

 

Unbelastete Vermögenswerte

in Mrd €
außerbilanziell

Vermögenswerte

Belastete Vermögenswerte

Sofort verfügbar

Sonstige

Beizulegender Zeitwert von als Sicherheiten akzeptierten Wertpapieren

282,0

241,7

40,3

0

Die obige Tabelle zeigt bilanzielle und außerbilanzielle Vermögenswerte, die in die Kategorien „belastet“, „sofort verfügbar“ und „sonstige“ eingeteilt werden. Derivate sowie Wertpapierpensions- und -leihegeschäfte wurden bei den in der Tabelle ausgewiesenen bilanziellen Vermögenswerten insgesamt nicht berücksichtigt. Alle im Rahmen von Wertpapierpensions- und -leihegeschäften erhaltenen Wertpapiere werden im beizulegenden Zeitwert der als Sicherheiten erhaltenen Wertpapiere ausgewiesen.

Die belasteten Vermögenswerte in der obigen Tabelle beinhalten keine Vermögenswerte, die auf der Ebene der einzelnen Gesellschaften unbelastet, jedoch möglicherweise im Konzern nur eingeschränkt übertragbar sind. Solche Restriktionen können auf entsprechende lokale Anforderungen an die Kreditvergabe oder ähnliche aufsichtsrechtliche Restriktionen zurückzuführen sein. Im Gegensatz zu Vermögenswerten, die in bestimmten Versicherungsgesellschaften gehalten werden, ist es in dieser Situation nicht möglich, einzelne nicht übertragbare Bilanzpositionen zu identifizieren.

Zum 31. Dezember 2013 waren nur 168 Mrd € der bilanziellen Vermögenswerte des Konzerns belastet (ohne Derivate, Forderungen aus Wertpapierleihen und Wertpapierpensionsgeschäften). Die belasteten bilanziellen Vermögenswerte standen hauptsächlich mit der Finanzierung des Handelsbestands und sonstiger Wertpapiere sowie mit durch Kreditsicherheiten besicherten Refinanzierungen (zum Beispiel Pfandbriefe und gedeckte Schuldverschreibungen) im Zusammenhang.

Zum 31. Dezember 2013 hatte der Konzern Wertpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert von 282 Mrd € als Sicherheiten erhalten. Davon wurden 242 Mrd € verkauft oder verpfändet. Diese Übernacht-Verpfändungen beziehen sich auf Transaktionen zur Ermöglichung von Kundenaktivitäten einschließlich Prime-Brokerage-Geschäften sowie Sicherheiten, die im Rahmen von Exchange Traded Funds oder zur Erfüllung von Nachschussforderungen bei Derivategeschäften geleistet werden.


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