Berechnung der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen für Verbriefungen des Bankbuchs

Das aufsichtsrechtliche Kapital für das Kreditrisiko von Verbriefungspositionen im Bankbuch wurde auf Grundlage der Regelungen für Verbriefungen in den §§ 225 bis 268 SolvV bestimmt. Dabei wird zwischen dem Kreditrisiko-Standardansatz („KSA“) und dem Internal Ratings Based Approach („IRBA“) für Verbriefungen unterschieden. Die Klassifizierung von Verbriefungspositionen als KSA- oder IRBA-Verbriefungspositionen hängt von der Art des verbrieften Portfolios ab. Der KSA ist anzuwenden, wenn das verbriefte Portfolio überwiegend Kreditrisikopositionen enthält, die, sofern sie von uns direkt gehalten würden, als KSA-Risikopositionen gemäß dem Kreditrisikorahmenwerk eingestuft würden. Sofern hingegen die Mehrheit des verbrieften Portfolios aus IRBA-Positionen besteht, ist die Verbriefungsposition als IRBA-Verbriefungsposition einzuordnen.

Die Risikogewichte von KSA-Verbriefungspositionen werden aus ihren jeweiligen externen Bonitätseinstufungen abgeleitet, sofern diese berücksichtigungsfähig sind. Externe Bonitätseinstufungen müssen bestimmte Eignungskriterien erfüllen, um zur Berechnung des Risikogewichts herangezogen werden zu können. Berücksichtigungsfähige externe Bonitätseinstufungen stammen von Standard & Poor’s, Moody’s, Fitch Ratings und DBRS. Sofern mehr als eine berücksichtigungsfähige Bonitätseinstufung für eine bestimmte Verbriefungsposition verfügbar ist, wurde gemäß der §§ 236 bis 237 SolvV die zweitbeste externe Bonitätseinstufung als relevante Bonitätseinstufung für die Position verwendet. KSA-Verbriefungspositionen ohne berücksichtigungsfähige externe Bonitätseinstufung wurden vom aufsichtsrechtlichen Kapital abgezogen, sofern für sie nicht der alternative Risikokonzentrationsansatz gemäß § 243 (2) SolvV angewandt wurde, der zu einem Risikogewicht von unter 1.250 % führen könnte.

Das Risikogewicht der IRBA-Verbriefungspositionen wird entsprechend der folgenden Hierarchie ermittelt:

  • Wenn ein oder mehrere anerkannte externe Bonitätseinstufungen für die IRBA-Verbriefungsposition existieren oder wenn eine externe Bonitätseinstufung aus einer berücksichtigungsfähigen externen Bonitätseinstufung einer Benchmark-Verbriefungsposition abgeleitet werden kann, wird das Risikogewicht auf Basis der relevanten externen Bonitätseinstufung abgeleitet (ratingbasierter Ansatz).
  • Wenn dagegen keine berücksichtigungsfähige externe Bonitätseinstufung existiert oder abgeleitet werden kann, wird das Risikogewicht der IRBA-Verbriefungsposition im Allgemeinen auf Grundlage des aufsichtsrechtlichen Formelansatzes nach § 258 SolvV oder des internen Einstufungsverfahrens (Internal Assessment Approach, auch „IAA“) gemäß § 259 SolvV ermittelt.
  • Falls keiner der genannten Ansätze angewandt werden kann, wurde die Position vom aufsichtsrechtlichen Kapital abgezogen.

Der ratingbasierte Ansatz gilt für den größten Teil unserer IRBA- und KSA-Verbriefungspositionen, vor allem in den unteren (besseren) Risikogewichtsbändern. Wir nutzen vorwiegend die externen Bonitätseinstufungen von Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch Ratings sowie in einzelnen Fällen von DBRS. Die Mehrheit der Verbriefungspositionen mit einer berücksichtigungsfähigen externen oder abgeleiteten externen Bonitätseinstufung umfasst zurückbehaltene Positionen aus unseren synthetischen Verbriefungen oder von uns als Investor gehaltene Verbriefungspositionen. Die Risikogewichtsberechnung nach dem Risikokonzentrationsansatz wird für einige wenige KSA-Verbriefungspositionen angewandt, die im Vergleich zu unseren gesamten Verbriefungspositionen im Bankbuch gering sind. Der Anwendungsbereich des aufsichtsrechtlichen Formelansatzes und des internen Einstufungsverfahrens wird nachfolgend beschrieben.

Wir haben keine Verbriefungspositionen im Bestand, für die die besonderen Regelungen für Originatoren von Verbriefungstransaktionen zur Anwendung gekommen sind, zu denen ein vom Originator zu berücksichtigender Investorenanteil gemäß den §§ 245 ff. beziehungsweise 262 ff. SolvV gehört.


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