Unternehmerische Verantwortung

Verantwortliches Handeln gegenüber Kunden, Aktionären, Mitarbeitern und der Gesellschaft ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur und Kern unseres in der Strategie 2015+ verankerten kulturellen Wandels. Es setzt voraus, dass wir die Auswirkungen erkennen, die von unseren geschäftlichen Entscheidungen ausgehen, dass wir Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) noch stärker in unsere Entscheidungsprozesse einbeziehen und daran arbeiten, die direkten und indirekten Auswirkungen unseres Handelns auf die Umwelt und die Gesellschaft zu verbessern.

Unser Ziel ist es, durch die Berücksichtigung von ESG-Faktoren in unserem Kerngeschäft für alle unsere Anspruchsgruppen gleichermaßen Wert zu schaffen. Im Jahr 2013 haben wir deshalb weiter daran gearbeitet, das Bewusstsein für Risiken und Chancen, die sich durch ESG-Faktoren ergeben können, zu schärfen.

Umwelt- und Sozialrisiken

Effektives Risikomanagement setzt voraus, dass jeder einzelne Mitarbeiter Verantwortung für den Erfolg und die Reputation der Bank übernimmt. Mit Richtlinien und definierten Prozessen unterstützen wir unsere Mitarbeiter, dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Ein Beispiel hierfür ist unser Rahmenwerk zum Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken (ES-Risiko-Rahmenwerk). Es ist seit 2012 ein Schlüsselelement unseres Reputationsrisikoprozesses. Das Rahmenwerk konzentriert sich auf umweltbezogene und soziale Risiken (ES-Risiken), die aus Kundenbeziehungen und damit verbundenen Transaktionen entstehen und negative Folgen für die Reputation der Bank haben können. Es schreibt vor, mögliche Auswirkungen dieser Risiken zu bewerten und in die Genehmigungsprozesse aller Transaktionen einzubeziehen. 2013 entwickelten wir ein umfassenderes Trainingskonzept, um das Bewusstsein für ES-Risiken zu schärfen, 2014 werden wir es weltweit ausrollen.

Wir suchen den Dialog mit unseren Kunden, sofern wir signifikante umweltbezogene oder soziale Risiken erkennen, und haben hierfür Leitlinien mit gezielten Fragen zur Due Diligence entwickelt. Internationale Standards, wie zum Beispiel die Performance Standards der International Finance Corporation, fließen in unsere internen Leitlinien ein. Soweit noch keine entsprechenden Standards bestehen, berücksichtigen wir in unserem Due Diligence-Prozess neben unseren internen Analysen auch die Meinung externer Experten.

Im Jahr 2013 hat sich die Zahl der im ES-Risiko-Rahmenwerk betrachteten Transaktionen deutlich erhöht, was ein Beleg dafür ist, dass das Bewusstsein für umweltbezogene und soziale Risiken in unserem Unternehmen gestiegen ist. Zudem wurden im Laufe des Jahres 106 Transaktionen zur Prüfung an die regionalen, divisionalen und das Konzern-Reputationsrisiko-Komitee weitergeleitet (2012: 102), 7 davon betrafen Umwelt- und Sozialrisiken (2012: 16).

Verantwortungsvolles Investieren in Deutsche Asset & Wealth Management

Mit der Gründung unseres Geschäftsbereichs Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) verstärken wir unseren Ansatz, Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen in den Investmentprozess zu integrieren. Ein neu gegründetes ESG-Headoffice ist sowohl für die Umsetzung unserer ESG-Strategie als auch für Koordination, Entwicklung und Stärkung unserer Kapazitäten und unseres Know-hows in diesem Bereich verantwortlich.

Der ESG-Ansatz stützt sich auf drei Säulen.

  • Risikomanagement: eine umfassende eigene ESG-Recherche, um Investitionsentscheidungen zu stützen und Geschäftsrisiken zu verringern.
  • Governance: konsistente ESG-Richtlinien und -Verfahren für sämtliche Vermögenswerte der DeAWM. Damit stellen wir sicher, dass alle Mitarbeiter die verfügbaren Informationen berücksichtigen und in Übereinstimmung mit den Richtlinien handeln.
  • Wertschöpfung: Identifizieren von Angebotslücken und Entwickeln neuer ESG-Produkte und -Dienstleistungen.

Ende 2013 verwaltete DeAWM ein Fondsvolumen von 5,1 Mrd €, welches gemäß ESG-Kriterien investiert war (2012: 3,7 Mrd €).

Finanzierung Erneuerbarer Energien-Projekte in Corporate Banking & Securities und Global Transaction Banking

Trotz des verhaltenen Wachstums hat die Bedeutung des Sektors für Erneuerbare Energien in 2013 weiter zugenommen. Über unser Infrastructure and Energy Banking Team strukturieren wir Finanzierungslösungen für die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von Projekten in diesem Bereich. 2013 stellten wir Beratungsleistungen und Finanzmittel für Projekte zum Bau von Solarenergie-, Windkraft-, Wasserkraft- und Energierückgewinnungsanlagen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1.185 Megawatt Leistung und einem Gesamtwert von mehr als 3,6 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Die Deutsche Bank stellte für diese Projekte über 1,36 Milliarden US-Dollar bereit. Damit sind wir einer der drei führenden privaten Finanzierer für Erneuerbare Energien-Projekte in Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten.

In unserem Bereich Global Transaction Banking waren 40 % der Transaktionen, die 2013 im Bereich Trust & Agency Services abgeschlossen wurden, Erneuerbare Energien-Projekte. In Summe unterstützten wir 15 Erneuerbare Energien-Projekte mit einer Gesamtkapazität von 1.250 Megawatt und einem Gesamtvolumen von 2,3 Mrd €.

Green Bonds

Die Deutsche Bank hat sich einem Bündnis von 13 führenden Finanzinstituten angeschlossen, das sich für freiwillige Leitlinien für „Grüne Anleihen“ („Green Bonds“) zur Finanzierung umweltfreundlicher Aktivitäten einsetzt. Die Leitlinien sollen dazu beitragen, die Integrität dieses rasch wachsenden Markts und Transparenz für Investoren sicherzustellen. Die sogenannten „Green Bond Principles“ beinhalten Verfahrensweisen für die Allokation, die Offenlegung, die Verwaltung und die Berichterstattung über das Kapital, das über eine grüne Anleihe eingeworben wird.

Klimaneutralität

Unseren Geschäftsbetrieb stellten wir auch 2013 klimaneutral. Dies haben wir durch Investitionen in Energieeffizienz-Projekte, die Nutzung und Erzeugung erneuerbarer Energie sowie den Ankauf und das Stilllegen hochwertiger Ausgleichszertifikate erreicht. Zum zweiten Mal in Folge wurde die Deutsche Bank im Climate Performance Leadership Index des CDP gelistet. Positiv gewürdigt wurde in diesem Zusammenhang insbesondere die breite Basis, auf die wir unsere Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels stellen, sowie deren Wirkung.

Gesellschaftliches Engagement

Mit unserem gesellschaftlichen Engagement gehen wir drängende soziale Herausforderungen an und arbeiten, wann immer es möglich ist, mit gemeinnützigen Organisationen sowie mit führenden Institutionen zusammen. Mit einer Fördersumme von 78,2 Mio € (2012: 82,8 Mio €) waren die Deutsche Bank und ihre Stiftungen auch 2013 wieder unter den engagiertesten Unternehmensbürgern weltweit. Des Weiteren waren mehr als 19.500 Mitarbeiter an 25.000 Tagen aktiv, um gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Den Einsatz unserer Mitarbeiter, auch außerhalb der Programme der Bank, würdigen wir mit dem 2013 eingeführten Global Volunteer Award.


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