Nach den Vorschriften der InstitutsVergV regulierte Mitarbeiter

Mitarbeiterpyramide (Grafik)

Gemäß InstitutsVergV sind wir verpflichtet, alle Mitarbeiter zu ermitteln, bei denen davon ausgegangen wird, dass ihre Tätigkeiten einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil des Konzerns haben. Die ordnungsgemäße Ermittlung von Mitarbeitern, die der InstitutsVergV unterliegen, und die darauffolgende Gestaltung geeigneter Vergütungsstrukturen für diese Mitarbeiter sind unverzichtbar, um sicherzustellen, dass wir keine Anreize zur Eingehung unverhältnismäßig hoher Risiken schaffen. Das SECC hat die Entwicklung und Umsetzung eines soliden, risikoorientierten Identifikationsprozesses für das Performance-Jahr 2013 überwacht einschließlich der Bewertung geeigneter qualitativer und quantitativer Kriterien. Im Rahmen des Prozesses wurden die nachstehenden Mitarbeitergruppen ermittelt:

  • Mitglieder der obersten Führungsebene des Konzerns (Vorstand, Group Executive Committee und Geschäftsleiter bedeutender Konzerngesellschaften);
  • Mitglieder des Senior Management, die für das tägliche Management von Front-Office-Bereichen zuständig sind, sowie das Regional Management;
  • Führungskräfte, die für die unabhängigen Kontrollfunktionen des Konzerns zuständig sind, einschließlich der globalen Leiter der Kontrollfunktionen, Mitglieder der globalen Komitees in den Infrastrukturbereichen sowie Mitglieder der Risiko-Komitees;
  • Mitarbeiter, die den Konzern einem erheblichen Risiko aussetzen können, einschließlich aller Managing Directors des Bereichs CB&S (mit Ausnahme der Bereiche Research und German Large Corporates); und
  • falls nicht bereits identifiziert, alle anderen Mitarbeiter mit ähnlichem Vergütungsniveau wie diejenigen, die unter die oben genannten Kriterien fallen.

Weltweit wurden für das Performance-Jahr 2013 1.295 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 38 Ländern identifiziert, die der InstitutsVergV unterliegen. Dies entspricht einem Anstieg um 7 % gegenüber dem Jahr 2012, in dem 1.215 regulierte Mitarbeiter identifiziert wurden. Dieser Anstieg ist maßgeblich auf (i) die Ermittlung der maßgeblichen Mitglieder des Risk Committee, die über erhebliche Kompetenzen verfügen, (ii) die Ermittlung weiterer Mitarbeiter außerhalb des Bereichs CB&S, die die Institution einem erheblichen Risiko aussetzen können, und (iii) einer strategischen Entscheidung des SECC, die Vergütungsobergrenze zu senken, zurückzuführen. Wie in den vergangenen Jahren erwarten wir, dass die Anzahl der regulierten Mitarbeiter auf einem wesentlich höheren Niveau als bei der Mehrzahl unserer hauptsächlichen Wettbewerber ist, sowohl in absoluter Höhe als auch im Verhältnis zur gesamten Belegschaft.

Angesichts der neuen regulatorischen Anforderungen und der bevorstehenden Technischen Regulierungsstandards der EBA erwarten wir, dass sich unsere Methode zur Ermittlung regulierter Mitarbeiter während des Jahres 2014 weiterentwickeln wird.

Vergütungsstrukturen für regulierte Mitarbeiter

Für regulierte Mitarbeiter kommen dieselben Quoten des Anteils der aufgeschobenen Vergütung zur Anwendung wie für alle anderen Mitarbeiter, jedoch mit der Abweichung, dass mindestens 40 % bis 60 % ihrer variablen Vergütung in aufgeschobener Form zu gewähren sind. Erreicht der aufgeschobene Teil der variablen Vergütung eines regulierten Mitarbeiters bei Anwendung der konzernweit geltenden Aufschub-Quoten nicht mindestens eine Quote von 40 % (vorausgesetzt, die variable Vergütung übersteigt 50.000 €), so wird diese Quote außer Kraft gesetzt, damit sichergestellt ist, dass die regulatorischen Anforderungen erfüllt werden. Für regulierte Mitarbeiter gilt, dass durchschnittlich mehr als die aufsichtsrechtlich vorgeschriebene Mindestquote von 40 % bis 60 % der variablen Vergütung aufgeschoben wird.

Alle regulierten Mitarbeiter erhalten 50 % ihrer aufgeschobenen variablen Vergütung in Form von REA und die verbleibenden 50 % in der Regel als RIA. (NB: Eine begrenzte Anzahl von regulierten Mitarbeitern in unserem Unternehmensbereich DeAWM erhielt einen Teil ihres RIA in Form des EIP. Dabei handelt es sich um in bar zu erfüllende Anwartschaften, die von dem Wert der durch den Unternehmensbereich verwalteten Fonds abhängt. Für den EIP gelten hinsichtlich aufgeschobener Vergütung und Verfall dieselben Bedingungen wie für den RIA. Diese Mitarbeiter erhalten weiterhin 50 % ihrer aufgeschobenen Vergütung aktienbasiert in Form eines REA, wie durch die InstitutsVergV vorgeschrieben). Nach Eintritt der Unverfallbarkeit (beziehungsweise am Ende der für die Senior Management Group geltenden viereinhalbjährigen Anwartschaftsfrist) gilt für die einzelnen REA-Tranchen eine anschließende Haltefrist von mindestens sechs Monaten, während der die Aktien von den Mitarbeitern nicht verkauft werden dürfen. Mitarbeiter können ihren REA nach den Bedingungen des Einbehalts wegen Verstoßes gegen regulatorische Auflagen oder interne Richtlinien beziehungsweise wegen Wegfalls der Leistungsgrundlage oder im Falle einer Kündigung aus wichtigem Grund dennoch verwirken.

Zusätzlich zu der aufgeschobenen Vergütung werden 50 % der sofort fälligen variablen Vergütung (der nach Berechnung des aufgeschobenen Bestandteils verbleibende Teil) ebenfalls aktienbasiert in Form eines EUA gewährt. Ab Gewährung unterliegen diese aktienbasierten Vergütungskomponenten einer Haltefrist von mindestens sechs Monaten, während der die Anteile nicht veräußert werden dürfen. Wenn man den EUA dem aufgeschobenen Teil der variablen Vergütung hinzufügt, bedeutet das, dass den regulierten Mitarbeitern im Durchschnitt weniger als 15 % ihrer variablen Vergütung für das Jahr 2013 unmittelbar in bar ausgezahlt werden (das heißt, dass der Anteil der zurückbehaltenen Vergütung an der gesamten variablen Vergütung mehr als 85 % beträgt). Während der Haltefrist unterliegen die EUA den Verfallsbestimmungen wegen Verstoßes gegen regulatorische Vorgaben oder interne Richtlinien respektive wegen Wegfalls der Leistungsgrundlage und können auch verwirkt werden, wenn der Mitarbeiter den Konzern entweder freiwillig oder wegen Kündigung aus wichtigem Grund verlässt.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Leistungs- und Verfallsbedingungen findet sich unter der Überschrift „Ex post Risikoanpassung“ im Abschnitt „Offenlegung und Zusammenfassung der konzernweiten Vergütung“.

Offenlegung von Vergütungskennziffern gemäß § 8 InstitutsVergV

Wie oben beschrieben haben wir entsprechend den Vorgaben der InstitutsVergV zur Ermittlung regulierter Mitarbeiter einen strukturierten und umfassenden Ansatz entwickelt, verfeinert und umgesetzt. Einzelheiten der kollektiven Vergütungselemente für die Gruppe der regulierten Mitarbeiter sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. Die Mitglieder des Vorstands sowie die Geschäftsleiter unserer bedeutenden Konzerngesellschaften im Sinne des § 1 InstitutsVergV sind in der Spalte „Geschäftsleiter (bedeutende Institute)“ aufgeführt.

 

2013

in Mio € (sofern nicht anders angegeben)1

CB&S

GTB

DeAWM

PBC

Geschäftsleiter (bedeutende Institute)

NCOU

Konzern gesamt

1

Ohne Postbank.

2

Der Teil der sofort zugeteilten Vergütungskomponenten, der als EUA gewährt wurde, kann aufgrund lokaler rechtlicher Bestimmungen und Steuergesetzgebungen weniger als 50 % betragen.

3

Einschließlich Garantiezusagen.

4

Die Zahlungen, die anlässlich der Aufnahme oder der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gewährt werden, sind zur Wahrung der Vertraulichkeit der Mitarbeiter aufgrund der geringen Anzahl von Leistungsempfängern mit Ausnahme des Bereichs CB&S in aggregierter Form für den Konzern dargestellt.

5

Die Gesamtsumme enthält neben der für CB&S ausgewiesenen Zahl die aggregierte Zahl für alle anderen Geschäftsbereiche.

Gesamtvergütung

1.388

41

120

48

97

39

1.733

Anzahl der Angestellten

1.093

27

76

35

38

26

1.295

davon:

 

 

 

 

 

 

 

Fixe Vergütung

324

9

24

11

20

8

397

Variable Vergütung

1.065

31

96

36

76

32

1.336

Variable Vergütung

 

 

 

 

 

 

 

davon: aufgeschobene Vergütung

809

24

74

28

67

25

1.028

davon: aktienbasiert

406

12

37

14

39

13

521

davon: sofort zugeteilt

255

7

22

8

9

6

308

davon: aktienbasiert2

127

4

11

4

5

3

154

davon:

 

 

 

 

 

 

 

Vergütung in Abhängigkeit von einer Einbehaltsregelung

937

28

85

32

72

28

1.182

Vergütung in Abhängigkeit von einer nachhaltigen Wertentwicklung

809

24

74

28

67

25

1.028

Zahlungen bei Aufnahme des Anstellungsverhältnisses3,4

27

 

 

 

 

 

375

Anzahl der Begünstigten

28

 

 

 

 

 

385

Zahlungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses4

18

 

 

 

 

 

315

Anzahl der Begünstigten

55

 

 

 

 

 

625

Alle Zahlen in der Tabelle beinhalten die Zuordnung der Vergütung und der Mitarbeiterzahlen der Infrastruktureinheiten gemäß unseren gängigen Kostenallokationsschlüsseln.

Wir stellen sicher, dass freiwillige Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf Grundlage des nachhaltigen Engagements des Einzelnen und dessen persönlichen Beitrags zum Erfolg der Bank während der Zeit seiner Beschäftigung festgesetzt werden. Die größte im Jahr 2013 geleistete Abfindungszahlung betrug 3,7 Mio €.

Sämtliche aufgeschoben gewährten Vergütungselemente sowie der EUA unterliegen dem Einbehalt nach einem Verstoß des Mitarbeiters gegen interne Richtlinien oder regulatorische Auflagen respektive wegen Wegfalls der Leistungsgrundlage. Darüber hinaus gelten für sämtliche aufgeschoben gewährten Vergütungselemente die Vorschriften über den Einbehalt im Hinblick auf den Erfolgsbeitrag des Unternehmensbereichs des Mitarbeiters beziehungsweise des Konzerns insgesamt. Im Jahr 2013 verfielen für vier regulierte Mitarbeiter Vergütungselemente wegen Kündigung aus wichtigem Grund beziehungsweise infolge der Feststellung eines Verstoßes gegen interne Richtlinien oder regulatorische Auflagen. Der verfallene Betrag belief sich (basierend auf dem Wert des Awards zum Zeitpunkt der Gewährung) auf 9,24 Mio €. Zum Ende des Jahres 2013 standen 17 Mitarbeiter unter Beobachtung der bankinternen Ausschüsse und waren aufgrund noch andauernder Ermittlungen von der vorläufigen Aussetzung der Fälligkeit oder Lieferung betroffen.