Zusammenfassung

Konzernweite Vergütung

Externe regulatorische Vorgaben und das Vorantreiben des Kulturwandels haben erneut die Vergütungspraxis und die Vergütungssysteme des Konzerns geprägt. Im Ergebnis wurden daher im Jahr 2013 sowohl auf Ebene des Vorstands als auch konzernweit weitere maßgebliche Fortschritte bei der Anpassung der Gesamt-Vergütungsstrategie, der Vergütungsstrukturen und der Governance-Struktur erzielt.

Die Vorzüge der Gewährung einer variablen Vergütung werden weiterhin befürwortet und positiv bewertet. Eingebettet in ein solides Risikomanagement-Konzept stellt sie ein unverzichtbares Instrument zur Gewinnung, Bindung und angemessenen Anreizbildung für leistungsstarke Mitarbeitertalente dar. Vor diesem Hintergrund belief sich der Gesamtpool für die variable Vergütung des Konzerns für 2013 auf 3,16 Mrd €. Im Einklang mit unserem langjährigen und im Markt führenden Ansatz wurden 44 % des Gesamtpools über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren aufgeschoben und an eine Kombination aus verhaltens- und leistungsabhängigen Verfallsbedingungen geknüpft. Der Anwendungsbereich der Verfallsbedingungen wurde dabei in diesem Jahr erheblich erweitert.

Vorstand

Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wurde vom Aufsichtsrat neu strukturiert und von der Hauptversammlung im Mai mit Wirkung zum 1. Januar 2013 beschlossen. Die Neustrukturierung basiert in weiten Teilen auf den Empfehlungen der im Jahr 2012 beauftragten „Unabhängigen Vergütungskommission“ und ist ein weiterer Baustein im Rahmen der Umsetzung der Strategie 2015+. Die Vergütung orientiert sich noch deutlicher an der strategischen Ausrichtung und den Werten der Deutschen Bank. Insbesondere die Verbreiterung der Leistungskriterien in beiden variablen Vergütungskomponenten fördert ein stärkeres Maß an Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit in der Bezahlung.

Entsprechend den Vorgaben der InstitutsVergV wurde aus Mitgliedern des Aufsichtsrates ein neuer und ab 1. Januar 2014 zwingend vorgeschriebener Vergütungskontrollausschuss eingerichtet, der die Zuständigkeiten des Präsidialausschusses insbesondere im Hinblick auf die Ausgestaltung des Vergütungssystems und die Festlegung der Vergütung für den Vorstand vorbereitend übernimmt. Der Vergütungskontrollausschuss hat seine Arbeit bereits Ende 2013 aufgenommen.

Regulierte Mitarbeiter

In Einklang mit der InstitutsVergV wurden 2013 1.295 wesentliche Risikoträger (als „regulierte Mitarbeiter“ bezeichnet) ermittelt. Dies entspricht einem Anstieg um 7 % gegenüber 2012, der teilweise durch einen Anstieg der Anzahl der identifizierten Mitarbeiter in Risikofunktionen und die Herabsetzung der Vergütungsobergrenze, bei deren Überschreiten ein Mitarbeiter automatisch als wesentlicher Risikoträger gilt, bedingt ist. Diese Maßnahme wurde auf freiwilliger Basis und bereits vor Einführung der finalen, von der European Banking Authority (EBA) erarbeiteten Technischen Standards, die im Dezember 2013 der Kommission seitens der EBA übermittelt wurden und 2014 veröffentlicht werden sollen, durchgeführt.

Etwa 560 Mitarbeiter aus der Gruppe der regulierten Mitarbeiter sind in der Europäischen Union („EU“) beschäftigt. Aus dem Kreis der regulierten Mitarbeiter wurden 133 Mitarbeiter als zu der konzernweiten Senior Management Group zugehörig identifiziert. Da diese Gruppe aus Führungskräften und Repräsentanten der Bank besteht, ist es verständlich, dass der größte Teil ihrer Vergütung an den langfristigen Erfolg des Konzerns gekoppelt wird. Aus diesem Grund unterliegt die diesen Mitarbeitern gewährte aufgeschobene aktienbasierte Vergütung einem kombinierten Zeitraum aus Anwartschaftsfrist und Haltefrist von fünf Jahren. Der durchschnittliche Anteil der aufgeschobenen Teile der variablen Vergütung der Mitarbeiter dieser Gruppe lag bei über 85 %.