Zwei Hauptversammlungen

Im Dezember 2012 ließ das Landgericht Frankfurt am Main spezifische Klagen zahlreicher Kläger zu, die Beschlüsse der Hauptversammlung 2012 angefochten hatten. Um Rechtssicherheit herzustellen und die ordentliche Hauptversammlung 2013 abhalten zu können, beschloss der Vorstand, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. An der außerordentlichen Hauptversammlung am 11. April 2013 in Frankfurt am Main nahmen 2 500 Aktionäre teil. Die Kapitalpräsenz lag bei 28,4 %. Die Aktionäre bestätigten die drei angefochtenen Beschlüsse mit großer Mehrheit.

An unserer ordentlichen Hauptversammlung am 23. Mai 2013 nahmen 4 900 Aktionäre teil (2012: 7 100). Die Kapitalpräsenz lag bei 23,0 % im Vergleich zu 34,9 % im Vorjahr. Dieser Rückgang entspricht den Erfahrungen, die andere Emittenten von Namensaktien gemacht haben. Er hängt hauptsächlich mit einem Urteil des Oberlandesgerichts Köln zusammen, das im Ergebnis Investoren verpflichtet, ihre Aktien in das Aktienregister eintragen zu lassen, um ihre Stimmrechte ausüben zu können. Viele Investoren hatten den Eindruck, dass die Registrierung zu einer Verfügungsbeschränkung in Bezug auf die Aktien führen würde. Dies hielt insbesondere ausländische Investoren von der Ausübung ihrer Stimmrechte ab.

Dem Bericht der Co-Vorstandsvorsitzenden zum abgelaufenen Geschäftsjahr und zum Ausblick folgte eine lebhafte Diskussion zwischen Aktionären und Geschäftsleitung. Danach stimmte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit allen Punkten der Tagesordnung zu. Die Aktionäre konnten zum dritten Mal über das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder abstimmen.