Gesellschaft

Wir verbinden unsere Leistungskultur mit einer Kultur der Verantwortung.

Teresita Silva, Manila, Gründerin und Vorsitzende von ChildHope Philippines und FCED (Foto)

»Seit 2009 ist die Deutsche Bank einer unserer verlässlichsten Partner. Mit ihrer Unterstützung sichern wir die Grund- und Bildungsbedürfnisse von Straßenkindern, um ihnen eine Lebensperspektive zu eröffnen. Es erfüllt uns mit Stolz, dass in diesem Jahr fünf von ihnen das College abschließen werden.«

Teresita Silva,
Manila, Gründerin und Vorsitzende von ChildHope Philippines und FCED

Auf den Philippinen hat die Deutsche Bank mit ihren rund 2 000 Mitarbeitern eine führende Position, wo immer sie im Wettbewerb steht.

Strukturdaten

 

 

 

 

 

 

2013

2012

2011

1

Die Nettoemissionen an Treibhausgasen berücksichtigen erneuerbare Energien und RECs (Zertifikate zum Herkunftsnachweis für Strom aus erneuerbaren Energien). Durch stillgelegte CERs (Ausgleichszertifikate zur Neutralisierung der verbliebenen CO2-Emissionen) werden die Nettoemissionen seit 2012 vollständig neutralisiert.

2

Aufgrund neuer online-basierter Bildungsangebote (mit größerer Reichweite)

3

Diese Daten wurden 2012 zum ersten Mal erhoben

Anzahl der Länder, in denen die Deutsche Bank vertreten ist (einschließlich Offshore-Standorten)

71

72

72

 

 

 

 

 

Leistungskennzahlen

 

 

 

 

 

 

2013

2012

2011

Nachhaltigkeitsratings

Carbon-Disclosure-Projekt (Band von A bis E)

91/Band A

90/Band A

82/Band B

 

OEKOM Research (Skala von A+ bis D–)

C/Prime

C/Prime

C/Prime

 

RobecoSAM

72

78

75

 

Sustainalytics

59

65

66

Externe Wahrnehmung der Deutschen Bank als verantwortungsbewusster Unternehmensbürger (B2B-Markt)

 

 

 

 

global

51 %

49 %

54 %

 

Deutschland

76 %

82 %

76 %

Investitionen für gesellschaftliches Engagement (in Mio €)

78,2

82,7

83,1

 

 

 

 

 

Nachhaltiges Bankgeschäft

 

 

 

Verwaltetes Vermögen in nachhaltigen Investments (in Mrd €)

5,1

3,7

3,0

Gesamtvolumen von Mikrokrediten seit 1997 (in Mrd US-$)

1,67

1,49

1,26

 

 

 

 

 

Betriebsökologie

 

 

 

Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch (in %)

79 %

67 %

74 %

Netto-Treibhausgasemissionen1 in t CO2

348 678

385 571

396 266

 

 

 

 

 

Mitarbeiter und Gesellschaft

 

 

 

Teilnehmer an Corporate-Volunteering-Programmen der Deutschen Bank

25 %

24 %

24 %

Teilnehmer an Bildungsprojekten

411 121

1 322 0262

296 505

Begünstigte in sozialen Projekten

439 635

710 8983

n/a

 

 

 

 

 

Besondere Projekte

 

 

 

 

Ökonomie

Etablierung eines ESG Head-Office bei Deutsche Asset and Wealth Management Weiterentwicklung unseres Rahmenwerkes und Trainingskonzeptes zum Umgang mit ökologischen, sozialen und Governance-Risiken

Ökologie

Bestätigung unserer Selbstverpflichtung zur Klimaneutralität unseres Geschäfsbetriebs bis 2020 Erneute Aufnahme in den Climate Performance Leadership Index

Mitarbeiter und Gesellschaft

Entwicklung unserer neuen Werte und Überzeugungen
Deutsche Bank-Mitarbeiter leisten Soforthilfe nach Taifun Haiyan und dem Hochwasser in Deutschland
Start von „Born to Be” (Stark machen) als Dach für die Jugendprojekte der Deutschen Bank

Als Unternehmen in der Verantwortung

In Kürze

  • Umwelt- und Sozialstandards gewinnen an Gewicht
  • Geschäftsbetrieb der Bank klimaneutral
  • Mehr als zwei Millionen Menschen profitierten von unserem unternehmerischen Engagement

RobecoSAM-Nachhaltigkeitsrating 2013

SAM-Nachhaltigkeitsrating 2013 (Balkendiagramm)

Die Folgen der Finanzkrise belasteten auch im Jahr 2013 das Vertrauen in den Bankensektor. Verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, war und ist für die Deutsche Bank von großer Bedeutung. Investoren, Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft erwarten mehr Transparenz hinsichtlich ökologischer und sozialer Faktoren sowie Aspekten einer guten Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance – ESG), um daran ihre Entscheidungen auszurichten. Wir haben daher Nachhaltigkeitskriterien noch stärker in unserem Kerngeschäft verankert – im Einklang mit unseren neuen Werten und Überzeugungen und entsprechend den Erwartungen unserer Zielgruppen. Wir analysieren die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft und stärken das Risikobewusstsein in der Bank.

Über unser Kerngeschäft hinaus leisten wir durch unser Engagement als Unternehmensbürger einen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen im globalen Kontext.

Zunehmendes Risikobewusstsein

Unser Rahmenwerk zum Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken verpflichtet uns, ökologische und soziale Faktoren in die Genehmigungsprozesse aller Transaktionen einzubeziehen, insbesondere bei Geschäften in sensiblen Sektoren. Im Berichtsjahr ist die Zahl der überprüften Transaktionen deutlich gestiegen. Dies spiegelt das geschärfte Bewusstsein unserer Mitarbeiter für diese Risiken. 106 der überprüften Transaktionen wurden an regionale und divisionale Reputationsrisikogremien oder das Group Reputational Risk Commitee zur Entscheidung weitergeleitet (2012: 102). Sieben davon bezogen sich auf Umwelt- und Sozialrisiken (2012: 16).

Mehrwert für Kunden und Aktionäre

Mit dem Konzept FairShareTM, das wir 2013 in unserem Privat- und Firmenkundengeschäft implementiert haben, will die Deutsche Bank für Kunden und Aktionäre gleichermaßen Mehrwert schaffen. Das Konzept baut auf zahlreichen Initiativen auf, die bereits seit 2008 zu einem kundenzentrierten Ansatz beitragen. Wesentliche Komponenten sind transparente Produktinformationen, eine spezielle Software, die es unseren Kundenbetreuern erleichtert, bei der Beratung hohe Qualitätsstandards einzuhalten, sowie eine Responsible-Banking-Initiative. Ein Wertekodex und Produktrichtlinien ergänzen das Instrumentarium. Das Responsible Banking Committee aus Führungskräften unserer Privat- und Firmenkundenbank überwacht die Einhaltung der Grundsätze. Geänderte Managementprozesse sowie die Berücksichtigung des FairShareTM-Konzepts in der Mitarbeiterbeurteilung, bei der Bewertung von Filialen und bei Anreizsystemen stützen das FairShareTM-Prinzip.

Ökologisch und sozialverträglich investieren

Mit der Gründung unserer neuen Asset-und-Wealth-Management-Plattform stärken wir auch unseren ESG-Ansatz im Investmentprozess. Die Umsetzung unserer ESG-Strategie obliegt dem neuen ESG Head Office. Es ist nicht zuletzt für die Koordination und Entwicklung unserer ESG-Ressourcen und unseres Know-hows in diesem Feld verantwortlich.

Die ESG-Wachstumsstrategie im Unternehmensbereich Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) stützt sich auf die folgenden drei Säulen:

Risikomanagement. Dies basiert auf einer umfassenden eigenen ESG-Recherche, um Investitionsentscheidungen zu stützen und Geschäftsrisiken zu verringern.

Governance. Anwendung konsistenter ESG-Richtlinien und -Verfahren für sämtliche Vermögenswerte der DeAWM. Damit stellen wir sicher, dass alle Mitarbeiter die verfügbaren Informationen berücksichtigen und in Übereinstimmung mit den Richtlinien handeln.

Wertschöpfung. Identifizieren von Produktlücken und Entwicklung neuer ESG-Produkte und -Dienstleistungen.

Zum Jahresende 2013 verwaltete DeAWM 5,1 Mrd € an Vermögenswerten, bei deren Anlage ESG-Kriterien berücksichtigt wurden (2012: 3,7 Mrd €).

Erneuerbare Energien finanzieren

Die Deutsche Bank ist einer der führenden privatwirtschaftlichen Projektfinanzierer im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa, Nordamerika und im Nahen Osten. 2013 stellten wir Beratungsleistungen und Finanzmittel für Projekte zum Bau von Solarenergie-, Windkraft-, Wasserkraft- und Energierückgewinnungsanlagen mit einer Gesamtleistung von 1 185 Megawatt und einem Gesamtwert von mehr als 3,6 Mrd US-Dollar zur Verfügung.

Klimaneutraler Geschäftsbetrieb

CPLI

ist ein Nachhaltigkeitsindex der internationalen Organisation CDP (Carbon Disclosure Project)

2013 stellten wir unseren Geschäftsbetrieb erneut klimaneutral. Dies haben wir durch Investitionen in Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz, durch den Kauf und die Vor-Ort-Erzeugung von grünem Strom sowie durch den Kauf und die Stilllegung von Emissionszertifikaten erreicht. Die große Bandbreite und die Effektivität unserer Aktivitäten brachten der Deutschen Bank im zweiten Jahr in Folge einen Platz im Climate Performance Leadership Index (CPLI) ein. 2013 erreichten wir 91 Punkte (von 100) und ein A-Ranking.

Gesellschaftlich engagiert

Weltweites Fördervolumen für
unternehmerisches Engagement
nach Regionen

Weltweites Fördervolumen für gesellschaftliches Engagement nach Regionen (Tortendiagramm)

Die Deutsche Bank versteht Investitionen in die Gesellschaft auch als Investitionen in die eigene Zukunft. Besonders wichtig ist es uns, junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern und für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Deshalb unterstützen wir Bildungsangebote in Schwellenländern und begleiten junge Menschen aus benachteiligten Verhältnissen auf ihrem Weg an die Universität. 2013 haben weltweit mehr als 400 000 Kinder und Jugendliche an unseren Bildungsprojekten teilgenommen.

Wir helfen einzelnen Menschen und Gemeinschaften dabei, Arbeitslosigkeit und soziale Hindernisse zu überwinden. In Großbritannien fördert unser mit 10 Mio Pfund Sterling dotierter Impact Investment Fund Sozialunternehmer und stellt ihnen für ihre Projekte die notwendigen Mittel zur Verfügung. Über unsere Mikrofinanzfonds haben wir seit 1997 etwa 3,8 Millionen Mikrokredite an Kleinstunternehmer ermöglicht.

Auf kulturellem Gebiet machen wir herausragende Musikerlebnisse sowie zeitgenössische Kunst so vielen Menschen wie möglich zugänglich und fördern den künstlerischen Nachwuchs.

Mitarbeiter, Kunden und Stiftungen der Deutschen Bank unterstützten im Berichtsjahr die Katastrophenhilfe der Bank beim Hochwasser in Deutschland und beim Taifun Haiyan auf den Philippinen. Insgesamt kamen Spenden von mehr als 2,6 Mio € zusammen.

Mit einer Fördersumme von 78,2 Mio € zählten die Deutsche Bank und ihre Stiftungen 2013 wieder zu den aktivsten Unternehmensbürgern weltweit. Zudem haben mehr als 19 500 Mitarbeiter an mehr als 25 000 Tagen gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung zur Verfügung gestellt. Diesen persönlichen Einsatz, auch außerhalb der Programme der Bank, würdigen wir mit dem Global Volunteer Award.