Corporate Banking & Securities

Ressourcen für nachhaltiges Wachstum einsetzen

In Kürze

  • Geschäftsprozesse optimiert, Komplexität reduziert
  • Aktienhandel im Aufschwung
  • Anleihegeschäft verhalten
  • Corporate Finance mit stabilem Marktanteil
Mohammed Sharaf, Group Chief Executive Officer, DP World, Dubai (Foto)

»In einer sich wandelnden Welt bleibt die Deutsche Bank ein verlässlicher Partner. Genau wie wir ist sie entschlossen, durch exzellenten Kundenservice und Innovation nachhaltig und rentabel zu wachsen.«

Mohammed Sharaf,
Dubai, Group Chief Executive Officer, DP World

Seit mehr als einem Jahrhundert engagiert sich die Deutsche Bank im Nahen Osten und in Afrika. Am Anfang stand die Finanzierung der Bagdadbahn.

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) gliedert sich in die Geschäftsbereiche Markets und Corporate Finance. Der Geschäftsbereich Markets vereint die Vertriebs-, Handels- und Strukturierungsaktivitäten in einem breiten Spektrum von Finanzprodukten. Hierzu gehören Anleihen, Aktien und aktienbezogene Produkte, börsennotierte und außerbörsliche Derivate, Devisen, Geldmarktinstrumente, verbriefte Forderungen sowie Rohstoffe. Die Institutional Client Group betreut institutionelle Kunden, während Research Analysen zu Märkten, Produkten und Handelsstrategien liefert. Der Geschäftsbereich Corporate Finance betreut Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions – M & A) und ist für das Beratungsgeschäft, die Emission von Anleihen und Aktien sowie das Kapitalmarktgeschäft mit großen und mittelständischen Unternehmen verantwortlich. Regional aufgestellte und branchenorientierte Teams sorgen dafür, dass auch diesen Kunden die gesamte Palette unserer Finanzprodukte und Dienstleistungen aus einer Hand zur Verfügung steht.

Der Unternehmensbereich CB&S agierte 2013 unter teils schwierigen Bedingungen. Während die US-Wirtschaft wuchs, behinderten Herausforderungen wie die Rettung Zyperns sowie die Unsicherheit in Ländern wie Italien und Griechenland vor allem in der ersten Jahreshälfte die Erholung in Europa. Sorgen um den US-amerikanischen Staatshaushalt (Fiskalklippe) und den möglichen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik der Federal Reserve Bank drückten im zweiten Halbjahr auf die Stimmung der Anleger. Außerdem wurde das Kapitalmarktgeschäft mit neuen regulatorischen Anforderungen konfrontiert.

Auszug aus der Segmentberichterstattung (Corporate Banking & Securities1)

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities erzielte 2013 ein Ergebnis vor Steuern von 3,1 Mrd € (2012: 2,9 Mrd €). Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr resultierte zum einen aus dem Wegfall einer 2012 erfassten Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte. Zum anderen war sie auf den Rückgang des Personal- und Sachaufwands infolge der laufenden Umsetzung von OpEx-Maßnahmen zurückzuführen, der jedoch teilweise durch niedrigere Erträge und höhere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ausgeglichen wurde.

 

 

 

in Mio €

2013

2012

Erträge insgesamt

13 623

15 448

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

190

81

Zinsunabhängige Aufwendungen

10 353

12 459

Ergebnis vor Steuern

3 063

2 891

Eigenkapitalrendite vor Steuern in %

15

14

Risikogewichtete Aktiva

118 689

117 056

Aktiva

1 111 592

1 464 721

1 Auszug aus der Segmentberichterstattung. Erläuterungen und weitere Details siehe Finanzbericht 2013 (Lagebericht).

CB&S gehörte auch 2013 zu den weltweit führenden Investmentbanken und Finanzinstituten im Anleihegeschäft. In einem herausfordernden Umfeld für die Branche sanken die Erträge, die CB&S im Berichtsjahr erwirtschaftete, um 12 %. Der Vorsteuergewinn lag 2013 mit 3,1 Mrd € nur wenig über dem Vorjahr (2012: 2,9 Mrd €). In Anerkennung ihrer Marktposition erhielt die Deutsche Bank im Berichtsjahr viele Auszeichnungen. Sie wurde unter anderem von den Zeitschriften Euromoney und Global Finance zur Best Investment Bank in Western Europe gekürt und vom Fachmagazin The Banker zur Most Innovative Bank in Western Europe gewählt.

CB&S hat solide Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie 2015+ erzielt. Unsere Strategie basiert auf einer sorgfältigen Bewertung des gesamten Tätigkeitsspektrums und baut auf der Stärke unseres Geschäfts auf. Dabei berücksichtigen wir die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, das sich verändernde Wettbewerbsumfeld sowie zusätzliche aufsichtsrechtliche Vorgaben. Der Unternehmensbereich hat außerdem verschiedene Geschäftsfelder restrukturiert, um sie in dem veränderten Wettbewerbsumfeld künftig besser zu positionieren. CB&S ist zudem effizienter und schlanker geworden. Das betrifft die Bilanz, die risikogewichteten Aktiva, die Mitarbeiterzahl und die Kosten insgesamt. Wir haben die Kostensteuerung aller Ausgaben für Technologie verbessert und wichtige Handelssysteme neu gestaltet. CB&S verstärkte im Berichtsjahr außerdem die Kontrolle der Geschäftsprozesse. Für die elektronische Kommunikation und die Geschäfte der Mitarbeiter wurden neue Restriktionen eingeführt.

Markets

Markets: Führungsposition im
internationalen Handel mit
Anleihen

Markets: Führungsposition im internationalen Handel mit Anleihen (Balkendiagramm)

Markets lieferte im Berichtsjahr bei rückläufigen Umsätzen ein schwächeres Ergebnis als im Vorjahr. Die Erträge sanken um 16 %, da das schwierige Marktumfeld im Anleihegeschäft (Debt) nur teilweise durch die besseren Bedingungen im Aktiengeschäft (Equity) ausgeglichen werden konnte.

2013 schloss CB&S die – effizienzsteigernde – Zusammenlegung verschiedener Geschäftsfelder ab. Sie erlaubt es auch, die Infrastruktur von Markets effektiver einzusetzen. Der neue Bereich Fixed Income and Currencies (FIC – Anleihen und Währungen) umfasst nunmehr das Geschäft mit Staatsanleihen und Zinsderivaten (Core Rates), den Handel mit Unternehmensanleihen und einfachen Kreditderivaten (Flow Credit Trading), den Devisenhandel (Foreign Exchange) und das globale Liquiditätsmanagement (Global Liquidity Management). Die Erträge in diesem integrierten Bereich sanken gegenüber dem Vorjahr, was auf schwierige Handelsbedingungen bei den meisten Produkten und in vielen Märkten zurückzuführen war. Obwohl wir die eingesetzten Ressourcen signifikant reduziert und das Geschäft neu ausgerichtet haben – die bereinigten Vermögenswerte von CB&S sanken um 12 % –, blieb unsere Position im Markt robust. Das globale Geschäft mit Zinsprodukten belegte laut Greenwich Associates zum vierten Mal in Folge Platz eins beim Marktanteil von Global Fixed Income und US Fixed Income.

15,2 %

Marktanteil im globalen Devisenhandel

Im Devisenhandel verzeichneten wir im ersten Halbjahr eine starke Nachfrage der Kunden; die Volumina waren hoch. Die günstige Entwicklung ist auch auf unser verbessertes Angebot und die in diesem Zusammenhang getätigten Investitionen in die Sparte zurückzuführen. So haben wir Apps für einen leichteren Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen entwickelt. Im zweiten Halbjahr dämpften der Rückgang der Margen und die geringere Marktvolatilität die Ertragsentwicklung. Trotz des schwierigen Umfelds belegte die Deutsche Bank mit einem Marktanteil von 15,2 % in der jährlichen Devisenmarktumfrage von Euromoney zum neunten Mal in Folge den ersten Platz.

Markets: Führungsposition im
asiatischen Handel mit
Anleihen

Markets: Führungsposition im asiatischen Handel mit Anleihen (Balkendiagramm)

Das globale Liquiditätsmanagement betreibt das Geldmarktgeschäft, auf besicherter und unbesicherter Basis, und ist für das aktive Sicherheitenmanagement verantwortlich. Im globalen Liquiditätsmanagement verminderten sich die Erträge im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der gesunkenen Marktliquidität und des niedrigeren Risikoprofils des Geschäfts nach der Restrukturierung des Bereichs.

Der Bereich Core Rates stellt Kunden Zinsprodukte zur Verfügung; diese umfassen Staatsanleihen, Kreditderivate und strukturierte Produkte. Im Handel mit Zinsprodukten sanken die Erträge gegenüber 2012 infolge reduzierter Kundenvolumina, anhaltender Marktunsicherheit und geringerer Liquidität. Die Deutsche Bank wurde bei den Euromoney Awards for Excellence 2013 als Global Flow House (Rates) ausgezeichnet.

Der Bereich Unternehmensanleihen und Kreditderivate (Flow Credit Trading) unterstützt seine Kunden dabei, ihre Anlageziele zu erreichen und Kreditrisiken zu kontrollieren. Dazu stellt er Derivate für verschiedene Anlageklassen zur Verfügung. In diesem Segment blieben die Erträge im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Der Bereich Credit Solutions bietet Lösungen für strukturierte Risiken und Finanzierungen für Kunden aus verschiedenen Branchen und in unterschiedlichen Anlageklassen. Dank seiner globalen Präsenz, seiner umfangreichen Produktpalette und seiner Erfolge bei der Ausführung komplexer Transaktionen gehört Credit Solutions zu den Branchenführern. 2013 blieben die Erträge im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Deutsche Bank wurde vom Fachmagazin The Banker zur Most Innovative Investment Bank for Structured Finance gekürt.

Markets: Position im
US-amerikanischen Aktienhandel ausgebaut

Markets: Position im US-amerikanischen Aktien handel ausgebaut (Liniendiagramm)

Im Anleihegeschäft mit Schwellenländern (Emerging Markets Trading) waren die Erträge 2013 besser als im Vorjahr. Der Bereich stellt eine global integrierte Plattform für das komplette Produktspektrum von Zins- und Währungsprodukten (Anleihen und Derivate) bereit, die sich hauptsächlich an Kunden in Lateinamerika, Zentral- und Osteuropa, im Nahen Osten und in Afrika richtet.

Die Deutsche Bank hat im Berichtsjahr angekündigt, dass CB&S das Rohstoffgeschäft deutlich verkleinert und sich künftig auf das Geschäft mit Finanzderivaten und Edelmetallen konzentriert. Die Entscheidung dient dem Ziel, Kapital effizienter einzusetzen, die Komplexität des Geschäfts zu reduzieren und die regulatorischen Herausforderungen für die Branche zu bewältigen.

Im Aktiengeschäft (Sales & Trading Equity) nahmen die Erträge um 20 % zu. Das Geschäft profitierte von Aktienmärkten, die im Zuge besserer Konjunkturaussichten weltweit zulegten. Zahlreiche strategische Initiativen führten zur Einsparung von Ressourcen, so dass der Bereich insgesamt profitabler geworden ist. Dank der positiven Marktentwicklung stiegen 2013 die Erträge im Handel mit Aktien (Cash Equities) im Vergleich zum Vorjahr. Im Handel mit Aktienderivaten waren die Erträge im Jahresvergleich deutlich höher. Besonders gut entwickelten sie sich aufgrund gestiegener Kundenaktivität in Asien und Europa. Die Deutsche Bank wurde von Greenwich Associates in den Kategorien Flow Equity Derivatives und Structured OTC Equity/Securitised Products for European Investors zur Nummer eins gewählt.

+20 %

Erträge im Aktiengeschäft

Das Geschäft mit Dienstleistungen für Hedgefonds (Prime Brokerage), das unter anderem Multi-Asset-Finanzierungslösungen beinhaltet und den Kunden Zugang zu den weltweiten Finanzmärkten bietet, blieb stabil. Die Erträge erreichten das Vorjahresniveau.

Auszeichnungen 2013

The Banker
Most Innovative Investment Bank in Foreign Exchange
Most Innovative Investment Bank in Structured Finance

Euromoney
Best Global Flow House
Best Global Commodities House
No. 1 Euromoney FX survey, neun Jahre in Folge

Risk
Bank Risk Manager of the Year

Greenwich Associates
No. 1 in Global Fixed Income
No. 1 in US for Fixed Income

Corporate Finance

Corporate Finance: Stabiler
Marktanteil im weltweiten
Corporate-Finance-Geschäft

Corporate Finance: Stabiler Marktanteil im weltweiten Corporate-Finance-Geschäft (Balkendiagramm)

Corporate Finance verzeichnete im Berichtszeitraum ein starkes Ergebnis, das auf eine verbesserte Stimmung im Markt und ein attraktives Angebot zurückzuführen war. Die Erträge des Geschäftsbereichs Corporate Finance stiegen 2013 bei deutlich verbesserter Profitabilität insgesamt um 17 %. Wir haben drei von acht Preisen der International Financing Review gewonnen und wurden unter anderem zum dritten Mal in Folge zum Best Bond House gekürt.

Das Provisionsaufkommen im globalen Corporate-Finance-Geschäft stieg gegenüber 2012 um 9 % und erreichte seinen besten Wert seit 2007. Das Wachstum war Folge der äußerst regen Aktivitäten an den Kapitalmärkten. Das Emissionsgeschäft im Bereich Eigenkapital (Equity Capital Markets – ECM) nahm um 20 % zu, in den USA erreichte das Emissionsvolumen das höchste Niveau seit 13 Jahren. Das Geschäft im Bereich für hochverzinsliche Finanzierungsgeschäfte (Leveraged Debt Capital Markets – LDCM) war sehr robust. Das Provisionsaufkommen erreichte hier einen Spitzenwert.

Unser Marktanteil blieb 2013 auf der im Vorjahr erreichten Rekordhöhe. Gleichzeitig konnten wir die Marktanteile in den Geschäftsfeldern ECM und DCM steigern, ebenso in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA), in der wir weiterhin Rang eins einnehmen. 2013 war ein hervorragendes Jahr für den Bereich LDCM, der – gemessen am Provisionsaufkommen – bei der Emission hochverzinslicher Anleihen (High Yield) weltweit einen beeindruckenden zweiten Platz belegte.

Im M & A-Geschäft berieten wir unsere Kunden nicht nur beim Kauf oder Verkauf von Unternehmen, sondern unterstützten sie auch beim Management zahlreicher transaktionsbezogener Risiken (Währungen, Zinsen, Rohstoffe). 2013 verringerte sich die Dynamik des M & A-Geschäfts. Die Zahl der Transaktionen und die Volumina gingen zurück, das Provisionsaufkommen sank.

Ausblick

2014 wird CB&S die Ziele der Strategie 2015+ weiter planmäßig umsetzen. Der Unternehmensbereich wird die Stärken im kundenbezogenen Fixed-Income-Geschäft durch eine anhaltende Plattformintegration und fortlaufende Investitionen weiter ausbauen. Gleichzeitig wird CB&S weiter daran arbeiten, seine Ziele in Bezug auf Kosten, Kapital und Verschuldungsquote zu erreichen. Außerdem wird der Bereich die regionale Aufstellung des Geschäfts weiter straffen.

Auszeichnungen 2013

International Financing Review
Bond House of the Year
Loan House of the Year
High-Yield Bond House of the Year