Aufsichtsrechtliches Eigenkapital


Seit dem 31. Dezember 2011 werden bei der Ermittlung der Kapitalquoten der Institutsgruppe auch die veränderten Kapitalanforderungen für Risiken im Handelsbuch und Verbriefungspositionen nach Maßgabe der Basel 2.5-Rahmenbedingungen, implementiert durch die Capital Requirements Directive 3, berücksichtigt, die in das Kreditwesengesetz und die Solvabilitätsverordnung Eingang gefunden hat. Die Informationen in diesem Abschnitt sowie dem folgenden Abschnitt „Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für Kredit- und Marktrisiko“ basieren auf den aufsichtsrechtlichen Regeln der Konsolidierung.

Obwohl die kommende Eigenkapitalrichtlinie 4 (Capital Requirements Directive 4, „CRD 4“) und die dazugehörige Richtlinie zu den aufsichtsrechtlichen Anforderungen für Kreditinstitute und Investmentfirmen (Capital Requirements Regulation, „CRR“), die das Basel 3-Regelwerk in europäisches Recht umsetzen werden, noch nicht in Kraft sind, verwenden wir die Begriffe aus dem Basel 3-Regelwerk im folgenden Abschnitt und den Tabellen zur Kapitaladäquanz und dem aufsichtsrechtlichen Eigenkapital. Die Zahlen werden jedoch weiterhin nach Basel 2.5-Regeln ausgewiesen.

Basel 2.5 verlangt den Abzug des Geschäfts- oder Firmenwerts vom Tier-1-Kapital. Für eine Übergangszeit ist es jedoch gemäß § 64h Absatz 3 KWG zulässig, bestimmte Komponenten des Geschäfts- oder Firmenwerts teilweise in das Tier-1-Kapital einzubeziehen. Wir machen von dieser Übergangsregelung in unseren Meldungen zur Kapitaladäquanz an die deutschen Aufsichtsbehörden Gebrauch.

Am 31. März 2013 betrug der Übergangsposten 200 Mio €, verglichen mit 236 Mio € am 31. Dezember 2012. Für aufsichtsrechtliche Meldezwecke an die deutschen Aufsichtsbehörden ist dieser Übergangsposten im Tier-1-Kapital und im aufsichtsrechtlichen Eigenkapital sowie in den risikogewichteten Aktiva enthalten. Dementsprechend beliefen sich die an die deutschen Aufsichtsbehörden gemeldete Tier-1-Kapitalquote und die Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung dieses Postens auf 16,0 % beziehungsweise 17,7 % am 31. März 2013, verglichen mit 15,2 % beziehungsweise 17,1 % am 31. Dezember 2012.

Eigenmittelausweis, RWA und Kapitalquoten

in Mio €

31.3.2013

31.12.2012

1

Ohne eigene Instrumente, die bereits im bilanziellen Ausweis der Kapitalinstrumente als Abzug berücksichtigt sind.

2

Enthielt 20 Mio € stille Beteiligungen zum 31. März 2013 sowie zum 31. Dezember 2012.

Tier-1-Kernkapital: Instrumente und Reserven (Rücklagen)

 

 

Kapitalinstrumente und Emissionsagiokonto

25.795

26.096

Gewinnrücklagen

29.004

28.936

Kumulierte sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

–630

–1.294

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

130

124

Unabhängig bewertete Zwischengewinne abzüglich aller vorhersehbaren Abgaben und Dividenden

780

–432

Tier-1-Kernkapital vor aufsichtsrechtlichen Anpassungen

55.079

53.430

 

 

 

Tier-1-Kernkapital: aufsichtsrechtliche Anpassungen

 

 

Immaterielle Vermögensgegenstände (abzüglich der damit verbundenen Steuerverbindlichkeiten)

–11.713

–11.579

Negative Beträge aus der Berechnung der erwarteten Verlustbeträge

–431

–440

Durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten

–56

–2

Direkte Beteiligungen des Instituts an eigenen Instrumenten des Tier-1-Kernkapitals1

Direkte Beteiligungen des Instituts an Instrumenten des Tier-1-Kernkapitals relevanter Unternehmen, an denen das Institut eine wesentliche Beteiligung hält

–1.567

–1.493

Forderungsbetrag aus folgenden Posten, denen ein Risikogewicht von 1250 % zuzuordnen ist, wobei das Institut die Abzugsalternative wählt

–878

–953

davon: Verbriefungspositionen

–878

–953

davon: Vorleistungen

Sonstige aufsichtsrechtliche Anpassungen

–674

–748

Aufsichtsrechtliche Anpassungen in Bezug auf nicht realisierte Gewinne und Verluste

–499

–259

Betrag, der durch zusätzliche Filter und durch die Anforderungen vor Anwendung der CRR vom/zum Tier-1-Kernkapital abgezogen/dazugerechnet werden muss

Gesamte aufsichtsrechtliche Anpassungen des Tier-1-Kernkapitals

–15.818

–15.473

Tier-1-Kernkapital

39.261

37.957

 

 

 

Zusätzliches Tier-1-Kapital: Instrumente

 

 

Kapitalinstrumente und Emissionsagiokonto

13.193

13.025

Zusätzliches Tier-1-Kapital vor aufsichtsrechtlichen Anpassungen

13.193

13.025

 

 

 

Zusätzliches Tier-1-Kapital: aufsichtsrechtliche Anpassungen

 

 

Direkte Beteiligungen des Instituts an eigenen Instrumenten des zusätzlichen Tier-1-Kernkapitals

–575

–499

Zusätzliches Tier-1-Kapital

12.618

12.526

Tier-1-Kapital2

51.879

50.483

 

 

 

Tier-2-Kapital: Instrumente und Rückstellungen

 

 

Kapitalinstrumente und Emissionsagiokonto

10.287

11.852

Tier-2-Kapital vor aufsichtsrechtlichen Anpassungen

10.287

11.852

 

 

 

Tier-2-Ergänzungskapital: aufsichtsrechtliche Anpassungen

 

 

Direkte Beteiligungen des Instituts an eigenen Tier-2-Kapitalinstrumenten und nachrangigen Darlehen

–130

–152

Amortisation

–1.753

–2.283

Teilweise vom Tier-2-Kapital gem. § 10 (6) und (6a) KWG in Abzug gebrachte Posten

–2.876

–2.885

Tier-2-Kapital

5.528

6.532

Aufsichtsrechtliches Eigenkapital insgesamt

57.408

57.015

 

 

 

Risikogewichtete Aktiva insgesamt

324.908

333.605

Kreditrisiko

214.899

228.952

Marktrisiko

57.506

53.058

Operationelles Risiko

52.503

51.595

Kapitalquoten und Puffer

 

 

Tier-1-Kernkapital (als prozentualer Anteil der risikogewichteten Aktiva)

12,1

11,4

Tier-1-Kapital (als prozentualer Anteil der risikogewichteten Aktiva)

16,0

15,1

Aufsichtsrechtliches Eigenkapital (als prozentualer Anteil der risikogewichteten Aktiva)

17,7

17,1

In der folgenden Tabelle werden die wesentlichen Veränderungen in unserem Tier-1-Kernkapital (vormals: Tier-1-Kapital ohne Hybridinstrumente), im zusätzlichen Tier-1- und Tier-2-Kapital von Jahresanfang bis Ende des ersten Quartals 2013 beziehungsweise von Jahresanfang bis Ende des Jahres 2012 aufgeführt:

Entwicklung des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals

in Mio €

31.3.2013

31.12.2012

Tier-1-Kernkapital

 

 

Anfangsbestand

37.957

36.313

Stammaktien, Nettoeffekt / (+) Zugang (–) Abgang

Kapitalrücklage

–297

83

Gewinnrücklagen

1.457

–234

davon/darin:

 

 

Neubewertungseffekte in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen, nach Steuern und Währungsumrechnung

–194

–480

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis

1.651

263

Eigene Aktien im Bestand zu Anschaffungskosten, Nettoeffekt / (+) Verkauf (–) Kauf

–5

763

Entwicklungen der Kumulierten sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen

415

–424

Anpassungen aus der Währungsumrechnung, nach Steuern

415

–424

Abgegrenzte zukünftige Dividende

–174

–697

Eliminierung der Wertänderungen wegen Veränderung des eigenen Kreditrisikos, nach Steuern

–54

126

Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte

–134

1.330

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

6

–875

Abzugspflichtige Investitionen in Banken, Finanzunternehmen und Versicherungsgesellschaften

–74

–161

Verbriefungspositionen, nicht in den risikogewichteten Aktiva enthalten

75

1.911

Überschuss von erwarteten Verlusten über Risikovorsorge

9

69

Sonstiges, inklusive regulatorischer Anpassungen

82

–247

Endbestand

39.261

37.957

 

 

 

Zusätzliches Tier-1-Kapital

 

 

Anfangsbestand

12.526

12.734

Neue, im zusätzlichen Tier-1-Kapital anrechenbare Emissionen

Rückkäufe

Sonstiges, inklusive regulatorischer Anpassungen

93

–208

Endbestand

12.618

12.526

 

 

 

Tier-1-Kapital insgesamt

51.879

50.483

 

 

 

Tier-2-Kapital:

 

 

Anfangsbestand

6.532

6.179

Neue, im Tier-2-Kapital anrechenbare Emissionen

Rückkäufe

–179

Amortisation

530

–1.071

Sonstiges, inklusive regulatorischer Anpassungen

–1.534

1.603

Endbestand

5.528

6.532

 

 

 

Aufsichtsrechtliches Eigenkapital insgesamt

57.408

57.015

Der Anstieg des Tier-1-Kernkapitals um 1,3 Mrd € in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 resultierte primär aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Quartalsgewinn in Höhe von 1,7 Mrd €, welcher teilweise durch einen Rückgang von 318 Mio € im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungsplänen und einem Neubewertungsverlust aus leistungsdefinierten Versorgungszusagen in Höhe von 194 Mio € ausgeglichen wurde.

Überleitung vom bilanziellen Eigenkapital auf das aufsichtsrechtliche Eigenkapital

in Mio €

31.3.2013

31.12.2012

Eigenkapital per Bilanzausweis

55.820

54.001

Stammaktien

2.380

2.380

Kapitalrücklage

23.479

23.776

Gewinnrücklage

30.656

29.199

darin:

 

 

Neubewertungseffekte in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen, nach Steuern und Währungsumrechnung

–169

26

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis

1.651

263

Eigene Aktien im Bestand zu Anschaffungskosten

–65

–60

Verpflichtung zum Erwerb eigener Aktien

Kumulierte sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung nach Steuern

–630

–1.294

 

 

 

Prudentiale Filter

–556

–263

Wertänderungen der Eigenverbindlichkeiten

–56

–2

Unrealisierte Gewinne und Verluste

–499

–261

 

 

 

Regulatorische Anpassungen zum Bilanzausweis

–16.004

–15.781

Abgegrenzte zukünftige Dividende

–871

–697

Geschäfts- oder Firmenwerte

–8.674

–8.583

Gemäß Bilanz

–9.399

–9.297

Geschäfts- oder Firmenwert nach der Equitymethode bilanzierter Beteiligungen

–28

–30

Geschäfts- oder Firmenwert außerhalb des regulatorischen Konsolidierungskreises

752

745

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

–3.039

–2.996

Gemäß Bilanz

–4.943

–4.922

Steuerverbindlichkeiten aus latenten Steuern

588

583

Sonstige immaterielle Vermögenswerte außerhalb des regulatorischen Konsolidierungskreises

1.317

1.343

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

130

124

Gemäß Bilanz

258

239

Anteile ohne beherrschenden Einfluss außerhalb des regulatorischen Konsolidierungskreises

–128

–115

Verbriefungspositionen, nicht in risikogewichteten Aktiva enthalten

–878

–953

Fehlbetrag zwischen Rückstellungen und erwartetem Verlust

–431

–440

Abwicklungs- und Vorleistungsrisiko

Abzugsfähige Investitionen in Banken, Finanzunternehmen und Versicherungsgesellschaften

–1.567

–1.493

Sonstiges (Konsolidierungseffekte und regulatorische Anpassungen)

–674

–743

 

 

 

Tier-1-Kernkapital

39.261

37.957

 

 

 

Zusätzliches Tier-1-Kapital

12.618

12.526

Hybride Kapitalinstrumente

12.618

12.526

Gemäß Bilanz

12.664

12.091

Regulatorische Anpassungen

–45

435

Abzüge vom zusätzlichen Tier-1-Kapital

 

 

 

Tier-1-Kapital

51.879

50.483

 

 

 

Tier-2-Kapital

5.528

6.532

Nachrangige Verbindlichkeiten

8.337

9.362

Gemäß Bilanz

9.970

11.282

Amortisation

–1.753

–2.283

Regulatorische Anpassungen

120

364

Abzüge vom Tier-2-Kapital

–2.876

–2.885

Sonstiges

67

55

 

 

 

Aufsichtsrechtliches Eigenkapital insgesamt

57.408

57.015

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva

Die nachfolgende Tabelle zeigt die risikogewichteten Aktiva auf Basis von Basel 2.5 nach Modell und Geschäftsbereich.

Risikogewichtete Aktiva nach Modell und Geschäftsbereich

 

31.3.2013

in Mio €

Corporate Banking & Securities

Global Transaction Banking

Asset & Wealth Management

Private & Business Clients

Non-Core Operations Unit

Consolidation & Adjustments and Other

Insgesamt

Kreditrisiko

67.383

27.292

6.002

66.646

33.283

14.492

215.099

Fortgeschrittener IRBA

60.424

19.675

2.911

39.509

15.237

929

138.686

Zentralregierungen

2.877

833

11

70

256

156

4.204

Institute

5.807

1.800

175

201

862

17

8.862

Unternehmen

45.608

16.566

2.607

2.859

9.229

756

77.623

Mengengeschäft

212

19

119

35.344

1.014

0

36.708

Sonstige

5.921

458

1.035

3.876

0

11.290

IRB-Basis-Ansatz

8.527

1.132

9.659

Zentralregierungen

19

2

21

Institute

1.911

836

2.747

Unternehmen

6.598

294

6.891

Mengengeschäft

Sonstige

Sonstiger IRBA

2.577

45

428

8.989

7.520

2.281

21.841

Zentralregierungen

Institute

Unternehmen

1.325

26

5.918

3.657

10.926

Mengengeschäft

Sonstige

1.252

19

428

3.071

3.864

2.281

10.915

Standardansatz

4.382

7.572

2.663

9.620

9.394

11.282

44.913

Zentralregierungen

4

63

0

1

24

1

91

Institute

13

23

33

409

52

3

533

Unternehmen

3.153

6.986

848

2.186

4.311

482

17.967

Mengengeschäft

15

385

42

4.953

2.670

0

8.066

Sonstige

1.197

115

1.739

2.072

2.337

10.796

18.255

Marktrisiko

37.911

282

1.040

536

17.737

57.506

Interner Modell-Ansatz

31.582

282

1.040

15.851

48.755

Standardansatz

6.329

536

1.886

8.751

Operational Risk

19.538

546

4.766

4.892

22.761

52.503

Fortgeschrittener Messansatz

19.538

546

4.766

4.892

22.761

52.503

Insgesamt

124.832

28.120

11.809

72.074

73.781

14.492

325.108

 

31.12.2012

in Mio €

Corporate Banking & Securities

Global Transaction Banking

Asset & Wealth Management

Private & Business Clients

Non-Core Operations Unit

Consolidation & Adjustments and Other

Insgesamt

Kreditrisiko

70.590

26.398

6.134

67.511

40.329

18.235

229.196

Fortgeschrittener IRBA

63.727

18.464

2.823

38.637

19.501

573

143.725

Zentralregierungen

2.440

818

11

76

266

151

3.762

Institute

5.686

1.607

93

200

1.333

27

8.946

Unternehmen

49.258

15.610

2.589

2.796

10.999

395

81.646

Mengengeschäft

217

20

130

34.529

1.150

0

36.046

Sonstige

6.125

409

1

1.037

5.753

0

13.325

IRB-Basis-Ansatz

8.726

1.813

10.539

Zentralregierungen

32

2

35

Institute

2.217

939

3.156

Unternehmen

6.477

872

7.349

Mengengeschäft

Sonstige

0

Sonstiger IRBA

2.487

261

455

9.042

8.027

2.321

22.592

Zentralregierungen

Institute

Unternehmen

1.341

240

5.574

3.802

10.957

Mengengeschäft

Sonstige

1.146

20

455

3.467

4.225

2.321

11.635

Standardansatz

4.376

7.673

2.856

11.105

10.988

15.340

52.340

Zentralregierungen

2

68

0

87

222

1

379

Institute

13

16

9

112

77

3

230

Unternehmen

3.070

7.125

1.038

2.733

4.273

401

18.640

Mengengeschäft

16

392

134

5.991

2.758

1

9.292

Sonstige

1.275

73

1.675

2.183

3.658

14.935

23.799

Marktrisiko

35.656

365

1.166

360

15.512

53.058

Interner Modell-Ansatz

31.280

365

1.166

13.761

46.571

Standardansatz

4.376

360

1.751

6.487

Operational Risk

19.221

331

4.904

4.530

22.609

51.595

Fortgeschrittener Messansatz

19.221

331

4.904

4.530

22.609

51.595

Insgesamt

125.467

27.093

12.204

72.401

78.449

18.235

333.849

Die nachfolgende Tabelle stellt eine Analyse der wesentlichen Einflussgrößen auf die RWA-Berechnungen für Kredit- und Marktrisiko auf Basis von Basel 2.5 in der Berichtsperiode zur Verfügung.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für Kredit- und Marktrisiko

 

 

 

31.3.2013

31.12.2012

in Mio €

Kontrahenten-
bezogenes Kreditrisiko

davon:
Derivate- und Wertpapier-
finanzierungs-
geschäfte

Kontrahenten-
bezogenes Kreditrisiko

davon:
Derivate- und Wertpapier-
finanzierungs-
geschäfte

RWA-Bestand für Kreditrisiko am Periodenanfang

229.196

35.274

262.764

50.973

Portfolioqualität / Wachstum

3.185

–1.076

3.400

3.283

Operative Modellverbesserungen

–3.815

–1.525

–13.534

–12.800

Einführung fortgeschrittener Modelle

–5.217

–600

–7.325

–4.180

Forderungsverkauf / Hedging

–9.734

–14.470

–1.567

Fremdwährungsbewegungen

1.484

418

–1.639

–436

RWA-Bestand für Kreditrisiko am Periodenende

215.099

32.490

229.196

35.274

in Mio €

 

 

31.3.2013

31.12.2012

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenanfang

 

 

53.058

68.095

Veränderungen des Risikovolumens

 

 

4.201

–322

Veränderungen der Marktdaten und Rekalibrierungen

 

 

–404

–2.577

Modellverbesserungen

 

 

–953

–707

Methoden und Grundsätze

 

 

1.200

–11.215

Akquisitionen und Verkäufe

 

 

Fremdwährungsbewegungen

 

 

404

–216

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenende

 

 

57.506

53.058

Der RWA-Rückgang für das kontrahentenbezogene Kreditrisiko um 6,2 % seit dem 31. Dezember 2012 zeigt im Wesentlichen unsere erfolgreichen Anstrengungen zur RWA-Reduktion mit der Fokussierung auf den Risikoabbau sowie Modell- und Prozessverbesserungen. Die Kategorie „Forderungsverkauf/Hedging“ beinhaltet im Wesentlichen Aktivitäten zum Risikoabbau durch Veräußerungen, Restrukturierungen und zusätzliches Hedging. Reguläre Prozess- und Datenverbesserungen wie die kontinuierliche Anwendung von Netting-Rahmenverträgen und Sicherheitenvereinbarungen sind in der Kategorie „Operative Modellverbesserungen“ berücksichtigt. Die Kategorie „Einführung fortgeschrittener Modelle“ zeigt vornehmlich den Einfluss von regelmäßigen Parameter-Rekalibrierungen sowie von BaFin-Genehmigungen, die wir für bestimmte fortgeschrittene IRBA-Modelle erhalten haben. Die Kategorie „Portfolioqualität/Wachstum“ beinhaltet organische Veränderungen in der Buchgröße sowie Effekte von Bonitätsveränderungen im Portfolio.

Die Analyse für Marktrisiken umfasst Bewegungen in unseren internen Modellen für Value-at-Risk, Stress-Value-at-Risk, den inkrementellen Risikoaufschlag und den umfassenden Risikoansatz sowie Ergebnisse vom Marktrisiko-Standardansatz, zum Beispiel für Handelsbuchverbriefungen und nth-to-default-Kreditderivate oder Handelspositionen der Postbank.

Der RWA-Anstieg für Marktrisiken um 8,4 % seit dem 31. Dezember 2012 ergibt sich im Wesentlichen durch Bewegungen des Risikoniveaus bezogen auf unsere internen Value-at-Risk und Stress-Value-at-Risk Modelle, die einen Anstieg der Werte aufgrund geringerer Diversifikation über die Portfolien hinweg sahen. Dies war zurückzuführen auf höhere, idiosynkratische Risikokonzentrationen in Beteiligungen und Krediten sowie auf einen Anstieg im inkrementellen Risikoaufschlag, im Wesentlichen getrieben durch höhere Single-Name-Positionen in den Geschäftsbereichen Rates und Credit Trading. Kleinere Bewegungen im umfassenden Risikoansatz und bei der Postbank wurden ebenfalls beobachtet. In der Kategorie „Methoden und Grundsätze“ sind aufsichtsrechtlich vorgegebene Anpassungen für unsere Marktrisiko-RWA-Modelle und Berechnungen einbezogen. Die Marktrisiko-RWA-Bewegungen, die sich durch Veränderungen in Marktdaten, Volatilitäten, Korrelationen, Liquidität und Bonitätseinstufungen ergeben, sind in der Kategorie „Veränderungen der Marktdaten und Rekalibrierungen“ enthalten. In den ersten drei Monaten 2013 sahen wir aufgrund niedrigerer Volatilitätswerte in den für die Berechnung verwendeten historischen Marktdaten eine Reduktion der Marktrisiko-RWA um 0,8 %. Veränderungen in unseren internen Modellen für die Marktrisiko-RWA, wie Methodenverbesserungen oder Erweiterungen des Umfangs der erfassten Risiken, werden in der Kategorie „Modellverbesserungen“ einbezogen. Signifikante neue Geschäftstätigkeiten und Verkäufe würden in der Zeile „Akquisitionen und Verkäufe“ einbezogen, die jedoch in dieser Berichtsperiode nicht relevant waren.