Risikomanagement – Überblick


Insgesamt lag der Fokus des Risiko- und Kapitalmanagements in den ersten drei Monaten 2013 weiterhin darauf, unser Risikoprofil im Rahmen unserer Risikostrategie zu halten, unsere Kapitalbasis zu stärken und unsere strategischen Initiativen zu unterstützen. Dieser Ansatz spiegelt sich wie folgt in den unterschiedlichen, unten dargestellten Risikometriken wider:

Kreditrisikoüberblick

  • In unserem Bemühen, erfolgreich im volatilen makroökonomischen Umfeld zu bestehen, haben wir unsere zentralen Kreditprinzipien des proaktiven und umsichtigen Risikomanagements bei der Eingehung von Risiken, ein aktives Management von Konzentrationsrisiken sowie unsere Risikoreduzierungsstrategie eingehalten.
  • Trotz der durch die europäische Staatsschuldenkrise hervorgerufenen Verunsicherungen hat uns die wirtschaftlich relativ stabile Lage in Deutschland und den Vereinigten Staaten, unser diversifiziertes und überwiegend Investment-Grade ausgerichtetes Portfolio sowie eine aktive Risikoreduzierung von eher anfälligen Vermögenswerten erlaubt, Kreditverluste zu begrenzen.
  • Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich in den ersten drei Monaten 2013 auf 354 Mio €, was einer Steigerung um 40 Mio € gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2012 entspricht. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft für unser Kerngeschäft betrug 267 Mio € in den ersten drei Monaten 2013 und ist damit um 44 Mio € angestiegen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2012. Dieser Anstieg resultiert in erster Linie aus einem Einmaleffekt in GTB und wurde teilweise kompensiert durch geringere Risikovorsorge in PBC primär als Folge einer anhaltend robusten Entwicklung unseres deutschen Retail Portfolios. Die Höhe der Risikovorsorge im Kreditgeschäft in unserer NCOU reduzierte sich leicht auf 87 Mio €.
  • Die Forderungen aus dem Firmenkreditgeschäft haben sich in den ersten drei Monaten 2013 um 2,7 Mrd € (1,2 %) reduziert, im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der gemäß IAS 39 umklassifizierten Forderungen.
  • Der Anteil der Kredite mit Investment-Grade Rating in unserem Firmenkundenkreditbuch ist zum 31. März 2013 mit 72 % unwesentlich geringer als zum 31. Dezember 2012.
  • Unser Kreditrisikoprofil, gemessen am Ökonomischen Kapitalbedarf für das Kreditrisiko, reduzierte sich auf 11,3 Mrd € zum 31. März 2013, verglichen mit 12,6 Mrd € am Jahresende 2012. Die Reduzierung reflektiert operative Modellverbesserungen sowie Positionsreduzierungen, überwiegend im Unternehmensbereich NCOU.

Marktrisikoüberblick

  • Der Ökonomische Kapitalbedarf für das Marktrisiko aus Nichthandelspositionen betrug 8,3 Mrd € zum 31. März 2013 im Vergleich zu 8,5 Mrd € zum 31. Dezember 2012. Der Rückgang spiegelte hauptsächlich die Aktivitäten im Risikoabbau im Unternehmensbereich NCOU wider.
  • Der Ökonomische Kapitalbedarf für das Marktrisiko aus Handelspositionen betrug 4,9 Mrd € zum 31. März 2013, verglichen mit 4,7 Mrd € am Jahresende 2012. Der Anstieg war hauptsächlich auf geringfügig höhere Positionswerte für das handelsbezogene Ausfallrisiko zurückzuführen.
  • Der durchschnittliche Value-at-Risk der Handelsbereiche betrug 59,3 Mio € während der ersten drei Monate des Jahres 2013, verglichen mit 57,1 Mio € zum 31. Dezember 2012, im Wesentlichen aufgrund eines geringeren positiven Effekts aus der Diversifizierung des Portfolios.

Operationelle Risiken – Überblick

  • Unser Ökonomischer Kapitalbedarf für operationelle Risiken stieg zum 31. März 2013 auf 5,1 Mrd € im Vergleich zu 5,0 Mrd € zum Jahresende 2012. Dieser ist hauptsächlich verursacht durch erhöhte Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten für Ereignisse der letzten Dekade. Der Ökonomische Kapitalbedarf enthält weiterhin die in unserem AMA-Modell eingebettete Sicherheitsmarge, die im Jahr 2011 zur Deckung von unvorhergesehenen Haftungsrisiken aus der aktuellen Finanzkrise implementiert wurde.

Liquiditätsrisikoüberblick

  • Die Liquiditätsreserven überstiegen ein Volumen von 230 Mrd € zum 31. März 2013 und unterstützten eine komfortable Netto-Liquiditätsposition unter Stress.
  • Die Emissionsaktivitäten am Kapitalmarkt in den ersten drei Monaten 2013 betrugen 6 Mrd €, basierend auf einem geplanten Gesamtvolumen für das Jahr 2013 in Höhe von 18 Mrd €.
  • 61 % der Gesamtrefinanzierung der Bank basierte auf den Refinanzierungsquellen, die wir als die stabilsten einstufen, und beinhaltete langfristige Kapitalmarktemissionen sowie Einlagen aus dem Privatkunden- und Transaction-Banking-Geschäft.

Kapitalmanagementüberblick

  • Die Tier-1-Kernkapitalquote (auch Tier-1-Kernkapitalquote ohne Hybridinstrumente genannt) lag zum 31. März 2013 bei 12,1 %. Zum Jahresende 2012 lag die Quote bei 11,4 %.
  • Die risikogewichteten Aktiva reduzierten sich um 8,7 Mrd € auf 325 Mrd € zum 31. März 2013 im Vergleich mit 334 Mrd € zum Jahresende 2012, hauptsächlich aufgrund einer Reduzierung der risikogewichteten Aktiva für das Kreditrisiko um 14,1 Mrd €, die vorwiegend infolge von Verkäufen von Aktiva, Absicherungsgeschäften sowie Modellverbesserungen erfolgte.
  • Die interne Kapitaladäquanzquote zeigt an, ob die über Risikopositionen intern ermittelte Kapitalanforderung von unserem internen Kapitalangebot überdeckt wird. Die Quote stieg zum 31. März 2013 auf 166 % im Vergleich mit 158 % zum 31. Dezember 2012.
  • Nachdem wir per Jahresende 2012 bereits eine Pro-forma-Basel 3 Kernkapitalquote (volle Umsetzung) von 7,8 % erreicht haben und damit unser gesetztes Ziel von 7.2 % übertrafen, hatten wir unser Ziel für März 2013 von 8,0 % auf 8,5 %, hauptsächlich getrieben von geringerem Kapitalbedarf, angehoben. Unsere Pro-forma-Basel 3 Kernkapitalquote (volle Umsetzung) stieg zum 31. März 2013 auf 8,8 % an.

Bilanzmanagementüberblick

  • Zum 31. März 2013 belief sich unsere bereinigte Verschuldungsquote auf 21 und hat sich verglichen zum Vorjahresstand verbessert. Damit lag sie auch deutlich unter unserer Zielgröße von 25. Unsere Verschuldungsquote, berechnet auf Basis der gesamten IFRS-Aktiva im Vergleich zum gesamten IFRS-Eigenkapital, betrug 36 zum 31. März 2013 und wies ebenfalls eine Verbesserung gegenüber dem Stand zum Jahresende 2012 auf.