Überblick zur Finanz- und Ertragslage


Wirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung der bislang verfügbaren Konjunkturindikatoren, insbesondere die Prognosen der Einkaufsmanager, lässt vermuten, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorquartal leicht beschleunigt hat. Dazu beigetragen haben wohl vor allem die Schwellenländer und die USA, wo das reale Bruttoinlandsprodukt nach 0,4 % (auf Jahresbasis) im Schlussquartal 2012 um etwa 3 % expandiert sein dürfte. Die Einkaufsmanager erwarten für die großen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China insgesamt im Vergleich zum Vorquartal eine etwas stärkere Expansion der Wirtschaftsaktivität im ersten Quartal 2013. Die Wirtschaft der Eurozone dürfte dagegen im ersten Quartal 2013 weiter zurückgegangen sein. Innerhalb der Eurozone zeigten sich aber unterschiedliche Entwicklungen. Während die deutsche Wirtschaftsleistung nach einem Rückgang um 0,6 % im vierten Quartal 2012 in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wieder auf einen flachen Wachstumspfad zurückgekehrt ist, hielt die Rezession in den übrigen Euroländern nahezu unvermindert an.

Die Finanzmärkte in Europa waren im ersten Quartal 2013 von einer fragilen Stabilität geprägt. Für Unsicherheit sorgte zwischenzeitlich der Umgang mit der Banken- und Staatsschuldenkrise in Zypern durch die dortige Regierung und die europäischen Partner. Trotz der erstmaligen Beteiligung der Einleger an Verlusten der Banken, die langfristig – aus Sicht der Investoren – ähnlich schwerwiegende Konsequenzen für diese wichtige Anlageklasse haben könnte wie der Schuldenschnitt bei griechischen Staatsanleihen im vergangenen Jahr, blieben größere Verwerfungen jedoch bisher aus. Gleichzeitig verlief die Refinanzierung der Banken am Kapitalmarkt sehr langsam; das Emissionsvolumen vor- wie nachrangiger Bankanleihen lag weit unter dem Niveau der Vorjahre, möglicherweise aufgrund reduzierten Finanzierungsbedarfs.

Im globalen Investmentbanking verlief der Jahresauftakt solide mit einem leichten Anstieg der Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei Eigenkapitalemissionen belebte sich das Geschäft ebenso wie bei Konsortialkrediten, während Fremdkapitalemissionen ihr Niveau hielten und nur die Einnahmen aus Fusionen und Übernahmen zurückblieben (bei allerdings gestiegenem Transaktionsvolumen). Einmal mehr legte das Geschäft in den USA deutlich zu, während in Europa Abschläge zu verzeichnen waren. Im Wertpapierhandel gab es insgesamt einen leichten Rückgang.

Die Vermögensverwaltung profitierte von der günstigen Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten, bei der wichtige Börsenindizes neue Allzeit-Höchststände erreichten oder ihnen sehr nahe kamen.

Im Kreditgeschäft in Europa setzte sich im ersten Quartal der Trend der letzten Monate fort – die Kreditvergabe an Unternehmen entwickelte sich weiter negativ, an Privathaushalten stagnierte sie. Die Entschuldung des Privatsektors machte damit Fortschritte: Während der Verschuldungsgrad rückläufig war, stiegen die Spareinlagen. In den USA wiederum dürfte das moderate Wachstum der Kredite an Privatpersonen und Unternehmen angehalten haben. Die Erholung im Hypothekengeschäft ging dabei mit stärkeren Verbriefungsaktivitäten und nicht mit einem höheren Kreditvolumen in den Bankbilanzen einher.