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Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen

Dieses Dokument und auch andere Dokumente, die der Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Diese Messgrößen sind Größen des historischen oder zukünftigen Erfolgs, der Vermögenslage oder der Cashflows, die durch Eliminierung oder Berücksichtigung bestimmter Beträge im Vergleich zu gemäß IFRS ermittelten und ausgewiesenen Größen im Konzernabschluss angepasst werden.

Eigenkapitalrendite vor Steuern und nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity

Die Eigenkapitalrendite vor Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity (eine nicht nach IFRS ermittelte Messgröße) basiert auf dem prozentualen Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor Steuern am durchschnittlichen Active Equity des Konzerns. Beide werden nachfolgend definiert.

In Zusammenhang mit der Umsetzung der vom Konzern veröffentlichten Strategie verwendet der Konzern eine auf dem durchschnittlichen Active Equity basierende Eigenkapitalrendite nach Steuern sowohl für den Konzern als auch für die Segmente. Für den Konzern werden die Eigenkapitalrenditen nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital sowie basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity unter Berücksichtigung der berichteten effektiven Steuerquote des Konzerns ermittelt, die für das zweite Quartal 2013 58 % (zweites Quartal 2012: 31 %) und im Sechsmonatszeitraum 2013 38 % (Sechsmonatszeitraum 2012: 27 %) betrug. Für die Segmente werden für die Eigenkapitalrendite nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity Auswirkungen permanenter Differenzen auf die effektive Steuerquote, die nicht den Segmenten zuzuordnen sind, eliminiert. Für das zweite Quartal 2013 wurden für die Segmente Steuerquoten zwischen 34 % und 36 % (zweites Quartal 2012: 34 %–36 %) angewendet. Für den Sechsmonatszeitraum 2013 belief sich die angewandte Steuerquote auf 34 % (Sechsmonatszeitraum 2012: 33 %).

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Ergebnis vor Steuern: Diese nicht nach IFRS ermittelte Zielgröße errechnet sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnis vor Steuern (das heißt ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Konzernergebnis vor Steuern).

 

2. Quartal

Jan. – Jun.

in Mio €

2013

2012

2013

2012

Ergebnis vor Steuern

792

967

3.206

2.854

Abzüglich Anteile ohne beherrschenden Einfluss, vor Steuern

–1

–13

–10

–41

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Ergebnis, vor Steuern

791

953

3.196

2.813

Durchschnittliches Active Equity: Der Konzern berechnet das Active Equity, um einen Vergleich mit Wettbewerbern zu vereinfachen, und verweist auf das Active Equity bei der Berechnung verschiedenster Kennziffern. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Messgröße nach IFRS. Bei einem Vergleich der Kennzahlen des Konzerns, die auf dem Active Equity basieren, mit denen anderer Unternehmen sollten stets auch Unterschiede bei der Berechnung dieser Kennzahlen berücksichtigt werden. Der Konzern bereinigt das durchschnittliche den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital um die durchschnittliche Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung ohne Anpassungen aus der Währungsumrechnung (alle Bestandteile nach Steuern). Gleiches gilt für die durchschnittliche Dividendenzahlung, für die jedes Quartal eine Abgrenzung vorgenommen und die im Folgejahr nach Zustimmung der Hauptversammlung ausgezahlt wird. Die in der Berechnung des durchschnittlichen Active Equity verwendeten Steuersätze entsprechen denen, die auch für die jeweiligen Geschäftsvorfälle im Konzernabschluss verwendet werden. Somit wird kein Durchschnittssteuersatz angewandt.

 

2. Quartal

Jan. – Jun.

in Mio €

2013

2012

2013

2012

1

Der aus der Durchschnittlichen sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderung ohne Anpassungen aus der Währungsumrechnung resultierende Steuereffekt betrug im zweiten Quartal 2013 minus 24 Mio € (zweites Quartal 2012: minus 365 Mio €) und im Sechsmonatszeitraum 2013 minus 39 Mio € (Sechsmonatszeitraum 2012: minus 425 Mio €).

Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital

56.990

55.683

55.803

54.995

Zuzüglich/abzüglich (–):

 

 

 

 

Durchschnittliche sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung ohne Anpassungen aus der Währungsumrechnung1

–496

420

–405

504

Durchschnittlicher Dividendenabgrenzungen

–625

–784

–681

–772

Durchschnittliches Active Equity

55.869

55.318

54.717

54.727

Die Eigenkapitalrenditen vor Steuern und nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity werden nachfolgend dargestellt. Zum Vergleich werden die Eigenkapitalrenditen vor Steuern und nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) dargestellt. Diese sind als prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor Steuern (ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Ergebnis vor Steuern) beziehungsweise des den Deutsche Bank-Aktionären nach Steuern (ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Ergebnis nach Steuern) am den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren durchschnittlichen Eigenkapital definiert.

 

2. Quartal

Jan. – Jun.

in %

2013

2012

2013

2012

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital)

5,6 %

6,8 %

11,5 %

10,2 %

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity)

5,7 %

6,9 %

11,7 %

10,3 %

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital)

2,3 %

4,7 %

7,1 %

7,4 %

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity)

2,4 %

4,7 %

7,3 %

7,5 %

Bereinigte Verschuldungsquote

Als Teil seines Bilanzmanagements verwendet der Konzern eine bereinigte Verschuldungsquote, die nach Anpassungen der Bilanzsumme und des Eigenkapitals gemäß IFRS ermittelt wird. Diese angepassten Kennzahlen, die keine Messgrößen nach IFRS sind, werden in diesem Bericht im Abschnitt „Risikobericht – Bilanzmanagement“ erläutert.

Wie im Abschnitt Bilanzmanagement ausgeführt, hat der Konzern seine Berechnung der Verschuldungsquote infolge der Veröffentlichung der CRR/CRD 4 vom 27. Juni 2013 angepasst. Die Ergebnisse basieren auf der aktuellen Interpretation der Gesetzesgrundlage durch den Konzern und könnten daher von den Annahmen und Schätzungen der Mitbewerber des Konzerns abweichen. Daher könnten die nicht nach IFRS ermittelten finanziellen Messgrößen gemäß CRR/CRD 4 nicht mit denen vergleichbar sein, die entsprechend von den Mitbewerbern des Konzerns verwendet werden.

CRR/CRD 4 Pro-forma-Solvabilitäts-Kennzahlen

Während die aufsichtsrechtlichen risikogewichteten Aktiva, das Kapital und die zugehörigen Quoten des Konzerns in diesem Dokument unter den Basel 2.5-Bestimmungen dargelegt werden, zeigt der Konzern auch in verschiedenen Bereichen Kennzahlen des Konzerns zu den aufsichtsrechtlichen risikogewichteten Aktiva, dem Kapital und den Quoten unter einer Pro-forma-Anwendung der CRR/CRD 4-Regeln. Diese basieren auf Annahmen des Konzerns, wie solche Regeln in der Europäischen Union implementiert und in Deutschland verabschiedet werden dürften. Diese Annahmen werden verfeinert, da die entsprechenden Verordnungen Ende Juni 2013 verabschiedet wurden, der Konzern stetig die Modelle des Konzerns verfeinert und sich Verständnis und Auslegung der Vorschriften seitens des Konzerns und der Industrie weiterentwickeln. Da die CRR/CRD 4-Regeln noch nicht implementiert sind, sind diese Kennzahlen ebenfalls finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Der Konzern glaubt jedoch, dass diese Pro-forma-CRR/CRD 4-Berechnungen nützliche Informationen für Investoren liefern, da sie die Fortschritte des Konzerns hinsichtlich künftiger aufsichtsrechtlicher Kapitalstandards widerspiegeln. Ergänzend haben auch viele Wettbewerber des Konzerns, wie nachfolgend erläutert die CRR/CRD 4-Berechnungen auf Basis einer vollen Umsetzung beschrieben.

Obwohl die CRR/CRD 4-Regeln erst für Geschäftsjahre beginnend zum 1. Januar 2014 oder später anzuwenden sind (die CRD 4 nach Umsetzung in nationales Recht), bestimmt der Konzern das Common Equity Tier-1-Kapital (CET 1-Kapital) und die Pro-forma risikogewichteten Aktiva (RWA) nach erwarteten Solvabilitätsvorschriften gemäß CRR/CRD 4. Dabei verwendet der Konzern die neuesten verfügbaren Gesetzgebungen der Europäischen Union, der vierten Capital Requirements Directive (CRD 4) und der Verordnung über die Kapitalanforderungen (CRR). Die Auslegung des Konzerns wird formell in Richtlinien umgesetzt, die den gleichen Strukturen und Komitees unterliegen, die der Konzern zur Berechnung der RWA oder des Core Tier-1-Kapitals (CT 1-Kapital) nach Basel 2.5 einsetzt.

Die CRR/CRD 4-Metriken unter vollständiger Umsetzung, die auf einer Pro-forma-Basis implementiert sind, spiegeln die Anwendung der Vorschriften wider, die erwartungsgemäß die Deutsche Bank ab 2019 nach diesem Gesetzesentwurf regulieren dürften. Die CRR/CRD 4-Maßnahmen der „Übergangszeit“ berücksichtigen die wahrscheinliche stufenweise Umsetzung der Bestimmungen, die erwartet werden, den Übergang der Banken auf die volle Umsetzung der Kapitalregeln zu erleichtern. Da die endgültige Umsetzung von CRR/CRD 4 von den Erwartungen und Annahmen des Konzerns abweichen können und die Annahmen und Schätzungen der Konkurrenten über diese Umsetzung variieren können, sind die CRR/CRD 4-finanziellen Messgrößen des Konzerns, die nicht nach IFRS ermittelt werden, möglicherweise nicht vergleichbar mit entsprechend benannten Kenngrößen, die von Wettbewerbern des Konzerns verwendet werden.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung des geschätzten Pro-forma-CET 1-Kapitals gemäß CRR/CRD 4 Regeln im Vergleich zu Basel 2.5-Regeln zusammen mit den vom Konzern geschätzten RWAs und Kapitalquoten gemäß CRR/CRD 4-Regeln.

Vergleich von Common Equity Tier-1-Kapital, gewichteten Risikoaktiva und Common Equity Tier-1-Kapitalquote unter Basel 2.5-Reporting, Pro-forma-CRR/CRD 4-Übergangsphase und Pro-forma-CRR/CRD 4-Vollumsetzung

 

30.6.2013

31.12.2012

in Mrd €
(sofern nicht anders angegeben)

Basel 2.5
berichtet

Pro-forma-
CRR/CRD 4-
Übergangs-
phase

Pro-forma-
CRR/CRD 4-
Vollumsetzung

Basel 2.5
berichtet

Pro-forma-
CRR/CRD 4-
Übergangs-
phase

Pro-forma-
CRR/CRD 4-
Vollumsetzung

1

Nur die Beträge der Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte, die gegen zusätzliche Tier-1-Instrumente angerechnet werden.

2

DVAs, die zuvor unter „Anpassungen, die nicht von Übergangsregelungen betroffen sind“ berichtet wurden, unterliegen den Übergangsbestimmungen der finalen CRR/CRD 4-Regeln und werden damit zukünftig unter „Anpassungen, die von Übergangsregelungen betroffen sind“ berichtet.

3

Minderheitsbeteiligungen des Konzerns haben keinen Anspruch auf Anerkennung als CET 1 unter den CRR/CRD 4-Regeln.

4

Enthält Eigene Aktien im Handelsbuch, Abzüge von wesentlichen Beteiligungen in Unternehmen im Finanzsektor und latente Steueransprüche aus temporären Differenzen, die sich aus der Anwendung der 10/15 % Schwellenwertregel ergeben.

5

Beinhaltet Änderungen an der Berechnung der RWA für das Kreditrisiko und das Marktrisiko sowie RWA in Verbindung mit Kapitalabzügen.

Common Equity Tier-1-Kapital

41,7

 

 

38,0

 

 

CRR/CRD 4 Auswirkungen auf das CET 1-Kapital

 

 

 

 

 

 

Anpassungen, die nicht
von Übergangsregelungen betroffen sind

 

 

 

 

 

 

Reklassifizierung der Verbriefungsabzüge als RWA

 

0,9

0,9

 

1,0

1,0

Zusätzliche Wertberichtigungen

 

0,0

0,0

 

0,0

0,0

Sonstige

 

0,0

0,0

 

0,0

0,0

Anpassungen, die von Übergangsregelungen betroffen sind

 

 

 

 

 

 

Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte1

 

11,3

0,0

 

11,3

0,0

Bewertungsanpassungen für Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften (Debt Valuation Adjustments, DVA)2

 

0,0

–0,6

 

–0,6

–0,6

Überschussbetrag des erwarteten Verlusts über die Risikovorsorge im Kreditgeschäft

 

–0,1

–0,6

 

–0,1

–0,6

Latente Steueransprüche, die dem Vollabzug unterliegen

 

0,0

–1,6

 

0,0

–1,7

Minderheitsbeteiligungen, die zum CET 1-Kapital zählen3

 

0,0

–0,1

 

0,0

–0,1

Vermögenswerte leistungsdefinierter Pensionsfonds

 

0,0

–0,7

 

0,0

–0,9

Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

 

0,0

0,2

 

0,0

0,3

Sonstige4

 

1,3

–2,6

 

1,0

–3,9

Common Equity Tier-1-Kapital (Pro-forma)

 

55,1

36,5

 

50,5

31,3

 

 

 

 

 

 

 

Risikogewichtete Aktiva

314

 

 

334

 

 

CRR/CRD 4 Auswirkungen auf die RWA

 

 

 

 

 

 

Neue Kapitalanforderungen für kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustments (CVA))

 

14

14

 

28

28

Reklassifizierung risikoreicher Verbriefungsposititionen von CET 1-Abzügen zu RWA

 

22

22

 

24

24

Neue Kapitalanforderungen für Geschäfte mit Zentralen Kontrahenten und Clearingstellen

 

3

3

 

4

4

Sonstige5

 

20

14

 

19

12

Risikogewichtete Aktiva (Pro-forma)

 

372

367

 

408

401

Common Equity Tier-1-Kapitalquote

13,3 %

14,8 %

10,0 %

11,4 %

12,4 %

7,8 %