Ertragslage des Konzerns


 

2. Quartal

 

 

Jan. – Jun.

 

 

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

2013

2012

Absolute Veränderung

Veränderung
in %

2013

2012

Absolute Veränderung

Veränderung
in %

Erträge

8.215

8.020

195

2

17.606

17.214

392

2

davon:

 

 

 

 

 

 

 

 

CB&S

3.710

3.396

313

9

8.314

8.210

104

1

GTB

994

979

14

1

1.986

1.947

39

2

DeAWM

1.039

981

57

6

2.281

2.136

146

7

PBC

2.447

2.304

144

6

4.831

4.700

131

3

NCOU

193

414

–222

–53

620

657

–37

–6

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

473

418

55

13

828

733

95

13

Zinsunabhängige Aufwendungen

6.950

6.635

315

5

13.572

13.627

–55

0

Ergebnis vor Steuern

792

967

–175

–18

3.206

2.854

352

12

Ertragsteueraufwand

457

301

156

52

1.211

781

430

55

Gewinn nach Steuern

335

666

–331

–50

1.995

2.074

–79

–4

Quartalsvergleich 2013 versus 2012

Das Ergebnis im zweiten Quartal war geprägt durch solide Erträge in unserem Kerngeschäft und guten Fortschritten bei unserem Operational Excellence (OpEx) Programm, die sich auf unsere Zinsunabhängigen Aufwendungen auswirkten. Während wir einerseits die operativen Kosten aufgrund der laufenden Implementierung des OpEx-Programms reduzieren konnten, stiegen andererseits die entsprechenden Umsetzungskosten im Vergleich zu den Vorquartalen. Darüber hinaus beinhaltet unser Ergebnis Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten.

Die Erträge des Konzerns erhöhten sich im zweiten Quartal 2013 um 2 % auf 8,2 Mrd € gegenüber 8,0 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Erträge in Corporate Banking & Securities (CB&S) stiegen im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 um 313 Mio € (9 %) auf 3,7 Mrd €. Dies war hauptsächlich auf eine bessere Stimmung an den Märkten, die sich auf Sales & Trading (Equity) auswirkte, sowie auf eine starke Emissionsaktivität im Emissions- und Beratungsgeschäft zurückzuführen. Niedrigere Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) spiegelten ein im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 schwierigeres Marktumfeld wider. In Global Transaction Banking (GTB) stiegen die Erträge gegenüber dem Vergleichsquartal 2012 um 14 Mio € (1 %) auf 994 Mio € trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfelds und anhaltendem Margendruck. Die Erträge im zweiten Quartal 2013 enthalten einen Gewinn aus dem Verkauf der Deutsche Card Services. Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) verzeichnete im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 einen Ertragsanstieg um 57 Mio € (6 %) auf 1,0 Mrd €. Hierin spiegelten sich hauptsächlich ein höheres Volumen an verwaltetem Vermögen sowie eine stärkere Kundenaktivität wider. Private & Business Clients (PBC) erzielte gegenüber dem Vergleichsquartal einen Ertragszuwachs von 144 Mio € (6 %) auf 2,4 Mrd € und profitierte dabei von besseren Marktbedingungen und positiven Einmaleffekten bei Sonstigen Produkten. Die Erträge in der Non-Core Operations Unit (NCOU) sanken um 53 % von 414 Mio € im zweiten Quartal 2012 auf 193 Mio € im zweiten Quartal 2013. Dies war im Wesentlichen auf einen durch Risikoabbau geringeren Bestand an Vermögenswerten zurückzuführen. In Consolidation & Adjustments (C&A) verschlechterten sich die Erträge von negativen 55 Mio € im Vergleichsquartal auf negative 167 Mio € im Berichtsquartal. Grund dafür war hauptsächlich der Wegfall positiver Beiträge aus steuerbezogenen Zinsen, die im zweiten Quartal 2012 ausgewiesen worden waren. Effekte aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und IFRS kompensieren diesen Rückgang teilweise.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag im zweiten Quartal 2013 mit 473 Mio € um 55 Mio € (13 %) über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Dieser Anstieg ist der NCOU als auch der Kernbank zuzuschreiben. Der Anstieg in NCOU war hauptsächlich auf gemäß IAS 39 umgewidmete Vermögenswerte zurückzuführen. Aufgrund eines Kreditereignisses im Zusammenhang mit einem einzelnen Kunden in GTB und höherer Risikovorsorge in CB&S war ein Anstieg der Risikovorsorge im Kreditgeschäft zu verzeichnen. Dagegen ging die Risikovorsorge vor allem in PBC infolge eines günstigen wirtschaftlichen Umfelds in Deutschland weiter zurück.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im zweiten Quartal 2013 mit 6,9 Mrd € um 315 Mio € (5 %) über dem Wert des Vorjahresquartals. Der Anstieg war hauptsächlich auf den Sachaufwand zurückzuführen, der mit 3,6 Mrd € um 305 Mio € über dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres lag. Dies war im Wesentlichen durch höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten bedingt, die teilweise durch Effekte aus der fortlaufenden Implementierung des OpEx-Programms aufgehoben wurden. Der Personalaufwand wurde um 179 Mio € reduziert. Dazu beigetragen haben niedrigere Vergütungen in CB&S infolge der fortlaufenden Implementierung von OpEx. Die zinsunabhängigen Aufwendungen im zweiten Quartal 2013 beinhalteten zudem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 192 Mio € im Zusammenhang mit OpEx. Im zweiten Quartal 2012 fiel dagegen kein Restrukturierungsaufwand an.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsquartal 792 Mio € nach 1,0 Mrd € im zweiten Quartal 2012 und sank damit um 18 %.

Der Gewinn nach Steuern belief sich im zweiten Quartal 2013 auf 335 Mio € gegenüber 666 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres, ein Rückgang von 50 %. Der Ertragsteueraufwand lag im Berichtsquartal bei 457 Mio € nach 301 Mio € im zweiten Quartal 2012. Die effektive Steuerquote im zweiten Quartal 2013 belief sich auf 58 % und wurde im Wesentlichen durch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen, darunter erfasste Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten, sowie Anpassungen von Ertragsteuern für frühere Jahre beeinflusst. Im Vergleichsquartal des Vorjahres lag die effektive Steuerquote bei 31 %.

Halbjahresvergleich 2013 versus 2012

Die Erträge erhöhten sich im ersten Halbjahr 2013 um 2 % auf 17,6 Mrd € gegenüber 17,2 Mrd € im Vergleichszeitraum. In CB&S lagen die Erträge mit 8,3 Mrd € um 104 Mio € (1 %) über dem Wert des ersten Halbjahres 2012. Dies war hauptsächlich auf eine bessere Stimmung an den Aktienmärkten zurückzuführen, die sich auf den Bereich Sales & Trading (Equity) auswirkten, sowie eine stärkere Emissionsaktivität. Dies wurde teilweise aufgehoben durch einen Ertragsrückgang in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) infolge schwieriger Marktbedingungen sowie durch im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 geringere Erträge im Beratungsgeschäft aufgrund rückläufiger Transaktionen. Die Erträge in GTB beliefen sich auf 2,0 Mrd € und lagen damit um 39 Mio € (2 %) über denen des ersten Halbjahres 2012. Dieses solide Ergebnis wurde trotz Margendrucks und Niedrigzinsumfelds erzielt und durch höhere Volumina begünstigt. Die Erträge in GTB im ersten Halbjahr 2013 beinhalten einen Gewinn aus dem Verkauf der Deutschen Card Services. In DeAWM stiegen die Erträge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 146 Mio € (7 %) auf 2,3 Mrd €, was im Wesentlichen auf ein höheres Volumen an verwaltetem Vermögen sowie eine stärkere Kundenaktivität zurückzuführen war. In PBC lagen die Erträge mit 4,8 Mrd € um 131 Mio € (3 %) über dem Wert des ersten Halbjahres 2012. Dieser Anstieg resultierte hauptsächlich aus höheren Erträgen aus Kreditprodukten und einem höheren Beitrag der Hua Xia Bank sowie positiven Einmaleffekten aus dem Consumer Banking Germany. Die Erträge in NCOU lagen mit 620 Mio € um 37 Mio € (6 %) unter dem Wert des Vergleichszeitraums. Niedrigere Erträge infolge des beschleunigten Risikoabbaus wurden im ersten Halbjahr 2013 durch Gewinne aus dem Abbau von Risikopositionen ausgeglichen. Das erste Halbjahr 2012 beinhaltete eine Abschreibung in Höhe von 257 Mio € im Zusammenhang mit dem Engagement bei Actavis. C&A verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 Erträge auf Vorjahresniveau.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Halbjahr 2013 auf 828 Mio € und lag damit 95 Mio € (13 %) über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in unserer Kernbank betrug 566 Mio € im ersten Halbjahr 2013 und ist damit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 um 62 Mio € (12 %) angestiegen. Grund dafür ist ein Kreditereignis in Zusammenhang mit einem einzelnen Kunden in GTB sowie einer höheren Risikovorsorge in CB&S. Dagegen stand eine geringere Risikovorsorge in PBC, die primär eine anhaltend positive Entwicklung unseres deutschen Retailportfolios widerspiegelt. Die Höhe der Risikovorsorge im Kreditgeschäft in NCOU stieg aufgrund eines Kreditereignisses in Zusammenhang mit einem einzelnen Kunden um 32 Mio € (14 %) auf 261 Mio €.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen waren im ersten Halbjahr 2013 mit 13,6 Mrd € nahezu unverändert im Vergleich zum Wert des Vorjahreszeitraums. Der Personalaufwand betrug 6,8 Mrd € (erstes Halbjahr 2012: 7,0 Mrd €). Grund für den Rückgang war im Wesentlichen ein geringerer Personalaufwand infolge der fortlaufenden Implementierung des OpEx-Programms. Der Sachaufwand sank vor allem aufgrund der laufenden Implementierung des OpEx-Programms um 63 Mio € (1 %). Dem standen teilweise höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten sowie im Zusammenhang mit OpEx entstandene Umsetzungskosten gegenüber.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich in den ersten sechs Monaten 2013 auf 3,2 Mrd €, ein Anstieg um 352 Mio € (12 %) gegenüber 2,9 Mrd € im Vergleichszeitraum.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2013 auf 2,0 Mrd € gegenüber 2,1 Mrd € im ersten Halbjahr 2012. Der Ertragssteueraufwand betrug 1,2 Mrd € im ersten Halbjahr 2013 verglichen mit 781 Mio € im Vergleichszeitraum 2012. Die effektive Steuerquote lag bei 38 % und wurde im Wesentlichen durch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen, darunter erfasste Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten, sowie Anpassungen von Ertragsteuern für frühere Jahre beeinflusst (im ersten Halbjahr 2012: 27 %).