Kapitalmanagement


Im zweiten Quartal 2013 haben wir unser Kapital durch die Ausgabe von 90 Millionen neuen Aktien aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts erhöht. Die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien stieg damit auf 1.019.499.640. Die neuen Aktien wurden in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren am 30. April 2013 bei institutionellen Investoren platziert. Der Bruttoemissionserlös belief sich auf insgesamt 3,0 Mrd €. Ziel der Kapitalerhöhung war es, die Eigenkapitalbasis der Bank weiter zu stärken.

Zeitgleich mit der oben genannten Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von Aktien haben wir eine Absicht zur Erhöhung des nachrangigen Kapitals durch die Emission zusätzlicher CRR/CRD 4-konformer Tier-1- und Tier-2-Kapitalinstrumente in Höhe von 2 Mrd € in den nächsten zwölf Monaten angekündigt. Am 21. Mai 2013 haben wir mehr als die Hälfte dieses Betrages durch die Ausgabe nachrangiger Tier-2-Anleihen mit einem Gesamtnennwert von 1,5 Mrd $ (1,2 Mrd €) platziert.

Das insgesamt ausstehende hybride Tier-1-Kapital gemäß den Basel 2.5-Regeln (im Wesentlichen nicht kumulative Vorzugsaktien) belief sich am 30. Juni 2013 auf 12,6 Mrd € gegenüber 12,5 Mrd € zum 31. Dezember 2012. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg des US-Dollar und die daraus resultierenden Effekte auf das in US-Dollar angegebene hybride Tier-1-Kapital zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2013 haben wir hybrides Tier-1-Kapital weder begeben noch zurückgekauft.

Das Genussscheinkapital gemäß den Basel 2.5-Regeln betrug 1,1 Mrd € und war somit unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2012. Das Nachrangkapital gemäß den Basel 2.5-Regeln blieb zum Ende des zweiten Quartals 2013 gegenüber zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 8,0 Mrd € unverändert. Fälligkeiten und regulatorische Laufzeitabzüge wurden durch die oben genannte Emission nachrangiger Tier-2-Anleihen in Höhe von 1,5 Mrd US-$ ausgeglichen. Die kumulativen Vorzugsaktien gemäß den Basel 2.5-Regeln betrugen 291 Mio € zum 30. Juni 2013 gegenüber 292 Mio € zum 31. Dezember 2012.

Die ordentliche Hauptversammlung 2012 erteilte dem Vorstand die Ermächtigung, bis zu 92,9 Millionen Aktien bis Ende November 2016 zurückzukaufen. Davon können 46,5 Millionen Aktien über den Einsatz von Derivaten erworben werden. Zur Hauptversammlung 2012 betrug der Bestand an zurückgekauften Eigenen Aktien in Treasury insgesamt 10,9 Millionen. Während des Zeitraums von der Hauptversammlung 2012 (31. Mai 2012) bis zur Hauptversammlung 2013 (23. Mai 2013) wurden insgesamt 16,8 Millionen Aktien zurückgekauft, davon 6,8 Millionen über den Einsatz von Derivaten. Im gleichen Zeitraum wurden 27,7 Millionen Aktien zu Aktienvergütungszwecken verwendet. Zur Hauptversammlung 2013 war der Bestand an zurückgekauften Eigenen Aktien in Treasury somit nahezu Null.

Die ordentliche Hauptversammlung 2013 erteilte dem Vorstand die Ermächtigung, bis zu 101,9 Millionen Aktien bis Ende April 2018 zurückzukaufen. Davon können 51,0 Millionen Aktien über den Einsatz von Derivaten erworben werden. Diese Ermächtigungen ersetzen die Genehmigungen der Hauptversammlung 2012. Während des Zeitraums von der Hauptversammlung 2013 bis zum 30. Juni 2013 haben wir keine weiteren Aktien zurückgekauft. Zum 30. Juni 2013 war der Bestand an zurückgekauften Eigenen Aktien in Treasury weiterhin nahezu Null.

Des Weiteren ersetzte die Hauptversammlung 2013 ein bestehendes genehmigtes Kapital im Nennwert von 230,4 Mio € (90 Millionen Aktien) durch ein neues genehmigtes Kapital in gleicher Höhe. Dieses ist mit erweiterten Nutzungsmöglichkeiten ausgestattet und ermöglicht auch die Ausgabe von Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts. Der gesamte Nennwert des verfügbaren genehmigten Kapitals beträgt 921,6 Mio € (360 Millionen Aktien). Zusätzlich steht dem Vorstand bedingtes Kapital im Gesamtnennwert von 691,2 Mio € (270 Millionen Aktien) zur Verfügung.

Seit dem ersten Quartal 2013 nutzen wir eine veränderte Methode zur Allokation des durchschnittlichen Aktiven Buchkapitals auf die Segmente sowie auf Consolidation & Adjustments. Der zugeordnete Gesamtbetrag entspricht weiterhin dem höheren Wert aus dem gesamten ökonomischen Risiko oder dem Bedarf an Aufsichtsrechtlichem Eigenkapital. Bei der Ermittlung des internen Bedarfs an Aufsichtsrechtlichem Eigenkapital wird jetzt von einer Tier-1-Kernkapitalquote von 10 % und einer vollständigen Umsetzung der CRR/CRD 4 Regeln ausgegangen. Im Vorjahr wurde eine Tier-1-Kernkapitalquote von 9 % gemäß den Basel 2.5-Regeln angewendet. Durch diese Änderung haben wir unsere Kapitalallokation noch stärker mit unseren extern kommunizierten Kapital- und Profitabilitätszielen in Einklang gebracht.