Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)


 

2. Quartal

 

 

Jan. – Jun.

 

 

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

2013

2012

Absolute Veränderung

Veränderung
in %

2013

2012

Absolute Veränderung

Veränderung
in %

N/A – Nicht aussagekräftig

Erträge:

 

 

 

 

 

 

 

 

Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte)

1.903

2.132

–228

–11

4.630

5.297

–667

–13

Sales & Trading (Equity)

787

507

279

55

1.553

1.191

362

30

Emissionsgeschäft (Debt)

418

284

134

47

873

662

210

32

Emissionsgeschäft (Equity)

204

89

116

130

356

227

129

57

Beratung

116

136

–21

–15

185

258

–72

–28

Kreditgeschäft

345

241

104

43

641

566

75

13

Sonstige Produkte

–63

7

–70

N/A

75

9

66

N/A

Erträge insgesamt

3.710

3.396

313

9

8.314

8.210

104

1

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

28

10

18

189

76

42

34

82

Zinsunabhängige Aufwendungen

2.896

2.889

7

0

5.590

5.785

–195

–3

davon:

 

 

 

 

 

 

 

 

Restrukturierungsaufwand

43

0

43

N/A

96

0

96

N/A

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte

0

0

0

N/A

0

0

0

N/A

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

1

1

0

3

11

6

5

72

Ergebnis vor Steuern

785

496

289

58

2.637

2.377

260

11

Quartalsvergleich 2013 versus 2012

Das Ergebnis im Berichtsquartal reflektiert eine höhere Volatilität an den Märkten, die zum Ende des zweiten Quartals zu Verkäufen über alle Anlageklassen hinweg führte. Im zweiten Quartal 2013 beliefen sich die Erträge auf 3,7 Mrd € gegenüber 3,4 Mrd € im Vorjahresquartal. Sie beinhalteten einen Verlust von 58 Mio € infolge der Auswirkungen einer Bewertungsanpassung (Debt Valuation Adjustment, DVA) auf bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften sowie einen Verlust von 69 Mio € aus der Reduzierung von gemäß CRR/CRD 4 Pro-forma risikogewichteten Aktiva durch kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment, CVA). Ohne diese Effekte stiegen die Erträge gegenüber dem Vergleichsquartal 2012 um 440 Mio € (13 %).

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsquartal mit 1,9 Mrd € um 228 Mio € (11 %) unter dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Das Geschäft mit verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) wurde durch niedrigere Kundenaktivitäten in einem schwierigeren Marktumfeld beeinflusst. Dies führte zu einem erheblichen Ertragsrückgang gegenüber dem zweiten Quartal 2012. Im Quartalsvergleich gingen ebenfalls die Erträge aus dem Rates and Flow Credit-Geschäft aufgrund der schwächeren Marktaktivitäten zurück. Im Gegenzug nahmen die Erträge im Devisengeschäft zu und stiegen im Geschäft mit Rohstoffen und mit Schwellenländern deutlich gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Ergebnis im Devisengeschäft war auf die höhere Marktvolatilität und gestiegene Kundenaktivität zurückzuführen. Im Berichtsjahr belegte die Deutsche Bank in der jährlichen Devisenmarktumfrage von Euromoney zum neunten Mal in Folge den ersten Platz. Bei den Rohstoffen stiegen die Erträge aufgrund von günstigen Marktbedingungen, und die Ertragszuwächse im Geschäft mit Schwellenländern reflektieren ein besseres Ergebnis im kundenbezogenen Geschäft. Im globalen Liquiditätsmanagement lagen die Erträge auf dem Niveau des Vorjahresquartals, während sie in Credit Solutions zwar robust waren, jedoch geringer ausfielen als im zweiten Quartal 2012.

Die Erträge in Sales & Trading (Equity) stiegen im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 279 Mio € (55 %) auf 787 Mio €. Die Erträge im Aktienhandel und Aktienderivategeschäft waren wesentlich höher als im Vorjahresquartal. Grund hierfür ist eine verbesserte Stimmung an den Märkten. Im Bereich Prime Finance blieben die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft beliefen sich im zweiten Quartal 2013 auf 738 Mio € und erhöhten sich damit um 229 Mio € (45 %) gegenüber dem zweiten Quartal 2012. Das Emissionsgeschäft (Debt) konnte dank hoher Aktivitäten und verbesserter Margen einen signifikanten Ertragszuwachs verzeichnen. Auch das Emissionsgeschäft (Equity) verzeichnete aufgrund guter Ergebnisse in den USA und der Region EMEA einen starken Ertragszuwachs. Im Beratungsgeschäft waren die Erträge infolge geringerer Transaktionsvolumina niedriger als im Vorjahresquartal.

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft von 345 Mio € im zweiten Quartal 2013 lagen um 104 Mio € (43 %) über denen des Vorjahresquartals. Ursächlich hierfür waren höhere Erträge aus kreditbezogenen Aktivitäten.

Bei den Sonstigen Produkten wurden im Berichtsquartal negative Erträge von 63 Mio € erzielt. Der Rückgang gegenüber dem zweiten Quartal 2012 in Höhe von 70 Mio € resultierte aus der zuvor erwähnten Bewertungsanpassung (DVA) auf bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in CB&S belief sich im zweiten Quartal 2013 auf 28 Mio € gegenüber 10 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen waren nahezu unverändert gegenüber dem zweiten Quartal 2012. Der starke Anstieg von Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten wurde durch geringere Personal- und Sachaufwendungen infolge der laufenden Implementierung des OpEx-Programms ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern lag im zweiten Quartal 2013 bei 785 Mio €, verglichen mit 496 Mio € im Vorjahresquartal. Dies ist vorwiegend zurückzuführen auf verbesserte Erträge und die vorgenannten Effekte im Zusammenhang mit dem OpEx-Programm, die teilweise durch höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten ausgeglichen wurden.

Halbjahresvergleich 2013 versus 2012

Im ersten Halbjahr 2013 beliefen sich die Erträge auf 8,3 Mrd € gegenüber 8,2 Mrd € im Vorjahreszeitraum. Sie beinhalteten einen Gewinn von 65 Mio € infolge der Auswirkungen einer Bewertungsanpassung (Debt Valuation Adjustment, DVA) auf bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften sowie einen Verlust von 94 Mio € aus der Reduzierung von gemäß CRR/CRD 4 Pro-forma risikogewichteten Aktiva durch kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment, CVA). Ohne diese Effekte stiegen die Erträge gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 um 133 Mio € (2 %).

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im ersten Halbjahr 2013 mit 4,6 Mrd € um 667 Mio € (13 %) unter denen des Vorjahreszeitraums. Ertragsrückgänge im globalen Liquiditätsmanagement, im Rates- and Flow-Credit-Geschäft und im Rohstoffgeschäft sowie deutlich niedrigere Erträge aus dem Geschäft mit verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) reflektieren ein schwierigeres Marktumfeld, in dem sich makroökonomische Unsicherheiten auf die Kundenaktivitäten auswirkten. Im Geschäft mit Schwellenländern waren die Erträge höher als im Vorjahreszeitraum, während sie in Credit Solutions und im Devisengeschäft unverändert blieben.

Die Erträge in Sales & Trading (Equity) lagen im ersten Halbjahr 2013 mit 1,6 Mrd € um 362 Mio € (30 %) über dem Vergleichswert des ersten Halbjahres 2012. Im Aktienhandel und Aktienderivategeschäft waren die Erträge aufgrund einer besseren Stimmung an den Aktienmärkten wesentlich höher als im Vorjahreszeitraum.

Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft lagen im ersten Halbjahr 2013 mit 1,4 Mrd € um 267 Mio € (23 %) über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das Emissionsgeschäft (Debt) konnte dank hoher Aktivitäten einen Ertragsanstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 verzeichnen. Im Emissionsgeschäft (Equity) verbesserten sich die Erträge deutlich gegenüber den ersten sechs Monaten 2012, was aus gestiegenen Marktaktivitäten resultierte. Im Beratungsgeschäft lagen die Erträge bei 185 Mio € und gingen damit um 72 Mio € (28 %) gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Grund hierfür war eine geringere Anzahl von Transaktionen. Bezogen auf das Provisionsaufkommen in Corporate Finance belegte die Deutsche Bank in Europa Platz eins und konnte sich auch im europäischen Emissionsgeschäft (Equity) diese Ranglistenposition sichern (alle Ranglistenpositionen gemäß Dealogic, sofern nicht anders angegeben).

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft von 641 Mio € im ersten Halbjahr 2013 lagen um 75 Mio € (13 %) über denen des Vorjahreszeitraums und reflektieren bessere Erträge aus kreditbezogenen Aktivitäten.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten von 75 Mio € im Berichtszeitraum waren um 66 Mio € höher als in den ersten sechs Monaten 2012. Dies ist auf die vorgenannte Bewertungsanpassung (DVA) auf bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Unternehmensbereich CB&S in den ersten sechs Monaten 2013 auf 76 Mio € gegenüber 42 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Halbjahr 2013 mit 195 Mio € um 3 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes. Dieser Rückgang stand im Zusammenhang mit einem geringeren Personal- und Sachaufwand infolge der laufenden Umsetzung von OpEx-Maßnahmen, die teilweise durch höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten ausgeglichen wurden.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2013 auf 2,6 Mrd €, verglichen mit 2,4 Mrd € im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Bei im Vergleich zum Vorjahr stabilen Erträgen resultierte der Anstieg aus niedrigeren Aufwendungen aus den bereits erwähnten Effekten aus dem OpEx-Programm, die teilweise durch höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten ausgeglichen wurden.