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Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen

Dieses Dokument und auch andere Dokumente, die der Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Diese Messgrößen sind Größen des historischen oder zukünftigen Erfolgs, der Vermögenslage oder der Cashflows des Konzerns, die durch Eliminierung oder Berücksichtigung bestimmter, eingeschlossener oder ausgeschlossender Beträge im Vergleich zu den am besten passenden und gemäß IFRS ermittelten und ausgewiesenen Größen im Konzernabschluss angepasst werden.

Eigenkapitalrendite vor Steuern und nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity

Die Eigenkapitalrendite vor Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity (eine nicht nach IFRS ermittelte Messgröße) basiert auf dem prozentualen Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor Steuern am durchschnittlichen Active Equity des Konzerns. Beide werden nachfolgend definiert.

In Zusammenhang mit der Umsetzung der vom Konzern veröffentlichten Strategie verwendet der Konzern eine auf dem durchschnittlichen Active Equity basierende Eigenkapitalrendite nach Steuern sowohl für den Konzern als auch für die Segmente. Für den Konzern werden die Eigenkapitalrenditen nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital sowie basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity unter Berücksichtigung der berichteten effektiven Steuerquote des Konzerns ermittelt, die minus 183 % für das dritte Quartal 2013 (drittes Quartal 2012: 33 %) und 37 % im Neunmonatszeitraum 2013 (Neunmonatszeitraum 2012: 29 %) betrug. Für die Segmente werden für die Eigenkapitalrendite nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity, Auswirkungen permanenter Differenzen auf die effektive Steuerquote, die nicht den Segmenten zuzuordnen sind, eliminiert. Für das dritte Quartal 2013 wurden für die Segmente Steuerquoten zwischen 8 % und 29 % (drittes Quartal 2012: 36 %–38 %) angewendet. Für den Neunmonatszeitraum 2013 belief sich die Steuerquote der Segmente auf 31 % (Neunmonatszeitraum 2012: 34 %).

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Ergebnis vor Steuern: Diese nicht nach IFRS ermittelte Zielgröße errechnet sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnis vor Steuern (das heißt ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Konzernergebnis vor Steuern).

 

3. Quartal

Jan. – Sep.

in Mio €

2013

2012

2013

2012

Ergebnis vor Steuern

18

1.127

3.224

3.981

Abzüglich das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Konzernergebnis vor Steuern

–10

–6

–20

–48

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Ergebnis, vor Steuern

8

1.121

3.204

3.934

Durchschnittliches Active Equity: Der Konzern berechnet das Active Equity, um einen Vergleich mit Wettbewerbern zu vereinfachen, und verweist auf das Active Equity bei der Berechnung verschiedenster Kennziffern. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Messgröße nach IFRS. Bei einem Vergleich der Kennzahlen des Konzerns, die auf dem Active Equity basieren, mit denen anderer Unternehmen sollten stets auch Unterschiede bei der Berechnung dieser Kennzahlen berücksichtigt werden. Der Konzern bereinigt das durchschnittliche den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital um die durchschnittliche Dividendenzahlung, für die jedes Quartal eine Abgrenzung vorgenommen und die im Folgejahr nach Zustimmung der Hauptversammlung ausgezahlt wird. Ab dem 1. Juli 2013 wird die im CRR/CRD 4-Rahmenwerk enthaltene Definition von Active Equity verwendet. Gemäß dieser Definition wird das Eigenkapital nur um die Dividendenabgrenzung bereinigt (das heißt sonstige kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung (Verlust) ohne Anpassungen aus der Währungsumrechnung nach Steuern zählt nunmehr zum Active Equity). Der Vorjahresvergleich wurde entsprechend geändert.

 

3. Quartal

Jan. – Sep.

in Mio €

2013

2012

2013

2012

Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital

57.071

56.920

56.143

55.690

Zuzüglich/abzüglich (–):

 

 

 

 

Durchschnittlicher Dividendenabgrenzungen

–478

–436

–630

–680

Durchschnittliches Active Equity

56.593

56.484

55.513

55.010

Die Eigenkapitalrenditen vor Steuern und nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity werden nachfolgend dargestellt. Zum Vergleich werden die Eigenkapitalrenditen vor Steuern und nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) dargestellt. Diese sind als prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor Steuern (ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Ergebnis vor Steuern) beziehungsweise des den Deutsche Bank-Aktionären nach Steuern (ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Ergebnis nach Steuern) an dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren durchschnittlichen Eigenkapital definiert.

 

3. Quartal

Jan. – Sep.

in %

2013

2012

2013

2012

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital)

0,1

7,9

7,6

9,4

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity)

0,1

7,9

7,7

9,5

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital)

0,3

5,3

4,8

6,7

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity)

0,3

5,3

4,9

6,8

Verschuldungsquote

Als Teil seines Bilanzmanagements verwendet der Konzern eine bereinigte Verschuldungsquote, die nach Anpassungen der Bilanzsumme und des Eigenkapitals gemäß IFRS ermittelt wird. Diese angepassten Kennzahlen, die keine Messgrößen nach IFRS sind, werden in diesem Bericht im Abschnitt „Risikobericht – Bilanzmanagement“ erläutert.

Wie im Abschnitt „Bilanzmanagement“ ausgeführt, hat der Konzern seine Berechnung der Verschuldungsquote infolge der Veröffentlichung der CRR/CRD 4 vom 27. Juni 2013 angepasst. Die Ergebnisse basieren auf der aktuellen Interpretation der Gesetzesgrundlage durch den Konzern und könnten daher von den Annahmen und Schätzungen der Mitbewerber des Konzerns abweichen. Daher könnten die nicht nach IFRS ermittelten finanziellen Messgrößen gemäß CRR/CRD 4 nicht mit denen vergleichbar sein, die entsprechend von den Mitbewerbern des Konzerns verwendet werden.

CRR/CRD 4 Pro-forma-Solvabilitäts-Kennzahlen

Während die aufsichtsrechtlichen risikogewichteten Aktiva, das Kapital und die zugehörigen Quoten des Konzerns in diesem Dokument unter den Basel 2.5-Bestimmungen dargelegt werden, zeigt der Konzern auch in verschiedenen Bereichen Kennzahlen des Konzerns zu den aufsichtsrechtlichen risikogewichteten Aktiva, dem Kapital und den Quoten unter einer Pro-forma-Anwendung der CRR/CRD 4-Regeln. Diese basieren auf Annahmen des Konzerns, wie solche Regeln in der Europäischen Union implementiert und in Deutschland verabschiedet werden dürften. Diese Annahmen werden verfeinert, da die entsprechenden Verordnungen Ende Juni 2013 verabschiedet wurden, der Konzern stetig die Modelle des Konzerns verfeinert und sich Verständnis und Auslegung der Vorschriften seitens des Konzerns und der Industrie weiterentwickeln. Da die CRR/CRD 4-Regeln noch nicht implementiert sind, sind diese Kennzahlen ebenfalls finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Der Konzern glaubt jedoch, dass diese Pro-forma-CRR/CRD 4-Berechnungen nützliche Informationen für Investoren liefern, da sie die Fortschritte des Konzerns hinsichtlich künftiger aufsichtsrechtlicher Kapitalstandards widerspiegeln. Ergänzend haben auch viele Wettbewerber des Konzerns, wie nachfolgend erläutert, die CRR/CRD 4-Berechnungen auf Basis einer vollen Umsetzung beschrieben.

Obwohl die CRR/CRD 4-Regeln erst für Geschäftsjahre beginnend zum 1. Januar 2014 oder später anzuwenden sind (die CRD 4 nach Umsetzung in nationales Recht), bestimmt der Konzern das Common Equity Tier-1-Kapital (CET 1-Kapital) und die Pro-forma risikogewichteten Aktiva (RWA) nach erwarteten Solvabilitätsvorschriften gemäß CRR/CRD 4. Dabei verwendet der Konzern die neuesten verfügbaren Gesetzgebungen der Europäischen Union, der vierten Capital Requirements Directive (CRD 4) und der Verordnung über die Kapitalanforderungen (CRR). Die Auslegung des Konzerns wird formell in Richtlinien umgesetzt, die den gleichen Strukturen und Komitees unterliegen, die der Konzern zur Berechnung der RWA oder des Core Tier-1-Kapitals (CT 1-Kapital) nach Basel 2.5 einsetzt.

Die CRR/CRD 4-Metriken unter vollständiger Umsetzung, die auf einer Pro-forma-Basis implementiert sind, spiegeln die Anwendung der Vorschriften wider, die erwartungsgemäß die Deutsche Bank ab 2019 nach diesem Gesetzesentwurf regulieren dürften. Die CRR/CRD 4-Maßnahmen der „Übergangsphase“ berücksichtigen die wahrscheinliche stufenweise Umsetzung der Bestimmungen, die erwartet werden, den Übergang der Banken auf die volle Umsetzung der Kapitalregeln zu erleichtern. Da die endgültige Umsetzung der CRR/ CRD 4 von den Erwartungen und Annahmen des Konzerns abweichen kann und die Annahmen und Schätzungen der Konkurrenten über diese Umsetzung variieren können, sind die CRR/CRD 4-finanziellen Messgrößen des Konzerns, die nicht nach IFRS ermittelt werden, möglicherweise nicht vergleichbar mit entsprechend benannten Kenngrößen, die von Wettbewerbern des Konzerns verwendet werden.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung des geschätzten Pro-forma-CET 1-Kapitals gemäß CRR/CRD 4-Regeln im Vergleich zu Basel 2.5-Regeln zusammen mit den vom Konzern geschätzten RWAs und Kapitalquoten gemäß CRR/CRD 4-Regeln.

Vergleich von Common Equity Tier-1-Kapital, gewichteten Risikoaktiva und Common Equity Tier-1-Kapitalquote unter Basel 2.5-Reporting, Pro-forma-CRR/CRD 4-Übergangsphase und Pro-forma-CRR/CRD 4-Vollumsetzung

 

30.9.2013

31.12.2012

in Mrd €
(sofern nicht anders angegeben)

Basel 2.5
berichtet

Pro-forma-
CRR/CRD 4-
Übergangs-
phase

Pro-forma-
CRR/CRD 4-
Vollumsetzung

Basel 2.5
berichtet

Pro-forma-
CRR/CRD 4-
Übergangs-
phase

Pro-forma-
CRR/CRD 4-
Vollumsetzung

1

Die Übergangsregeln erlauben Kapitalabzüge wie Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte zuerst vom Zusätzlichen Tier-1-Kapital, wie zum Beispiel dem hybriden Kapital, vorzunehmen, so dass sich das berichtete Common Equity Tier-1-Kapital erhöht. In der Vollumsetzung müssen diese Kapitalabzüge beim Common Equity Tier-1-Kapital vorgenommen werden.

2

DVAs, die zuvor unter „Anpassungen, die nicht von Übergangsregelungen betroffen sind“ berichtet wurden, unterliegen den Übergangsbestimmungen der finalen CRR/CRD 4-Regeln und werden damit zukünftig unter „Anpassungen, die von Übergangsregelungen betroffen sind“ berichtet.

3

Minderheitsbeteiligungen des Konzerns haben keinen Anspruch auf Anerkennung als CET 1-Kapital unter den CRR/CRD 4-Regeln.

4

Enthält Eigene Aktien im Handelsbuch, Abzüge von wesentlichen Beteiligungen in Unternehmen im Finanzsektor und latente Steueransprüche aus temporären Differenzen, die sich aus der Anwendung der 10/15 % Schwellenwertregel ergeben.

5

Beinhaltet Änderungen an der Berechnung der RWA für das Kreditrisiko und das Marktrisiko sowie RWA in Verbindung mit Kapitalabzügen.

Common Equity Tier-1-Kapital

40,3

 

 

38,0

 

 

CRR/CRD 4-Auswirkungen auf das CET 1-Kapital

 

 

 

 

 

 

Anpassungen, die nicht von Übergangsregelungen betroffen sind

 

 

 

 

 

 

Reklassifizierung der Verbriefungsabzüge als RWA

 

1,0

1,0

 

1,0

1,0

Zusätzliche Wertberichtigungen

 

0,0

0,0

 

0,0

0,0

Sonstige

 

0,4

0,4

 

0,0

0,0

Anpassungen, die von Übergangsregelungen betroffen sind

 

 

 

 

 

 

Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte1

 

11,3

0,0

 

11,3

0,0

Bewertungsanpassungen für Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften (Debt Valuation Adjustments, DVA)2

 

0,0

–0,7

 

–0,6

–0,6

Überschussbetrag des erwarteten Verlusts über die Risikovorsorge im Kreditgeschäft

 

–0,1

–0,7

 

–0,1

–0,6

Latente Steueransprüche,
die dem Vollabzug unterliegen

 

0,0

–1,6

 

0,0

–1,7

Minderheitsbeteiligungen,
die zum CET 1-Kapital zählen3

 

0,0

–0,1

 

0,0

–0,1

Vermögenswerte leistungsdefinierter Pensionsfonds

 

0,0

–0,7

 

0,0

–0,9

Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

 

0,0

0,3

 

0,0

0,3

Sonstige4

 

1,2

–2,9

 

1,0

–3,9

Common Equity Tier-1-Kapital (Pro-forma)

 

54,0

35,3

 

50,5

31,3

 

 

 

 

 

 

 

Risikogewichtete Aktiva

310

 

 

334

 

 

CRR/CRD 4-Auswirkungen auf die RWA

 

 

 

 

 

 

Neue Kapitalanforderungen für kreditrisikobezogene Bewertungs­anpassungen (Credit Valuation Adjustments (CVA))

 

13

13

 

28

28

Reklassifizierung risikoreicher Verbriefungsposititionen von CET 1-Abzügen zu RWA

 

24

24

 

24

24

Neue Kapitalanforderungen für Geschäfte mit Zentralen Kontrahenten und Clearingstellen

 

3

3

 

4

4

Sonstige5

 

21

15

 

19

12

Risikogewichtete Aktiva (Pro-forma)

 

371

365

 

408

401

Common Equity Tier-1-Kapitalquote

13,0 %

14,6 %

9,7 %

11,4 %

12,4 %

7,8 %