Ausblick


Der folgende Abschnitt sollte in Verbindung mit dem Ausblick im Lagebericht des Finanzberichts für das Jahr 2012 gelesen werden, der unsere Erwartungen für die Jahre 2013 und 2014 darlegt.

Die Weltwirtschaft

Wir erwarten, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2013 wie im Jahr zuvor mit knapp 3 % wachsen wird. Im Jahr 2014 rechnen wir mit einer Beschleunigung des Wachstums auf etwa 4 %, das damit leicht über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegt.

Durch das Ende der Rezession im zweiten Quartal 2013 sollte die Wirtschaft der Eurozone einen moderaten Aufschwung erfahren. Aufgrund des schwachen Starts im Jahr 2013, erwarten wir, dass der Jahresdurchschnitt des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um etwa 0,2 % zurückgehen wird, im Vergleich zu einem Rückgang von 0,7 % im Jahr 2012. Wir prognostizieren eine Beschleunigung des Wachstums im Jahresverlauf 2014, infolge einer erneuten kräftigeren Auslandsnachfrage und rückläufigen Dämpfungseffekten der Fiskalpolitik. Im Jahr 2014 erwarten wir einen Anstieg des realen BIP von 1,2 %. Aufgrund der hohen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und der tragfähigen Verschuldung des Staates, sowie des Privatsektors, sollte sich Deutschland mit einem Wachstum von 0,5 % im Jahr 2013 und von 1,5 % im Jahr 2014 positiv von den anderen Ländern der Eurozone abheben.

Trotz negativer fiskalischer Impulse infolge der Steuererhöhungen zum Jahresanfang und der automatischen Ausgabenkürzungen sollte die Wirtschaft der USA im laufenden Jahr um 1,8 % wachsen, positiv beeinflusst durch die Belebung des Wohnimmobilienmarktes. Im Jahr 2014 rechnen wir mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2 %. In Großbritannien prognostizieren wir ebenfalls eine Wachstumsbeschleunigung. Nach einem Wachstum von 1,5 % im laufenden Jahr wird eine Erhöhung des realen BIP im nächsten Jahr von 2,5 % erwartet. Die japanische Wirtschaft sollte sich im Jahr 2013 um 1,8 % ausweiten, unterstützt durch die Fiskalpolitik und durch die extrem expansiv ausgerichtete Geldpolitik, in deren Folge der japanische Yen deutlich schwächer notiert. Im Jahr 2014 sollte das Wachstum hauptsächlich aufgrund der erwarteten Umsatzsteuererhöhung wieder auf 1,0 % zurückgehen. Für die Industrieländer erwarten wir insgesamt im Jahr 2013 mit 1,2 % ein leicht niedrigeres Wachstum als im Vorjahr (1,4 %). Für das Jahr 2014 rechnen wir mit einem Wachstum von 2,2 %.

Das reale BIP-Wachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern dürfte im laufenden Jahr mit 4,5 % ebenfalls leicht niedriger ausfallen als im Vorjahr (4,7 %). Dennoch wird eine Erholung für das nächste Jahr mit einer Beschleunigung auf 5,4 % erwartet. Das Wachstum ist weitestgehend in China begründet, das einen Anteil von 30 % am Bruttoinlandsprodukt der Entwicklungs- und Schwellenländer und eine Erhöhung der Wachstumsrate von 7,8 % im laufenden Jahr auf 8,6 % im Jahr 2014 ausweisen könnte. In Indien sollte sich das Wachstum von 3,7 % im Jahr 2013 auf 5,3 % im nächsten Jahr beschleunigen und Russland einen Wachstumsanstieg von 2,0 % auf 3,3 % aufweisen. Im Gegensatz dazu erwarten wir, dass sich die brasilianische Wirtschaft im Jahr 2014 mit 2,1 % auf einem niedrigeren Wachstumsniveau entwickelt als im laufenden Jahr mit 2,5 %.

Die Bankenbranche

Wir erwarten, dass sich europäische Finanzinstitute voraussichtlich auf die Bewältigung eines weiterhin sehr schwierigen operativen Umfelds und einer Vielzahl regulatorischer Neuerungen konzentrieren. Das operative Umfeld dürfte durch ein geringes Wachstum im traditionellen Bankgeschäft, ein relativ hohes Niveau problembehafteter Kredite, wachsenden Druck auf den Zinsüberschuss aufgrund eines nach wie vor niedrigen Zinsniveaus und zu hohe operative Aufwendungen gekennzeichnet sein. Die wichtigsten erwarteten Veränderungen in der Regulierung des Bankensektors im nächsten Jahr beinhalten den Übergang der Bankenaufsicht über größere Institute auf die EZB, sowie die Schaffung zunächst nationaler und zukünftig europäischer Restrukturierungs- und Abwicklungsregeln und -mechanismen.

Das Rahmenwerk CRR/CRD 4, welches Basel 3 ab 2014 in geltendes Recht umsetzt, wurde bereits im Juni 2013 verabschiedet. Der Baseler Ausschuss hat bereits die Konsultation zur Weiterentwicklung des Kapitalstandards abgeschlossen, insbesondere in Bezug auf das Regelwerk zur Verschuldungsquote und Behandlung von Derivaten. Die Konsultationsperioden endeten jeweils zum 20. September 2013 und 27. September 2013. Die Veröffentlichung der finalen Ergebnisse wird bis Ende dieses Jahres beziehungsweise im Frühjahr 2014 erwartet. Möglich finale Anpassungen im Rahmen der Definition sowie der Kalibrierung sind für das Jahr 2017 geplant. Die Behörden der USA haben zwischenzeitlich bereits eine strengere Verschuldungsquote vorgeschlagen als die bisherige. Obwohl eine allgemein verbindliche Definition die Nachteile aus Bilanzierungsvorschriften für europäische Banken reduzieren würde, könnten sie dennoch unter starken Druck geraten, ihre Bilanzen und Geschäftsmodelle anzupassen, um die Regelungen zu erfüllen. Das könnte sich negativ auf Bankkunden auswirken. Verglichen damit besteht größere Unsicherheit mit Blick auf die sogenannten Strukturreformen in Anlehnung an den Bericht der Liikanen-Gruppe sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in einigen europäischen Ländern, die wesentliche Auswirkungen auf Banken und die Wirtschaft haben könnten. Da die Details des Vorschlags noch nicht feststehen, ist es derzeit noch zu früh, die genauen Auswirkungen abzuschätzen.

Das gedämpfte globale Wirtschaftswachstum, die nach wie vor niedrigen Zinsen sowie eine weitere Verschärfung aufsichtsrechtlicher Anforderungen könnten jedoch die Geschäftsaussichten weiterhin nahezu überall schwächen. Die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten dürften zudem das Bankgeschäft in Europa und den USA weiterhin beeinträchtigen.

In der EU könnten die Banken eine langsame und schwache Verbesserung bei den meisten ihrer Aktivitäten verzeichnen. Beispiele sind das Kreditgeschäft, das Transaction-Banking, Kapitalmarktleistungen sowie die Vermögensverwaltung. Ursächlich hierfür ist, dass durch die Schuldenkrise verursachten externen Gegeneffekte wie Stresssituationen am Finanzmarkt, hohe Refinanzierungskosten und der Druck zur Entschuldung als auch die schrittweise Neuausrichtung europäischer Volkswirtschaften, ausgelöst durch hohe Arbeitslosigkeit, finanzielle Sparmaßnahmen und strukturelle Reformen, schwächer werden dürften. Die hohe Zahl der Kreditausfälle dürfte schließlich um ein gewisses Maß zurückgehen und die Profitabilität könnte steigen, sofern die Banken ihre Kostendisziplin konsequent beibehalten. Das politische Risiko ist jedoch nach wie vor hoch.

In Bezug auf die Regulierung wird der Fokus in Europa auf der Übertragung mikroprudenzieller Aufsichtsbefugnisse an die EZB liegen. Dies wird durch eine umfassende Bewertung von Bilanzen sowie mögliche Kapitalerhöhungen zahlreicher Kreditinstitute ergänzt. Des Weiteren dürften beim Gesetzgebungsprozess hinsichtlich sonstiger Komponenten der Europäischen Bankenunion – insbesondere des einheitlichen Mechanismus zur Bankenabwicklung (Single Resolution Mechanism (SRM)), aber auch eines engeren Zusammenspiels der nationalen Einlagensicherungssysteme – Fortschritte erzielt werden, obgleich nach wie vor erhebliche Hürden zu überwinden sind. Schließlich dürfte sich die Debatte über die sogenannten Strukturreformen des europäischen Bankensektor, basierend auf den Empfehlungen der Liikanen-Kommission, fortsetzen.

In den USA dürften einerseits die Banken von der anhaltenden Konjunkturerholung profitieren, durch die der dauerhafte Rückgang von Immobilienfinanzierungen beendet werden könnte. Gleichwohl sollte die Kreditvergabe an Unternehmen weiter steigen. Andererseits sind die Abwärtsrisiken für die derzeitige Profitabilität, die sich auf Rekordhöhe befindet, erheblich. Hierzu gehören auch die Effekte aus dem von der Federal Reserve angekündigten schrittweisen Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm („Tapering“), den weiteren Haushaltskürzungen und politischen Unsicherheiten, die den Risikoappetit von Kreditnehmern, Kreditgebern und Investoren negativ beeinflussen könnten.

In den USA wird die Implementierung weiterer Maßnahmen im Zuge des Dodd-Frank Act, die mögliche Verschärfung der Anforderungen hinsichtlich der Verschuldungsquote großer Banken und die Einführung strengerer Kapital- und Liquiditätsanforderungen für ausländische Banken, auch künftig höchste aufsichtsrechtliche Priorität haben

Der Deutsche Bank-Konzern

Angesichts dieses wirtschaftlichen Umfelds und aufgrund von Rechtsrisiken ist unser Ziel auch künftig, unsere risikoreduzierte Ausrichtung fortzusetzen und unsere Kosten zu senken, während wir uns unverändert darauf fokussieren, unsere Kunden bestmöglich zu betreuen.

Wir bekennen uns zu unseren strategischen und finanziellen Ambitionen für 2015, die wir in unserer Strategie 2015+ veröffentlicht und in unserem Finanzbericht 2012 weiter erläutert haben. Wir bekräftigen unsere Absicht zur Steigerung unserer operativen Leistungsfähigkeit, um somit auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Rahmen des Operational Excellence (OpEx) Programms wurden in den ersten neun Monaten bereits etwa 0,8 Mrd € investiert, bei einem Gesamtjahresziel von 1,7 Mrd €. Im gleichen Zeitraum wurden Kosteneinsparungen in Höhe von 1,1 Mrd € erzielt und wir sind gut positioniert, unsere angestrebten Investitionen für das Gesamtjahr sowie das Ziel von zusätzlichen Kosteneinsparungen in Höhe von 1,2 Mrd € im Jahr 2013 sowie kumuliert von 1,6 Mrd € bis Jahresende zu erreichen. Wir erwarten, dass uns OpEx ermöglicht, unsere Kunden besser zu betreuen, Kontrollen zu stärken und die Ausgaben zu senken.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie ist der Kulturwandel. Wir haben einen Prozess langfristiger, tief greifender kultureller Veränderungen angestoßen. Im Juli dieses Jahres wurden sechs neue Werte nach intensiven Beratungen und Diskussionen in der Bank eingeführt, die der Kern all dessen sind, was die Bank tut und wie sie handelt. Jeder dieser Werte fußt auf klaren Überzeugungen. Und diese Überzeugungen sollen unser Verhalten bestimmen, wenn wir unsere Werte leben. Die Überzeugungen spiegeln unsere Geschichte, die Interessen unserer Stakeholder und das sich ständig weiterentwickelnde Umfeld der Bank wider. Damit diese so konkret und anschaulich für den Arbeitsalltag, den Umgang miteinander und mit diversen Stakeholdern formuliert werden können, werden zusammen mit den Mitgliedern des Group Executive Committee und ihren Management Teams Verhaltensweisen diskutiert, die für die jeweiligen Bereiche oder Funktionen beispielhaft sind und Vorbildcharakter bezüglich der Werte aufweisen. Unterstützend hierzu werden wir Prozesse und Systeme (zum Beispiel Management-Informationssysteme, Beurteilungs- und Anreizsysteme) so weiterentwickeln, dass sie zu den Werten passen, sowie gerade auch nicht finanzielle Zielgrößen besser erfassen.

Die Umsetzung aller unserer Initiativen und die Realisierung ihres erwarteten Nutzens könnte von einigen Faktoren beeinträchtigt werden. Dazu zählen wirtschaftliche Faktoren wie ein Wiederaufleben der europäischen Staatsschuldenkrise und dadurch bedingte Stresssituationen am Finanzmarkt, hohe Refinanzierungskosten und der Druck zur Entschuldung sowie auch die schrittweise Neuausrichtung europäischer Volkswirtschaften, ausgelöst durch hohe Arbeitslosigkeit, finanzielle Sparmaßnahmen und strukturelle Reformen. Weitere Faktoren sind schlechte globale, regionale und nationale Wirtschaftsbedingungen sowie ein verstärkter Wettbewerb. Die Auswirkungen des anhaltenden Drucks des niedrigen Zinsniveaus und des Margendrucks auf unsere Erträge könnten weiter unser Geschäft beeinflussen. Zusätzlich könnten regulatorische Anforderungen unsere Kosten erhöhen oder unsere Aktivitäten einschränken, da Kapitalanforderungen im Fokus stehen und unterschiedliche Aufsichtsbehörden auf strukturelle Veränderungen drängen. Da diese Regierungsinitiativen teilweise noch diskutiert werden, können wir ihre künftigen Auswirkungen derzeit noch nicht abschätzen.

Im Rahmen des zukünftigen rechtsverbindlichen Rahmenwerks (CRR/CRD 4), das Ende Juni 2013 verabschiedet wurde, haben wir die Berechnung unserer Verschuldungsquote angepasst. Zum 30. September 2013 betrug unsere Verschuldungsquote 3,1 % unter Berücksichtigung des Tier-1-Kapitals auf Basis einer angepassten Vollumsetzung in Höhe von 46,5 Mrd € über dem anzuwendenden Risikomaß in Höhe von 1.519 Mrd €. Wie im letzten Quartal veröffentlicht, beinhalten die zugrundeliegenden risikogewichteten Aktiva-Äquivalente nach CRR/CRD 4 ausreichend Flexibilität zur potenziellen Realisierung einer Reduktion in Höhe von ungefähr 250 Mrd € mit einhergehendem vertretbarem Effekt auf das Ergebnis. Diese Reduktion wird zum Beispiel durch die Strategie der Risikoreduzierung in der Non-Core Operations Unit erreicht, sowie durch die Optimierung in der Verwaltung von Sicherheiten oder auch der Überprüfung von Inventuren im Handel.

Aufgrund der Art unseres Geschäfts unterliegen wir Rechtsstreitigkeiten, Schlichtungsverfahren und aufsichtsrechtlichen Untersuchungen in Deutschland und einer Reihe von Gerichtsbarkeiten außerhalb Deutschlands, insbesondere in den USA und UK, deren Ausgang wir nicht abschätzen können. Während wir eine Reihe wichtiger Rechtsfälle beigelegt und bei anderen Fortschritte erzielt haben, erwarten wir hier ein weiterhin herausforderndes Umfeld.

Die Segmente

Im Bereich Corporate Banking & Securities (CB&S) dürfte das Investmentbanking weiterhin von Unsicherheit über die oben beschriebenen weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Faktoren geprägt sein. Insbesondere das sich ändernde regulatorische Umfeld und die Veränderungen des Wettbewerbsumfelds dürften nicht ohne Auswirkungen auf das Ergebnis bleiben. Wir werden weiterhin unsere führende Position im Fixed Income-Geschäft durch eine Plattformoptimierung ausbauen und die Bilanz sowie kapitalintensive Produkte weiter reduzieren. Aus geografischer Sicht werden wir weiterhin sicherstellen, dass Ressourcen den Marktchancen entsprechend eingesetzt werden. Es bleiben jedoch Risiken und Unsicherheiten. Diese beinhalten Auswirkungen möglicher regulatorischer Veränderungen (zum Beispiel aus den Leverage-Regeln oder der Bankstruktur), das Ergebnis der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten, allgemeine gesamtwirtschaftliche Faktoren (zum Beispiel Bedenken bezüglich „Tapering“ und damit verbundene Unsicherheiten auf den Finanzmärkten), einen potenziellen Druck auf die Margen sowie einen verstärkten Wettbewerb in Produkten mit geringen Kapitalanforderungen. Daneben besteht das Risiko, dass sich die Vorteile aus dem OpEx-Programm nicht in vollem Umfang realisieren lassen und dass sich die Umsetzung der Strategien zur Risikominderung verzögert.

Im Bereich Global Transaction Banking (GTB) dürfte das Zinsniveau auf einem niedrigen Stand bleiben und die Zinserträge beeinträchtigen. Ein derzeit wettbewerbsintensives Marktumfeld, ein schwieriges makroökonomisches Umfeld in den wesentlichen Märkten und mit OpEx-verbundene Umsetzungskosten könnten die Ergebnisse im weiteren Jahresverlauf belasten. Anhaltend hohe Volumina bei Handelsfinanzierungen und im Zahlungsverkehr sollten diese Faktoren kompensieren.

Im Bereich Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) sollte das Geschäft im Wesentlichen durch die anhaltende Integration, einer Neuausrichtung der Geschäftsplattform und eine angestrebte Kosteneffizienz sowie extern von der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds beeinflusst sein. Wir erwarten einen Fortschritt bei der Gewinnung neuer Kunden. Zudem werden wir unser Geschäftsportfolio weiterhin optimieren, auch durch das Abstoßen bestimmter nicht profitabler Mandate und einer weiteren Verbesserung unserer Geschäftsplattform, um Kosteneffizienzen zu heben als auch bessere Anwendungsfunktionalitäten für unsere Kunden anbieten zu können. Die wichtigen Aktienmärkte bleiben volatil, wodurch Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung und der globalen politischen Spannungen bestehen. In Erwartung eines grundlegend positiven makroökonomisches Umfelds in 2014 und einer damit einhergehenden fundamentalen Verbesserung, haben wir eine strategisch positive Einstellung gegenüber den Aktienmärkten. Wir erwarten daher eine positive Entwicklung der Invested Assets und Ertragswachstum im Active Asset Management. Die Verabschiedung und Umsetzung einer Vielzahl neuer regulatorischer Reformen bleiben insbesondere aufgrund noch nicht einschätzbarer Auswirkungen eine wesentliche Herausforderung. Insbesondere können Vorschriften aus der Volcker Rule, der European Market Infrastructure Regulation und aus FATCA Einfluss auf DeAWM haben.

Der Erfolg von Private & Business Clients (PBC) basiert auf einem stabilen und gut diversifizierten Geschäftsmodell. Mit der fortschreitenden Integration der Postbank wird PBC’s führende Stellung im Heimatmarkt verstärkt. Zeitgleich streben wir durch die neugegründete Geschäftseinheit Private & Commercial Banking ein nachhaltiges Wachstum in unserem Heimatmarkt an, aufbauend auf einem integrierten Geschäftsmodel mit kleinen und mittleren Unternehmen (Mittelstand), welches als Joint Venture aus PBC und GTB aufgesetzt wurde. Dies wird durch unser starkes Geschäftsfeld Advisory Banking in anderen wichtigen europäischen Märkten begleitet und positiv beeinflusst durch unsere wachstumsorientierten Investitionen in asiatischen Kernländern. Für die Länder, in denen der Geschäftsbereich PBC tätig ist, ist der wirtschaftliche Ausblick für das Jahr 2013 unterschiedlich, aber leicht positiv für das Jahr 2014. PBC wird deshalb in den nächsten Jahren eine Stärkung seines stabilen deutschen Kreditgeschäfts und eine Ausweitung der Margen anstreben. Dabei wird PBC eine strenge Risikodisziplin einhalten und den Kapitalbedarf weiter sorgfältig optimieren. Wir erwarten keine kurzfristige Erholung des nahe Null liegenden Zinsniveaus, was unsere Einlagenerträge weiter belasten wird. Insbesondere die Entwicklung bei Anlageprodukten und ihren Erträgen ist von der weiteren Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds in Europa abhängig. Die Integration der Postbank wird fortgeführt und dürfte PBC weitere Synergien und Kosteneinsparungen ermöglichen. Die Umsetzungskosten aus der Postbankintegration und die Maßnahmen aus dem OpEx-Programm werden im letzten Quartal dieses Jahres stark ansteigen. Wir erwarten jedoch, dass die Umsetzungskosten aus der Postbankintegration und die Maßnahmen aus dem OpEx-Programm für das Gesamtjahr 2013 im Wesentlichen unseren Zielen entsprechen.

Die Non-Core Operations Unit (NCOU) hat bereits im dritten Quartal das Ziel der Verringerung der risikogewichteten Aktiva-Äquivalente auf insgesamt weniger als 80 Mrd € erreicht und sollte weiterhin erheblich zu den Kapitalzielen des Konzerns beitragen. Für eine erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie der Risikoreduzierung bleiben Herausforderungen bestehen, wie das Risiko von Veränderungen aus dem wirtschaftlichen Umfeld sowie von Marktbedingungen, die den Zeitplan für die Risikoreduzierung beeinflussen könnten. In der Zukunft dürfte sich die Geschwindigkeit des Risikoabbaus verlangsamen. Infolge eines durch die Verkäufe reduzierten Bestands an Vermögenswerten werden die Erträge anhaltend rückläufig sein. Die NCOU wird kontinuierlich die Vorteile eines Verkaufs gegenüber einem Halten der Vermögenswerte abwägen, um positive Marktbedingungen nutzen zu können.