Ertragslage des Konzerns


 

3. Quartal

 

 

Jan. – Sep.

 

 

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

2013

2012

Absolute Veränderung

Veränderung
in %

2013

2012

Absolute Veränderung

Veränderung
in %

N/A – Nicht aussagekräftig

Erträge:

 

 

 

 

 

 

 

 

davon:

 

 

 

 

 

 

 

 

CB&S

2.936

3.947

–1.011

–26

11.163

12.073

–910

–8

GTB

1.024

1.045

–21

–2

3.093

3.073

19

1

DeAWM

1.264

1.235

29

2

3.549

3.374

175

5

PBC

2.323

2.434

–111

–5

7.155

7.134

20

0

NCOU

367

397

–30

–8

987

1.054

–67

–6

Erträge insgesamt

7.745

8.649

–904

–10

25.351

25.862

–511

–2

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

512

555

–43

–8

1.340

1.287

52

4

Zinsunabhängige Aufwendungen

7.215

6.967

248

4

20.787

20.594

194

1

Ergebnis vor Steuern

18

1.127

–1.109

–98

3.224

3.981

–757

–19

Ertragsteueraufwand/-ertrag (–)

–33

373

–406

N/A

1.178

1.153

24

2

Gewinn nach Steuern

51

754

–703

–93

2.047

2.828

–782

–28

Quartalsvergleich 2013 versus 2012

Das Ergebnis im dritten Quartal 2013 spiegelt eine unterschiedliche Performance in den verschiedenen Unternehmensbereichen wider. Der Beitrag von Corporate Banking & Securities (CB&S) ging im Vergleich zum Vorjahr zurück, während Global Transaction Banking (GTB), Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) und Private & Business Clients (PBC) im Wesentlichen unveränderte Ergebnisse erzielten. Der durch die anhaltende Unsicherheit an den Märkten verstärkte Rückgang der Kundenaktivität sowie die weiterhin niedrigen Zinsen und der Margendruck wirkten sich in den meisten Bereichen negativ auf die Erträge aus. Bei unserem Operational Excellence (OpEx) Programm, das einen Einfluss auf die Höhe der Zinsunabhängigen Aufwendungen hat, haben wir gute Fortschritte erzielt. Wir haben die operativen Kosten weiter reduziert. Gleichzeitig sanken die OpEx-Umsetzungskosten im Vergleich zu den Vorquartalen. Diese Verbesserungen wurden durch höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten mehr als aufgehoben.

Die Erträge des Konzerns verringerten sich im dritten Quartal 2013 um 10 % auf 7,7 Mrd € gegenüber 8,6 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. In CB&S gingen die Erträge im Vergleich zum dritten Quartal 2012 um 1,0 Mrd € (26 %) auf 2,9 Mrd € zurück, vor allem in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte). Hier sanken die Erträge gegenüber dem erfolgreichen dritten Quartal 2012 um 1,2 Mrd € (48 %), was auf eine Abnahme der Kundenaktivität inmitten der anhaltenden Unsicherheit an den Märkten zurückzuführen war. Dieser Trend wurde durch die weitere erwartete schrittweise Reduktion der quantitativen Lockerungsmaßnahmen („Tapering“) verstärkt. In GTB sanken die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21 Mio € (2 %) auf 1,0 Mrd €. Ursache hierfür war das weiterhin schwierige makroökonomische Umfeld mit niedrigen Zinsen und anhaltendem Margendruck. DeAWM verzeichnete gegenüber dem dritten Quartal 2012 einen Ertragsanstieg um 29 Mio € (2 %) auf 1,3 Mrd €. Dies spiegelt hauptsächlich ein höheres Volumen an verwaltetem Vermögen wider. In PBC lagen die Erträge im dritten Quartal 2013 mit 2,3 Mrd € um 111 Mio € (5 %) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Die Abnahme resultierte aus einem geringeren Beitrag der Postbank sowie aus den negativen Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds und von gesunkenen Volumina im Einlagengeschäft. Die Erträge in der Non-Core Operations Unit (NCOU) sanken um 30 Mio € (8 %) auf 367 Mio € im dritten Quartal 2013. Dies war im Wesentlichen auf eine Reduzierung der Aktiva infolge des Risikoabbaus zurückzuführen. In Consolidation & Adjustments (C&A) verringerte sich der Verlust von 410 Mio € im dritten Quartal 2012 auf 168 Mio € im Berichtsquartal. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus Effekten infolge unterschiedlicher Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und gemäß IFRS.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag im dritten Quartal 2013 mit 512 Mio € um 43 Mio € (8 %) unter dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Dieser Rückgang war vorwiegend auf die NCOU, im Zusammenhang mit gemäß IAS 39 umgewidmeten Vermögenswerten, und auf PBC, aufgrund des günstigen Geschäftsumfelds in Deutschland, zurückzuführen. Dem stand eine höhere Risikovorsorge in CB&S und GTB gegenüber.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 248 Mio € (4 %) auf 7,2 Mrd €. Der Personalaufwand ging im Vergleich zum dritten Quartal 2012 um 387 Mio € (12 %) auf 2,9 Mrd € zurück. Dazu haben insbesondere niedrigere Vergütungen in CB&S infolge der laufenden Implementierung des OpEx-Programms beigetragen. Der Sach- und sonstige Aufwand erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 872 Mio € auf 4,1 Mrd €. Dieser Anstieg war im Wesentlichen durch höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten begründet. Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beinhalteten im Berichtsquartal Umsetzungskosten im Zusammenhang mit dem OpEx-Programm von 221 Mio € im Vergleich zu 319 Mio € im Vorjahresquartal. Davon waren 30 Mio € beziehungsweise 276 Mio € Restrukturierungsaufwand.

Das Ergebnis vor Steuern sank im dritten Quartal 2013 auf 18 Mio €, verglichen mit 1,1 Mrd € im dritten Quartal 2012.

Der Gewinn nach Steuern belief sich im Berichtsquartal auf 51 Mio € gegenüber 754 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im Berichtsquartal wurde ein Steuerertrag in Höhe von 33 Mio € ausgewiesen nach einem Ertragssteueraufwand von 373 Mio € im dritten Quartal 2012.

Neunmonatsvergleich 2013 versus 2012

In den ersten neun Monaten 2013 war das Konzernergebnis im Wesentlichen unverändert gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum aufgrund ungünstiger Marktbedingungen mit weiterhin niedrigen Zinsen, Margendruck bei bestimmten Produkten und einer anhaltenden Unsicherheit an den Märkten. Bei der Umsetzung unseres OpEx-Programms haben wir gute Fortschritte gemacht. Einer Reduzierung der operativen Kosten stand ein Anstieg der mit OpEx verbundenen Umsetzungskosten gegenüber. Darüber hinaus beinhaltet das Ergebnis höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten.

Die Erträge verringerten sich in den ersten neun Monaten 2013 um 2 % auf 25,4 Mrd € gegenüber 25,9 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In CB&S lagen die Erträge mit 11,2 Mrd € um 910 Mio € (8 %) unter dem Wert der ersten neun Monate 2012. In Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) sanken die Erträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Mrd € (24 %). Grund hierfür waren die unsicheren makroökonomischen Rahmenbedingungen und das daraus resultierende schwierige Handelsumfeld, das durch mangelnde Liquidität und eine verhaltene Kundenaktivität geprägt war. Die Erträge in GTB beliefen sich auf 3,1 Mrd €. Dies entspricht einer Verbesserung um 19 Mio € (1 %) gegenüber den ersten neun Monaten 2012. Dieses solide Ergebnis wurde trotz Margendrucks und eines niedrigen Zinsniveaus erzielt. Zusätzlich beinhaltet das Ergebnis in den ersten neun Monaten 2013 einen Gewinn aus dem Verkauf der Deutsche Card Services. In DeAWM stiegen die Erträge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 175 Mio € (5 %) auf 3,5 Mrd €, was im Wesentlichen auf ein höheres verwaltetes Vermögen sowie eine stärkere Kundenaktivität zurückzuführen war. Die Erträge in PBC nahmen im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2012 um 20 Mio € auf 7,2 Mrd €. Höhere Erträge aus dem Kreditgeschäft, ein gestiegener Beitrag aus unserer Beteiligung an der Hua Xia Bank sowie positive Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Postbank wurden teilweise durch die Auswirkungen des anhaltend niedrigen Zinsumfelds und gesunkene Einlagenvolumina ausgeglichen. Die Erträge in NCOU verringerten sich aufgrund der Umsetzung der Risikoabbau-Strategie und lagen mit 987 Mio € um 67 Mio € (6 %) unter dem Wert des Vergleichszeitraums. Dieser Rückgang war hauptsächlich auf die im Berichtszeitraum erzielten Veräußerungsgewinne im Zusammenhang mit dem Risikoabbau zurückzuführen und wurde teilweise durch den Wegfall von Abschreibungen begünstigt, die im Vergleichszeitraum vorgenommen worden waren, darunter eine Abschreibung in Höhe von 257 Mio € im Zusammenhang mit unserem damaligen Engagement bei der Actavis Gruppe. In C&A verringerten sich die Erträge von minus 846 Mio € in den ersten neun Monaten 2012 auf minus 595 Mio € im Berichtszeitraum. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf Effekte aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und gemäß IFRS zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich in den ersten neun Monaten 2013 auf 1,3 Mrd € und lag damit um 52 Mio € (4 %) über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Hauptgründe hierfür sind ein Kreditereignis in Zusammenhang mit einem einzelnen Kunden in GTB und eine höhere Risikovorsorge in CB&S. Dem stand eine geringere Risikovorsorge in PBC, die das günstige Geschäftsumfeld in Deutschland widerspiegelt, und in NCOU gegenüber.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen in den ersten neun Monaten 2013 mit 20,8 Mrd € um 194 Mio € (1 %) über dem Wert des Vergleichszeitraums. Der Personalaufwand ging im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2012 um 665 Mio € (6 %) auf 9,7 Mrd € zurück. Dazu haben insbesondere geringere Vergütungen in CB&S infolge der laufenden Implementierung des OpEx-Programms beigetragen. Der Sach- und sonstige Aufwand erhöhte sich um 809 Mio € (8 %), vorwiegend aufgrund gestiegener Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und höherer Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umsetzung des OpEx-Programms, denen teilweise Kostenreduzierungen infolge dieses Programms gegenüberstanden. Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beinhalteten in den ersten neun Monaten Umsetzungskosten im Zusammenhang mit dem OpEx-Programm von 789 Mio € gegenüber 319 Mio € im Vergleichszeitraum. Davon waren 287 Mio € beziehungsweise 276 Mio € Restrukturierungskosten.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich in den ersten neun Monaten 2013 auf 3,2 Mrd € und lag damit um 757 Mio € unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums.

Der Gewinn nach Steuern betrug im Berichtszeitraum 2,0 Mrd € gegenüber 2,8 Mrd € in den ersten neun Monaten 2012. Der Ertragsteueraufwand lag unverändert bei 1,2 Mrd €. Die effektive Steuerquote lag bei 37 % und wurde im Wesentlichen durch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen sowie Anpassungen von Ertragsteuern für frühere Jahre beeinflusst. In den ersten neun Monaten 2012 lag diese Steuerquote bei 29 %.