Im Jahr 2013 getätigte Unternehmenszusammenschlüsse

Am 2. September 2013 gab die Deutsche Bank AG bekannt, dass sie den Kauf der restlichen 51 % der Anteile an ihrem Joint Venture Xchanging etb GmbH („Xetb“) abgeschlossen hat. Xetb ist die Holdinggesellschaft der Xchanging Transaction Bank GmbH („XTB“). Der Kaufpreis für den sukzessiven Erwerb besteht aus einer Basiskomponente von 41 Mio €, welche bestimmten Anpassungen unterliegt. Von diesem Betrag wurden durch den Erwerber 36 Mio € in bar gezahlt. Die übrigen 5 Mio € wurden von der XTB im Zuge des Abschlusses der Transaktion an den Verkäufer, Xchanging plc. („Xchanging“), geleistet, was zu einer Reduzierung des erworbenen Nettovermögens führte. Die Vereinbarung zwischen der Deutschen Bank und Xchanging wurde im Mai 2013 unterzeichnet. Mit Erhalt der notwendigen Genehmigungen, unter anderem der von Aufsichtsbehörden und Aktionären der Xchanging, ist der Eigentümerwechsel auf die Deutsche Bank zum 1. September 2013 (dem Erwerbszeitpunkt) erfolgt. Mit dem Abschluss der Transaktion hat die Deutsche Bank als alleiniger Eigentümer die unternehmerische Führung über die XTB erlangt. Die engere operative Anbindung der XTB erfolgt im Rahmen der Strategie 2015+, mit der die Deutsche Bank die operative Leistungsfähigkeit im Konzern steigern und Redundanzen, Komplexität und Kosten verringern will.

Die Xetb ist ein seit dem Jahr 2004 bestehendes Joint Venture, welche als Holdinggesellschaft die Beteiligung an der XTB hält, der ehemaligen hundertprozentigen Tochtergesellschaft european transaction bank ag („etb“). XTB erbringt Dienstleistungen im Bereich Wertpapierabwicklung für die Deutsche Bank und konzernexterne Kunden. Die erworbenen Einheiten wurden in den Infrastrukturbereich der Deutschen Bank eingegliedert. Vor dem Kontrollerwerb der XTB hielt der Konzern direkt 49 % der Anteile an der Xetb, wodurch er die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens maßgeblich mitbestimmen konnte. Dementsprechend wurde die Xetb einschließlich ihrer Tochtergesellschaft XTB bis zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung nach der Equitymethode bilanziert. Der zum Erwerbszeitpunkt beizulegende Zeitwert der Beteiligung an dem erworbenen Unternehmen betrug 21 Mio €. Die Neubewertung der Anteile führte nicht zu einem Gewinn oder Verlust.

Die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs wurde im zweiten Quartal 2014 abgeschlossen und führte per Saldo zu einem Anstieg der Kaufpreiszahlung sowie einem korrespondierenden Anstieg des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts über jeweils 1 Mio €. Demzufolge betrug der endgültige Wert des aus der Transaktion resultierenden Geschäfts- oder Firmenwertes 38 Mio €, welcher PBC (25 Mio €), GTB (6 Mio €), CB&S (5 Mio €) und Deutsche AWM (2 Mio €) zugeordnet wurde. Der Gesamtkaufpreis und die Eröffnungsbilanz zum Erwerbszeitpunkt stellen sich danach wie folgt dar:

Beizulegender Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt

1

Nach Hauptklassen der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten.

in Mio €

 

Übertragene Gegenleistung in bar

36

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anteile des Konzerns vor dem Unternehmenszusammenschluss

21

Abzug für Erfüllung zuvor bestehender Beziehungen

8

Gesamtkaufpreis einschließlich beizulegender Zeitwert der Beteiligung des Konzerns vor dem Unternehmenszusammenschluss

50

 

 

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Verbindlichkeiten:1

 

Barreserve und verzinsliche Sichteinlagen bei Kreditinstituten

6

Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

24

Immaterielle Vermögenswerte

6

Alle sonstigen Vermögenswerte

31

Rückstellungen

22

Alle sonstigen Verbindlichkeiten

34

Identifizierbares Nettovermögen insgesamt

12

Geschäfts- oder Firmenwert

38

Erworbenes identifizierbares Nettovermögen insgesamt sowie erworbener Geschäfts- oder Firmenwert

50

Bereits vor dem Unternehmenserwerb waren die Deutsche Bank und die XTB Kooperationspartner im Rahmen einer gemeinsamen Servicevereinbarung, die die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Wertpapierabwicklung für die Deutsche Bank umfasste. Diese Vereinbarung wurde als zuvor bestehende Beziehung identifiziert und getrennt von der vorgenannten Erwerbstransaktion bilanziert. Der Servicevertrag, welcher im Mai 2016 ausgelaufen wäre, wurde mit Abschluss der Transaktion beendet. Der zur Beendigung aufgewendete Betrag wurde auf Basis einer Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dessen Verbuchung führte zu einem Verlust von 8 Mio €, der im Sachaufwand und Sonstigen Aufwand der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für 2013 erfasst wurde.


Kennzahlenvergleich

Vergleichen Sie Kennzahlen der letzten Jahre. mehr