Deutsche Asset & Wealth Management

Die Vermögensverwaltungsbranche wird in 2015 von der weiterhin anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft profitieren. Trotz des schwierigen makroökonomischen Umfeldes, welches durch die europäische Staatsschuldenkrise, der Volatilität in den Schwellenländern und das sich verändernde aufsichtsrechtliche Umfeld geprägt ist, bleibt unser Ausblick für 2015 positiv. Wir erwarten, dass eine anhaltend niedrige Inflation in den Industrieländern, ein moderater Anstieg des U.S.-Zinsniveaus und eine expansive Geldmarktpolitik der Zentralbanken die Aktienmärkte weiter antreiben wird. Diese Faktoren werden unserer Ansicht nach insbesondere große Vermögensverwalter begünstigen, die Skaleneffekte und Effizienzen nutzen können, um Kunden anspruchsvolle Anlagelösungen anzubieten.

Dank seiner Strategie ist der Bereich Deutsche AWM gut aufgestellt, um von den Branchen- und Wettbewerbstrends zu profitieren. In 2014 konnte ein Ergebnis vor Steuern von 1 Mrd € verzeichnet werden. Aufbauend auf den Fortschritten aus 2014 im Hinblick auf die Implementierung laufender Projekte zur Transformation der Infrastruktur, werden in 2015 weitere Ertragssteigerungen und Effizienzgewinne erwartet. Die hieraus resultierende signifikante Steigerung der Performance im Vergleich zum Vorjahr wird uns erlauben unser angestrebtes Ergebnis vor Steuern von 1,7 Mrd € bis Ende 2015 zu erreichen. Wir streben an, an das Wachstumsmomentum aus dem Vorjahr anzuknüpfen, indem wir unseren Kunden eine weiterhin hohe Qualität unserer Dienstleistungen anbieten und nachhaltige Plattformeffizienzen erzielen werden.

Wir werden unsere Präsenz in ausgewählten Märkten ausbauen und dabei insbesondere von dem globalen Netzwerk des Deutsche Bank-Konzerns profitieren. Wir sind in Schwellenländern aktiv, in denen ein schnelles Wachstum die Schaffung von Wohlstand und damit die Nachfrage nach Vermögensverwaltungsleistungen begünstigt. Unsere fokussierte Strategie beinhaltet ebenfalls die Optimierung ausgewählter Geschäftsportfolios.

In Einklang mit unserem Ziel, die Anzahl der Geschäftsbeziehungen zu sehr vermögenden Kunden von 2012 bis 2015 um rund 50 % zu erhöhen, werden wir im laufenden Jahr unser Geschäft mit sehr vermögenden Kunden (Ultra High Net Worth – UHNW) weltweit weiter ausbauen, welches sich im Vergleich zu anderen Vermögensbereichen vor allem durch sein schnelles Wachstum besonders hervorhebt. Diese anspruchsvollen Kunden profitieren von unserem globalen Betreuungsmodell und unseren integrierten Kundenbetreuungsteams. Die anspruchsvollsten UHNW-Kunden können zudem die kürzlich geschaffenen Key Client Partners (KCP) Desks nutzen. Diese wurden gegründet, damit wir unseren Kunden einen Zugang sowohl zu unseren eigenen als auch zu externen anlageklassenübergreifenden sowie grenzüberschreitenden Anlagemöglichkeiten und Finanzierungslösungen bieten können.

Wir erwarten, dass sich die Verschiebung der Anlagepräferenzen in 2015 fortsetzen wird, und Investitionen in alternative Produkte (Hedgefonds, Private Equity, Immobilien und Rohstoffe) aufgrund ihrer stetigen, risiko-adjustierten Erträge sowie in passive Produktangebote (ETFs) dank vergleichsweiser geringer Gebühren zunehmen wird. Hieraus resultierend gehen wir davon aus, dass alternative und passive Produkte andere Anlageklassen in 2015 hinter sich lassen werden. Ein weiterer wichtiger Trend, der vor allem in Industrieländern anhalten dürfte, ist die steigende Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten, die durch demografische Trends getrieben wird.

Das Geschäft mit passiven Produkten wird von der Verlagerung des Schwerpunkts hin zu physisch replizierenden börsennotierten Fonds (ETFs) profitieren, die 2015 abgeschlossen wird. Damit bekräftigen wir die Positionierung von Deutsche AWM als einer der größten Anbieter direkt replizierender ETFs in Europa. Wir gehen davon aus, dass diese bereits bestehenden Produkte ebenso wie die Einführung neuer Produktangebote in 2015 die entscheidenden Wachstumstreiber unseres verwalteten Vermögens sein werden. Der Erfolg der Palette an neuen physisch replizierenden ETFs wird teilweise von der anhaltenden Kundennachfrage nach passiven Investments mit physischer Replikation abhängen.

Wir wollen die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen der Deutschen Bank in 2015 weiter intensivieren. Dies umfasst unter anderem die Fortsetzung der Beziehungen zu PBC als Vertriebspartner für DWS-Fonds in Deutschland und zu CB&S zur Umsetzung der Anforderungen vermögender Kunden im Bereich Corporate Financing. Des Weiteren werden wir auch weiterhin die Stärken unserer aktiven Investmentplattform (zum Beispiel im Fixed Income Bereich und bei Dividendenfonds) nutzen, um den Kunden attraktive Dienstleistungen zur Verfügung stellen zu können.

Die in 2014 initiierten Investitionen in unser operatives Geschäft und die EDV werden in 2015 vollumfänglich implementiert, und statten Deutsche AWM mit einer umfassenden und modernen IT-Infrastruktur aus. So wird beispielsweise das erfolgreiche Ausrollen unserer Vermögensverwaltungsplattform in 2015 zu signifikanten Verbesserungen in Bezug auf Effizienz und Funktionalität führen. Diese Initiativen sind Teil zahlreicher Projekte zur Optimierung unserer geografischen und operativen Präsenz. Die finanzielle Performance des Bereiches basiert teilweise auf der erfolgreichen Umsetzung dieser Projekte. Sie ist darüber hinaus von der Zunahme des verwalteten Vermögens und einer höheren Rendite neuer Vermögenswerte abhängig. Um dies zu erreichen, bauen wir weiterhin auf unserem integrierten Betreuungsmodell auf und erweitern unsere Produktpalette.


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