Unternehmensbereich Non-Core Operations Unit

Im vierten Quartal 2012 haben wir die NCOU gegründet, die als separater Unternehmensbereich neben unseren Kernbereichen geführt wird. Wie in unserer Strategie 2015+ festgelegt, wollen wir mit der Schaffung der NCOU die Transparenz unserer nicht strategischen Positionen extern verbessern, den Managementfokus durch Abtrennung der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten stärker auf das Kerngeschäft richten und eine gezielte Beschleunigung des Risikoabbaus erreichen.

Die NCOU verwaltete zum 31. Dezember 2014 Vermögenswerte von rund 39 Mrd € und RWA-Äquivalente (Vollumsetzung) von 59 Mrd €.

Neben der Verwaltung der globalen Beteiligungen und dem Halten bestimmter nicht strategischer Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit wird die NCOU durch gezielte Maßnahmen zum Risikoabbau dazu beitragen, die nicht mit unseren künftigen Kernbereichen verbundenen Risiken weiter zu reduzieren und dadurch die Bilanzsumme sowie den damit verbundenen Kapitalbedarf zu senken. Bei der Umsetzung der an den übergeordneten strategischen Zielen der Bank ausgerichteten Risikoabbaumaßnahmen wird die NCOU die Ausbuchung von Positionen mit weniger günstigen Kapital- und Verschuldungsprofilen priorisieren.

Zum Portfolio der NCOU gehören Aktivitäten, die entsprechend der Geschäftsstrategie der Bank nicht zum künftigen Kerngeschäft zählen, und Vermögenswerte, die durch Änderungen des Geschäfts- und wirtschaftlichen Umfelds sowie des gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Rahmens signifikant beeinträchtigt und für Risikoabbaumaßnahmen vorgesehen sind. Die NCOU umfasst auch weitere zur Abtrennung geeignete Vermögenswerte, Vermögenswerte mit starker Kapitalbindung bei gleichzeitig niedrigen Renditen sowie Vermögenswerte, die Rechtsrisiken unterliegen. Darüber hinaus wurden bestimmte Passiva auf die NCOU übertragen, wobei ähnliche Kriterien wie bei der Auswahl der Aktiva zugrunde gelegt wurden. Zu den übertragenen Passiva zählen unter anderem Verbindlichkeiten von Geschäftsbereichen, die abgewickelt werden oder zum Verkauf stehen, Altbestände aus Anleiheemissionen und verschiedene kurzfristige Verbindlichkeiten, die mit zugeordneten Aktiva verbunden sind.

Der Großteil der risikogewichteten Aktiva steht nun im Zusammenhang mit aus CB&S übertragenen Altbeständen. Dazu gehören Positionen aus dem Kreditkorrelationshandel, Verbriefungspositionen, Risiken gegenüber Monoline-Versicherern und nach IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte. Darüber hinaus enthält das Portfolio aus PBC übertragene Vermögenswerte, wie ausgewählte Hypothekenkredite für Wohnimmobilien im Ausland und Vermögenswerte privater Kunden, sowie andere Finanzinvestitionen, die für die Postbank nicht mehr von strategischer Bedeutung sind. Zu den Vermögenswerten, die bisher im ehemaligen Konzernbereich Corporate Investments verbucht und verwaltet wurden, zählen die globalen Beteiligungen der Bank, die jetzt hauptsächlich aus unserem Anteil an dem Hafenbetreiber Maher Terminals bestehen.

Im Verlauf des Jahres 2014 wurden in der NCOU signifikante Veräußerungen, vor allem der BHF-BANK sowie von The Cosmopolitan of Las Vegas, abgeschlossen. Diese Veräußerungen haben maßgeblich zum Risikoabbau von 39 % der Aktiva beigetragen.

Seit dem 1. Januar 2012 haben wir folgende signifikante Veräußerungen getätigt:

Am 19. Dezember 2014 wurde der Verkauf der Nevada Property 1 LLC, des Eigentümers von The Cosmopolitan of Las Vegas, an Blackstone Real Estate Partners VII abgeschlossen. Der Kaufpreis in Höhe von 1,73 Mrd US-$ unterliegt abschließenden Preisanpassungen.

Im März 2014 wurde der Verkauf der BHF-BANK an Kleinwort Benson Group und RHJ International zu einem Kaufpreis in Höhe von 347 Mio € abgeschlossen. Der Kaufpreis wurde vorwiegend in bar (316 Mio €) und der Rest in neu emittierten Aktien der RHJ International, der Muttergesellschaft der Kleinwort Benson Group, gezahlt. Diese Aktien wurden anschließend verkauft.

Im Dezember 2013 schloss unsere Tochtergesellschaft Deutsche Postbank AG den Verkauf eines Kreditportfolios für Gewerbeimmobilien in Großbritannien im Wert von rund 1,4 Mrd £ an GE Capital Real Estate ab.

Im Juni 2013 schloss unsere Tochtergesellschaft PB Capital Corporation die Veräußerung eines gewerblichen Immobilienkreditportfolios im Wert von rund 3,7 Mrd US-$ an die Union Bank, N.A., ein in San Francisco ansässiges indirektes Tochterunternehmen der Mitsubishi UFJ Financial Group, Inc., ab.

Im Mai 2013 zahlte die Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH („SdB“) die verbleibenden, durch den SOFFin (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung, ein im Oktober 2008 im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise gegründeter Sonderfonds) garantierten und EZB-fähigen Anleihen zurück (davon waren 0,8 Mrd € dem ehemaligen Konzernbereich Corporate Investments zugeordnet, der nun zur NCOU gehört).

Im Januar 2013 schlossen wir die Veräußerung unseres 15 %-Anteils an der Dedalus GmbH & Co. KGaA, durch die wir indirekt über rund 1,1 % der Aktien der EADS N.V. hielten, für insgesamt etwa 250 Mio € ab. Im Oktober 2012 veräußerten wir unsere Beteiligung am Generikahersteller Actavis nach dessen Verkauf an Watson Pharmaceuticals.