Liquiditäts- und Kapitalmanagement

Erläuterungen zu unserem Liquiditätsrisikomanagement sind im Risikobericht enthalten.

Langfristige Bonitätseinstufung

Industrieweite aufsichtsrechtliche Anforderungen beeinflussten die Handlungen der Ratingagenturen im Jahr 2014.

Im März und April 2014 haben Fitch Ratings und Standard & Poor’s jeweils ihren Ausblick für die Langfristratings der Deutschen Bank von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Dies war das Ergebnis einer branchenweiten Überprüfung, bei der die Annahmen in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit staatlicher Unterstützung für den europäischen Bankensektor kritisch hinterfragt worden waren. Beide Agenturen reagierten damit auf die Weiterentwicklung der EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten, welche die Stabilität der Finanzdienstleistungsbranche erhöhen soll. Ein wichtiges Ziel der Richtlinie ist es, dass Aktionäre und Besitzer von Anleihen eventuelle Verluste von Banken tragen und die Belastung der Steuerzahler reduziert wird.

Im Juli 2014 hat Moody’s das Langfrist-, Stand-alone- und Kurzfristrating der Deutschen Bank um jeweils eine Stufe auf A3, baa3 und P-2 gesenkt. Der Ausblick für das Stand-alone-Rating der Deutschen Bank wurde als stabil bewertet, während der Ausblick für das Langfristrating negativ geblieben ist. Auch der negative Ausblick der Ratingagentur Moody’s reflektiert deren Einschätzung, dass die Entwicklung hin zu einer geringeren systemischen Unterstützung für EU-Banken geht.

Im Rahmen ihrer Überprüfung von deutschen, österreichischen und britischen Banken setzte Standard & Poor’s das Langfristrating der Deutschen Bank am 3. Februar 2015 auf negativen „Rating Watch“ (Überprüfung des Ratings im Hinblick auf eine Herabsetzung). Die Prüfung beruht auf einem neuen Gesetz zur Gläubigerbeteiligung im Insolvenzfall (Bail-in) in diesen Ländern, das seit dem 1. Januar 2015 gilt. Die Ratingagentur will das Ergebnis ihrer Überprüfung bis Anfang Mai 2015 veröffentlichen.

 

31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

1

Die „A“-Bonitätseinstufung von Moody’s kennzeichnet Verbindlichkeiten, die der oberen Mittelklasse zugeordnet werden und ein geringes Kreditrisiko bergen. Die Zahl 2 zeigt die Einstufung in der Mitte der „A“-Kategorie an. Die Zahl 3 zeigt die Einstufung am unteren Ende der „A“-Kategorie an.

2

Standard & Poors beschreibt Anleihen der Bonitätseinstufung der Kategorie „A“ als anfälliger für negative Entwicklungen im Markt- und wirtschaftlichen Umfeld, verglichen mit denen höherer Bonitätseinstufungen. Allerdings gilt die Fähigkeit des Schuldners, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen, nach wie vor als gut.

3

Eine „A“-Bonitätseinstufung von Fitch Ratings belegt eine hohe Bonität. Die „A“-Bonitätseinstufung von Fitch Ratings kennzeichnet eine geringe Wahrscheinlichkeit eines Kreditrisikos. Fitch Ratings zufolge deuten „A“-Bonitätseinstufungen auf eine hohe Fähigkeit hin, finanziellen Verpflichtungen termingerecht nachzukommen. Ungünstige geschäftliche sowie wirtschaftliche Entwicklungen machen sich in dieser Kategorie etwas stärker bemerkbar als in den höheren Kategorien. Das Pluszeichen zeigt die Einstufung am oberen Ende der „A“-Kategorie.

Moody’s Investors Service, New York1

A3

A2

A2

Standard & Poor’s, New York2

A

A

A+

Fitch Ratings, New York3

A+

A+

A+

Jede Bonitätseinstufung verdeutlicht die Einschätzung der Ratingagentur lediglich zum Zeitpunkt, zu dem uns die Bonitätseinstufung mitgeteilt wurde. Es wird empfohlen, jede Bonitätseinstufung getrennt zu bewerten und für die Bedeutung der einzelnen Bonitätseinstufungen die Erklärungen der Ratingagenturen heranzuziehen. Die Ratingagenturen können ihre Bonitätseinstufungen jederzeit ändern, wenn sie der Meinung sind, dass die Umstände dies rechtfertigen. Diese langfristigen Bonitätseinstufungen dienen nicht als Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf unserer Wertpapiere.

Vertragliche Verpflichtungen

Noch nicht fällige Barleistungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2014

Vertragliche Verpflichtungen

Zahlungsfälligkeit nach Periode

in Mio €

Insgesamt

Bis 1 Jahr

1 bis 3 Jahre

3 bis 5 Jahre

Mehr als 5 Jahre

1

Beinhaltet Zinszahlungen.

2

Beinhaltet im Wesentlichen zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte langfristige Verbindlichkeiten und langfristige Einlagen.

Verpflichtungen aus langfristigen Verbindlichkeiten1

164.450

28.776

50.678

32.755

52.241

Hybride Kapitalinstrumente1

12.270

5.579

2.202

4.238

251

Langfristige zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Verpflichtungen2

10.535

1.965

3.737

1.147

3.686

Finanzleasingverpflichtungen

114

6

13

11

84

Operating-Lease-Verpflichtungen

5.103

778

1.322

1.047

1.955

Kaufverpflichtungen

1.920

528

810

285

298

Langfristige Einlagen1

26.336

0

8.980

4.863

12.492

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

5.063

918

986

557

2.602

Insgesamt

225.790

38.550

68.726

44.904

73.610

In den oben genannten Zahlen sind die Erträge aus nicht kündbaren Untervermietungen in Höhe von 171 Mio € für Operating Leases nicht enthalten. Kaufverpflichtungen für Waren und Dienstleistungen umfassen zukünftige Zahlungen, unter anderem für Informationstechnologie und Gebäudemanagement. Einige der unter „Kaufverpflichtungen“ ausgewiesenen Beträge stellen vertragliche Mindestzahlungen dar, tatsächlich anfallende künftige Zahlungen könnten höher ausfallen. In den langfristigen Einlagen sind Einlagen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr nicht enthalten. Unter bestimmten Bedingungen können zukünftige Zahlungen aus einigen langfristigen zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten Verpflichtungen früher fällig werden. Weitere Informationen finden sich in den folgenden Erläuterungen (Anhangangaben) des Konzernabschlusses: Anhangangabe 5 „Zinsüberschuss und Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen“, Anhangangabe 24 „Leasingverhältnisse“, Anhangangabe 28 „Einlagen“ und Anhangangabe 32 „Langfristige Verbindlichkeiten und hybride Kapitalinstrumente“.