Basel 2.5-Solvabilitätskennzahlen

Unsere Vergleichszahlen zum Jahresende 2013 basieren auf den Basel 2.5-Bestimmungen. Die Hauptunterschiede bei der Berechnung des aufsichtsrechtlichen Kapitals gemäß dem CRR/CRD-Rahmenwerk beruhen auf einer engeren Definition aller Kapitalkomponenten und strengeren aufsichtsrechtlichen Anpassungen, die für die Berechnung der entsprechenden Kapitalkomponenten Anwendung finden.

Das Tier-1-Kernkapital unter Basel 2.5 bestand hauptsächlich aus Stammaktien einschließlich Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen. Unter den CRR/CRD 4-Übergangsregelungen erfolgt das schrittweise Auslaufen von Instrumenten, die nach den neuen Regeln nicht mehr anrechenbar sind. Dies stellt allerdings keine materiellen Veränderungen für die Stammaktien nach deutschem Recht dar.

Unter anderem enthielten aufsichtsrechtliche Anpassungen unter Basel 2.5 Posten, die zur Hälfte vom Tier-1- und Tier-2-Kapital abgezogen wurden, wie zum Beispiel Abzüge für Finanz- und Versicherungsunternehmen, an denen das Institut mehr als 10 % vom Kapital hält, den Fehlbetrag zwischen Wertberichtigungen und erwartetem Verlust oder Verbriefungspositionen, für die ein Risikogewicht von 1.250 % gilt. Diese Posten werden unter CRR/CRD 4, wie im oberen Abschnitt dargestellt, anders behandelt.

Andere aufsichtsrechtliche Anpassungen waren verbunden mit der Umkehrung von Eigenkapitaleffekten unter der Fair Value Option in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten aufgrund von Veränderungen der eigenen Bonität. Die Umkehrung dieser Eigenkapitaleffekte ist auch unter CRR/CRD 4 implementiert und gilt des Weiteren für durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eigenen derivativen Verbindlichkeiten.

Unter Basel 2.5 bestand Zusätzliches Tier-1-Kapital aus verschiedenen hybriden Kapitalbestandteilen wie zum Beispiel nichtkumulativen Vorzugsanteilen („Noncumulative Trust Preferred Securities“). Abhängig von der Qualität unterlag der Betrag der hybriden Tier-1-Kapitalinstrumente bestimmten Grenzen. Diese Grenzen sind nicht in den CRR/CRD 4-Regeln implementiert. Kapitalinstrumente, die nicht mehr anrechenbar sind, unterliegen Übergangsregelungen.

Tier-2-Kapital umfasste in erster Linie kumulative Vorzugsanteile („Cumulative Trust Preferred Securities“), verschiedene Genussscheine, langfristige nachrangige Verbindlichkeiten sowie 45 % der unrealisierten Gewinne aus bestimmten börsennotierten Wertpapieren. Der Betrag von langfristigen nachrangigen Verbindlichkeiten, der im Tier-2-Kapital berücksichtigt werden durfte, war auf 50 % des Tier-1-Kapitals limitiert. Der Gesamtbetrag des Tier-2-Kapitals war auf 100 % des Tier-1-Kapitals begrenzt. Diese Grenzen sind nicht in den CRR/CRD 4-Regeln implementiert. Kapitalinstrumente, die nicht mehr anrechenbar sind, unterliegen Übergangsregelungen. Gemäß den CRR/CRD 4-Regeln tragen unrealisierte Gewinne nicht mehr zum Tier-2-Kapital bei.