Ergebnisse des Aufsichtsrechtlichen Backtesting des Trading Market Risk

In 2014 haben wir einen globalen Ausreißer gegenüber zweien in 2013 beobachtet. Der Ausreißer war im Januar 2014 zu verzeichnen, getrieben durch Marktbewegungen abseits des historischen Ein-Jahres-99-Perzentils und ein erhöhtes Level an Co-Bewegungen zwischen Risikofaktoren, welches nicht innerhalb des laufenden Ein-Jahres-Zeitfensters aufgefangen werden konnten. Basierend auf den Ergebnissen unseres Backtestings, unserer Analyse der zugrunde liegenden Gründe der Ausreißer und Verbesserungen in unserer Value-at-Risk-Methodik sind wir weiterhin davon überzeugt, dass unser Value-at-Risk-Modell ein angemessenes Maß für unser handelsbezogenes Marktrisiko unter normalen Marktbedingungen darstellt.

Das folgende Schaubild zeigt die täglichen Buy-and-Hold-Handelsergebnisse der Handelseinheiten im Vergleich zum Value-at-Risk gegenüber dem jeweiligen Vortag für die Handelstage der Berichtsperiode. Der Value-at-Risk wird in negativen Beträgen dargestellt, um den abgeschätzten potenziellen Verlust visuell mit den Buy-and-Hold-Handelsergebnissen vergleichen zu können. Zahlen sind in Mio € angegeben und umfassen nicht den für das Handelsbuch der Postbank separat berechneten Value-at-Risk. Das Schaubild unterlegt, dass unsere Handelseinheiten ein positives Buy-and-Hold-Handelsergebnis an 52 % der Handelstage in 2014 erzielt haben (gegenüber 52 % in 2013). Zudem ist der eine globale Ausreißer aufgezeigt.

Tägliche Buy-and-Hold-Handelsergebnisse der Handelseinheiten im Vergleich zum Value-at-Risk in 2014
Tägliche Buy-and-Hold-Handelsergebnisse der Handelseinheiten im Vergleich zum Value-at-Risk in 2014 (Balkendiagramm)

Tägliche Erträge der Handelsbereiche

Das folgende Balkendiagramm zeigt die Verteilung der tatsächlichen täglichen Erträge unserer Handelsbereiche (ohne Postbank). Das tägliche Ergebnis ist definiert als vollständiges Ergebnis, welches durch neue Handelsgeschäfte, Gebühren und Provisionen, „Buy-and-Hold“, Reserven, „Carry“ und andere Erträge erzielt wird. Die Balkenhöhe gibt die Anzahl der Handelstage an, an denen der auf der horizontalen Achse in Mio € angegebene Handelsertrag erzielt wurde.

Verteilung der täglichen Erträge unserer Handelsbereiche in 2014
Verteilung der täglichen Erträge unserer Handelsbereiche in 2014 (Balkendiagramm)

Im Jahr 2014 erzielten unsere Handelsbereiche an 95 % der Handelstage einen positiven Ertrag (gegenüber 94 % in 2013).

Ökonomischer Kapitalbedarf für das gehandelte Marktrisiko

Der Ökonomische Kapitalbedarf für das Marktrisiko aus Handelsaktivitäten belief sich am Jahresende 2014 auf 5,0 Mrd € verglichen mit 4,2 Mrd € zum Jahresende 2013. Der Ökonomische Kapitalbedarf für das Marktrisiko aus Handelsaktivitäten stieg um annähernd 758 Mio € oder 18 %. Dieser Anstieg ist auf einen größeren Risikopositionswert im zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Anlagebuch zurückzuführen.

Der Beitrag der Postbank zu unserem Ökonomischen Kapitalbedarf für unser Marktrisiko aus Handelsaktivitäten war minimal.

Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Für eine detaillierte Beschreibung der von uns angewandten Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts siehe Anhangangabe 1 „Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze und -einschätzungen“ in unserem Konzernabschluss.

Vorsichtige Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Aktiva für regulatorische Zwecke

Gemäß Artikel 34 CRR müssen Institute die Vorschriften in Artikel 105 CRR zur vorsichtigen Bewertung auf sämtliche zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Aktiva anwenden und den Betrag erforderlicher zusätzlicher Bewertungsanpassungen vom Tier-1-Kernkapital abziehen.

Unser Ansatz zur vorsichtigen Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Aktiva basiert auf diesen Vorschriften und ist zu den Vorjahren unverändert und reflektiert nicht die im finalen EBA-Standard zur vorsichtigen Bewertung festgelegte Methodik.

Auf Basis unserer Auslegung der Vorschriften sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Kategorien von Bewertungsanpassungen, die bei der Bestimmung des regulatorisch vorsichtigen Werts von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Aktiva zu berücksichtigen sind, bereits durch unsere Standards und Leitlinien zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts nach IFRS sowie andere regulatorische Standards einschließlich jener für operationelle Risiken erfüllt sind. Dieses Ergebnis basiert auf unserem Verständnis, dass Aktiva, die unter IFRS zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, die bestehenden regulatorischen Vorschriften zur vorsichtigen Bewertung erfüllen, wenn die relevanten Kategorien von Bewertungsanpassungen bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts dieser Aktiva unter IFRS berücksichtigt wurden. Weitere Informationen zu den Bewertungsmethoden, die wir unter IFRS einsetzen, finden sich in der Anhangangabe 14 „Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente”.

Im Januar 2015 hat die European Banking Authority (EBA) den Entwurf eines Regulatory Technical Standard (EBA RTS 2014/06/rev1), der eine spezifische Messmethode zur Berechnung des Betrags erforderlicher zusätzlicher Bewertungsanpassungen definiert, neu veröffentlicht. Die Europäische Kommission prüft derzeit die Umsetzung dieser Messmethode, die sich von unserer derzeitigen und früheren Praxis unterscheidet, in europäisches Bankrecht.

Wir bereiten uns derzeit auf die mögliche künftige Anwendung dieses neuen Standards zur Berechnung des Betrags erforderlicher zusätzlicher Bewertungsanpassungen vor. Im Unterschied zu den bestehenden Vorschriften, welche die Kategorien der Bewertungsanpassungen vorgeben, die für Zwecke der vorsichtigen Bewertung zu berücksichtigen sind, legt der neue Standard eine spezielle Messmethode zur Berechnung der zusätzlichen Bewertungsanpassung für jede Kategorie fest. Da diese Methode nicht mit jener unter IFRS übereinstimmt, ergäbe sich bei einer künftigen Anwendung des neuen Standards ein Unterschied zwischen dem beizulegenden Zeitwert der Aktiva unter IFRS und dem für regulatorische Zwecke bestimmten vorsichtigen Wert.

Wir schätzen den Betrag für die zusätzliche Bewertungsanpassung, die sich bei künftiger Anwendung des neuen Standards ergäbe, derzeit mit einem Wert zwischen 1,5 und 2,0 Mrd Euro ab. Im Einklang mit der Handlungsempfehlung der EBA werden wir diese zusätzliche Bewertungsanpassung in der Berechnung unseres Tier-1-Kernkapitals erst berücksichtigen, nachdem der neue Standard von der Europäischen Kommission angenommen und veröffentlicht worden sein wird (soweit kein späteres Anwendungsdatum spezifiziert wird).


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