Marktrisiko aus Nichthandelsaktivitäten

Das Marktrisiko aus Nichthandelsaktivitäten stammt aus Marktbewegungen, vor allem aus Bereichen außerhalb unserer Handelsbereiche, unserem Anlagebuch und außerbilanziellen Positionen. Zu den signifikanten Marktrisikofaktoren, denen die Bank ausgesetzt ist und die von Risikomanagementteams in diesem Bereich überwacht werden, gehören:

  • Zinsrisiken (einschließlich Modellrisiken aus eingebetteten Optionen und Risiken aus der Modellierung von Verhaltensannahmen bei bestimmten Produktarten), Credit-Spread-Risiken, Währungsrisiken, Aktienrisiken (einschließlich Investitionen in Aktienmärkten und Private Equity sowie in Immobilien, Infrastruktur und Fondsvermögen);
  • Marktrisiken aus außerbilanziellen Positionen wie Pensionsplänen und Garantien sowie strukturelle Währungsrisiken und Risiken aus aktienbasierten Vergütungen.

Die Marktrisikokomponente unserer Nichthandelsaktivitäten wird von speziellen Abteilungen innerhalb unserer Risikomanagementorganisation überwacht. Aufgrund der Vielzahl der Geschäfte und Aktivitäten, die einem Nichthandelsmarktrisiko unterliegen, erfolgt die Überwachung nach den drei Hauptthemen:

  • Market Risk Management – deckt Marktrisiken in PBC, GTB, Deutsche AWM und in der NCOU, im Bereich Treasury und andere Gruppenaktivitäten, wie strukturelle Währungsrisiken und Risiken aus aktienbasierten Vergütungen und Pensionsverpflichtungen, ab.
  • Credit Risk Management Principal Investments – ist auf die Risikoaspekte unserer Nichthandelsaktivitäten im Bereich Alternative Assets spezialisiert und überprüft regelmäßig das Risikoprofil der diesbezüglichen Portfolios.
  • Asset Management Risk – konzentriert sich auf die Risikoaspekte unseres Asset-Management- und Fondsgeschäfts im Geschäftsbereich Deutsche AWM. Schlüsselrisiken in diesem Bereich entstehen beispielsweise aus Erfolgs- und/oder Kapitalgarantien sowie Reputationsrisiken im Zusammenhang mit der Verwaltung von Kundengeldern.

Das Group Investment Committee beurteilt strategische Beteiligungsvorhaben. Je nach Größe der vorgeschlagenen strategischen Akquisitionen müssen diese vom Group Investment Committee, vom Vorstand oder vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Die Entwicklung unserer strategischen Beteiligungen wird vom Group Investment Committee regelmäßig überprüft. Mehrere Mitglieder des Capital and Risk Committee sowie des Risk Executive Committee gehören auch dem Group Investment Committee an. Dadurch wird eine enge Verknüpfung der beiden Gremien gewährleistet.

Ein unabhängiges Team in Risk prüft die Modelle auf Risiken aus Nichthandelsaktivitäten. Grundsätzlich umfasst die Prüfung eine Analyse der Angemessenheit von Risikofaktoren, Parametern, Parameterkalibrierung und Modellannahmen. Die Prüfungsergebnisse werden dem Senior Management vorgelegt, und vom Market Risk Management werden angemessene Maßnahmen zur Verbesserung des für die verschiedenen Risikoarten eingesetzten Modells ergriffen.

Bewertung des Marktrisikos aus Nichthandelsaktivitäten

Die Mehrzahl von Marktrisiken in unseren Nichthandelsportfolios wird mithilfe von Stresstestverfahren quantifiziert. Wir verwenden für jede Risikoklasse spezifische Stresstests, die unter anderem ausgeprägte historische Marktbewegungen, die Liquidität der jeweiligen Anlageklasse und Änderungen des Kundenverhaltens im Zusammenhang mit Einlagenprodukten berücksichtigen. Diese Bewertung bildet die Grundlage für die Berechnung des Ökonomischen Kapitals, mithilfe dessen wir das Marktrisiko aus Nichthandelsaktivitäten überwachen, zusammenfassen und steuern.

Zinsrisiken im Anlagebuch

Der überwiegende Teil unserer Zinsrisiken aus nicht handelsbezogenen Aktiva und Passiva wurde, mit Ausnahme von einigen Gesellschaften und Portfolios, durch interne Absicherungsgeschäfte auf den Unternehmensbereich CB&S übertragen. Das intern transferierte Zinsrisiko wird auf Value-at-Risk-Basis gesteuert und spiegelt sich in den Handelsportfolio-Zahlen wider. Die Behandlung des Zinsrisikos in unseren Handelsportfolios und die Anwendung des Value-at-Risk-Modells werden im Kapitel „Marktrisiko aus Handelsaktivitäten“ erläutert.

Die wichtigsten Ausnahmen von den obigen Ausführungen gibt es im Geschäftsbereich PBC in Deutschland einschließlich Postbank und im Hypothekengeschäft des Geschäftsbereichs Deutsche AWM in den USA. Diese Einheiten steuern das Zinsrisiko separat über ein dediziertes Aktiv-Passiv-Management nach Maßgabe der Value-at-Risk-Limite des Anlagebuchs. Sie werden durch das Market Risk Management festgelegt und überwacht. Die Messung und Berichterstattung der von diesen dedizierten Aktiv- und Passiv-Funktionen gesteuerten Zinsrisiken erfolgen im Unternehmensbereich PBC täglich und in Deutsche AWM wöchentlich. Darüber hinaus hält die Gruppe durch die Treasury verwaltete ausgewählte Positionen, deren Messung und Berichterstattung in Bezug auf das Zinsrisiko täglich erfolgt. Das konzernweite Zinsänderungsrisiko des Anlagebuchs wird monatlich berichtet.

Die maximalen negativen Barwertveränderungen der Anlagebuchpositionen im Falle der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurven um minus 200 und plus 200 Basispunkte lagen zum 31. Dezember 2014 bei 2 % unseres gesamten aufsichtsrechtlichen Kapitals. Dementsprechend wird das Zinsrisiko in unserem Anlagebuch als nicht wesentlich betrachtet.

In unseren Geschäftsbereichen PBC, GTB und Deutsche AWM unterliegen Kundeneinlagen sowie Spar- und Kreditprodukte Modellrisiken. Die Messung des Zinsrisikos dieser Produktarten im Anlagebuch basiert auf Annahmen über das Kundenverhalten, der zukünftigen Verfügbarkeit von Einlagen und der Sensitivität der Einlagenzinsen gegenüber den Marktzinssätzen, welche zu einer längeren tatsächlichen als der vertraglich festgelegten Laufzeit führen. Diese Parameter werden innerhalb unseres Rahmenwerks für Ökonomisches Kapital Stresstests unterzogen. Weitere Annahmen werden unter anderem getroffen bezüglich des Kundenverhaltens mit Blick auf den Zeitpunkt, zu dem vorzeitige Darlehensrückzahlungen erfolgen. Die Modellparameter beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, statistischen Analysen und Expertenschätzungen. Wenn sich die zukünftige Entwicklung von Einlagen, Zinssätzen oder des Kundenverhaltens wesentlich von den getroffenen Annahmen unterscheidet, kann dies Einfluss auf das Zinsrisiko in unserem Anlagebuch haben.

Fremdwährungsrisiken

Fremdwährungsrisiken entstehen aus Aktiv-Passiv-Positionen in unseren Nichthandelsportfolios, die auf eine andere als die Verkehrswährung der jeweiligen Gesellschaft lauten. Die meisten dieser Fremdwährungsrisiken werden über interne Absicherungsgeschäfte auf Handelsbücher im Bereich CB&S übertragen und daher über die Value-at-Risk-Positionen in den Handelsbüchern ausgewiesen sowie gesteuert. Die verbleibenden, nicht übertragenen Währungsrisiken werden in der Regel durch währungskongruente Refinanzierungen ausgeglichen, so dass in den Portfolios lediglich Restrisiken verbleiben. In wenigen Ausnahmefällen wird abweichend von dem obigen Ansatz das im Zusammenhang mit dem Handelsportfolio beschriebene allgemeine Market-Risk-Management-Kontroll- und -Berichterstattungsverfahren angewandt.

Der überwiegende Teil der Fremdwährungsrisiken aus Nichthandelsgeschäften steht im Zusammenhang mit nicht abgesicherten strukturellen Währungsrisiken insbesondere bei unseren US-amerikanischen, britischen und chinesischen Gesellschaften. Strukturelle Fremdwährungsrisiken resultieren aus lokalen Kapitalbeständen (einschließlich Gewinnrücklagen) bei unseren konsolidierten Tochtergesellschaften und Niederlassungen sowie aus Investitionen, die auf Equity-Basis bilanziert wurden. Änderungen der Devisenkurse für die zugrunde liegenden Verkehrswährungen führen zu einer Neubewertung des Kapitals sowie der Gewinnrücklagen und werden in „Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung“ als Währungsumrechnungsanpassungen ausgewiesen.

Vordringliches Ziel bei der Steuerung unserer strukturellen Währungsrisiken ist die Stabilisierung der Kapitalquoten auf Konzernebene gegenüber den Auswirkungen von Devisenkursschwankungen. Aus diesem Grunde werden einzelne strukturelle Währungspositionen mit beträchtlichen risikogewichteten Aktiva in den jeweiligen Währungen nicht abgesichert, um Schwankungen der Kapitalquote für betreffende Gesellschaften und den Konzern insgesamt zu vermeiden.

Investitionsrisiken

Bei den investitionsbezogenen Marktrisiken aus Nichthandelsaktivitäten handelt es sich vor allem um anteilskapitalbasierte Risiken im Anlagebuch aus unseren nicht konsolidierten strategischen Beteiligungen und Alternative-Asset-Portfolios.

Strategische Investitionen beziehen sich in der Regel auf Akquisitionen zur Unterstützung der Geschäftsorganisation und haben einen mittleren bis langen Anlagehorizont. Alternative Vermögenswerte umfassen Principal Investments und andere nicht strategische Investitionen. Bei Principal Investments handelt es sich um Direktinvestitionen in Private Equity (einschließlich Leveraged-Buy-out- und Equity-Bridge-Finanzierungszusagen), Immobiliengeschäfte (einschließlich Mezzanine Debt) und Venture-Capital-Verpflichtungen, die durchgeführt wurden, um eine Wertsteigerung zu erzielen. Darüber hinaus soll mit erfolgreichen Principal Investments in Hedgefonds und Investmentfonds eine Erfahrungshistorie aufgebaut werden für den Verkauf an externe Kunden. Zu den sonstigen nicht-strategischen Beteiligungen gehören Vermögenswerte, die bei der Abwicklung notleidender Positionen oder anderer nichtstrategischer „Legacy Investment Assets“ in Private Equity und im Immobilienbereich zurückgewonnen werden.

Pensionsrisiken

Wir sind bei einer Reihe spezifischer leistungsorientierter Pensionspläne für frühere und aktuelle Mitarbeiter Marktrisiken ausgesetzt. Durch Investitionen und fortlaufende Planbeiträge wird sichergestellt, dass die geplanten Pensionszahlungen nach Maßgabe der Pensionspläne durchgeführt werden können. Marktrisiken entstehen infolge eines potenziellen Rückgangs des Marktwerts der Aktiva oder einer Zunahme der Passiva der jeweiligen Pensionspläne. Das Market Risk Management überwacht und meldet alle Marktrisiken sowohl in Bezug auf die Aktiv- als auch die Passivseite unserer leistungsorientierten Pensionspläne einschließlich Zinsrisiken, Inflationsrisiken, Credit-Spread-Risiken, Aktien- und Langlebigkeitsrisiken. Nähere Angaben zu unseren Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersvorsorge enthält die Anhangangabe 35 „Leistungen an Arbeitnehmer“.

Sonstige Risiken

Neben den obigen Risiken ist das Market Risk Management für die Kontrolle und Steuerung von Marktrisiken aus der Steuerung von Kapital- und Liquiditätsrisiken in unserem Treasury-Bereich zuständig. Neben dem Verfahren zur strukturellen Absicherung von Fremdwährungsrisiken bei Kapitalbeständen gehört dazu auch die Absicherung von Marktrisiken aus unseren aktienbasierten Vergütungsplänen.

Marktrisiken entstehen im Rahmen unserer Vermögensverwaltungsaktivitäten in Deutsche AWM vor allem bei Fonds oder Konten mit Kapitalgarantie, aber auch aus Co-Investments in unsere Fonds.

Ökonomischer Kapitalbedarf für unsere nicht handelsbezogenen Marktrisikoportfolios nach Geschäftsbereich

Ökonomischer Kapitalbedarf für Nichthandelsportfolios nach Geschäftsbereichen

 

 

 

Veränderung 2014 gegenüber 2013

in Mio €

31.12.2014

31.12.2013

in Mio €

in %

Corporate Banking & Securities

382

333

49

15

Private & Business Clients

3.196

2.964

232

8

Global Transaction Banking

172

143

29

20

Deutsche Asset & Wealth Management

1.748

1.295

453

35

Non-Core Operations Unit

804

1.362

–558

–41

Consolidation & Adjustments

3.596

2.444

1.152

47

Insgesamt

9.898

8.541

1.357

16

Der Ökonomische Kapitalbedarf für nicht handelsbezogene Marktrisiken betrug 9.898 Mio € zum 31. Dezember 2014 und war damit 1.357 Mio € oder 16 % höher als der Ökonomische Kapitalbedarf für nicht handelsbezogene Marktrisikoportfolios zum Jahresende 2013.

Der Anstieg des Ökonomischen Kapitalbedarfs beruht hauptsächlich auf erhöhten strukturelle Währungsrisiken und erhöhten Pensionsrisiken, beides abgebildet unter Consolidation & Adjustments.

Die Erhöhung des Ökonomischen Kapitals bei Deutsche AWM beruht hauptsächlich auf erhöhten Guaranteed-Funds-Risiken, verursacht durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld. Die Erhöhung des Ökonomischen Kapitals bei PBC beruht hauptsächlich auf der Beteiligung an der Hua Xia Bank. Die Abnahme des Ökonomischen Kapitals bei der NCOU beruht hauptsächlich auf dem Verkauf des Cosmopolitan Resort & Casino.

Buchwert und Ökonomischer Kapitalbedarf für unsere nicht handelsbezogenen Marktrisikoportfolios

Buchwerte und Ökonomischer Kapitalbedarf für Nichthandelsportfolios

 

Buchwert

Ökonomischer Kapitalbedarf

in Mio €

31.12.2014

31.12.2013

31.12.2014

31.12.2013

1

N/A gibt an, dass das Risiko mehrheitlich bezogen ist auf außerbilanzielle Positionen oder Verbindlichkeiten.

2

Der Wert für das vorherige Jahr wurde um 44 Mio € angepasst, um das AWM-Hypothekenkreditgeschäft widerzuspiegeln.

Strategische Beteiligungen

4.051

3.257

1.676

1.277

Alternative Assets

3.414

4.761

1.171

1.722

Principal Investments

1.900

1.526

902

718

Sonstige nichtstrategische Beteiligungen

1.514

3.234

269

1.004

Sonstige nichtgehandelte Marktrisiken1

N/A

N/A

7.051

5.542

Zinsrisiko

N/A

N/A

1.683

1.6012

Bonitätsaufschlagsrisiko

N/A

N/A

319

444

Aktienvergütungsrisiko

N/A

N/A

–237

–262

Pensionsrisiko

N/A

N/A

1.189

734

Strukturelle Währungsrisiken

N/A

N/A

2.672

2.037

Guaranteed Funds

N/A

N/A

1.425

988

Nichthandelsportfolios insgesamt

7.465

8.018

9.898

8.541

In den Gesamtzahlen des Ökonomischen Kapitals berücksichtigen Diversifikationseffekte zwischen den unterschiedlichen Vermögensklassen Zins- und Credit-Spread-Risiken, Aktienvergütungsprogramme, Risiken aus Pensionsverpflichtungen und strukturellen Währungsrisiken.

  • Strategische Beteiligungen. Der Ökonomische Kapitalbedarf entstand vor allem aus unserer Beteiligung an der Hua Xia Bank Company Limited.
  • Alternative Assets. Das Ökonomische Kapital für nicht handelsbezogene Marktrisiken ging 2014 hauptsächlich infolge weiterer Initiativen zum Risikoabbau im Alternative-Assets-Portfolio, von Bewertungen und Fremdwährungseffekten zurück.
  • Sonstige nicht handelsbezogene Marktrisiken:
    • Zinsrisiko. Neben dem den offenen Zinsrisikopositionen zugeordneten Ökonomischen Kapital besteht eine wesentliche Komponente in dieser Kategorie aus der Fristentransformation der vertraglich kurzfristigen Einlagen. Die effektive Laufzeit der vertraglich kurzfristigen Einlagen basiert auf beobachtbarem Kundenverhalten, der Elastizität der Marktzinssätze für Einlagen (DRE), der Volatilität der Einlagenhöhe und den eigenen Bonitätsaufschlägen der Deutschen Bank. Der Ökonomische Kapitalbedarf wird abgeleitet durch Parameterannahmen, die Marktstressszenarien widerspiegeln, insbesondere die DRE, für die effektive Laufzeit täglich fälliger Einlagen. Verhaltens- und wirtschaftliche Profile werden bei der Berechnung der effektiven Laufzeit berücksichtigt ebenso wie optionale Ziehungen in unserem Baufinanzierungsgeschäft. Am 31. Dezember 2014 betrug unser Ökonomischer Kapitalbedarf für Zinsrisiken 1.683 Mio € gegenüber 1.601 Mio € am 31. Dezember 2013, hauptsächlich im Bereich PBC einschließlich Postbank, BHW und Deutsche Bank Bauspar und im Bereich Treasury, abgebildet unter Consolidation & Adjustments.
    • Credit-Spread-Risiken. Ökonomischer Kapitalbedarf für Portfolios im Anlagebuch mit wesentlichen Credit-Spread-Risiken. Unser Ökonomischer Kapitalbedarf belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 319 Mio € gegenüber 444 Mio € zum 31. Dezember 2013. Der Rückgang im Ökonomischen Kapitalbedarf beruht auf erhöhten Diversifikationseffekten mit anderen Portfolios wie Handelsbuchpositionen und Pensionsrisiken.
    • Aktienvergütungsrisiken. Risiko aufgrund einer strukturellen Shortposition in Bezug auf den Kurs der Deutsche Bank-Aktie aus Restricted Equity Units. Unser Ökonomischer Kapitalbedarf zum 31. Dezember 2014 betrug minus 237 Mio € auf diversifizierter Basis, verglichen mit minus 262 Mio € zum 31. Dezember 2013. Der negative Beitrag zu unserem diversifizierten Ökonomischen Kapital leitet sich daraus ab, dass eine Reduzierung unseres Aktienkurses in einem Abschwungszenario, wie es durch das Ökonomische Kapital dargestellt wird, zu einem verringerten negativen Einfluss der Verpflichtungen zur Aktienvergütung auf unser Kapital führen würde.
    • Pensionsrisiken. Das Risiko resultierend aus unseren leistungsdefinierten Versorgungszusagen inklusive Zinsrisiko und Inflationsrisiko, Credit-Spread-Risiken, Aktienkursrisiko und Langlebigkeitsrisiko. Unser Ökonomischer Kapitalbedarf betrug 1.189 Mio € und 734 Mio € zum 31. Dezember 2014 respektive zum 31. Dezember 2013. Die Erhöhung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf eine erhöhte Verbindlichkeit, verursacht durch verringerte Zinssätze und niedrigere Kreditrisikoaufschläge, und auf einen Rückgang der Diversifikationseffekte nach fortlaufender Angleichung der Kalkulationsmethode an die des Handelsmarktrisikos.
    • Strukturelle Währungsrisiken. Unser Währungsrisiko entsteht aus nicht währungskursgesicherten Kapital- und Gewinnrücklagen in Nicht-Euro-Währungen in bestimmten Tochtergesellschaften. Unser Ökonomischer Kapitalbedarf auf diversifizierter Basis betrug 2.672 Mio € zum 31. Dezember 2014 versus 2.037 Mio € zum 31. Dezember 2013. Der Anstieg beruht hauptsächlich auf einem stärkeren US Dollar und auf der Emission von zusätzlichem Tier-1 (AT1) Kernkapital in Nicht-Euro-Währungen.
    • Guaranteed Funds-Risiken. Der Anstieg im Ökonomischen Kapitalbedarf auf 1.425 Mio € zum 31. Dezember 2014 ist größtenteils zurückzuführen auf ein größeres Zinsrisiko, verursacht durch niedrigere und zum Teil negative Zinssätze. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Ökonomische Kapitalbedarf 988 Mio €.

Rechnungslegungs- und Bewertungsgrundsätze für Beteiligungspositionen

Außerhalb der Handelsbereiche werden von uns gehaltene Beteiligungen, die weder aufsichtsrechtlich konsolidiert noch von unseren aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln abzuziehen sind, dem aufsichtsrechtlichen Anlagebuch als Beteiligungspositionen zugeordnet. In unserer Konzernbilanz werden diese Beteiligungen als „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“, als „Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen“ oder als „Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte“ ausgewiesen.

Für weitere Informationen im Zusammenhang mit unseren Rechnungslegungs- und Bewertungsgrundsätzen zu „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte bezüglich Eigenkapitalinstrumenten und Investments in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures“ siehe Anhangangabe 1 „Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze und -einschätzungen“, 14 „Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente“ und 17 „Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen“.