Value-at-Risk der Handelsbereiche des Deutsche Bank-Konzerns (ohne Postbank)

Die nachfolgenden Tabellen und die Grafik zeigen den Value-at-Risk unserer Handelsbereiche mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag. Sie beinhalten nicht die Anteile am Handelsbuch der Postbank, die separat berechnet werden.

Value-at-Risk unserer Handelsbereiche nach Risikoarten

in Mio €

31.12.2014

31.12.2013

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

Zinsrisiko

18,1

27,2

Credit-Spread Risiko

29,6

37,9

Aktienkursrisiko

15,5

20,2

Währungsrisiko1

20,5

12,4

Rohwarenpreisrisiko

1,3

7,8

Diversifikationseffekt

–36,0

–57,7

Value-at-Risk insgesamt

49,0

47,9

Value-at-Risk unserer Handelsbereiche im Berichtszeitraum

 

Insgesamt

Diversifika-
tionseffekt

Zinsrisiko

Credit-Spread-Risiko

Aktienkurs-
risiko

Währungs-
risiko1

Rohwaren-
preisrisiko

in Mio €

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

Durchschnitt

51,6

53,6

–34,9

–50,0

25,1

26,5

31,2

41,6

14,8

13,4

13,2

13,8

2,2

8,3

Maximum

71,4

69,0

–61,9

–62,1

42,8

36,6

38,9

48,0

24,6

23,9

21,2

27,8

10,2

12,8

Minimum

35,4

43,0

–24,4

–38,5

15,7

18,7

25,9

34,9

9,9

8,8

6,9

5,8

0,7

5,5

Entwicklung des Value-at-Risk nach Risikoarten in 2014
Entwicklung des Value-at-Risk nach Risikoarten in 2014 (Liniendiagramm)

Der durchschnittliche Value-at-Risk in 2014 betrug 51,6 Mio €, was einem Rückgang von 2,0 Mio € gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2013 entspricht. Es hat eine deutliche Reduzierung des durchschnittlichen Value-at-Risk in den Bereichen Credit-Spread-Risiko und Rohwarenpreisrisiko gegeben. Das Rohwarenpreisrisiko ist durch das Zurückfahren des Rohstoffgeschäfts gesunken, während das Credit-Spread-Risiko wesentlich durch verringertes adressspezifisches Risiko zurückging. Insgesamt ging der Vorteil aus Diversifikationseffekten aufgrund der veränderten Portfoliozusammensetzung zurück.

Der Value-at-Risk hat sich in 2014 in einem weiteren Band als 2013 bewegt, insbesondere zum Ende des Jahres. Im Oktober 2014 erreichte der Value-at-Risk ein Jahreshoch von 71,4 Mio €, das kurz darauf von einem Tief im November von 35,4 Mio € als Konsequenz der Anstrengungen im Abbau von Risiken, welche sich aufgrund erhöhter Volatilität in den Märkten auftaten, gefolgt wurde.

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen zum handelsbezogenen Marktrisiko (ohne Postbank)

Die nachfolgenden Tabellen zeigen den Stress-Value-at-Risk unserer Handelsbereiche mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag. Sie beinhalten nicht die Anteile am Handelsbuch der Postbank, die separat berechnet werden.

Stress-Value-at-Risk der Handelsbereiche nach Risikoarten

in Mio €

31.12.2014

31.12.2013

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

Zinsrisiko

52,3

53,0

Credit-Spread-Risiko

140,8

114,4

Aktienkursrisiko

18,8

27,5

Währungsrisiko1

46,2

27,0

Rohwarenpreisrisiko

1,8

8,9

Diversifikationseffekt

–139,3

–125,3

Stress-Value-at-Risk der Handelsbereiche insgesamt

120,7

105,5

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Stress-Value-at-Risk nach Risikoarten

 

Insgesamt

Diversifi-
kationseffekt

Zinsrisiko

Credit-Spread-Risiko

Aktienkurs-
risiko

Währungs-
risiko1

Rohwaren-
preisrisiko

in Mio €

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

Durchschnitt

109,6

114,0

–125,4

–127,5

64,4

59,3

124,0

118,1

11,5

19,2

29,7

29,6

5,4

15,2

Maximum

161,1

169,2

–168,0

–166,8

85,9

93,1

142,8

149,5

42,6

53,6

70,3

59,2

16,7

37,1

Minimum

81,6

75,1

–102,3

–105,5

48,8

44,4

100,7

90,0

0,0

4,3

13,7

12,1

1,4

7,1

Der durchschnittliche Stress-Value-at-Risk belief sich in 2014 auf 109,6 Mio €, was einem Rückgang von 4,4 Mio € im Vergleich zum Jahr 2013 entspricht. Dies war vor allem auf einen geringeren Stress-Value-at-Risk für das Aktienkursrisiko in 2014 aufgrund einer größeren Absicherung der Verlustseite sowie auf ein geringeres Rohwarenpreisrisiko als Konsequenz des verkleinerten Rohwarengeschäfts zurückzuführen. Es wurde teilweise von einem Anstieg im Credit-Spread-Risiko aufgrund eines allgemeinen Anstiegs des Exposures und eines Anstiegs des Zinsrisikos in 2014 aufgehoben.

Das folgende Diagramm vergleicht die Entwicklung des täglichen Value-at-Risk mit dem täglichen Stress-Value-at-Risk und ihren 60-Tage-Durchschnittswerten, jeweils mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag für unsere Handelsbereiche berechnet. Beträge sind in Millionen Euro angegeben und schließen Beiträge aus dem Postbank-Handelsbuch aus, die separat berechnet werden.

Entwicklung des Value-at-Risk und des Stress-Value-at-Risk in 2014
Entwicklung des Value-at-Risk und des Stress-Value-at-Risk in 2014 (Liniendiagramm)

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung repräsentiert der Inkrementelle Risikoaufschlag den jeweils höheren Wert des Stichtags oder den Durchschnittswert der letzten zwölf Wochen vor dem Stichtag. Im Gegensatz dazu ist der Inkrementelle Risikoaufschlag für die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Berichtstage der Stichtagswert sowie der Durchschnitts-, Maximal- und Minimumwert für den Zeitraum von zwölf Wochen vor dem jeweiligen Stichtag.

Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche (mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)

in Mio €

31.12.2014

31.12.2013

Global Finance and Foreign Exchange

109,0

82,4

Rates and Credit Trading

494,5

563,4

NCOU

39,4

–3,9

Emerging Markets – Debt

170,5

168,3

Sonstige

224,4

185,5

Inkrementeller Risikoaufschlag insgesamt

1.037,8

995,6

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche
(mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)

 

2014

2013

in Mio €

Gewichteter durchschnitt-
licher Liquidi-
tätshorizont in Monaten

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

Gewichteter durchschnitt-
licher Liquidi-
tätshorizont in Monaten

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

1

Die Durchschnitts-, Maximum- und Minimumwerte wurden auf Basis eines Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 31. Dezember 2014 beziehungsweise am 31. Dezember 2013 endete.

Global Finance and Foreign Exchange

12,0

148,3

251,1

68,9

6,0

66,9

82,4

43,5

Rates and Credit Trading

12,0

384,6

645,7

235,7

6,0

505,8

603,4

414,2

NCOU

12,0

–3,6

39,4

–25,8

6,0

–20,6

–3,7

–36,6

Emerging Markets – Debt

12,0

164,1

220,2

119,5

6,0

179,5

205,0

156,1

Sonstige

12,0

118,6

224,4

38,9

6,0

236,5

323,9

185,1

Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche insgesamt

12,0

811,9

1.065,4

647,9

6,0

968,2

1.044,8

928,5

Der Inkrementelle Risikoaufschlag betrug 1.038 Mio € zum Jahresende 2014 und stieg um 42 Mio € (4 %) verglichen mit dem Jahresende 2013. Der Inkrementelle Risikoaufschlag basierend auf einem Zwölf-Wochen-Durchschnitt betrug 812 Mio € zum Jahresende 2014 und damit 156 Mio € (16 %) weniger verglichen mit dem Durchschnitt der zwölf Wochen, welche am 31. Dezember 2013 geendet haben. Der Anstieg zum Ende des Jahres 2014 ist getrieben durch Modelländerungen, die den gewichteten durchschnittlichen Liquiditätshorizont von sechs auf zwölf Monate und den Aufschlag für ausgefallene und nicht geratete Einheiten erhöhten.

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung entspricht der Umfassende Risikoansatz für die jeweiligen Berichtsstichtage dem höheren Wert aus dem internen Tageswert an den Berichtstagen, dem Durchschnittswert während der vorhergegangenen zwölf Wochen sowie dem unteren Schwellenwert (Floor). Dieser Minimumwert beträgt 8 % des äquivalenten Kapitalabzugs nach dem standardisierten Verbriefungsrahmenwerk.

Umfassender Risikoansatz der Handelsbereiche (mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von zwölf Monaten)

in Mio €

31.12.2014

31.12.2013

1

„Spot“-Betrag des Internen Modells auf Basis des Umfassenden Risikoansatzes (CRM) zum Periodenende.

Korrelationshandel1

222,0

223,8

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Umfassender Risikoansatz der Handelsbereiche
(mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)

 

2014

2013

in Mio €

Gewichteter durchschnitt-
licher Liquidi-
tätshorizont in Monaten

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

Gewichteter durchschnitt-
licher Liquidi-
tätshorizont in Monaten

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

1

Der regulatorische umfassende Risikoansatz wird auf Basis des Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 31. Dezember endet.

Korrelationshandel

12,0

246,9

257,5

223,0

12,0

316,0

359,6

285,9

Der Umfassende Risikoansatz zum Jahresende 2014 betrug 222 Mio € und verringerte sich um 2 Mio € (1 %) im Vergleich zum Jahresende 2013. Der Zwölf-Wochen-Durchschnitt unseres Umfassenden Risikoansatzes betrug 247 Mio € zum Jahresende 2014 und damit 69 Mio € (22 %) weniger als der Zwölf-Wochen-Durchschnitt zum Jahresende 2013. Es gab einen Anstieg aufgrund der Auswirkung einer erhöhten Untergrenze (Floor) bei der Berechnung im Rahmen des CRR/CRD 4-Rahmenwerks, welche nun durch Risikoabbau im Portfolio kompensiert wurde.

Marktrisiko-Standardansatz

Zum 31. Dezember 2014 führten Verbriefungspositionen, für die das spezifische Zinsrisiko gemäß dem spezifischen Marktrisiko-Standardansatz berechnet wird, zu Eigenkapitalanforderungen in Höhe von 1.682 Mio €, die risikogewichteten Aktiva in Höhe von 21 Mrd € entsprachen. Zum 31. Dezember 2013 führten diese Positionen zu Eigenkapitalanforderungen in Höhe von 473 Mio € und weiteren Kapitalabzugspositionen von 1,5 Mrd €, die einem gesamten RWA-Äquivalent von 13,3 Mrd € entsprachen. Der Anstieg der RWA war hauptsächlich auf eine aufsichtsrechtlich ausgelöste Veränderung in der Behandlung von bestehenden Positionen, die ein Risikogewicht von 1.250 % erhielten, zurückzuführen. Daher werden diese Positionen nun unter RWA offengelegt, vergleichbar zu CDI im Vorjahr. Die Anwendung der neuen regulatorischen Bestimmungen auf das Portfolio im Jahr 2013 würde einen Rückgang von 3,4 Mrd € RWA Jahr auf Jahr nach Veräußerung der Positionen bedeuten.

Die Eigenkapitalanforderungen für nth-to-Default-Derivate, die dem Marktrisiko-Standardansatz unterliegen, beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf 1 Mio €, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 19 Mio € entsprach, verglichen mit 5 Mio € beziehungsweise 63 Mio € zum 31. Dezember 2013. Diese Entwicklung ist auf verschiedene Positionen zurückzuführen, die sich aufgrund verbesserter Marktliquidität für eine Bewertung im Umfassenden Risikoansatz qualifizierten.

Ergänzend beliefen sich die Eigenkapitalanforderungen für Investmentanteile im Marktrisiko-Standardansatz zum 31. Dezember 2014 auf 91 Mio €, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 1.139 Mio € entsprach, im Vergleich zu 78 Mio € und 977 Mio € zum 31. Dezember 2013.

Die Kapitalanforderung für das Langlebigkeitsrisiko im Marktrisiko-Standardansatz betrug 26 Mio € zum 31. Dezember 2014, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 326 Mio € entsprach, verglichen mit 29 Mio € und 363 Mio € zum 31. Dezember 2013.