Operationelles Risiko – Risikoprofil

Verluste aus operationellen Risiken pro Verlustkategorie (Gewinn- und Verlustsicht)

in Mio €

2014

20131

1

Veränderte 2013 Verlustzahlen aufgrund nachträglicher Verlustbuchungen und Reklassifizierungen.

Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten

1.742

2.438

Interner Betrug

498

913

Externer Betrug

20

–69

Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement

72

68

Sonstiges

61

32

Insgesamt

2.393

3.382

Aus Sicht der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Summe aller Verluste aus operationellen Risiken um 1,0 Mrd € oder 29 % niedriger im Vergleich zum Jahresende 2013. Der Rückgang ist hauptsächlich durch die Verlustkategorien Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten sowie Interner Betrug (siehe Abschnitt „Definition des operationellen Risikos – Betrugsrisiko“) aufgrund erzielter Vergleiche und geringerer Rückstellungen für laufende Rechtsstreitigkeiten begründet. Die Zunahme in der Verlustkategorie Externer Betrug wurde durch einen Gewinn aufgrund einer direkten Rückerstattung in 2013 verursacht. Die Verlustkategorie Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement stagniert auf dem Niveau des Vorjahres. Die Verlustkategorie Sonstiges verzeichnet einen leichten Anstieg.

Operationelle Verluste pro Verlustkategorie, aufgetreten im Zeitraum 2010–2014 (2009–2013)1
Operationelle Verluste pro Verlustkategorie, aufgetreten im Zeitraum 2010–2014 (2009–2013) (Tortendiagramm)

Die Grafik „Anzahl operationeller Verluste“ zeigt die Verlustfrequenz der eingetretenen Verluste der letzten fünf Jahre, das heißt, dass das Datum des Verlusteintritts in diesem Zeitraum war. Ein Verlust, der zum Beispiel in 2002 eingetreten ist und zu einer Buchung eines OR-Verlusts in 2014 führte, würde in der Grafik „Anzahl operationeller Verluste“ fehlen, aber in der Grafik „Verteilung operationeller Verluste“ enthalten sein.

Bei der Betrachtung der Verlustfrequenz dominiert besonders die Verlustkategorie Externer Betrug mit einem Anteil von 53 % aller Verluste. Die Verlustkategorie Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement hat einen Anteil von 25 %, gefolgt von der Verlustkategorie Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten mit 20 %. Die Summe der verbleibenden Verlustkategorien (Sonstiges) ist mit 2 % konstant. Die Verlustkategorie Interner Betrug trägt verglichen mit 2009 bis 2013 unverändert mit einem Anteil von 0,2 % zu der Verlustfrequenz bei.

In der Grafik rechts oben wird die Verteilung der Verluste aus operationellen Risiken (Gewinn- und Verlustsicht), die in den letzten fünf Jahren gebucht wurden, dargestellt. Die Verlustkategorie Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten hat mit 64 % den größten Anteil an der Gesamtsumme aller Verluste und reflektiert die Häufung von Rechtsstreitigkeiten, Untersuchungen und den damit verbundenen Maßnahmen. Interner Betrug stellt mit 21 % den zweitgrößten Anteil dar und ist durch regulatorische Auseinandersetzungen vergangener Jahre zu begründen. Die Verlustkategorie Externer Betrug ist mit 9 % beziehungsweise Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement mit 4 % verglichen zu den anderen Verlustkategorien von geringerer Bedeutung.


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