Kapitalerhöhung stärkt strategische Flexibilität

Im Berichtsjahr stand die Finanzbranche erneut vor erheblichen Herausforderungen. Einerseits verschärfte sich das regulatorische Umfeld und die Anforderungen an die Kapitalausstattung von Banken stiegen weiter. Andererseits führten erhebliche Kosten für Regulierung und Compliance sowie das schwierige operative Geschäftsumfeld zu einer erheblichen Belastung der Profitabilität der Bank und beeinträchtigten damit die Möglichkeit zum organischen Kapitalaufbau.

Die Führung der Deutschen Bank hat sich im Mai 2014 zu einer Kapitalerhöhung entschieden, um die Bank hinsichtlich der Herausforderungen bei der Kapitalausstattung abzusichern, Flexibilität zu bewahren und die Wettbewerbsposition zu stärken. Am 25. Juni 2014 wurde die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen erfolgreich abgeschlossen. Die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien der Bank hat sich um 359,8 Millionen auf 1.379,3 Millionen Aktien erhöht. Der Bruttoemissionserlös dieser Transaktionen belief sich auf 8,5 Mrd €.

Die Kapitalerhöhung bestand aus zwei Emissionen. Unter Ausschluss des Bezugsrechts wurden 59,9 Millionen Aktien zu einem Gegenwert von 1,75 Mrd € bei einem Ankerinvestor, der Paramount Services Holdings Ltd., platziert. Paramount Services Holdings Ltd. ist eine Investmentgesellschaft im Besitz und unter Kontrolle Seiner Exzellenz Scheich Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani aus Katar. Zusätzlich wurden in einer Bezugsrechtsemission insgesamt 299,8 Millionen neue auf den Namen lautende Stammaktien zu einem Gegenwert von 6,75 Mrd € ausgegeben. Der Bezugspreis betrug 22,50 € je Aktie. Die Tier-1-Kernkapitalquote bei vollständiger Umsetzung von Basel 3 stieg durch diese Kapitalerhöhung deutlich. Sie erreichte zum Jahresende 2014 einen Wert von 11,7 % nach 9,7 % im Vorjahr.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung 2015 eine unveränderte Dividende von 0,75 € je Aktie vor.