Corporate Banking & Securities

Den Weg für nachhaltige Leistung ebnen

In Kürze

  • Solide Erträge und wachsende Marktanteile
  • Fortschritte bei OpEx-Initiativen zur Kostensenkung
  • Kulturwandel schreitet voran

Markets: gefestigte Position im weltweiten Handel mit Staatsanleihen

Markets: gefestigte Position im weltweiten Handel mit Staatsanleihen (Balkendiagramm)

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) besteht aus den Geschäftsbereichen Markets und Corporate Finance. Zu Markets gehören die Vertriebs-, Handels- und Strukturierungsaktivitäten in einem breiten Spektrum von Finanzprodukten wie Anleihen, Aktien und aktienbezogene Produkte, börsennotierte und außerbörsliche Derivate, Devisen, Geldmarktinstrumente sowie verbriefte Forderungen. Die Institutional Client Group betreut institutionelle Kunden, während Research Analysen zu Märkten, Produkten und Handelsstrategien liefert. Corporate Finance betreut Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions – M&A) und ist für das Beratungsgeschäft sowie die Emission von Anleihen und Aktien verantwortlich. Regional aufgestellte und branchenorientierte Teams sorgen dafür, dass den Kunden die gesamte Palette der Finanzprodukte und Dienstleistungen aus einer Hand zur Verfügung steht.

CB&S agierte 2014 unter heterogenen, teils schwierigen Bedingungen aufgrund einer grundsätzlich schwächeren Ertragsentwicklung in der Branche und anhaltend niedriger Zinsen in wichtigen Märkten. Die Handelsaktivitäten blieben infolge geringer Volatilität und Volumina insgesamt gedämpft. Die Volatilität nahm im vierten Quartal zu, da die geopolitischen Risiken stiegen und der Ölpreis drastisch fiel. Die US-Wirtschaft setzte hingegen ihren Erholungskurs fort, was die Aktienmärkte dort belebte. Corporate Finance profitierte von einer zunehmend optimistischen Marktstimmung. Dies zeigte sich in regen Geschäftsaktivitäten, insbesondere im Aktienemissionsgeschäft (Equity Capital Markets – ECM) und bei Fusionen und Übernahmen.

Auch 2014 gehörte CB&S zu den weltweit führenden Investmentbanken und konnte gute Ergebnisse erzielen sowie Marktanteile gewinnen, und dies, obwohl der Bereich das Risikomaß für die Verschuldungsquote (Leverage Exposure) reduzierte. Trotz stärkerer Regulierung und schwieriger Handelsbedingungen stiegen die Erträge um 2 % gegenüber dem Vorjahr. Dazu trugen sowohl das Handelsgeschäft (Sales & Trading) als auch das Emissions- und Beratungsgeschäft (Origination & Advisory) bei. Die Erträge im Anleihegeschäft (Debt Sales & Trading) blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert, während das Aktiengeschäft (Equity Sales & Trading) einen Anstieg der Erträge von 7 % verzeichnete. Die Kosten des Unternehmensbereichs stiegen um 2 %. Gründe waren höhere Aufwendungen zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen, unter anderem für den Vergütungsmix infolge der CRD-4-Anforderungen, Investitionen in das Unternehmen sowie negative Auswirkungen von Wechselkursänderungen. CB&S erzielte im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Steuern von 3,3 Mrd € (2013: 3,2 Mrd €).

Auszug aus der Segmentberichterstattung (Corporate Banking & Securities1)

Das Vorsteuerergebnis in Corporate Banking & Securities belief sich 2014 auf 3,3 Mrd € nach 3,2 Mrd € im Vorjahr, was hauptsächlich auf eine solide Ertragsentwicklung infolge einer höheren Volatilität im zweiten Halbjahr 2014 und niedrigere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen ist. Diese Effekte wurden teilweise durch höhere Kosten zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Auflagen und Umsetzungskosten für das Operational-Excellence-Programm aufgehoben.

 

 

 

in Mio €

2014

2013

Erträge insgesamt

13.742

13.526

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

103

189

Zinsunabhängige Aufwendungen

10.348

10.162

Ergebnis vor Steuern

3.266

3.158

Eigenkapitalrendite vor Steuern in %

13

16

Risikogewichtete Aktiva

175.561

114.729

Aktiva

1.213.612

1.102.007

1 Auszug aus der Segmentberichterstattung. Erläuterungen und weitere Details siehe Finanzbericht 2014 (Lagebericht). Risikogewichtete Aktiva basieren auf dem Basel 2.5 Regelwerk bis zum 31. Dezember 2013. Ab dem 1. Januar 2014 basieren risikogewichtete Aktiva auf dem CRR/CRD 4 Regelwerk.

Geschäftsmodell optimiert

CB&S optimierte im Berichtsjahr den Ressourceneinsatz in allen Sparten und konnte gleichzeitig seine marktführende Position im Kundengeschäft beibehalten. 2014 reduzierte der Unternehmensbereich konsequent das Risikomaß für die Verschuldungsquote (Leverage Exposure). Auch die Mitarbeiterzahl wurde verringert, wodurch sich die Effizienz erhöhte. Die geschäftlichen Aktivitäten wurden vor dem Hintergrund veränderter Markttrends und regulatorischer Anforderungen evaluiert und angepasst, um Kundenbedürfnisse zu erfüllen und Chancen zu nutzen. Zudem gab CB&S Ende 2014 bekannt, dass der Handel mit CDS (Credit Default Swaps – Kreditausfallswaps) für Einzeladressen zum größten Teil eingestellt wird.

Der Geschäftsbereich Markets verringerte im Berichtsjahr das Leverage Exposure im Geschäft mit Anleihen und Währungen (Fixed Income & Currencies) und verlagerte Ressourcen auf sein marktführendes Geschäft mit strukturierten Lösungen für Risiken und Finanzierungen (Credit Solutions). Ziel war es, Marktchancen beispielsweise im Geschäft mit gewerblichen Immobilien wahrzunehmen. Im Aktiengeschäft arbeitete der Geschäftsbereich entschlossen daran, seine Kapazitäten effizienter zu nutzen und Erträge zu steigern, zum Beispiel im Geschäft mit Hedgefonds (Prime Finance).

Corporate Finance konzentrierte sich im Berichtsjahr ebenfalls auf die Steigerung der Produktivität. Das wurde durch eine effizientere Kundenbetreuung, eine verbesserte Kapitalallokation und eine engere Zusammenarbeit mit dem Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) erreicht. Hohe Priorität hatte die Intensivierung besonders ertragreicher Kundenverbindungen. Zudem erzielte Corporate Finance nachhaltige Renditen aus seinem Kreditportfolio. Der Bereich konnte seine Rolle als Marktführer in Europa halten, baute den Marktanteil in den USA weiter aus und behauptete seine starke Position in Asien (Quelle: Dealogic).

Die Deutsche Bank erhielt 2014 für ihre Aktivitäten im Unternehmensbereich CB&S zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem wurde sie von der Zeitschrift Euromoney zum Best Global Risk Advisor und Best Global Debt House sowie von The Banker zur Most Innovative Investment Bank for FX gekürt.

Markets: solide Erträge

Markets: Führungsposition im internationalen Handel

Markets: Führungsposition im internationalen Handel mit Anleihen (Balkendiagramm)

Der Geschäftsbereich Markets konnte 2014 wachsen und Marktanteile gewinnen. Das globale Anleihegeschäft, gemessen am Marktanteil, belegte laut Greenwich Associates zum fünften Mal in Folge Platz eins. Auch 2014 profitierte die Deutsche Bank von der Stärke ihres Geschäftsmodells. So blieben die Erträge in einem rückläufigen Marktumfeld weitgehend stabil. Der Markt für den Devisenhandel (Foreign Exchange) sowie das Geschäft mit Staatsanleihen und Zinsderivaten (Rates) waren besonders schwierig. Dagegen konnten die Erträge bei strukturierten Lösungen für Risiken und Finanzierungen (Credit Solutions) gesteigert werden. Das Anleihegeschäft (Debt Sales & Trading) verzeichnete eine starke Ertragsentwicklung in den USA und glich damit die schwächere Entwicklung in der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) sowie Asien / Pazifik aus.

Der Bereich Debt Sales & Trading reagierte auf das sich verändernde Marktumfeld und investierte erfolgreich in sein Geschäft. Im Berichtsjahr wurden leistungsfähigere Analyseverfahren und Instrumente entwickelt, um einen möglichst wertschaffenden Einsatz der Ressourcen sicherzustellen. So bietet eine neue Vertriebsplattform schnelleren und transparenten Zugriff auf präzise Informationen über Kunden, Geschäft und Vertriebsleistungen. Markets fokussierte sich außerdem darauf, multinationale Unternehmen besser zu betreuen. Dazu investierte der Bereich in eine neue IT-Plattform. Der Geschäftsbereich nutzte außerdem Chancen, die sich aus regulatorischen Veränderungen ergaben. So hatte Markets den größten Marktanteil im Handel mit US-Dollar-Zinsswaps, die auf das aufsichtsrechtlich vorgeschriebene zentrale Clearing und den elektronischen Handel umgestellt worden waren.

Das Aktiengeschäft (Equity Sales & Trading) zeigte im Berichtsjahr eine solide Ertragsdynamik sowie steigende Marktanteile und konnte somit seinen Beitrag zum Ergebnis vor Steuern deutlich verbessern. Die Deutsche Bank wurde von Greenwich Associates in den Kategorien Flow Equity Derivatives und Equity Options for European Investors zur Nummer eins gekürt. Im Handel mit Aktien (Cash Equities) konzentrierte sich die Bank weiterhin auf die Verbesserung des elektronischen Handels. Der Bereich Equity Derivatives (das Geschäft mit Derivaten auf Aktien) fokussierte sich darauf, das Produktangebot und die Dienstleistungen für Firmenkunden auszubauen, und erzielte ein gutes Ergebnis in allen Regionen, insbesondere in den USA. Markets strukturierte sein Angebot für Hedgefonds und den Einsatz seiner Ressourcen in diesem Bereich neu mit dem Ziel, den Kundenservice zu optimieren.

Marktanteil bei Aktienderivaten ausgebaut
Marktanteil bei Aktienderivaten ausgebaut (Balkendiagramm)
Corporate Finance: Marktanteile weiter gestiegen
Corporate Finance: Marktanteile weiter gestiegen (Balkendiagramm)

Corporate Finance: Marktanteile in den USA gewonnen

Im globalen Ranking belegte Corporate Finance 2014 Platz fünf und erreichte einen Marktanteil von 5,4 % auf der Basis von Provisionen (Quelle: Dealogic). Der Geschäftsbereich konnte bei den meisten Produkten und in den meisten Regionen zulegen, insbesondere im globalen hochverzinslichen Finanzierungsgeschäft (Leveraged Debt Capital Markets – LDCM), im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen sowie in den USA und Europa. Das Fachmagazin International Financing Review verlieh Corporate Finance mehrere renommierte Auszeichnungen. So wurde der Geschäftsbereich unter anderem zum Euro Bond House of the Year und zum EMEA Financial Bond House of the Year gekürt.

Als Arrangeur internationaler Anleihen in der Welt die

Nummer eins

Im Emissionsgeschäft für Fremdkapital (Debt Capital Markets) war die Deutsche Bank die Nummer eins unter den Arrangeuren internationaler Anleihen. Sie begleitete im Berichtsjahr unter anderem acht der zehn größten Platzierungen von US-Unternehmensanleihen mit guter Bonität sowie die bisher größte Emission einer hochverzinslichen Anleihe (Altice / Numericable). Im Aktienemissionsgeschäft ist die Deutsche Bank das einzige Unternehmen, das an allen fünf weltweit größten Börsengängen beteiligt war. Im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen gewann die Deutsche Bank mehr Marktanteile als jede andere führende Bank. Sie nahm damit im Berichtsjahr in der Region EMEA Rang drei ein. In Nord- und Südamerika sowie in der Region Asien / Pazifik (ohne Japan) verbesserte sie ihre Ranglistenposition und ihren Marktanteil (Quelle: Dealogic).

Ressourcen reduziert

CB&S erwirtschaftete 2014 trotz einer deutlichen Verringerung der Ressourcen robuste Ergebnisse. Dies reflektiert die Qualität und die Nachhaltigkeit der Kundenverbindungen. Da die Aufsichtsbehörden die Eigenkapitalausstattung stärker in den Fokus nahmen, reduzierte CB&S im Jahresverlauf das Risikomaß für die Verschuldungsquote (Leverage Exposure). Die risikogewichteten Aktiva (Risk Weighted Assets – RWA) bei vollständiger Umsetzung von Basel 3 nahmen hingegen um 20 % auf 176 Mrd € zum Jahresende 2014 zu. Dies war auf Modellanpassungen und die höheren operationellen Risiken wegen gestiegener Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten in der gesamten Branche zurückzuführen. Mit Initiativen im Rahmen des Operational-Excellence(OpEx)-Programms wurden seit seinem Beginn Einsparungen in Höhe von 1 Mrd € erzielt; dies war mehr als geplant.

Kulturwandel vorangetrieben

Um sicherzustellen, dass der an gesellschaftlichen Erwartungen und Kundeninteressen ausgerichtete Kulturwandel der Deutschen Bank auch im Investmentbanking nachhaltig implementiert wird, leitete CB&S 2014 entscheidende Schritte ein. Die Mitarbeiter im Vertrieb und im Handel bewerten die angebotenen Produkte inzwischen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, einschließlich nichtfinanzieller Risiken und der Kundenzufriedenheit. Ziel ist die Orientierung an Nachhaltigkeit und Mehrwert für die Kunden. Im Verlauf des Jahres 2014 investierte das CB&S Executive Committee viel Zeit und Energie, um die Werte und Überzeugungen der Deutschen Bank im Unternehmensbereich zu verankern. Nahezu alle CB&S-Mitarbeiter nahmen an Kultur-Workshops teil, die vom Senior-Leadership-Team unterstützt wurden. CB&S baute gleichzeitig seine Systeme und Kontrollen aus, um die Einhaltung bankinterner Richtlinien zu überwachen. Des Weiteren wurde im Unternehmensbereich die unabhängige Kontrolleinheit gestärkt, die das Geschäft überwacht.

Ausblick

2015 wird CB&S das Geschäft weiter an das sich wandelnde Umfeld anpassen und ein noch effizienteres Geschäftsmodell schaffen, mit dem nachhaltig Renditen erwirtschaftet werden können. Makroökonomische Trends und die divergierende Politik der Zentralbanken dürften gute Voraussetzungen für höheres Wachstum als im Berichtsjahr schaffen. Nicht zuletzt sollen dauerhafte Kostendisziplin und die weitere Umsetzung des OpEx-Programms das Ergebnis verbessern. Die Stärkung der Kapitalposition, mit der CB&S 2014 gut vorangekommen ist, behält hohe Priorität. Der Unternehmensbereich wird sein Kundenportfolio optimieren, in Technologie investieren und Ressourcen dynamisch einsetzen, um höhere Erträge zu generieren.

Auszeichnungen 2014

The Banker
Most Innovative Investment Bank for FX
Most Innovative Investment Bank for Bonds
Most Innovative Investment Bank for Emerging Markets

Euromoney
Best Global Risk Advisor
Best Global Debt House
Best Investment Bank in Western Europe
Best Bank in Germany

Risk
Bank Risk Manager of the Year

Greenwich Associates
No. 1 in Global Fixed Income
No. 1 in Flow Equity Derivatives

International Financial Review
Structured Finance House of the Year
Euro Bond House of the Year
EMEA Loan House of the Year