Deutsche Asset & Wealth Management

Hohe Nettomittelzuflüsse und anhaltende Transformation

In Kürze

  • Nettomittelzuflüsse von 40 Mrd €
  • Wachstum im Geschäft mit sehr vermögenden Kunden, alternativen Anlagen, in Schwellenländern
  • Transformationsprojekte verbessern operative Prozesse

Mehr als 1 Bio €

verwaltetes Vermögen

Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) umfasst das treuhänderische Anlagemanagement sowie die Vermögensverwaltung und -beratung der Deutschen Bank weltweit. Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1 Bio € gehört Deutsche AWM in der Vermögensverwaltung zu den zehn größten globalen Anbietern in Bankbesitz.

Deutsche AWM unterstützt private und institutionelle Kunden dabei, ihr Vermögen zu sichern und zu mehren. Der Unternehmensbereich offeriert traditionelle – aktive wie passive – und alternative Investmentprodukte und -lösungen in allen wichtigen Anlageklassen. Deutsche AWM bietet darüber hinaus maßgeschneiderte Vermögensverwaltungs- und Bankdienstleistungen für vermögende und sehr vermögende Privatkunden und Familien (Family Offices) an. Eine tief verankerte Treuhandkultur, ein robustes Anlage- und Risikomanagement sowie kontinuierliche Investitionen in das Geschäft ermöglichen Deutsche AWM, für Kunden in aller Welt nachhaltige Werte zu schaffen.

Im Berichtsjahr operierte Deutsche AWM in einem Umfeld, das einerseits von der Erholung der Weltwirtschaft, andererseits von intensivem Wettbewerb, geringen Margen sowie gestiegenen Aufwendungen für aufsichtsrechtliche Anforderungen und für Compliance geprägt war. Unter diesen teilweise schwierigen Bedingungen und trotz der Kosten für Effizienz- und Integrationsprogramme im Rahmen der Strategie 2015+ konnte das Geschäftsergebnis verbessert werden. Das verwaltete Kundenvermögen nahm kräftig zu.

Auszug aus der Segmentberichterstattung (Deutsche Asset & Wealth Management1)

Das Vorsteuerergebnis in Deutsche Asset & Wealth Management belief sich 2014 auf 1,0 Mrd € nach 782 Mio € im Vorjahr. Leicht rückläufigen Erträgen standen niedrigere Zinsunabhängige Aufwendungen gegenüber, beides im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life. Außerdem sank die Risikovorsorge im Kreditgeschäft, vorwiegend aufgrund von geringeren Einzelrückstellungen sowie Wertaufholungen. Das von Deutsche AWM verwaltete Vermögen hat sich um 116 Mrd € erhöht. Gründe waren Währungseffekte von 50 Mrd €, positive Marktwertentwicklungen von 43 Mrd € und Mittelzuflüsse von 40 Mrd €. Der Anstieg wurde durch den Verkauf von Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten, um 21 Mrd € gemindert.

 

 

 

in Mio €

2014

2013

Erträge insgesamt

4.708

4.735

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

–7

23

Zinsunabhängige Aufwendungen

3.685

3.929

Ergebnis vor Steuern

1.027

782

Eigenkapitalrendite vor Steuern in %

16

13

Risikogewichtete Aktiva

16.597

12.553

Aktiva

81.132

72.613

1 Auszug aus der Segmentberichterstattung. Erläuterungen und weitere Details siehe Finanzbericht 2014 (Lagebericht). Risikogewichtete Aktiva basieren auf dem Basel 2.5 Regelwerk bis zum 31. Dezember 2013. Ab dem 1. Januar 2014 basieren risikogewichtete Aktiva auf dem CRR/CRD 4 Regelwerk.

Deutsche AWM erzielte 2014 ein Ergebnis vor Steuern von 1,0 Mrd €, 31 % mehr als im Vorjahr (0,8 Mrd €). Gründe waren höhere Erträge (ohne Berücksichtigung des Abbey- Life-Portfolios) vor allem im Geschäft mit alternativen und passiven Investments sowie in der Vermögensberatung und im Kreditgeschäft in allen Regionen. Die Kosten (ohne Berücksichtigung des Abbey-Life-Portfolios) konnte Deutsche AWM um 2 % reduzieren. Geringere Kosten aufgrund verschiedener Operational-Excellence-Initiativen wurden allerdings durch höhere Personalausgaben aufgrund gezielter Einstellungen von Mitarbeitern sowie durch Einmaleffekte weitgehend kompensiert.

Verwaltetes Vermögen gestiegen

Anstieg des verwalteten Vermögens (Balkendiagramm)

Das von Deutsche AWM verwaltete Vermögen stieg weltweit um mehr als 100 Mrd € auf über 1 Bio €. Darin enthalten sind Nettomittelzuflüsse von Kunden in Höhe von 40 Mrd €. Dies ist eine klare Trendwende gegenüber den Nettomittelabflüssen in den beiden Vorjahren (13 Mrd € 2013 beziehungsweise 25 Mrd € 2012). Zuflüsse konnten in allen Sparten des Geschäfts verbucht werden. Die Bruttomarge blieb unverändert bei 45 Basispunkten (ohne Berücksichtigung des Abbey-Life-Portfolios).

Ein integrierter, kundenorientierter Unternehmensbereich

Wesentliche Stärken des Bereichs Deutsche AWM sind ein integriertes Geschäft, ein gut ausgebautes Netzwerk für die Kundenbetreuung und eine globale Investmentplattform. Auf dieser Basis strebt der Bereich nachhaltiges Wachstum an. Spezialisierte Teams bieten allen Kunden einen zentralen Zugang zu den Ressourcen von Deutsche AWM. Dazu zählen die Global Client Group, deren Fokus auf institutionellen und Privatkunden (Retail) liegt, sowie regionale Relationship Manager, die vermögende Privatkunden beraten. Sehr vermögende Kunden betreut ein Team von Key Client Partners (KCP).

Die globale Investmentplattform von Deutsche AWM wird vom Chief Investment Office (CIO) geleitet. Dieses bündelt die Expertise von rund 1.500 Anlage-, Analyse- und Handelsexperten und erarbeitet einen globalen Investmentausblick – die Hausmeinung von Deutsche AWM. Zudem formuliert das CIO die weltweiten Leitlinien für die Teams, die für Aktien-, Anleihe- und Multi-Asset-Portfolios zuständig sind. Portfoliomanager nutzen die Hausmeinung zusammen mit ihren eigenen fundierten Analysen, um Strategien für die von ihnen verwalteten Portfolios und Kundenkonten zu implementieren. Das Angebot von Deutsche AWM umfasst sechs globale Produktbereiche: Kredite und Einlagen (Loans & Deposits), Produkte für vermögende Kunden (Wealth Management Products), Active Investments, Passive Investments, Sachwerte (Alternatives & Real Assets) sowie alternative Anlagen und Fondslösungen (Alternatives & Fund Solutions).

Deutsche Asset & Wealth Management
Deutsche Asset & Wealth Management (Organigramm)

Disziplinierte Umsetzung der Strategie für Effizienz und Wachstum

Verwaltetes Vermögen nach Produkten

Verwaltetes Vermögen nach Produkten (Tortendiagramm)

2014 hat Deutsche AWM sein strategisches Programm vorangetrieben. Es zielt auf die Transformation des Unternehmensbereichs und Wachstum des Geschäfts. Der Bereich verbesserte seine operativen Prozesse und begann damit, neue IT-Lösungen für die Investmentplattform im Anlagemanagement sowie für die Kundenberatung in der Vermögensverwaltung zu implementieren. Diese hochmoderne IT-Infrastruktur wird die Investmentprozesse bestmöglich unterstützen.

Deutsche AWM hat 2014 sein Geschäftsportfolio und seine regionale Präsenz mit dem Ziel überprüft, sich auf seine Kernaktivitäten zu fokussieren, die Komplexität zu verringern und die Kosten zu senken. Der Schwerpunkt lag weiterhin auf dem Heimatmarkt Deutschland sowie auf Europa. Außerdem konzentrierte sich der Bereich auf sehr vermögende und institutionelle Kunden in Nordamerika, Großbritannien und ausgewählten Schwellenländern in Asien, Afrika und Lateinamerika sowie im Nahen Osten. Gleichzeitig trennte sich Deutsche AWM von Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten oder nicht über die erforderliche Größe verfügten. Diese umfassten das Anlagemanagement in Russland und auf den Philippinen, die Vermögensverwaltung für Privatkunden in Großbritannien sowie eine spezielle Fondssparte (Stable Value) in den USA. Zudem hat der Bereich Aktivitäten an günstigere Standorte und zu Dienstleistern verlagert.

Durch signifikante Investitionen in Kundenservice und Produktinnovationen hat Deutsche AWM die Grundlagen für sein künftiges Geschäft gestärkt. Der Bereich stellte Mitarbeiter im Private Banking und in der weltweiten Vermögensberatung für sehr vermögende Kunden ein und vergrößerte die Teams in der Global Client Group.

Das Angebot an innovativen und wachstumsstarken Produkten wurde verbessert. Dazu zählten auf dem CROCI-Ansatz basierende Produkte (CROCI – Cash Return on Capital Invested), physisch replizierende, börsennotierte Fonds (Exchange Traded Funds – ETFs) sowie alternative Fondslösungen. Das in CROCI-Strategien angelegte Vermögen in Publikumsfonds und Angeboten für institutionelle Kunden stieg 2014 weltweit auf 6,0 Mrd € (2013: 4,2 Mrd €). Mit einem verwalteten Vermögen von 19,0 Mrd € (2013: 0,5 Mrd €) konnte Deutsche AWM seine Position als zweitgrößter Anbieter physisch replizierender ETFs in Europa behaupten. Der Bereich bietet nun mehr als 60 dieser Produkte an. Auch die innovativen alternativen Investmentprodukte, die Deutsche AWM auf den Markt gebracht hat, wurden von renditeorientierten institutionellen und Privatkunden stark nachgefragt.

Die Erträge von Deutsche AWM wuchsen 2014 insbesondere im Geschäft mit sehr vermögenden Kunden, in Schwellenländern und bei Investmentfonds mit guter Wertentwicklung kräftig. Das Geschäft mit sehr vermögenden Kunden (verwaltetes Vermögen und Kreditvolumina) nahm um 20 % zu. Um 25 % stieg das verwaltete Vermögen von Kunden aus Schwellenländern in den Regionen Asien/Pazifik, Naher Osten und Nordafrika sowie Lateinamerika. Das verwaltete Vermögen in Fonds mit vier und fünf Sternen (Morningstar) legte um 5 % zu.

Kooperation mit anderen Unternehmensbereichen

Regionale Verteilung des verwalteten Vermögens

Regionale Verteilung des verwalteten Vermögens (Tortendiagramm)

Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit hat für Deutsche AWM einen hohen Stellenwert. Deutsche AWM hat 2014 Vermögenswerte in Höhe von 50 Mrd € für Kunden des Unternehmensbereichs Private & Business Clients (PBC) verwaltet. Für institutionelle Kunden aus Global Transaction Banking (GTB) betreut Deutsche AWM außerdem Vermögenswerte zur Erfüllung von Liquiditätsanforderungen. Die Zusammenarbeit mit Corporate Banking & Securities (CB & S) ist für die künftige Wachstumsstrategie im Sektor der sehr vermögenden Kunden von entscheidender Bedeutung. Diesem Kundenkreis bieten die 2013 geschaffenen globalen Beratungszentren (Key Client Partners – KCP) Zugang zu Anlagemöglichkeiten sowie Finanzierungslösungen, die zusammen mit CB & S über verschiedene Anlageklassen und Länder hinweg entwickelt wurden.

Ausblick

Deutsche AWM strebt weiterhin ehrgeizige Wachstumsziele an. Der Bereich will die Kapazitäten seines integrierten Geschäfts sowie die Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsbereichen der Bank intensiv nutzen. Außerdem beabsichtigt Deutsche AWM, die Zahl der Berater für sehr vermögende Kunden zu erhöhen, auf der Stärke seines Heimatmarkts Deutschland aufzubauen und gleichzeitig seinen Marktanteil in der Vermögensverwaltung für institutionelle und Privatkunden (Retail) auszubauen. Darüber hinaus erwartet Deutsche AWM, dass die entschlossene Umsetzung bestehender Transformationsprojekte die Kosteneffizienz des Bereichs verbessern und die operativen Margen erhöhen wird.

Auszeichnungen 2014

Euromoney
No. 1 (Deutschland) – Private Banking and Wealth Management Survey

Asia Risk
Asian Private Bank of the Year

Scope Awards
Best Asset Management Company in Germany

Risk
Hedge Fund Derivatives House of the Year

ETP Awards
Best Provider – Innovation, Exchange-Traded Products

Global ETF Awards
Most Innovative ETF in the Americas

Hedge Fund Journal UCITS Hedge Awards 2014
Best Performing Long/Short Equity Fund

Structured Products
Technology Innovation of the Year

Treasury Management International
Winner – North America, Money Market Fund Awards