Interne Kapitaladäquanz

Die von uns im Rahmen unseres internen Prozesses zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit („Internal Capital Adequacy Assessment Process“, auch ICAAP) auf Basis eines unterstellten Liquidationsszenarios („Gone Concern Approach“) verwendete primäre Messgröße zur Ermittlung unserer internen Kapitaladäquanz ist das Verhältnis unseres Kapitalangebots zu unserer Kapitalanforderung, wie in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Die Definition des Kapitalangebots ist an die Vorschriften des CRR/CRD 4-Kapitalrahmenwerks angepasst.

Interne Kapitaladäquanz

 

 

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

30.6.2014

31.12.2013

1

Beinhaltet Abzüge von Fair-Value-Erträgen auf eigene Krediteffekte in Bezug auf eigene Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie Debt Valuation Adjustments.

2

Beinhaltet Adjustierungen des beizulegenden Zeitwerts für in Übereinstimmung mit IAS 39 umgewidmete Vermögenswerte sowie für Anlagevermögen, für das keine kongruente Refinanzierung vorliegt.

3

Beinhaltet Anteile ohne beherrschenden Einfluss bis zum Betrag des Ökonomischen Kapitalbedarfs für jede Tochtergesellschaft.

Kapitalangebot

 

 

Den Aktionären zurechenbares Eigenkapital

64.686

54.719

Gewinne aus beizulegenden Zeitwerten eigener Verbindlichkeiten und Debt Valuation Adjustments, in Bezug auf eigenes Kreditrisiko1

–461

–537

Aktive latente Steuern

–6.517

–7.071

Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts2

–13

–363

Anteile ohne beherrschenden Einfluss3

0

0

Hybride Tier-1-Kapitalinstrumente

14.137

12.182

Tier-2-Kapitalinstrumente

7.354

9.689

Kapitalangebot

79.185

68.619

 

 

 

Kapitalanforderung

 

 

Ökonomischer Kapitalbedarf

30.038

27.171

Immaterielle Vermögensgegenstände

14.112

13.932

Kapitalanforderung

44.150

41.103

 

 

 

Interne Kapitaladäquanzquote in %

179

167

Eine Quote von mehr als 100 % bestätigt, dass unser gesamtes Kapitalangebot ausreicht, die über die Risikopositionen ermittelte Kapitalanforderung abzudecken. Diese Quote betrug 179 % zum 30. Juni 2014 im Vergleich zu 167 % zum 31. Dezember 2013. Die positive Entwicklung der Quote resultierte aus dem erhöhten Kapitalangebot. Die Erhöhung des den Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals um 10,0 Mrd € resultierte hauptsächlich aus der Kapitalerhöhung zum 25. Juni 2014. Der Anstieg der Hybriden Tier-1-Instrumente um 2,0 Mrd € reflektiert vornehmlich die Emission von Tier-1-Anleihen zum 20. Mai 2014. Weitere Details sind im Abschnitt „Kapitalmanagement“ beschrieben. Der Anstieg der Kapitalanforderung reflektiert vornehmlich den höheren Ökonomischen Kapitalbedarf, der im Abschnitt „Gesamtrisikoposition“ näher erläutert ist.

Die obigen Messgrößen zur Risikotragfähigkeit werden auf den konsolidierten Konzern (inklusive Postbank) angewandt und bilden einen integralen Teil unseres Rahmenwerks für das Risiko- und Kapitalmanagement.