Liquiditätsrisiko

Zusammensetzung unserer externen Finanzierungsquellen in Milliarden Euro sowie als prozentualer Anteil an den externen Finanzierungsquellen insgesamt

in Mrd €
(sofern nicht anders angegeben)

30.6.2014

31.12.2013

1

„Sonstige Kunden“ enthält treuhänderische, sich selbst finanzierende Strukturen (zum Beispiel X-Markets), Margen/Barguthaben aus dem Prime-Brokerage-Geschäft (netto).

2

Enthält ABCP-Conduits.

Hinweis: Zum Abgleich zur Bilanzsumme sind zu berücksichtigen: Derivate- und Abwicklungssalden 558 Mrd € (524 Mrd €), Nettingeffekte für Margin- und Prime-Brokerage-Barsalden (auf Nettobasis) 56 Mrd € (50 Mrd €) und sonstige nicht der Refinanzierung dienende Verbindlichkeiten 52 Mrd € (55 Mrd €), jeweils zum 30. Juni 2014 und zum 31. Dezember 2013.

Kapitalmarktemissionen und Eigenkapital

202

20 %

185

19 %

Privatkunden

278

28 %

282

29 %

Transaction Banking

183

18 %

178

18 %

Sonstige Kunden1

80

8 %

97

10 %

Unbesicherte Wholesale-Refinanzierung

78

8 %

73

7 %

Besicherte Refinanzierung und Shortpositionen

156

16 %

150

15 %

Finanzierungsvehikel2

22

2 %

19

2 %

Externe Finanzierungsquellen insgesamt

1.000

100 %

984

100 %

Der Anstieg der Kapitalmarktemissionen und des Eigenkapitals um 17 Mrd € während der ersten sechs Monate in 2014 spiegelt die erhöhten Finanzierungsaktivitäten und die im Juni 2014 abgeschlossene Kapitalerhöhung wider. Der Anstieg um 5 Mrd € bei den Transaction-Banking Einlagen, 6 Mrd € in der besicherten Refinanzierung und Shortpositionen und 4 Mrd € bei der unbesicherten Wholesale-Refinanzierung spiegelt ein erhöhtes Geschäftsvolumen im Vergleich zum niedrigen Jahresendniveau wider. Das um 17 Mrd € niedrigere Volumen im Bereich Sonstige Kunden ist größtenteils auf einen niedrigeren Betrag an Netto-Cash-Margen zurückzuführen, die die Bank erhalten hat, sowie eine Reduzierung der Verbindlichkeiten in Bezug auf Kundeninvestitionen in Exchange Traded Funds.

Der ursprüngliche Finanzierungsplan von 20 Mrd € für das ganze Jahr wurde bereits im Mai 2014 erfüllt. Der Finanzierungsplan wurde auf 30 bis 35 Mrd € erhöht, um das zusätzliche Geschäftswachstum nach der Kapitalerhöhung zu finanzieren und die Vorteile der guten Marktlage zu nutzen. In der ersten Jahreshälfte von 2014 hat die Deutsche Bank bereits 24,8 Mrd € realisiert mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 47 Basispunkten (Zusätzliche Tier-1-Anleihen wurden von der Berechnung des Aufschlages ausgenommen) gegenüber dem relevanten variablen Index (zum Beispiel LIBOR) und einer durchschnittlichen Laufzeit von 4,9 Jahren. Die bedeutsamste Transaktion in diesem Zeitraum war die Erstbegebung einer 3,5 Mrd € Zusätzlichen Tier-1-Anleihen-Benchmark-dreifach-Tranche, die sich in eine 1,75 Mrd € Tranche mit einer festen Verzinsung von 6 % ohne Endfälligkeit und einem Emittenten-Kündigungsrecht nach 8 Jahren, eine 1,25 Mrd US-$ Tranche mit einer festen Verzinsung von 6,25 % ohne Endfälligkeit und einem Emittenten-Kündigungsrecht nach 6 Jahren und einer 0,65 Mrd GBP Tranche mit einer festen Verzinsung von 7,125 % ohne Endfälligkeit und einem Emittenten-Kündigungsrecht nach zwölf Jahren aufteilte. Für das restliche Jahr beabsichtigen wir den Rest unserer Anforderungen durch eine Vielzahl von Möglichkeiten einschließlich Emissionen gezielt an Privatanleger, Privatplatzierungen mit institutionellen Investoren und weiterer öffentlicher Benchmark-Emissionen sicherzustellen.

Regelmäßige Stresstestanalysen stellen sicher, dass wir zu jeder Zeit ausreichende Barreserven und liquide Aktiva zur Verfügung haben, um eine potenzielle Finanzierungslücke schließen zu können, die in einem kombinierten idiosynkratischen und marktbezogenen Stressszenario auftreten kann. Zu diesem Zweck halten wir Liquiditätsreserven vor, die verfügbare Barmittel und Barmitteläquivalente, hochliquide Wertpapiere (unter anderem Staatsanleihen, von Staaten garantierte Anleihen und Anleihen staatlicher Einrichtungen) sowie weitere unbelastete und zentralbankfähige Vermögenswerte umfassen. Das Volumen der Liquiditätsreserve ist eine Funktion des erwarteten Stresstest-Ergebnisses, sowohl auf einer aggregierten als auch auf einer individuellen Währungsebene. Wenn wir zunehmend kurzfristige Wholesale-Verbindlichkeiten erhalten, die einen hohen Liquiditätsabfluss unter Stress mit sich bringen, so halten wir diese Liquidität zur Absicherung überwiegend in Barmitteln oder hochliquiden Wertpapieren. Somit schwankt das Gesamtvolumen der Liquiditätsreserven mit den erhaltenen kurzfristigen Wholesale-Verbindlichkeiten, obwohl dies keine materiellen Auswirkungen auf unsere Gesamtliquiditätsposition unter Stress hat. Liquiditätsreserven beinhalten nur Aktiva, die innerhalb des Konzerns frei übertragbar sind oder zur Schließung von Liquiditätsabflüssen in lokalen Geschäftseinheiten verwendet werden können. Diese Reserven werden in den wichtigsten Währungen und an den Hauptstandorten gehalten, an denen die Bank aktiv ist. Die überwiegende Mehrheit unserer Liquiditätsreserven wird zentral auf Gruppenebene oder in unseren ausländischen Niederlassungen gehalten. Die Größe und Zusammensetzung der Liquiditätsreserven unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung durch die Geschäftsführung. Die angewandten Sicherheitsabschläge spiegeln unsere Annahmen des aktuellen Liquiditätswerts wider, der primär durch besicherte Refinanzierung erzielt werden könnte, und berücksichtigen die Erfahrungen, die in den besicherten Refinanzierungsmärkten unter Stress gemacht wurden.

Zusammensetzung unserer Liquiditätsreserven nach Muttergesellschaft (inklusive Zweigstellen) und Tochtergesellschaften

 

30.6.2014

31.12.2013

in Mrd €

Buchwert

Liquiditätswert

Buchwert

Liquiditätswert

Verfügbare Barsalden und Äquivalente (vorwiegend bei Zentralbanken)

89

89

78

77

Muttergesellschaft (inklusive Auslandsfilialen)

78

78

68

67

Tochtergesellschaften

11

11

10

10

Hochliquide Wertpapiere (enthalten Staatsanleihen, von Staaten garantierte Anleihen und Anleihen staatlicher Einrichtungen)

91

85

95

89

Muttergesellschaft (inklusive Auslandsfilialen)

68

65

71

67

Tochtergesellschaften

23

20

24

22

Sonstige unbelastete zentralbankfähige Wertpapiere

19

13

23

17

Muttergesellschaft (inklusive Auslandsfilialen)

14

10

17

13

Tochtergesellschaften

4

3

6

4

Gesamte Liquiditätsreserven

199

187

196

183

Muttergesellschaft (inklusive Auslandsfilialen)

161

154

156

147

Tochtergesellschaften

38

34

41

36

Zum 30. Juni 2014 haben sich unsere Liquiditätsreserven um 3 Mrd € oder 2 % gegenüber dem Jahresende 2013 erhöht.