Aufsichtsrechtliche Kennzahlen zum handelsbezogenen Marktrisiko

Im handelsbezogenen Marktrisiko waren der umfassende Risikoansatz und der Marktrisiko-Standardansatz teilweise von der Umsetzung des neuen CRR/CRD 4-Rahmenwerks beeinflusst, wie in den entsprechenden Abschnitten erläutert.

Stress-Value-at-Risk

Die folgende Tabelle zeigt den Stress-Value-at-Risk (mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag) der Handelsbereiche.

Stress-Value-at-Risk der Handelsbereiche nach Risikoarten

 

Insgesamt

Diversifikations­effekt

Zinsrisiko

Credit-Spread Risk

Aktienkurs­risiko

Währungs­risiko1

Rohwarenpreis­risiko

in Mio €

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

2

Die Werte geben die Schwankungsbreiten an, innerhalb deren sich die Werte in den ersten neun Monaten 2014 beziehungsweise im Gesamtjahr 2013 bewegten.

3

Angaben für 2014 zum 30. September 2014 und Angaben für 2013 zum 31. Dezember 2013.

Durchschnitt2

109,0

114,0

–122,6

–127,5

65,8

59,3

121,6

118,1

11,5

19,2

27,0

29,6

5,8

15,2

Maximum2

161,1

169,2

–152,4

–166,8

85,9

93,1

142,8

149,5

42,6

53,6

53,1

59,2

16,7

37,1

Minimum2

86,2

75,1

–102,3

–105,5

48,8

44,4

100,7

90,0

0,0

4,3

13,7

12,1

1,8

7,1

Periodenende3

126,5

105,5

–141,0

–125,3

64,8

53,0

137,0

114,4

16,1

27,5

47,1

27,0

2,7

8,9

Der durchschnittliche Stress-Value-at-Risk in den ersten neun Monaten 2014 betrug 109 Mio € und reduzierte sich um 5 Mio € gegenüber dem Durchschnitt für das Jahr 2013. Diese Reduzierung war vorwiegend auf ein niedrigeres Aktienkursrisiko, das eine höhere Absicherung gegen Abwärtsbewegungen aufwies und weitere Reduzierungen beim Währungsrisiko und Rohwarenpreisrisiko zurückzuführen. Der Anstieg des Zinsrisikos entstand aufgrund eines erhöhten Volumens in kurzfristigen Zinsrisikopositionen, während der durchschnittliche Diversifikationsnutzen sich aufgrund von Veränderungen in der Zusammensetzung des Portfolios reduzierte.

Inkrementeller Risikoaufschlag (Incremental Risk Charge, „IRC“)

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung repräsentiert der inkrementelle Risikoaufschlag den jeweils höheren Wert des Stichtags- oder des Durchschnittswerts der letzten zwölf Wochen vor dem Stichtag. Der inkrementelle Risikoaufschlag für die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Berichtstage ist der Stichtagswert sowie der Durchschnitts-, Maximum- und Minimumwert für den Zeitraum von zwölf Wochen vor dem jeweiligen Stichtag.

Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche (mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)

 

Insgesamt

Global Finance and Foreign Exchange

Rates and Credit Trading

NCOU

Emerging Markets – Debt

Sonstige

in Mio €

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

2014

2013

1

Die Durchschnitts-, Maximum- und Minimumwerte wurden auf Basis eines Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 30. September 2014 beziehungsweise am 31. Dezember 2013 endete.

2

Angaben für 2014 zum 30. September 2014 und Angaben für 2013 zum 31. Dezember 2013.

Durchschnitt1

1.005,0

968,2

144,1

66,9

550,6

505,8

–41,7

–20,6

191,1

179,5

160,9

236,5

Maximum1

1.291,5

1.044,8

281,9

82,4

707,1

603,4

7,3

–3,7

244,0

205,0

253,7

323,9

Minimum1

751,1

928,5

60,8

43,5

392,6

414,2

–69,4

–36,6

148,9

156,1

79,1

185,1

Periodenende2

927,4

995,6

60,8

82,4

526,7

563,4

3,1

–3,9

209,7

168,3

127,0

185,5

Der inkrementelle Risikoaufschlag zum Ende der ersten neun Monate 2014 betrug 0,9 Mrd € und verringerte sich um 68 Mio € (7 %) gegenüber dem Jahresende 2013. Der zwölfwöchige durchschnittliche inkrementelle Risikoaufschlag für die ersten neun Monate 2014 belief sich auf 1,0 Mrd € und lag um 37 Mio € (4 %) über dem durchschnittlichen Wert für die zwölfwöchige Periode vor dem 31. Dezember 2013.

Umfassender Risikoansatz (Comprehensive Risk Measure, „CRM“)

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung entspricht der umfassende Risikoansatz für die jeweiligen Berichtsstichtage dem höheren Wert aus dem Tageswert an den Berichtstagen, dem Durchschnittswert während der vorhergegangenen zwölf Wochen sowie dem Minimumwert (Floor). Dieser Minimumwert beträgt 8 % des äquivalenten Kapitalabzugs nach dem Verbriefungsrahmenwerk. Der umfassende Risikoansatz für die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Berichtstage ist der Stichtagswert sowie der Durchschnitts-, Maximum- und Minimumwert für den Zeitraum von zwölf Wochen vor dem jeweiligen Stichtag.

Umfassender Risikoansatz der Handelsbereiche (mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von zwölf Monaten)

in Mio €

2014

2013

1

Die Durchschnitts-, Maximum- und Minimumwerte wurden auf Basis eines Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 30. September 2014 beziehungsweise am 31. Dezember 2013 endete.

2

Werte für 2014 zum 30. September 2014 und Werte für 2013 zum 31. Dezember 2013.

Durchschnitt1

288,0

316,0

Maximum1

299,1

359,6

Minimum1

257,5

285,9

Periodenende2

231,1

223,8

Der umfassende Risikoansatz am Periodenende der ersten neun Monate im Jahr 2014 betrug 231 Mio € und erhöhte sich um 7 Mio € (3 %) gegenüber dem Jahresende 2013. Der zwölfwöchige durchschnittliche umfassende Risikoansatz für die ersten neun Monate 2014 betrug 288 Mio € und lag um 28 Mio € (9 %) unter dem Wert für die zwölfwöchige Periode vor dem Jahresende 2013. Ein beobachteter Anstieg aufgrund der höheren anwendbaren Mindestwerte in der Berechnung nach dem CRR/CRD 4-Rahmenwerk konnte durch eine Risikoreduzierung des Portfolios kompensiert werden.

Marktrisiko-Standardansatz (Market Risk Standardized Approach, „MRSA“)

Verbriefungspositionen im Handelsbuch einschließlich der im Korrelationshandelsportfolio geführten Verbriefungen, für die der umfassende Risikoansatz nicht angewandt werden kann, unterliegen dem Marktrisiko-Standardansatz für das spezifische Zinsrisiko. Im Basel 2.5-Rahmenwerk wurden Forderungen, die nicht bewertet sind oder deren Rating unterhalb von BB liegt, als Kapitalabzugsposten betrachtet und führten nicht zu RWA. Im neuen CRR/CRD 4-Rahmenwerk, das am 1. Januar 2014 wirksam wurde, können diese Forderungen nicht mehr vom Kapital abgezogen werden und sind in der RWA-Berechnung enthalten.

Zum 30. September 2014 führten Verbriefungspositionen, für die das spezifische Zinsrisiko gemäß dem Marktrisiko-Standardansatz berechnet wird, zu Eigenkapitalanforderungen in Höhe von 2,2 Mrd €, die risikogewichteten Aktiva in Höhe von 27,7 Mrd € entsprachen. Zum 31. Dezember 2013 hätten diese Positionen unter Anwendung des CRR/CRD 4-Rahmenwerks 2,0 Mrd € und 24,5 Mrd € betragen. Der Anstieg war im Wesentlichen auf einen höheren Bestand an Verbriefungspositionen sowie aufgehobene Absicherungen zurückzuführen.

Ergänzend beliefen sich die Eigenkapitalanforderungen für Investmentanteile im Marktrisiko-Standardansatz zum 30. September 2014 auf 84 Mio €, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 1,0 Mrd € entsprach, im Vergleich zu 78 Mio € und 977 Mio € zum 31. Dezember 2013.

Die Eigenkapitalanforderungen für nth-to-Default-Derivate reduzierten sich auf 2 Mio €, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 20 Mio € zum 30. September 2014 entsprach. Zum 31. Dezember 2013 beliefen sich diese Beträge auf 5 Mio € und 63 Mio €.

Die Eigenkapitalanforderungen für das Langlebigkeitsrisiko im Marktrisiko-Standardansatz betrugen 33 Mio € zum 30. September 2014, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 414 Mio € entsprach, im Vergleich zu 29 Mio € und 363 Mio € zum 31. Dezember 2013.