Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

 

3. Quartal

 

 

Jan. − Sep.

 

 

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

2014

2013

Absolute Veränderung

Veränderung
in %

2014

2013

Absolute Veränderung

Veränderung
in %

N/A – Nicht aussagekräftig

1

Basierend auf dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnis nach Steuern bereinigt um Kosten für Rechtsstreitigkeiten, Umsetzungskosten (OpEx), Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie immaterielle Vermögenswerte, weitere Abfindungszahlungen und kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment, CVA), forderungsbezogene Bewertungsanpassungen (Debt Valuation Adjustment, DVA) und refinanzierungsbezogene Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustment, FVA). Weitere Informationen sind im Abschnitt „Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen“ zu finden.

2

Die Berechnung basiert auf einer bereinigten Steuerquote von 35 % für den Drei- und Neunmonatszeitraum 2014 und 32,7 % für die Vergleichszeiträume in 2013. Weitere Informationen sind im Abschnitt „Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen“ zu finden.

Erträge:

 

 

 

 

 

 

 

 

Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte)

1.435

1.248

186

15

5.693

5.788

–95

–2

Sales & Trading (Equity)

729

643

86

13

2.200

2.196

4

0

Emissionsgeschäft (Debt)

361

367

–6

–2

1.135

1.237

–102

–8

Emissionsgeschäft (Equity)

175

135

40

30

600

491

109

22

Beratung

155

155

1

1

393

340

53

16

Kreditgeschäft

340

331

9

3

849

876

–27

–3

Sonstige Produkte

–48

21

–70

N/A

–115

97

–212

N/A

Erträge insgesamt

3.147

2.900

247

9

10.755

11.026

–271

–2

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

33

43

–9

–22

93

120

–27

–22

Zinsunabhängige Aufwendungen

2.737

2.487

250

10

7.887

7.859

28

0

Davon:

 

 

 

 

 

 

 

 

Restrukturierungsaufwand

6

7

–1

–21

86

88

–2

–2

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte

0

0

0

N/A

0

0

0

N/A

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

2

9

–7

–79

24

20

3

17

Ergebnis vor Steuern

374

361

13

4

2.750

3.027

–276

–9

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity, bereinigt)1,2

10 %

11 %

 

 

14 %

19 %

 

 

Quartalsvergleich 2014 versus 2013

CB&S berichtete im Berichtsquartal solide Erträge, was auch einer Verbesserung des Marktumfelds zu verdanken ist. Dieses zeichnete sich durch eine Zunahme der Marktvolatilität und Kundenaktivität aus.

Im dritten Quartal 2014 beliefen sich die Erträge auf 3,1 Mrd €, was einem Anstieg um 247 Mio € (9 %) gegenüber 2,9 Mrd € im Vergleichszeitraum 2013 entspricht. Darin gingen Risk-Weighted-Asset-reduzierende Maßnahmen im Zusammenhang mit kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment, CVA), forderungsbezogene Bewertungsanpassungen (Debt Valuation Adjustment, DVA) und refinanzierungsbezogene Bewertungsanpassungen im Derivategeschäft (Funding Valuation Adjustment, FVA) sowie Verfeinerungen in der Berechnung von CVA und FVA nach IFRS mit einem Verlust von insgesamt 173 Mio € (drittes Quartal 2013: Verlust von 75 Mio €) ein.

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im dritten Quartal 2014 mit 1,4 Mrd € um 186 Mio € (15 %) über dem Wert des Vergleichsquartals 2013. Die Erträge aus verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) waren deutlich höher als im schwierigen Vorjahresquartal. Ebenfalls deutlich gewachsen sind die Erträge im Devisenhandel. Ursächlich hierfür war ein verbessertes Marktumfeld sowie eine Zunahme der Kundenaktivität, die eine erhöhte Volatilität widerspiegelte. Die Erträge im Rates-Geschäft waren deutlich niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres, vor allem infolge von Verlusten aus dem FVA (Funding Valuation Adjustment) infolge von Marktveränderungen und der Verfeinerung der Berechnungsmethodik. Im Flow Credit-Geschäft waren die Erträge aufgrund geringerer Kundenaktivität erheblich niedriger als im Vorjahresquartal. Die Erträge in Global Liquidity Management, Distressed Products, Credit Solutions und Emerging Markets blieben gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres unverändert. In den Erträgen in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) sind drei Bewertungsanpassungsposten mit einem Gesamtverlust von 145 Mio € berücksichtigt: erstens ein Marktwertgewinn von 38 Mio € (drittes Quartal 2013: ein Verlust von 88 Mio €) im Zusammenhang mit den Bemühungen um Senkung der risikogewichteten Aktiva bei kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen (CVA), zweitens ein Verlust in Höhe von 58 Mio € (drittes Quartal 2013: Null) im Zusammenhang mit einer verfeinerten Berechnung von CVA nach IFRS, drittens ein aus refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (FVA) resultierender Verlust in Höhe von 126 Mio € (drittes Quartal 2013: Null), der einen negativen Effekt von 51 Mio € aufgrund einer Verfeinerung der Berechnungsmethodik beinhaltete.

Die Erträge in Sales & Trading (Equity) erhöhten sich im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 86 Mio € (13 %) auf 729 Mio €. Prime Finance verzeichnete aufgrund der Zunahme von Kundenvolumina gegenüber dem Vorjahresquartal einen Ertragsanstieg. Sowohl die Erträge im Aktienhandel als auch im Aktienderivategeschäft blieben gegenüber den Vergleichszahlen des Vorjahresquartals unverändert.

Im Emissions- und Beratungsgeschäft wurden im Berichtsquartal Erträge in Höhe von 691 Mio € erwirtschaftet, die dem Niveau des Vergleichszeitraums 2013 entsprachen. Im Emissionsgeschäft (Equity) wurden im Berichtsquartal aufgrund stark gewachsener Transaktionsvolumina in allen Regionen signifikant höhere Erträge als im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt. Im Emissionsgeschäft (Debt) und Beratungsgeschäft blieben die Erträge gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres konstant.

Die Erträge im Kreditgeschäft beliefen sich im dritten Quartal 2014 auf 340 Mio € im Vergleich zu 331 Mio € im Vorjahresquartal.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten betrugen im dritten Quartal 2014 negative 48 Mio €, was einem Rückgang um 70 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Die Erträge aus Sonstigen Produkten beinhalteten einen Verlust aus Bewertungsanpassungen für Verbindlichkeiten aus Derivaten (DVA) in Höhe von 28 Mio € (drittes Quartal 2013: Gewinn von 24 Mio €) sowie einen Gewinn von 37 Mio € im Zusammenhang mit einer verfeinerten Berechnung für CVA gemäß IFRS.

Für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde im Unternehmensbereich CB&S im dritten Quartal 2014 eine Nettozuführung von 33 Mio € nach 43 Mio € im Vorjahresquartal ausgewiesen. Dieser Rückgang war auf eine geringere Risikovorsorge für das Portfolio in Schwellenländern sowie für Schiffsfinanzierungen zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen sind gegenüber dem dritten Quartal 2013 um 250 Mio € (10 %) gestiegen. Diese Zunahme ist vor allem auf die Erhöhung von Festgehältern im zusammenhang mit regulatorischen Anforderungen, höhere Aufwendungen für Rechtsberatung und einen Anstieg der Prämienaufwendungen für forderungsbesicherte Wertpapiere aufgrund von im dritten Quartal 2013 erhaltenen Rückerstattungen zurückzuführen. Dieser Anstieg wurde teilweise durch niedrigere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten kompensiert.

Im dritten Quartal 2014 belief sich der Gewinn vor Steuern auf 374 Mio €, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 13 Mio € entspricht. Die höheren Erträge und niedrigeren Vorsorgeaufwendungen für Rechtsstreitigkeiten wurden durch eine Zunahme der Zinsunabhängigen Aufwendungen kompensiert. Die bereinigte Eigenkapitalrendite nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity (bereinigt) beträgt 10 % im dritten Quartal 2014 und 11 % im dritten Quartal 2013. Der Grund für den Rückgang liegt hauptsächlich in einem höheren durchschnittlichen Active Equity in 2014.

Neunmonatsvergleich 2014 versus 2013

CB&S erzielte im Berichtszeitraum trotz niedrigerer Marktvolatilität und Kundenaktivität sowie eines schwierigen Marktumfelds solide Erträge.

Sie beliefen sich in den ersten neun Monaten 2014 auf 10,8 Mrd €, was einem leichten Rückgang von 271 Mio € (2 %) gegenüber 11,0 Mrd € im Vergleichszeitraum 2013 entspricht. Darin gingen Risk-Weighted-Asset-reduzierende Maßnahmen im Zusammenhang mit kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment, CVA), forderungsbezogene Bewertungsanpassungen (Debt Valuation Adjustment, DVA), refinanzierungsbezogene Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustment, FVA) sowie Verfeinerungen in der Berechnung von CVA und FVA nach IFRS mit einem Verlust von insgesamt 280 Mio € (in den ersten neun Monaten 2013: Verlust von 26 Mio €) ein.

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) blieben in den ersten neun Monaten 2014 mit 5,7 Mrd € gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert. Im Devisengeschäft waren die Erträge aufgrund geringerer Volatilität und Kundenaktivität niedriger als in den ersten neun Monaten 2013. Darin spiegelte sich das schwierige Handelsumfeld besonders in den ersten sechs Monaten 2014 wider. Die Erträge im Core Rates-Geschäft waren niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, vor allem infolge der Verluste aus den FVA infolge von Marktbewegungen und einer Verfeinerung der Berechnungsmethodik. Im Flow Credit-Geschäft lagen die Erträge in den ersten neun Monaten 2014 aufgrund geringerer Kundenaktivität erheblich niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Erträge im RMBS-Geschäft lagen signifikant über denen der ersten neun Monate 2013, da die Marktunsicherheiten im Vergleichszeitraum des Vorjahres nicht wieder auftraten. Distressed Products hat in den USA und Europa wesentlich höhere Erträge als im Vergleichszeitraum 2013 erzielt. Die Erträge in Global Liquidity Management, Credit Solutions und Emerging Markets blieben auf dem Niveau des Vorjahres. In den Erträgen in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) sind drei Bewertungsanpassungsposten mit einem Gesamtverlust von 143 Mio € berücksichtigt: erstens ein Marktwertgewinn von 23 Mio € (in den ersten neun Monaten 2013: ein Verlust von 104 Mio €) im Zusammenhang mit den Bemühungen um Senkung der risikogewichteten Aktiva bei kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen (CVA), zweitens ein Verlust in Höhe von 58 Mio € (in den ersten neun Monaten 2013: Null) im Zusammenhang mit einer verfeinerten Berechnungsmethodik für kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen (CVA) nach IFRS, drittens ein aus refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (FVA) resultierender Verlust in Höhe von 108 Mio € (in den ersten neun Monaten 2013: Null), der einen negativen Effekt von 51 Mio € aufgrund der Verfeinerung der Berechnungsmethodik beinhaltete.

Sales & Trading (Equity) erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2014 Erträge in Höhe von 2,2 Mrd € und blieb damit auf dem Niveau des Vergleichszeitraums 2013. Prime Finance verzeichnete in den ersten neun Monaten 2014 aufgrund der Zunahme von Kundenvolumina einen Ertragsanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Sowohl die Erträge im Aktienhandel als auch im Aktienderivategeschäft blieben gegenüber den Vergleichszahlen des Vergleichszeitraums unverändert.

Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft entsprachen in den ersten neun Monaten 2014 mit 2,1 Mrd € dem Wert des Vorjahreszeitraums. Equity Origination verzeichnete in den ersten neun Monaten 2014 aufgrund der starken Zunahme von Transaktionsvolumina einen Ertragsanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Beratungsgeschäft konnten höhere Erträge als in den ersten neun Monaten 2013 erwirtschaftet werden, was sich in einem gestiegenen Marktanteil widerspiegelt. Im Emissionsgeschäft (Debt) sanken die Erträge leicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund eines geringeren globalen Provisionsaufkommens.

Die Erträge im Kreditgeschäft entsprachen im dritten Quartal 2014 mit 849 Mio € dem Vergleichswert der ersten neun Monate 2013.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten beliefen sich in den ersten neun Monaten 2014 auf negative 115 Mio € und lagen um 212 Mio € unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Die Erträge aus Sonstigen Produkte beinhalteten einen Verlust aus forderungsbezogenen Bewertungsanpassungen in Höhe von 133 Mio € (in den ersten neun Monaten 2013: Gewinn von 89 Mio €), einschließlich eines Gewinns von 37 Mio € im Zusammenhang mit einer verfeinerten Berechnungsmethodik.

Die Netto-Zuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Unternehmensbereich CB&S in den ersten neun Monaten 2014 auf 93 Mio € gegenüber 120 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies ist auf verminderte Risikovorsorgen im Leveraged Finance-Portfolio zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen erhöhten sich um 28 Mio €. Diese Zunahme ist weitestgehend auf Erhöhungen von Festgehälter, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen, die anhaltende Implementierung des Operational Excellence (OpEx)-Programms und die damit verbundenen Umsetzungskosten, erhöhte Kostenverrechnungen für bankinterne Dienstleistungen sowie höhere Aufwendungen für Rechtsberatung zurückzuführen. Dem haben niedrigere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten entgegengewirkt.

Der Gewinn vor Steuern (IBIT) belief sich in den ersten neun Monaten 2014 auf 2,8 Mrd €. Damit war er aufgrund der niedrigeren Erträge um 276 Mio € niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die bereinigte Eigenkapitalrendite nach Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity (bereinigt) betrug 14 % nach 19 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Diese Entwicklung ist auf ein höheres durchschnittliches Active Equity und das geringere bereinigte Ergebnis vor Steuern in den ersten neun Monaten 2014 zurückzuführen.