Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2015

Unternehmerische Verantwortung

Unsere unternehmerische Verantwortung richtet sich am Konzept der Nachhaltigkeit aus, um wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Werte zu schaffen. Sie steht im Einklang mit einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie, die finanziellen Erfolg mit der Wahrnehmung ökologischer und sozialer Verantwortung verbindet.

Wir bekennen uns zu den zehn Prinzipien des UN Global Compact und arbeiten kontinuierlich daran unsere Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf die Steigerung von Transparenz, die Wahrnehmung von Geschäftschancen, die sich aus globalen Trends wie zum Beispiel dem Klimawandel ergeben, und dem Management potenzieller Umwelt- und Sozialrisiken. Darüber hinaus richten wir unseren eigenen Geschäftsbetrieb nachhaltig aus, indem wir beispielsweise unsere CO2-Emissionen reduzieren und unsere betrieblichen Aktivitäten klimaneutral stellen. Unser Engagement geht weit über unser Kerngeschäft hinaus. Als verantwortungsvoller Unternehmensbürger ist die Deutsche Bank hervorragend aufgestellt, um neue Konzepte voranzubringen, die zur Bewältigung globaler Herausforderungen beitragen.

Weitere Informationen zur Unternehmerischen Verantwortung finden Sie in unserem Onlinebericht unter cr-bericht.db.com/15 und unter db.com/verantwortung.

  • Umwelt- und Sozialrisiken (ES): Unser ES Rahmenwerk bildet die Basis für unseren Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken. Es ist Teil unserer konzernweit gültigen Richtlinien zur Steuerung von Reputationsrisiken und beschreibt die Anforderungen an den Prüfungsprozess für Umwelt- und Sozialrisiken. Darüber hinaus definiert es Kriterien, die die Einbeziehung unseres Nachhaltigkeitsteams in den Prüfungsprozess verpflichtend machen. Im Jahr 2015 haben wir 1.346 Transaktionen einer besonderen ES-Prüfung unterzogen. Der erneute Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.250) belegt unser Bestreben, die Steuerung und das Bewusstsein für diese Risiken stetig zu verbessern. Im Jahr 2015 haben wir zudem die Entwicklungen rund um die Umsetzung der UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte weiter verfolgt und eine „Erklärung der Deutschen Bank zu Menschenrechten” veröffentlicht. Sie gründet auf unserem langjährigen Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte unserer Mitarbeiter sowie von Einzelpersonen, Gruppen oder Gemeinden, die von unseren Geschäftsaktivitäten betroffen sein könnten.
  • ESG im Asset Management: Ende des Jahres 2015 verwaltete Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) Vermögenswerte in Höhe von rund 7,7 Mrd €, bei deren Anlage ESG-Kriterien in besonderem Maße berücksichtigt wurden (2014: 5,4 Mrd €). Mit dem Ziel, unsere ESG Initiativen auszubauen, haben wir ein Center for Sustainable Finance gegründet. Es beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit ESG-bezogenen Analysen, Strategieempfehlungen und Produktinnovationen.
  • Klimawandel und erneuerbare Energien: Zum 30. September 2015 haben wir unseren Kunden Finanzmittel in Höhe von 4,8 Mrd € für Projekte im Bereich erneuerbare Energien mit einer Gesamtkapazität in Höhe von 1.600 MegaWatt zur Verfügung gestellt. Wir unterstützen weiterhin die Green Bond Principles und haben unser Engagement zur Förderung dieses neuen Marktes fortgesetzt. Insgesamt haben wir die Emission Grüner Anleihen in Höhe von insgesamt 4 Mrd € begleitet. Zudem investierten wir 800 Mio € in ein Portfolio qualitativ hochwertiger Grüner Anleihen als Teil der Liquiditätsreserve der Deutschen Bank. Im Rahmen des historisch bedeutenden Weltklimavertrags unterzeichneten wir den “Paris Pledge for Action”. Damit verpflichten wir uns, Maßnahmen zur nachhaltigen Reduzierung der Erderwärmung zu unterstützen. Darüber hinaus wurden wir als weltweit erste Geschäftsbank als Implementierungsinstitution für den UN Green Climate Fund akkreditiert. Der Fund wurde im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen aufgelegt. Als zentrales globales Anlageinstrument dient er der Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen. Zum Jahresende 2015 verzeichnete der Funds ein zugesagtes Kapital in Höhe von 10 Mrd US$.
  • Klimaneutralität des Geschäftsbetriebs: Im Jahr 2015 gestalteten wir unseren Geschäftsbetrieb erneut CO2-neutral. Wir investierten in Energieeffizienz-Projekte, nutzten erneuerbare Energien und neutralisierten unsere unvermeidbaren CO2-Emissionen durch den Erwerb und die Stilllegung von hochwertigen Ausgleichszertifikaten.
  • Gesellschaftliche Herausforderungen angehen: Als verantwortungsvoller Unternehmensbürger setzen wir uns weltweit dafür ein, Gemeinschaften und Volkswirtschaften zu stärken. Unter dem Leitgedanken von „Born to Be“ fördern wir Projekte, die Kindern und Jugendlichen helfen, ihr Potential zu entfalten, und ihnen den Zugang zu Bildungs- und Beschäftigungsangeboten erleichtern. Wir unterstützen Unternehmen, die die Gesellschaft voranbringen, bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee und begleiten sie auf dem Weg zu wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Darüber hinaus leisten wir einen Beitrag zu mehr Lebensqualität vor Ort, indem wir dringende Problemstellungen angehen und das kulturelle Angebot erweitern. Dabei kooperieren wir eng mit Partnern aus dem öffentlichen Sektor, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft und unterstützen unsere Mitarbeiter dabei, sich persönlich zu engagieren und ihre Erfahrungen und ihre professionellen Kompetenzen einzubringen.

Mit einer Fördersumme in Höhe von 76,8 Mio € (2014: 80,5 Mio €) zählten die Deutsche Bank und ihre Stiftungen erneut zu den engagiertesten Unternehmensbürgern weltweit. Über 4,7 Mio Menschen (2014: 5,8 Mio) profitierten von unseren Initiativen. Im Jahr 2015 haben wir die Reichweite unseres Born to Be-Programms gesteigert und 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche (2014: 1,2 Millionen) erreicht. 17.382 Mitarbeiter (22 % der Belegschaft) waren weltweit über 185.000 Stunden als Corporate Volunteer aktiv (2014: 16.864, 21 % der Belegschaft), um gemeinnützigen Organisationen ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung zur Verfügung zu stellen.