Ertragslage des Konzerns

 

1. Quartal

 

 

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

2015

2014

Absolute Veränderung

Veränderung in %

N/A – Nicht aussagekräftig

Erträge:

 

 

 

 

Davon:

 

 

 

 

CB&S

4.654

4.042

612

15

PBC

2.471

2.452

20

1

GTB

1.133

1.018

114

11

Deutsche AWM

1.379

1.065

314

29

NCOU

336

63

273

N/A

Erträge insgesamt

10.376

8.392

1.983

24

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

218

246

–28

–12

Zinsunabhängige Aufwendungen

8.678

6.466

2.212

34

Ergebnis vor Steuern

1.479

1.680

–201

–12

Ertragsteueraufwand/-ertrag (–)

920

577

344

60

Gewinn (Verlust) nach Steuern

559

1.103

–544

–49

Im ersten Quartal 2015 stiegen die Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2014. Dazu haben alle unsere Geschäftsbereiche beigetragen. Ursächlich dafür sind ein günstigeres Marktumfeld, eine höhere Marktvolatilität und positive Effekte aus Wechselkursänderungen sowie die anhaltenden Fortschritte bei unseren Aktivitäten zum Risikoabbau in der NCOU. Im Fokus des Operational Excellence (OpEx)-Programms stehen derzeit komplexere Initiativen, und es wurden bereits weitere Kostensenkungen im Berichtsquartal erzielt. Diese sind durch höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten, höhere Bankenabgaben, gestiegene aufsichtsbehördliche Anforderungen und anhaltende Investitionen in die Integration von Geschäftsplattformen und Prozessverbesserungen überkompensiert worden.

Die Erträge des Konzerns sind im ersten Quartal 2015 um 2,0 Mrd € (24 %) auf 10,4 Mrd € gegenüber 8,4 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres gestiegen, unterstützt durch positive Effekte aus Wechselkursschwankungen. In CB&S betrugen die Erträge 4,7 Mrd €, was einem Anstieg von 612 Mio €, oder 15 % im Vergleich zum ersten Quartal 2014 entspricht. Ursächlich für diesen Anstieg waren der Bereich Sales & Trading (Equity), in dem sich die Erträge aufgrund höherer Kundenvolumina und günstiger Marktbedingungen um 242 Mio € (31 %) erhöhten, sowie der Bereich Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte), in dem die Erträge aufgrund der höheren Marktvolatilität und stärkeren Kundenaktivität um 208 Mio € (9 %) stiegen. Die Erträge in PBC beliefen sich im ersten Quartal 2015 auf 2,5 Mrd € und lagen damit um 20 Mio € (1 %) knapp über dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Zurückzuführen ist diese leichte Zunahme auf solide operative Erträge in Global Credit und Investment & Insurance products. Die Erträge in Global Transaction Banking (GTB) beliefen sich im ersten Quartal 2015 auf 1,1 Mrd € und waren damit um 114 Mio € (11 %) höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Ursächlich für diesen Anstieg waren hohe Transaktionsvolumina und erhöhte Geschäftsaktivitäten, die die Auswirkungen des schwierigen Marktumfelds kompensierten. Deutsche AWM meldete Erträge in Höhe von 1,4 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg um 314 Mio € (29 %) gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres und ist auf ein höheres Marktniveau sowie positive Währungseffekte zurückzuführen. Die Erträge in der NCOU beliefen sich auf 336 Mio €, was einem Anstieg um 273 Mio € im ersten Quartal 2015 entspricht. Dies reflektiert die fortlaufenden Bemühungen des Risikoabbaus und eine Erstattung von Kosten für Rechtsstreitigkeiten im ersten Quartal 2015. Die Erträge in Consolidation & Adjustments (C&A) beliefen sich im Berichtsquartal auf 402 Mio € nach negativen Erträgen in Höhe von 247 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Ursächlich für diese Entwicklung waren vor allem Bewertungs- und zeitlichen Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und der Berichterstattung gemäß IFRS sowie refinanzierungsbezogene Bewertungsanpassungen (FVAs) interner unbesicherter Derivate-Transaktionen zwischen Treasury und CB&S.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Quartal 2015 auf 218 Mio € und war damit um 28 Mio € (12 %) geringer als im Vorjahreszeitraum. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Rückstellungen für gemäß IAS 39 reklassifizierte und von der NCOU ausgewiesene Vermögenswerte zurückzuführen, der durch höhere Rückstellungen im Portfolio für Schiffsfinanzierungen in CB&S teilweise neutralisiert wurde.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 8,7 Mrd € und lagen damit um 2,2 Mrd € (34 %) über dem Vergleichswert des Vorjahres, hauptsächlich zurückzuführen auf zusätzliche Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und auf die oben genannten Wechselkurseffekte. Der Personalaufwand betrug 3,4 Mrd €, was einem Anstieg von 84 Mio € (3 %) gegenüber dem ersten Quartal 2014 entspricht. Diese Zunahme spiegelt vor allem höhere fixe Vergütungsaufwendungen infolge neuer regulatorischer Anforderungen, die hauptsächlich in CB&S anfielen, sowie strategische Neueinstellungen für unsere neuen Kontrollfunktionen wider. Diese Zunahmen wurden teilweise durch niedrigere Aufwendungen für die variable Vergütung gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres kompensiert. Der Sach- und sonstige Aufwand in Höhe von 5,1 Mrd € stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,1 Mrd € (68 %). Haupttreiber für diesen Anstieg waren die schon zuvor erwähnten Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und die Bankenabgabe. Die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich im ersten Quartal 2015 auf 1,5 Mrd €. Die Aufwendungen für die Bankenabgaben stiegen gegenüber dem Vorquartal um 527 Mio € aufgrund der Erhöhungen einer Bankenabgabe und reflektieren nun auch den abweichenden Zeitpunkt für die Erfassung im Berichtsjahr, ausgelöst durch Änderungen in den Bankenabgaberichtlinien. Darüberhinaus sind die zinsunabhängigen Aufwendungen aufgrund höherer regulatorisch veranlasster Ausgaben gestiegen. Gegenläufig waren Effekte aus der fortlaufenden Implementierung unseres OpEx-Programms und dem Verkauf von The Cosmopolitan of Las Vegas sowie der BHF-BANK im Jahr 2014. Die Aufwendungen im Versicherungsgeschäft beliefen sich im ersten Quartal 2015 auf 153 Mio €, was einer Zunahme um 102 Mio € im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Diese Aufwendungen heben Marktwertgewinne bei Investitionen auf, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im ersten Quartal 2015 auf 1,5 Mrd € gegenüber 1,7 Mrd € im Vorjahreszeitraum. Zurückzuführen ist dieser Rückgang auf erhöhte Zinsunabhängige Aufwendungen, in erster Linie infolge von zusätzlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, die teilweise durch die positive Ertragsentwicklung und eine niedrigere Risikovorsorge aufgehoben wurden.

Der Gewinn nach Steuern belief sich im ersten Quartal 2015 auf 559 Mio € gegenüber 1,1 Mrd € im Vorjahreszeitraum. Der Ertragsteueraufwand lag im Berichtsquartal bei 920 Mio € nach 577 Mio € im ersten Quartal 2014. Die effektive Steuerquote von 62 % im laufenden Quartal wurde im Wesentlichen durch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten beeinflusst. Die effektive Steuerquote des ersten Quartals 2014 betrug 34 %.