Entwicklung der risikogewichteten Aktiva

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die RWA nach Modell und Geschäftsbereich. Sie beinhalten die aggregierten Effekte der segmentellen Reallokation von infrastrukturbezogenen Positionen, soweit anwendbar, sowie Reallokationen zwischen den Segmenten.

Die gezeigten Beträge basieren auf dem CRR/CRD 4-Rahmenwerk auf Basis der gültigen Übergangsregelungen.

Die Kategorie “Sonstige” im Kreditrisiko im fortgeschrittenen IRBA enthält RWA aus Verbriefungspositionen im regulatorischen Bankbuch, spezifische Beteiligungspositionen und kreditrisikounabhängige Aktiva. Im Standardansatz entfallt der größte Teil der Kategorie „Sonstige“ auf RWAs aus unseren Pensionsverpflichtungen und der Rest auf RWAs aus Verbriefungen im regulatorischen Bankbuch sowie Positionen, welche weiteren Risikopositionswerten zugeordnet werden, ausgenommen von Zentralstaaten, Zentralbanken, Instituten, Unternehmen und dem Mengengeschäft.

Risikogewichtete Aktiva nach Modell und Geschäftsbereich

 

31.3.2015

in Mio €

Corporate Banking & Securities

Private & Business
Clients

Global Transaction Banking

Deutsche Asset & Wealth Management

Non-Core Operations
Unit

Consoli­dation & Adjustments and Other

Insgesamt

1

Die geschäftsbereichsbezogenen Veränderungen auf Quartalsbasis wurden durch eine Änderung der Allokationsmethode hervorgerufen.

Kreditrisiko

95.088

71.347

46.053

8.061

18.861

21.132

260.542

Verrechnung zwischen den Geschäftssegmenten

–2.395

520

3.693

325

73

–2.217

0

Fortgeschrittener IRBA

88.861

60.536

35.621

4.510

12.847

14.705

217.081

Zentralstaaten und Zentralbanken

4.451

49

941

0

84

205

5.730

Institute

9.741

1.541

3.318

103

642

173

15.517

Unternehmen

63.672

10.294

31.022

3.220

4.561

1.737

114.506

Mengengeschäft

123

37.843

24

133

736

0

38.860

Sonstige

10.874

10.809

317

1.054

6.825

12.591

42.469

IRB-Basis-Ansatz

2.360

3.140

168

0

1

0

5.669

Zentralstaaten und Zentralbanken

0

0

0

0

0

0

0

Institute

0

37

0

0

0

0

37

Unternehmen

2.360

3.103

168

0

1

0

5.631

Standardansatz

4.964

7.063

6.570

3.226

5.938

8.643

36.404

Zentralstaaten oder Zentralbanken

4

62

24

3

0

0

93

Institute

717

81

29

5

3

35

870

Unternehmen

2.823

1.697

4.856

1.186

1.053

753

12.367

Mengengeschäft

7

4.170

497

38

712

17

5.442

Sonstige

1.413

1.053

1.163

1.995

4.169

7.839

17.632

Risikopositionsbetrag für Beiträge zum Ausfallfonds einer ZGP

1.297

87

1

0

2

0

1.388

Abwicklungsrisiko

9

0

0

0

0

1

10

Kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung (CVA)

16.988

757

9

887

4.359

470

23.470

Interner Modell-Ansatz (IMA)

16.973

722

9

878

4.359

0

22.941

Standardansatz

15

35

0

9

0

470

529

Marktrisiko

50.257

45

196

2.552

19.554

0

72.603

Interner Modell-Ansatz (IMA)

35.996

0

196

1.326

9.348

0

46.866

Standardansatz

14.261

45

0

1.226

10.205

0

25.737

Operationelles Risiko1

51.271

4.842

5.385

10.463

3.557

0

75.517

Fortgeschrittener Messansatz

51.271

4.842

5.385

10.463

3.557

0

75.517

Insgesamt

213.613

76.990

51.643

21.963

46.331

21.603

432.142

 

31.12.2014

in Mio €

Corporate Banking & Securities

Private & Business
Clients

Global Transaction Banking

Deutsche Asset & Wealth Management

Non-Core Operations
Unit

Consoli­dation & Adjustments and Other

Insgesamt

Kreditrisiko

83.548

69.584

41.740

7.310

19.280

22.666

244.128

Verrechnung zwischen den Geschäftssegmenten

–2.200

520

3.327

330

94

–2.071

0

Fortgeschrittener IRBA

77.263

58.786

31.763

3.910

13.062

14.638

199.422

Zentralstaaten und Zentralbanken

3.948

124

1.020

0

74

218

5.385

Institute

8.359

1.538

3.103

73

623

171

13.869

Unternehmen

55.678

9.938

26.916

2.740

5.062

1.199

101.533

Mengengeschäft

121

37.852

30

91

773

0

38.867

Sonstige

9.157

9.334

694

1.006

6.529

13.049

39.769

IRB-Basis-Ansatz

2.079

3.303

107

0

1

0

5.491

Zentralstaaten und Zentralbanken

0

0

0

0

0

0

0

Institute

0

0

0

0

0

0

0

Unternehmen

2.079

3.303

107

0

1

0

5.490

Standardansatz

4.804

6.884

6.542

3.070

6.122

10.099

37.522

Zentralstaaten oder Zentralbanken

21

63

27

3

0

0

114

Institute

593

124

51

4

3

35

810

Unternehmen

2.841

1.401

4.747

1.111

1.075

584

11.759

Mengengeschäft

7

4.064

422

45

1.141

18

5.697

Sonstige

1.341

1.232

1.296

1.908

3.903

9.462

19.142

Risikopositionsbetrag für Beiträge zum Ausfallfonds einer ZGP

1.601

90

1

0

1

0

1.693

Abwicklungsrisiko

25

0

0

0

0

1

27

Kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung (CVA)

16.024

445

7

445

4.019

262

21.203

Interner Modell-Ansatz (IMA)

15.953

417

7

443

3.953

1

20.774

Standardansatz

71

28

0

2

66

261

428

Marktrisiko

44.469

92

199

2.483

16.967

0

64.209

Interner Modell-Ansatz (IMA)

31.439

0

199

1.339

8.625

0

41.602

Standardansatz

13.029

92

0

1.144

8.342

0

22.607

Operationelles Risiko

31.512

9.605

1.321

6.368

18.275

0

67.082

Fortgeschrittener Messansatz

31.512

9.605

1.321

6.368

18.275

0

67.082

Insgesamt

175.578

79.725

43.268

16.607

58.541

22.929

396.648

Die Entwicklung der RWA war in den ersten drei Monaten 2015 im Wesentlichen beeinflusst durch die Veränderung der Fremdwährungsbewegungen. Der Anstieg im operationellen Risiko resultiert aus externen Verlusten welche Einfluss in die Berechnungsmodelle fanden. Die erhöhten RWA im Kredit- und Marktrisiko resultieren hauptsächlich aus gestiegener Geschäftsaktivität und Methodenänderungen in der Marktrisikoberechnung.

Die nachfolgenden Tabellen stellen eine Analyse der wesentlichen Einflussgrößen auf die RWA-Berechnungen für das Kredit-, Markt-, operationelle Risiko und kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung in der Berichtsperiode dar.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das Kreditrisiko

 

Jan. − Mär. 2015
CRR/CRD 4

Jan. – Dez. 2014
CRR/CRD 4

in Mio €

Kontrahenten­bezogenes Kreditrisiko

Davon:
Derivate- und Wertpapier­finanzierungs­geschäfte

Kontrahenten­bezogenes Kreditrisiko

Davon:
Derivate- und Wertpapier­finanzierungs­geschäfte

1

Der RWA-Bestand am Jahresende 2013 basiert auf Basel 2.5.

RWA-Bestand für Kreditrisiko am Periodenanfang

244.128

41.117

202.1861

29.4541

Portfoliogröße

4.730

3.243

–5.024

–5.327

Portfolioqualität

–993

427

–2.348

1.841

Modellanpassungen

115

0

11.676

11.676

Methoden und Grundsätze

0

0

24.110

297

Akquisitionen und Verkäufe

0

0

–3.198

–62

Fremdwährungsbewegungen

13.720

3.619

11.752

3.237

Sonstige

–1.159

0

4.974

0

RWA-Bestand für Kreditrisiko am Periodenende

260.542

48.405

244.128

41.117

Die Klassifizierung der Kategorien für die Entwicklung der RWA für das Kreditrisiko ist mit den Anforderungen aus der „Enhanced Disclosure Task Force“ (EDTF) vollständig abgestimmt. Die Kategorie „Portfolioqualität“ zeigt hauptsächlich Effekte aufgrund von Veränderungen der Bonitätseinstufungen, der Verlustquoten bei Ausfall, der regelmäßigen Parameter-Rekalibrierungen sowie zusätzlichen Anwendungen von Sicherheitenvereinbarungen. Die Kategorie „Portfoliogröße“ beinhaltet organische Veränderungen im Umfang wie auch in der Zusammensetzung der Portfolios. Die Kategorie „Modellanpassungen“ zeigt vornehmlich den Einfluss von Modellverbesserungen und der zusätzlichen Anwendung fortgeschrittener Modelle. RWA-Veränderungen aufgrund externer, aufsichtsrechtlich bestimmter Veränderungen, wie zum Beispiel der Anwendung neuer Regelwerke, wird in der Kategorie „Methoden und Grundsätze“ berücksichtigt. Die Kategorie „Akquisitionen und Verkäufe“ beinhaltet signifikante Veränderungen der Portfoliozusammensetzung, welche durch neue Geschäftsaktivitäten oder Veräußerungen von bestehenden Geschäften gekennzeichnet sind. Die Kategorie „Sonstige“ enthält alle weiteren Änderungen, welche nicht den zuvor genannten Positionen zugeordnet werden können.

Der RWA-Anstieg für das kontrahentenbezogene Kreditrisiko um 16,4 Mrd € (6,7 %) seit dem 31. Dezember 2014 ergibt sich im Wesentlichen aus den Fremdwährungs­bewegungen, insbesondere der Stärkung des USDollarkurses. Der Anstieg in der Kategorie „Portfoliogröße“ reflektiert hauptsächlich die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten im Kerngeschäft aus Derivate- und Wertpapier­finanzierungs­geschäften (Securities Financing Transactions) und wird teilweise durch unsere Aktivitäten zum Risikoabbau in unserem NCOU-Bereich kompensiert. Der Rückgang in der Kategorie „Portfolioqualität“ zeigt hauptsächlich eine Verbesserung der Verlustquoten bei Ausfall als auch eine Rekalibrierung der Kreditkonversationsfaktoren. Der Rückgang in der Kategorie „Sonstige“ reflektiert vornehmlich den Effekt aus Veränderungen der Behandlung von unserem leistungsorientierten Pensionsfondsvermögen im Zusammenhang mit den Übergangsregelungen.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung (CVA)

in Mio €

Jan. − Mär. 2015
CRR/CRD 4

Jan. – Dez. 2014
CRR/CRD 4

1

Der Startwert für die RWA der Vergleichsperiode ist 0 €, da die Berechnung der kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen eine neue Anforderung aus dem CRR/CRD 4-Rahmenwerks ist, welches erst zum 1. Januar 2014 eingeführt wurde.

RWA-Bestand für CVA am Periodenanfang

21.203

01

Veränderungen des Risikovolumens

1.444

2.017

Veränderungen der Marktdaten und Rekalibrierungen

–1.300

–1.914

Modellverbesserungen

0

7.400

Methoden und Grundsätze

–277

12.330

Akquisitionen und Verkäufe

0

0

Fremdwährungsbewegungen

2.400

1.370

RWA-Bestand für CVA am Periodenende

23.470

21.203

Auf Basis des CRR/CRD 4 aufsichtsrechtlichen Rahmenwerks berechnen wir RWA für die CVA welche die Kreditqualität unserer Kontrahenten berücksichtigt. Die RWA für die CVA bilden das Risiko von Marktwertverlusten auf das erwartete Gegenparteirisiko für alle OTC-Derivate ab. Wir berechnen den überwiegenden Teil der CVA auf Basis unseres eigenen internen Modells, das von der BaFin genehmigt wurde. Zum 31. März 2015 beliefen sich die RWA für die CVA auf 23,5 Mrd €. Damit erhöhte sich der Betrag um 2,3 Mrd € oder 10,7 % gegenüber 21,2 Mrd € zum 31. Dezember 2014. Dieser Anstieg war sowohl auf Veränderungen des Portfolios im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit im Laufe des Quartals, als auch die Entwicklung der Fremdwährungsbewegungen zurückzuführen.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das Marktrisiko

in Mio €

Jan. − Mär. 2015
CRR/CRD 4

Jan. – Dez. 2014
CRR/CRD 4

1

Der RWA-Bestand am Jahresende 2013 basiert auf Basel 2.5.

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenanfang

64.209

47.2591

Risikovolumen

2.301

–10.161

Marktdaten und Rekalibrierungen

494

–730

Modellverbesserungen

303

5.101

Methoden und Grundsätze

3.163

20.089

Akquisitionen und Verkäufe

0

–81

Fremdwährungsbewegungen

2.133

2.732

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenende

72.603

64.209

Die Analyse für das Marktrisiko umfasst Bewegungen in unseren internen Modellen für den Value-at-Risk, den Stress-Value-at-Risk, den inkrementellen Risikoaufschlag, den umfassenden Risikoansatz sowie Ergebnisse vom Marktrisiko-Standardansatz, zum Beispiel für Handelsbuchverbriefungen und nth-to-default-Kreditderivate oder Handelspositionen der Postbank. Die Marktrisiko-RWA-Bewegungen, die sich durch Veränderungen in Marktdaten, Volatilitäten, Korrelationen, Liquidität und Bonitätseinstufungen ergeben, sind in der Kategorie Marktdaten und Rekalibrierungen enthalten. Veränderungen in unseren internen Modellen für Marktrisiko-RWA, wie Methodenverbesserungen oder Erweiterung des Umfangs der erfassten Risiken, werden in die Kategorie Modellverbesserungen einbezogen. In der Kategorie Methoden und Grundsätze werden aufsichtsrechtlich vorgegebene Anpassungen unserer RWA-Modelle oder -Berechnungen berücksichtigt. Signifikante neue Geschäftstätigkeiten und Verkäufe würden in der Zeile Akquisitionen und Verkäufe einbezogen.

Der RWA-Anstieg für Marktrisiken um 8,4 Mrd € (13 %) seit dem 31. Dezember 2014 ergab sich im Wesentlichen aus Anstiegen in den Kategorien „Risikovolumen“, „Methoden und Grundsätze“ sowie „Fremdwährungs­bewegungen”. Die Erhöhung in der Kategorie „Methoden und Grundsätze“ resultiert hauptsächlich aus dem „Marktrisiko-Standardansatz“ aufgrund des Auslaufens des Übergangszeitraums, welcher in Artikel 337 (4) CRR garantiert war. Im Ergebnis basiert die nun geltende Berechnung auf der Summe der gewichteten Netto-Long-Positionen sowie der Summe der gewichteten Netto-Short-Positionen anstatt auf der größeren der beiden Summen. Des Weiteren ergibt sich eine Zunahme in der Kategorie Fremdwährungsbewegungen, welche auf den Marktrisiko-Standardansatz zurückzuführen ist. Darüber hinaus ist ein Anstieg im Risikovolumen von 2,3 Mrd € zu beobachten, welcher hauptsächlich auf dem inkrementellen Risikoaufschlag zurückzuführen ist in Folge eines erhöhten Exposures gegenüber staatlichen Institutionen.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das operationelle Risiko

in Mio €

Jan. − Mär. 2015
CRR/CRD 4

Jan. – Dez. 2014
CRR/CRD 4

1

Der RWA-Bestand am Jahresende 2013 basiert auf Basel 2.5.

RWA-Bestand für das operationelle Risiko am Periodenanfang

67.082

50.8911

Veränderungen des Verlustprofils (intern und extern)

9.255

9.345

Veränderung der erwarteten Verluste

–1.008

37

Zukunftsgerichtete Risikokomponente

–536

–734

Modellverbesserungen

724

7.652

Methoden und Grundsätze

0

0

Akquisitionen und Verkäufe

0

–109

RWA-Bestand für das operationelle Risiko am Periodenende

75.517

67.082

Der Anstieg der risikogewichteten Aktiva um insgesamt 8,4 Mrd € resultierte vorrangig aus großen externen operationellen Risikoereignissen wie aufsichtlich bedingte Vergleichszahlungen von Finanzinstituten, die in unserem AMA Modell berücksichtigt werden. Dies zeigt sich in der Kategorie „Veränderung des Verlustprofils“ mit 9,3 Mrd €. Als Folge der proaktiven Berücksichtigung von Modelländerungen reagiert das AMA Modell hinsichtlich der Entwicklung erwarteter Verluste risikosensitiver, was zu einem höheren erwarteten Verlustabzug führt. Im ersten Quartal 2015 erlaubte uns die gemeinschaftliche Aufsicht die Nutzung eines erweiterten divisionalen Allokationsschlüssel, der eine RWA Zunahme in Höhe von 0,7 Mrd € zur Folge hat.

Weitere in den Modellverbesserungen enthaltene Auswirkungen auf die übrigen RWA-Komponenten des operationellen Risikos werden sich voraussichtlich im Anschluss an die erwartete BaFin-Genehmigung und Umsetzung der Modelländerungen einstellen.