Liquiditätsrisiko

Zusammensetzung unserer externen Finanzierungsquellen in Milliarden Euro sowie als prozentualer Anteil an den externen Finanzierungsquellen insgesamt

in Mrd €
(sofern nicht anders angegeben)

31.3.2015

31.12.2014

1

„Sonstige Kunden“ enthält treuhänderische, sich selbst finanzierende Strukturen (zum Beispiel X-Markets), Margen/Barguthaben aus dem Prime-Brokerage-Geschäft (netto).

2

Enthält ABCP-Conduits.

Hinweis: Zum Abgleich zur Bilanzsumme sind zu berücksichtigen: Derivate- und Abwicklungssalden 803 Mrd € (660 Mrd €), Nettingeffekte für Margin- und Prime- Brokerage-Barsalden (auf Nettobasis) 98 Mrd € (75 Mrd €) und sonstige nicht der Refinanzierung dienende Verbindlichkeiten 59 Mrd € (54 Mrd €), jeweils zum 31. März 2015 und zum 31. Dezember 2014.

Kapitalmarktemissionen und Eigenkapital

227

23 %

214

23 %

Privatkunden

308

31 %

301

33 %

Transaction Banking

207

21 %

184

20 %

Sonstige Kunden1

77

8 %

74

8 %

Unbesicherte Wholesale Refinanzierung

62

6 %

55

6 %

Besicherte Refinanzierung und Shortpositionen

103

10 %

81

9 %

Finanzierungsvehikel2

11

1 %

12

1 %

Externe Finanzierungsquellen insgesamt

996

100 %

919

100 %

Der Anstieg von 23 Mrd € bei den Transaction-Banking Einlagen und von 22 Mrd € im Bereich besicherte Refinanzierung und Shortpositionen spiegelt ein erhöhtes Geschäftsvolumen im Vergleich zum niedrigen Jahresendniveau wider. Der höhere Betrag bei den Kapitalmarktemissionen und beim Eigenkapital um 14 Mrd € während des ersten Quartals 2015 spiegelt die erhöhten Finanzierungsaktivitäten und den Nettogewinn wider. Höhere Einlagen von AWM Kunden wurden in den 8 Mrd € Erhöhung im Privatkundenbereich reflektiert. Effekte in den Fremdwährungswechselkursen leisten einen Beitrag zur Erhöhung in den meisten Refinanzierungsquellen.

In den ersten drei Monaten von 2015 hat die Deutsche Bank bereits 16,9 Mrd € aus dem gesamten Refinanzierungsplan für 2015 von 30 bis 35 Mrd € erfüllt, was einer Erfüllungsquote von 52 % entspricht, 27 Prozentpunkte über dem anteiligen Jahreswert (die Prozentzahlen beziehen sich auf den mittleren Wert des Refinanzierungsplans). Der durchschnittliche Aufschlag in den ersten drei Monaten des Jahres waren 49 Basispunkte gegenüber dem relevanten variablen Index, zum Beispiel LIBOR, mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 5,7 Jahren. Die bedeutendsten Transaktionen in diesem Zeitraum waren eine Tier-2 Benchmark-Anleihe von 1,25 Mrd € im Februar 2015 und eine 1,5 Mrd U.S.$ Tier-2 Benchmark-Anleihe im März 2015, beide mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Für das restliche Jahr beabsichtigen wir den Rest unserer Anforderungen durch eine Vielzahl von Möglichkeiten einschließlich Emissionen gezielt an Privatanleger, Privatplatzierungen mit institutionellen Investoren und weiteren öffentlichen Benchmark-Emissionen sicherzustellen.

Regelmäßige Stresstestanalysen stellen sicher, dass wir zu jeder Zeit ausreichende Barreserven und liquide Aktiva zur Verfügung haben, um eine potenzielle Finanzierungslücke schließen zu können, die in einem kombinierten idiosynkratischen und marktbezogenen Stressszenario auftreten kann. Zu diesem Zweck halten wir Liquiditätsreserven vor, die verfügbare Barmittel und Barmitteläquivalente, hochliquide Wertpapiere (unter anderem Staatsanleihen, von Staaten garantierte Anleihen und Anleihen staatlicher Einrichtungen) sowie weitere unbelastete und zentralbankfähige Vermögenswerte umfassen. Das Volumen der Liquiditätsreserve ist eine Funktion des erwarteten Stresstest-Ergebnisses, sowohl auf einer aggregierten als auch auf einer individuellen Währungsebene. Wenn wir zunehmend kurzfristige Wholesale-Verbindlichkeiten erhalten, die einen hohen Liquiditätsabfluss unter Stress mit sich bringen, so halten wir diese Liquidität zur Absicherung überwiegend in Barmitteln oder hochliquiden Wertpapieren. Somit schwankt das Gesamtvolumen der Liquiditätsreserven mit den erhaltenen kurzfristigen Wholesale-Verbindlichkeiten, obwohl dies keine materiellen Auswirkungen auf unsere Gesamtliquiditätsposition unter Stress hat. Liquiditätsreserven beinhalten nur Aktiva, die innerhalb des Konzerns frei übertragbar sind oder zur Schließung von Liquiditätsabflüssen in lokalen Geschäftseinheiten verwendet werden können. Diese Reserven werden in den wichtigsten Währungen und an den Hauptstandorten gehalten, an denen die Bank aktiv ist. Die überwiegende Mehrheit unserer Liquiditätsreserven wird zentral auf Gruppenebene oder in unseren ausländischen Niederlassungen gehalten. Die Größe und Zusammensetzung der Liquiditätsreserven unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung durch die Geschäftsführung. Die angewandten Sicherheitsabschläge spiegeln unsere Annahmen des aktuellen Liquiditätswerts wider, der primär durch besicherte Refinanzierung erzielt werden könnte, und berücksichtigen die Erfahrungen, die in den besicherten Refinanzierungsmärkten unter Stress gemacht wurden.

Zusammensetzung unserer Liquiditätsreserven nach Muttergesellschaft (inklusive Zweigstellen) und Tochtergesellschaften

 

31.3.2015

31.12.2014

in Mrd €

Buchwert

Liquiditätswert

Buchwert

Liquiditätswert

Verfügbare Barsalden und Äquivalente (vorwiegend bei Zentralbanken)

80

80

65

65

Muttergesellschaft (inklusive Auslandsfilialen)

70

70

54

54

Tochtergesellschaften

10

10

11

11

Hochliquide Wertpapiere (enthalten Staatsanleihen, von Staaten garantierte Anleihen und Anleihen staatlicher Einrichtungen)

106

99

103

96

Muttergesellschaft (inklusive Auslandsfilialen)

80

75

81

75

Tochtergesellschaften

26

24

23

20

Sonstige unbelastete zentralbankfähige Wertpapiere

17

12

16

11

Muttergesellschaft (inklusive Auslandsfilialen)

15

11

14

10

Tochtergesellschaften

2

1

2

1

Gesamte Liquiditätsreserven

203

190

184

171

Muttergesellschaft (inklusive Auslandsfilialen)

164

155

149

139

Tochtergesellschaften

38

35

35

32

Während der ersten drei Monate im Jahr 2015 haben sich unsere Liquiditätsreserven um 19 Mrd € oder 10 % gegenüber dem Jahresende 2014 erhöht.