Risikoprofil

Die Vielfalt unserer Geschäftsaktivitäten impliziert verschiedene Risikoübernahmen durch unsere Geschäftsbereiche. Wir messen die wesentlichen inhärenten Risiken in unseren entsprechenden Geschäftsmodellen durch unsere nicht diversifizierte Gesamtgröße für das Ökonomische Kapital. Diese spiegelt das Risikoprofil für jeden Unternehmensbereich vor risikoartenübergreifenden Effekten auf Konzernebene wider.

Risikoprofil unserer Geschäftsbereiche auf Basis des Ökonomischen Kapitals und risikogewichteter Aktiva im Vergleich zu Erfolgskennzahlen

 

1. Quartal 2015

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

Corporate Banking & Securities

Private & Business Clients

Global Transaction Banking

Deutsche Asset & Wealth Management

Non-Core Operations Unit

Consoli­dation & Adjustments

Insgesamt

Insgesamt in %

N/A – Nicht aussagekräftig

1

Diversifikationseffekt über Kredit-, Markt-, operationelles und strategisches Risiko (größte Geschäftsrisiko-Komponente).

2

Die Buchkapitalallokation wird gesteuert über die risikogewichteten Aktiva und die Verschuldungsposition. Siehe auch „Segmentberichterstattung“ für eine Beschreibung der Zuordnung des durchschnittlichen aktiven Eigenkapitals zu den Geschäftsbereichen.

3

Risikogewichtete Aktiva basieren auf CRR/CRD 4-Vollumsetzung.

Kreditrisiko

6.871

3.504

2.424

388

842

38

14.067

40

Marktrisiko

5.688

3.713

189

2.044

1.102

4.551

17.287

49

Operationelles Risiko

5.746

543

604

1.173

399

0

8.464

24

Geschäftsrisiko

2.581

0

4

0

528

0

3.113

9

Diversifikationseffekte1

–4.910

–998

–440

–778

–456

–158

–7.740

–22

Ökonomischer Kapitalbedarf insgesamt

15.977

6.761

2.782

2.827

2.415

4.430

35.192

100

(in %)

45

19

8

8

7

13

100

N/A

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IBIT

643

536

409

291

–381

–18

1.479

N/A

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Average Active Equity) (in %)2

8

13

23

16

–18

N/A

8

N/A

Risikogewichtete Aktiva3

213.582

76.704

51.638

21.949

46.327

21.189

431.390

N/A

 

1. Quartal 20141

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

Corporate Banking & Securities

Private & Business Clients

Global Transaction Banking

Deutsche Asset & Wealth Management

Non-Core Operations Unit

Consoli­dation & Adjustments

Insgesamt

Insgesamt in %

N/A – Nicht aussagekräftig

1

Die Betragszuordnung für die Unternehmensbereiche wurde an die Struktur zum 31.März 2015 angepasst.

2

Diversifikationseffekt über Kredit-, Markt-, operationelles und strategisches Risiko (größte Geschäftsrisiko-Komponente).

3

Die Buchkapitalallokation wird gesteuert über die risikogewichteten Aktiva und die Verschuldungsposition. Siehe auch „Segmentberichterstattung“ für eine Beschreibung der Zuordnung des durchschnittlichen aktiven Eigenkapitals zu den Geschäftsbereichen.

4

Risikogewichtete Aktiva basieren auf CRR/CRD 4-Vollumsetzung.

Kreditrisiko

4.726

3.662

2.058

330

1.164

59

11.999

42

Marktrisiko

5.560

3.219

197

1.497

1.361

1.723

13.558

48

Operationelles Risiko

2.402

769

81

585

1.304

0

5.141

18

Geschäftsrisiko

2.162

0

5

1

676

0

2.843

10

Diversifikationseffekte2

–2.632

–906

–170

–490

–898

42

–5.054

–18

Ökonomischer Kapitalbedarf insgesamt

12.218

6.744

2.171

1.922

3.608

1.824

28.487

100

(in %)

43

24

8

7

13

6

100

N/A

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IBIT

1.439

475

357

167

–541

–216

1.680

N/A

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Average Active Equity) (in %)3

27

13

27

11

–28

N/A

12

N/A

Risikogewichtete Aktiva4

165.432

79.613

41.523

13.791

57.990

14.963

373.313

N/A

Das Risikoprofil von Corporate Banking & Securities (CB&S) wird geprägt vom Handel zur Unterstützung der Tätigkeiten als Originator, Strukturierungs- und Marktpflegeaktivitäten, welche Markt- und Kreditrisiken unterliegen. Weiterhin bestehen Kreditrisiken durch Ausleihungen an Unternehmen und Finanzinstitute. Im aktuellen Geschäftsmodell von CB&S stammen die verbleibenden Risiken aus operationellen Risiken und Geschäftsrisiken, hauptsächlich aufgrund möglicher Rechts- und Ertragsschwankungsrisiken. Der Anteil der operationellen Risiken am Risikoprofil von CB&S hat sich deutlich erhöht und reflektiert ein erhöhtes Verlustrisikoprofil der kompletten Branche als auch eine Änderung in der Allokationsmethode innerhalb des Konzerns. Das IBIT von CB&S reduzierte sich in den ersten drei Monaten 2015 um 796 Mio € oder 55 % im Vergleich zum ersten Quartal 2014 insbesondere aufgrund von Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten, erhöhten Infrastrukturkosten und durch Ausgaben für regulatorische Programme und den Ausbau der Kontrollfunktionen, teilweise kompensiert durch starke Erträge. Dementsprechend reduzierte sich im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres die Eigenkapitalrendite vor Steuern um 19 Prozentpunkte auf 8 % im ersten Quartal 2015. Diese Entwicklung liegt auch in der gestiegenen Allokation des durchschnittlichen aktiven Eigenkapitals als Folge der Kapitalerhöhung im Mai 2014 sowie der Erhöhung der risikogewichteten Aktiva.

Das Risikoprofil von Private & Business Clients (PBC) spiegelt Kreditrisiken aus dem Kreditgeschäft mit Privatkunden und kleinen und mittleren Unternehmen sowie Marktrisiken aus Nichthandelsaktivitäten aus Investitionsrisiken, aus der Einlagenmodellierung und aus Credit-Spread-Risiken wider. Bei weitgehend unverändertem Risikoprofil von PBC erhöhte sich der berichtete Gewinn vor Steuern im Vergleich zum ersten Quartal 2014 um 61 Mio € oder 13 % aufgrund einer positive Entwicklung im operativen Geschäft. Eine gestiegene Allokation des durchschnittlichen aktiven Eigenkapitals wirkte dem erhöhten Gewinn vor Steuern entgegen, was somit zu einer nahezu unveränderten Eigenkapitalrendite vor Steuern führte.

Die Umsätze von Global Transaction Banking (GTB) umfassen mehrere Produkte mit unterschiedlichen Risikoprofilen. Der Großteil der Risiken stammt von Kreditrisiken aus Handelsfinanzierungsgeschäft, während andere Geschäftsbereiche wenig bis kein Kreditrisiko haben. Der relativ geringe Anteil von Marktrisiken ergibt sich aus der Modellierung der Kundeneinlagen. Trotz einer deutlichen Steigerung des Vorsteuerergebnisses in Global Transaction Banking um 53 Mio € oder 15 % und einem Rückgang der Risikovorsorge im Kreditgeschäft in den ersten drei Monaten 2015 im Vergleich zum ersten Quartal 2014 reduzierte sich die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Average Active Equity) um 4 Prozentpunkte auf 23 % Dieser Rückgang liegt vor allem in der gestiegenen Allokation des durchschnittlichen aktiven Eigenkapitals als Folge der Kapitalerhöhung im Mai 2014 sowie der Erhöhung der risikogewichteten Aktiva durch Wachstum im operativen Geschäft.

Der Hauptrisikotreiber in unserem Unternehmensbereich Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) sind Garantien auf Investmentfonds, die wir unter Marktrisiken aus Nichthandelsaktivitäten ausweisen. Weiterhin bringt das Beratungs- und Kommissionsgeschäft von Deutsche AWM entsprechende operationelle Risiken mit sich. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern im Bereich AWM erhöhte sich um 5 Prozentpunkte auf 16 % zum 31. März 2015 im Vergleich zum ersten Quartal 2014 durch höhere Erträge aufgrund eines Anstiegs im verwalteten Vermögen. Der Anstieg des Ökonomischen Kapitalbedarfs resultierte hauptsächlich aus einem höheren Marktrisiko aus Nichthandelspositionen für Garantiefonds sowie einer höherer Allokation vom operationellen Risiko.

Zum Portfolio der Non-Core Operations Unit (NCOU) gehören Aktivitäten, die entsprechend der Geschäftsstrategie der Bank nicht zum zukünftigen Kerngeschäft zählen, sowie Vermögenswerte, die für Risikoabbaumaßnahmen vorgesehen sind. Die NCOU umfasst auch weitere zur Abtrennung geeignete Vermögenswerte, Vermögenswerte mit erheblicher Kapitalbindung und niedrigen Renditen sowie Vermögenswerte, die Rechtsrisiken unterliegen. Das Risikoprofil der NCOU umfasst Risiken über die gesamte Bandbreite unseres Unternehmens und enthält Kreditrisiken sowie auch Marktrisiken und operationelle Risiken (inklusive Rechtsrisiken), für die der gezielte beschleunigte Risikoabbau vorgesehen ist. Basierend auf verbesserten Einnahmen und einer nur leicht erhöhten Kapitalallokation konnten Fortschritte bei der Entwicklung der Eigenkapitalrendite von NCOU erzielt werden Obwohl die Risikoabbaustrategie zum Kapitalaufbau des Konzerns beitragen konnte, war der Nettoertrag weiterhin von rechtlichen und regulatorischen Kosten betroffen.

Consolidation & Adjustments beinhaltet hauptsächlich Marktrisiken aus Nichthandelsaktivitäten für strukturelle Währungsrisiken, das Risiko aus Pensionsverpflichtungen sowie das Aktienvergütungsrisiko. Der Anstieg im Marktrisiko aus Nichthandelsaktivitäten im Vergleich zum ersten Quartal 2014 resultiert hauptsächlich aus einem erhöhten strukturellen Währungsrisiko beruhend auf einem stärkeren US Dollar als auch einer methodischen Änderung des Aktienvergütungsrisikos.