Aktiva und Verbindlichkeiten

Entwicklung der Aktiva

Der Gesamtanstieg um 247 Mrd € (oder 14 %) im Laufe des 1. Quartals 2015 war maßgeblich von der Abwertung des Euro gegenüber allen anderen Hauptwährungen beeinflusst, welche 109 Mrd € zum Anstieg in dieser Periode beitrug, davon entfielen 75 % auf die deutliche Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Diese durch Wechselkursveränderungen bedingten Erhöhungen sind auch in den Veränderungen pro Bilanzposition enthalten, die nachfolgend diskutiert werden.

Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten sind im Berichtszeitraum um 116 Mrd € angestiegen, insbesondere aufgrund von Zins- und Währungskursschwankungen.

Forderungen aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung trugen 50 Mrd € zur Gesamterhöhung bei, in Folge des üblicherweise zu verzeichnenden saisonalen Musters von niedrigeren Beständen zum Jahresende gegenüber höheren Volumina im Jahresverlauf sowie durch erhöhte Sicherheitsleistungen, die mit dem Anstieg der negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten einhergingen.

Forderungen aus dem Kreditgeschäft stiegen um 23 Mrd € an, insbesondere in CB&S, GTB und Deutsche AWM. Dieser Anstieg war ebenfalls hauptsächlich auf Wechselkursveränderungen, auf die 17 Mrd € der Erhöhung entfielen, zurückzuführen.

Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos) sowie Wertpapierleihen, sowohl auf Basis fortgeführter Anschaffungskosten als auch zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sind um 20 Mrd € angestiegen, 13 Mrd € hieraus entfielen auf Wechselkursveränderungen.

Im ersten Quartal stiegen die Handelsaktiva um 17 Mrd € an, verzinsliche Einlagen bei Kreditinstituten sowie die Barreserve erhöhten sich um 9 Mrd €. Beide Erhöhungen waren hauptsächlich auf Wechselkursveränderungen zurückzuführen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (in den Übrigen Aktiva enthalten) erhöhten sich um 8 Mrd €, hauptsächlich bedingt durch einen Anstieg von hochliquiden Wertpapieren, die im Rahmen der strategischen Liquiditätsreserve des Konzerns gehalten werden. Dieser Anstieg resultiert aus der fortgesetzten Optimierung der Liquiditätsreserven durch den Konzern.

Entwicklung der Verbindlichkeiten

Die Summe der Verbindlichkeiten erhöhte sich zum 31. März 2015 um 242 Mrd € (oder 15 %) gegenüber dem Jahresende 2014.

Ähnlich wie für die Aktivseite spiegelt der Gesamtanstieg der Verbindlichkeiten ebenfalls den Effekt aus Wechselkursveränderungen während des Quartals wider.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 erhöhten sich negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Verbindlichkeiten aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung um 114 Mrd € bzw. 50 Mrd €. Diese Veränderungen waren hauptsächlich auf die gleichen Ursachen zurückzuführen, die für positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Forderungen aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung bereits oben beschrieben wurden.

Einlagen erhöhten sich um 40 Mrd €, hauptsächlich bedingt durch Anstiege unserer Refinanzierung in den Bereichen Transaction Banking, im Wesentlichen aus höheren Sichteinlagen im Zusammenhang mit Clearing-Aktivitäten, Retail sowie unbesicherter Wholesale-Refinanzierung. Wechselkursveränderungen trugen ebenfalls zu diesem Anstieg bei.

Langfristige Verbindlichkeiten haben sich um 13 Mrd € erhöht, hauptsächlich aufgrund von Wechselkursschwankungen sowie höheren Finanzierungsaktivitäten, die das Volumen der im Laufe des Berichtsjahres fällig gewordenen Verbindlichkeiten überstiegen.

Handelspassiva erhöhten sich um 12 Mrd €, wobei mehr als zwei Drittel des Anstiegs auf Aktientitel entfielen, der Rest auf Schuldverschreibungen.

Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankguthaben, Wertpapierpensionsgeschäften (Repos) und Wertpapierleihen, sowohl auf Basis fortgeführter Anschaffungskosten als auch zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sind insgesamt um 9 Mrd € gestiegen. Dieser Anstieg resultierte aus einer gestiegenen besicherten Finanzierung unserer Handelsbestände sowie Wechselkursveränderungen.

Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen gingen um 4 Mrd € zurück, hauptsächlich aufgrund von Reduktionen in GTB, die mit einem Anstieg in Einlagen einhergingen, sowie – in geringerem Umfang – in unserer NCOU.