Ertragslage des Konzerns

 

2. Quartal

 

 

Jan. − Jun.

 

 

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

2015

2014

Absolute Veränderung

Veränderung in %

2015

2014

Absolute Veränderung

Veränderung in %

N/A – Nicht aussagekräftig

Erträge:

 

 

 

 

 

 

 

 

Davon:

 

 

 

 

 

 

 

 

CB&S

4.313

3.509

804

23

8.967

7.549

1.418

19

PBC

2.358

2.353

6

0

4.828

4.801

27

1

GTB

1.144

1.029

115

11

2.277

2.048

229

11

Deutsche AWM

1.415

1.133

282

25

2.794

2.198

596

27

NCOU

201

−53

253

N/A

537

9

528

N/A

Erträge insgesamt

9.177

7.860

1.317

17

19.553

16.253

3.300

20

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

151

250

−98

−39

369

496

−127

−26

Zinsunabhängige Aufwendungen

7.798

6.693

1.105

17

16.476

13.159

3.317

25

Ergebnis vor Steuern

1.228

917

311

34

2.708

2.597

110

4

Ertragsteueraufwand

410

679

−269

−40

1.331

1.256

74

6

Gewinn nach Steuern

818

238

580

N/A

1.377

1.341

36

3

Quartalsvergleich 2015 versus 2014

Im zweiten Quartal 2015 verzeichneten alle Geschäftsbereiche einen Ertragsanstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auslöser dafür waren das günstigere Marktumfeld, eine erhöhte Marktvolatilität und günstige Wechselkursbewegungen. Unterstützt wurde dies von anhaltenden Fortschritten bei unseren Bemühungen um Risikoabbau in der NCOU und von einem Übertrag von aufgelaufenen Marktwertverlusten in die Gewinn- und Verlustrechnung im zweiten Quartal 2014. Im Fokus des Operational Excellence (OpEx)-Programms standen komplexere Initiativen, die zu weiteren Kostensenkungen im zweiten Quartal 2015 führten. Zusätzlich dazu wurden die Umsetzungskosten wie geplant verringert. Diese Einsparungen wurden jedoch durch höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten, Investitionsausgaben und durch negative Effekte aus Wechselkursbewegungen mehr als neutralisiert.

Die Konzernerträge stiegen im zweiten Quartal 2015 um 1,3 Mrd € (17 %) auf 9,2 Mrd € gegenüber 7,9 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Diese Entwicklung wurde durch günstige Wechselkursbewegungen unterstützt. Die Erträge im Unternehmensbereich CB&S beliefen sich auf 4,3 Mrd € und lagen damit um 804 Mio € (23 %) über dem Vergleichswert des zweiten Quartals 2014. Die Erträge in PBC beliefen sich im Berichtsquartal auf 2,4 Mrd €, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres entsprach. Die Erträge in Global Transaction Banking (GTB) beliefen sich im zweiten Quartal 2015 auf 1,1 Mrd € und waren damit um 115 Mio € (11 %) höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Erträge von Deutsche AWM beliefen sich auf 1,4 Mrd € und verbesserten sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 282 Mio € (25 %). Die Erträge in der NCOU beliefen sich auf 201 Mio € und lagen damit um 253 Mio € über dem Vergleichswert des zweiten Quartals 2014. Die Erträge in Consolidation & Adjustments (C&A) beliefen sich im Berichtsquartal auf negative 254 Mio € nach negativen Erträgen in Höhe von 111 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im zweiten Quartal 2015 auf 151 Mio € und war damit um 98 Mio € (39 %) geringer als im Vorjahreszeitraum. Nahezu alle Geschäftsbereiche verzeichneten ein Ausbleiben großer Einzelkundenkreditereignisse sowie fortlaufende Auflösungen, die teilweise im Zusammenhang mit dem Verkauf von notleidenden Krediten standen. Der Rückgang wurde insgesamt durch höhere Risikovorsorge in CB&S, vor allem im Leveraged-Finance-Portfolio, teilweise neutralisiert.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 7,8 Mrd € und lagen damit um 1,1 Mrd € (17 %) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Hauptursache waren Kosten im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und negative Auswirkungen aus Wechselkursbewegungen. Der Personalaufwand betrug 3,4 Mrd € und war damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 456 Mio € (15 %) höher. Dies ist auf bestimmte Neueinstellungen im regulatorischen Bereich und im Zusammenhang mit Wachstumsstrategien zurückzuführen. Des weiteren wurden Anpassungen der Vergütung aufgrund des Marktumfeldes vorgenommen. Der Sach- und sonstige Aufwand in Höhe von 4,3 Mrd € stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 770 Mio € (22 %). Primär ist diese Zunahme auf die oben genannten Belastungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 1,2 Mrd € im Vergleich zu 470 Mio € im zweiten Quartal 2014 zurückzuführen. Aufgewogen wurde dies teilweise durch Einsparungen aus der fortlaufenden Implementierung unseres OpEx-Programms sowie den Verkauf von The Cosmopolitan of Las Vegas in 2014 und die Reduzierung der Umsetzungskosten für das OpEx-Programm. Die Aufwendungen im Versicherungsgeschäft beliefen sich im zweiten Quartal 2015 auf 10 Mio €, was einem Rückgang um 70 Mio € im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Diese Verringerung der Aufwendungen wird von Marktwertschwankungen bei Investitionen, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken, aufgehoben.

Das Konzernergebnis vor Steuern betrug im Berichtsquartal 1,2 Mrd € nach 917 Mio € im zweiten Quartal 2014. Dieser Anstieg ist vor allem auf die günstige Ertragsentwicklung und niedrigere Risikovorsorge im Kreditgeschäft zurückzuführen, der teilweise durch einen Anstieg der zinsunabhängigen Aufwendungen vor allem für Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten kompensiert wurde.

Der Gewinn nach Steuern belief sich im zweiten Quartal 2015 auf 818 Mio € gegenüber 238 Mio € im Vorjahreszeitraum. Der Ertragsteueraufwand lag im Berichtsquartal bei 410 Mio €, verglichen mit 679 Mio € im zweiten Quartal 2014. Die effektive Steuerquote von 33 % im laufenden Quartal wurde durch Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten sowie durch den Ansatz und die Bewertung latenter Steuern negativ beeinflusst. Zum Teil gegenläufig wirkten Ertragsteuern für frühere Jahre. Die effektive Steuerquote des Vorjahresquartals in Höhe von 74 % wurde im Wesentlichen durch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen, darunter Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten, sowie Ertragsteuern für frühere Jahre beeinflusst.

Halbjahresvergleich 2015 versus 2014

In den ersten sechs Monaten 2015 wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in allen Unternehmensbereichen höhere Erträge verzeichnet. Ursächlich dafür waren ein günstigeres Marktumfeld, eine höhere Marktvolatilität und positive Währungseffekte sowie die anhaltenden Fortschritte beim Risikoabbau in der NCOU. Im Fokus des Operational Excellence (OpEx)-Programms standen komplexere Initiativen, die zu weiteren Kostensenkungen im ersten Halbjahr 2015 führten. Zusätzlich dazu wurden die Umsetzungskosten wie geplant verringert. Diese Einsparungen wurden jedoch durch gestiegene Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten, höhere Aufwendungen bezogen auf Bankenabgaben, strengere aufsichtsrechtliche Anforderungen, anhaltende Investitionen in die Integration von Geschäftsplattformen und Prozessverbesserungen sowie negative Währungseffekte mehr als aufgehoben.

Die Erträge des Konzerns sind im Berichtszeitraum von 16,3 Mrd € im ersten Halbjahr 2014 um 3,3 Mrd € (20 %) auf 19,6 Mrd € gestiegen, was durch positive Währungseffekte unterstützt wurde. In CB&S betrugen die Erträge 9,0 Mrd €, eine Zunahme um 1,4 Mrd € (19 %) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014. Die Erträge in PBC beliefen sich im ersten Halbjahr 2015 auf 4,8 Mrd € und lagen damit um 27 Mio € (1 %) über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Erträge in GTB beliefen sich im ersten Halbjahr 2015 auf 2,3 Mrd € und waren damit um 229 Mio € (11 %) höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Deutsche AWM stiegen die Erträge im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2014 um 596 Mio € (27 %) auf 2,8 Mrd €. Die Erträge in der NCOU waren mit 537 Mio € um 528 Mio € höher als im ersten Halbjahr 2014. Die Erträge in Consolidation & Adjustments (C&A) betrugen im Berichtszeitraum 150 Mio € nach negativen Erträgen von 353 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf 369 Mio € und war damit um 127 Mio € (26 %) geringer als im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist auf nahezu alle Unternehmensbereiche zurückzuführen, da ein Ausbleiben großer Einzelkundenkreditereignisse sowie fortlaufende Auflösungen von Risikovorsorge, die teilweise im Zusammenhang mit dem Verkauf von notleidenden Krediten standen, zu verzeichnen war. Die gestiegene Risikovorsorge in CB&S war auf unsere Leveraged Finance- und Shipping- Portfolios zurückzuführen und wurde teilweise durch einen Rückgang in anderen Bereichen ausgeglichen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2015 auf 16,5 Mrd € und lagen damit um 3,3 Mrd € (25 %) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dies resultierte hauptsächlich aus Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten, negativen Wechselkurseffekten und höheren Bankenabgaben. Der Personalaufwand betrug 6,9 Mrd €, was einem Anstieg um 540 Mio € (9 %) gegenüber den ersten sechs Monaten 2014 entspricht. Dies spiegelt anhaltende Einstellungen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Erfordernissen, marktgetriebene Anpassungen und Einstellungen in weiteren bestimmten Bereichen wider. Der Sach- und sonstige Aufwand erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,8 Mrd € (43 %) auf 9,4 Mrd €. Haupttreiber für diesen Anstieg waren in erster Linie Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und die Bankenabgabe. Die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich im ersten Halbjahr 2015 auf 2,8 Mrd € im Vergleich zu 470 Mio € im ersten Halbjahr 2014. Die Aufwendungen für die Bankenabgaben erhöhten sich um 493 Mio €. Dies resultierte aus einer gestiegenen Bankenabgabe und einem abweichenden Zeitpunkt für ihre Erfassung im Berichtsjahr infolge von Änderungen der gesetzlichen Vorschriften. Darüber hinaus erhöhten sich die Zinsunabhängigen Aufwendungen aufgrund höherer aufsichtsrechtlich bedingter Kosten. Dem standen die Senkung der Umsetzungskosten für unser OpEx-Programm sowie laufende Einsparungen im Rahmen unseres OpEx-Programms und aus dem Verkauf von The Cosmopolitan of Las Vegas sowie der BHF-BANK im Jahr 2014 gegenüber. Die Aufwendungen im Versicherungsgeschäft beliefen sich im ersten Halbjahr 2015 auf 163 Mio € und waren damit um 31 Mio € höher als im Vorjahreszeitraum. Diesen Aufwendungen standen Marktwertschwankungen bei Investitionen gegenüber, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life abdecken.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf 2,7 Mrd € gegenüber 2,6 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Anstieg ist vor allem auf die günstige Ertragsentwicklung und niedrigere Risikovorsorge im Kreditgeschäft zurückzuführen. Diesen Entwicklungen stand eine Erhöhung der zinsunabhängigen Aufwendungen, vor allem für Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, gegenüber.

Der Gewinn nach Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf 1,4 Mrd € nach 1,3 Mrd € im ersten Halbjahr 2014. Im ersten Halbjahr 2015 belief sich der Ertragsteueraufwand wie auch in der Vergleichsperiode auf 1,3 Mrd €. Die effektive Steuerquote von 49 % für das erste Halbjahr 2015 wurde im Wesentlichen durch Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten beeinflusst. Im Vergleichszeitraum 2014 belief sich die effektive Steuerquote auf 48 %.