Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

 

2. Quartal

 

 

Jan. – Jun.

 

 

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

2015

2014

Absolute Veränderung

Veränderung in %

2015

2014

Absolute Veränderung

Veränderung in %

N/A – Nicht aussagekräftig

Erträge:

 

 

 

 

 

 

 

 

Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte)

2.110

1.824

286

16

4.752

4.259

493

12

Sales & Trading (Equity)

975

701

274

39

1.987

1.471

516

35

Emissionsgeschäft (Debt)

456

416

40

10

889

774

115

15

Emissionsgeschäft (Equity)

253

265

−12

−5

459

425

34

8

Beratung

144

130

14

11

290

237

53

22

Kreditgeschäft

283

255

29

11

560

509

51

10

Sonstige Produkte

92

−82

174

N/A

31

−125

157

N/A

Erträge insgesamt

4.313

3.509

804

23

8.967

7.549

1.418

19

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

57

44

12

28

93

60

34

56

Zinsunabhängige Aufwendungen

3.035

2.636

398

15

6.994

5.203

1.791

34

Davon:

 

 

 

 

 

 

 

 

Restrukturierungsaufwand

7

37

−29

−80

29

81

−52

−64

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte

0

0

0

N/A

0

0

0

N/A

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

22

1

22

N/A

38

22

16

74

Ergebnis vor Steuern

1.200

828

372

45

1.842

2.265

−423

−19

Quartalsvergleich 2015 versus 2014

Trotz der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit Griechenland hat CB&S für das zweite Quartal 2015 solide Ergebnisse verzeichnet, die auf eine erhöhte Marktvolatilität und eine günstige Wechselkursentwicklung zurückzuführen sind.

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsquartal mit 2,1 Mrd € im zweiten Quartal 2015 um 286 Mio € (16 %) über dem Wert des zweiten Quartals im Vorjahr. Die Erträge im Devisenhandel waren aufgrund der gestiegenen Marktvolatilität deutlich höher als im Vorjahresquartal. Im Bereich Distressed Products wurden im Berichtszeitraum aufgrund der starken Performance in Europa und Nordamerika deutlich höhere Erträge als im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt. Im Flow-Credit-Geschäft lagen die Erträge infolge der schwierigen Marktbedingungen und der deutlichen Ausweitung der Spreads unter dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Die Erträge in Global Liquidity Management waren aufgrund der gedämpften Performance in Europa deutlich niedriger. Die Erträge aus RMBS waren stark rückläufig, und die Erträge in Emerging Markets waren niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf eine schwierige Marktlage zurückzuführen. In den Bereichen Credit Solutions und Rates waren die Erträge gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres in etwa konstant. Die Erträge von Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) beinhalteten zwei Bewertungsanpassungen, die zu einer Ertragszunahme um 99 Mio € führten: erstens einen Marktwertgewinn von 87 Mio € (zweites Quartal 2014: einen Verlust von 43 Mio €) im Zusammenhang mit Absicherungsgeschäften zur Senkung der risikogewichteten Aktiva (RWA) bei kreditbezogenen Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment – CVA), zweitens einen Gewinn aus refinanzierungsbezogenen Wertanpassungen (Funding Valuation Adjustment – FVA) in Höhe von 12 Mio € (zweites Quartal 2014: Gewinn von 3 Mio ).

Die Erträge in Sales & Trading (Equity) beliefen sich im Berichtsquartal auf 1,0 Mrd €, was im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Anstieg um 274 Mio € (39 %) entspricht. Prime Finance verzeichnete aufgrund der Zunahme von Kundenvolumina gegenüber dem Vorjahresquartal einen deutlichen Ertragsanstieg. Im Bereich Equity Derivatives wurden im Berichtszeitraum aufgrund der starken Performance in Asien signifikant höhere Erträge als im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt. Dies spiegelt die günstigen Marktbedingungen wider. Im Bereich Equity Trading blieben die Erträge auf dem Niveau des Vorjahresquartals.

Im Emissions- und Beratungsgeschäft beliefen sich die Erträge im Berichtsquartal auf 853 Mio €, was einem Anstieg um 42 Mio € (5 %) gegenüber dem zweiten Quartal 2014 entsprach. Treiber für den Anstieg der Erträge im Bereich Advisory gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres war das höhere Gebührenaufkommen im Markt. Die Erträge im Anleiheemissionsgeschäft haben sich aufgrund des Ertragsanstiegs in Nordamerika verbessert. Im Aktienemissionsgeschäft blieben die Erträge auf dem Niveau des Vorjahresquartals.

Die Erträge im Kreditgeschäft beliefen sich im zweiten Quartal 2015 auf 283 Mio € im Vergleich zu 255 Mio € im Vorjahresquartal.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten erhöhten sich im zweiten Quartal 2015 um 92 Mio € nach einem Verlust von 82 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Darin enthalten ist ein Gewinn von 105 Mio € (nach einem Verlust von 64 Mio € im zweiten Quartal 2014) aus der Wertanpassung für bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften (Debt Value Adjustments, DVA).

Bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde im Unternehmensbereich CB&S im zweiten Quartal 2015 eine Nettozuführung von 57 Mio € nach 44 Mio € im Vorjahresquartal ausgewiesen. Diese Zunahme ist auf eine Erhöhung der Rückstellungen für das Leveraged Finance Portfolio zurückzuführen, die durch niedrigere Vorsorgen für Schiffsfinanzierungen teilweise kompensiert wurden.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich auf 3,0 Mrd € und stiegen damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 398 Mio € (15 %). Ursächlich für diese Zunahme waren negative Wechselkursänderungen und Aufwendungen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Anforderungen einschließlich der Bankenabgabe.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Berichtsquartal auf 1,2 Mrd € im Vergleich zu 828 Mio € im zweiten Quartal 2014. Ursächlich für diesen Anstieg war die gute Ertragsentwicklung, die durch höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Anforderungen einschließlich der Bankenabgabe teilweise neutralisiert wurde.

Halbjahresvergleich 2015 versus 2014

CB&S erzielte im ersten Halbjahr 2015 solide Erträge, die auf eine erhöhte Marktvolatilität und günstige Wechselkursänderungen zurückzuführen sind.

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im ersten Halbjahr 2015 mit 4,8 Mrd € um 493 Mio € (12 %) über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Die Erträge im Devisenhandel waren aufgrund der verstärkten Marktvolatilität deutlich höher als im Vorjahreszeitraum. Die gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 höheren Erträge im Bereich Rates resultierten aus gestiegenen Kundenaktivitäten vor allem in Europa. Die Erträge aus RMBS gingen gegenüber den ersten sechs Monaten 2014 aufgrund schwieriger Marktbedingungen zurück. Die Erträge in Global Liquidity Management waren gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aufgrund einer gedämpften Performance in Europa rückläufig. Die Erträge im Bereich Distressed Products waren deutlich niedriger als im ertragsstarken ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Erträge in den Bereichen Credit Solutions und Emerging Markets blieben gegenüber den Vergleichszahlen des Vorjahreszeitraums unverändert. Die Erträge von Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) beinhalteten zwei Bewertungsanpassungen, die zu einem Gesamtverlust von 111 Mio € führten: erstens einen Marktwertgewinn von 71 Mio € (erstes Halbjahr 2014: einen Verlust von 15 Mio €) im Zusammenhang mit Absicherungsgeschäften zur Senkung der risikogewichteten Aktiva bei kreditbezogenen Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment, CVA), zweitens einen Verlust aus Bewertungsanpassungen in Bezug auf Refinanzierungskosten bei bestimmten Derivaten (Funding Value Adjustment, FVA) von 181 Mio € (erstes Halbjahr 2014: Gewinn 17 Mio €), der einen negativen Effekt von 84 Mio € aufgrund einer Verfeinerung der Berechnungsmethode beinhaltete.

Die Erträge in Sales & Trading (Equity) lagen im ersten Halbjahr 2015 mit 2,0 Mrd € um 516 Mio € (35 %) über dem Vergleichswert des ersten Halbjahres 2014. Prime Finance verzeichnete in den ersten sechs Monaten aufgrund der Zunahme von Kundenvolumina einen deutlichen Ertragsanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aufgrund der günstigen Marktbedingungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnete der Bereich Equity Derivatives deutlich höhere Erträge und aus dem gleichen Grund stiegen auch in Equity Trading die Erträge.

Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft lagen im ersten Halbjahr 2015 mit 1,6 Mrd € um 201 Mio € (14 %) über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Im Beratungsgeschäft konnten aufgrund eines gestiegenen Provisionsaufkommens im Markt höhere Erträge als im ersten Halbjahr 2014 erwirtschaftet werden. Die Erträge im Anleiheemissionsgeschäft haben sich aufgrund der starken Performance in Nordamerika verbessert. Im Aktienemissionsgeschäft blieben die Erträge gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 unverändert.

Die Erträge im Kreditgeschäft beliefen sich im ersten Semester 2015 auf 560 Mio € im Vergleich zu 509 Mio € im ersten Halbjahr 2014.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten stiegen in den ersten sechs Monaten 2015 um 31 Mio € nach einem Verlust von 125 Mio € im Vorjahreszeitraum. Darin enthalten ist ein Gewinn von 92 Mio € (nach einem Verlust von 106 Mio € in den ersten sechs Monaten 2014) im Zusammenhang mit einer Bewertungsanpassung für bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften (Debt Value Adjustment, DVA).

Die Netto-Zuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Unternehmensbereich CB&S in den ersten sechs Monaten 2015 auf 93 Mio € gegenüber 60 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Zunahme ist zurückzuführen auf erhöhte Risikovorsorgen in dem Leveraged Finance- sowie dem Shipping-Portfolio.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 um 1,8 Mrd € (34 %). Ursächlich für diesen Anstieg waren deutlich höhere Kosten für Rechtsstreitigkeiten, negative Wechselkursänderungen und Aufwendungen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Das Ergebnis vor Steuern lag in den ersten sechs Monaten 2015 bei 1,8 Mrd €, verglichen mit 2,3 Mrd € im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang war vorwiegend zurückzuführen auf Kosten für Rechtsstreitigkeiten und höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die nur teilweise durch gestiegene Erträge ausgeglichen werden konnten.