Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen

Dieses Dokument und auch andere Dokumente, die der Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Diese Messgrößen sind Kennzahlen des bisherigen oder zukünftigen Erfolgs, der Vermögenslage oder der Cashflows des Konzerns, die durch Eliminierung oder Berücksichtigung bestimmter eingeschlossener oder ausgeschlossener Beträge im Vergleich zu den am besten passenden und gemäß IFRS ermittelten und ausgewiesenen Größen im Konzernabschluss angepasst werden.

Eigenkapitalrendite-Quoten

Der Konzern berichtet die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital) und die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital), von denen jede eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße darstellt.

Die Eigenkapitalrenditen nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital und materiellen Eigenkapital) werden als Ergebnis nach Steuern ermittelt, das den Deutsche Bank-Aktionären als prozentualer Anteil am durchschnittlichen Eigenkapital oder materiellen Eigenkapital zuzurechnen ist.

Das den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Ergebnis nach Steuern ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und ist definiert als Ergebnis nach Steuern ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluß zurechenbare Ergebnis nach Steuern. Auf Konzernebene spiegelt es die berichtete effektive Steuerquote des Konzerns wider. Diese belief sich für das Gesamtjahr 2016 auf negative 67 %, auf negative 11 % für 2015 und 46 % für 2014. Um die Eigenkapitalrendite nach Steuern für die Segmente zu berechnen, wurde eine Steuerquote von 35 % für die jeweiligen Zeiträume zugrunde gelegt.

Das materielle Eigenkapital auf Konzernebene wird ermittelt, indem der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte von dem Eigenkapital in der Konzernbilanz subtrahiert werden. Das materielle Eigenkapital der Segmente wird ermittelt, indem der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte von dem den Segmenten allokierten Eigenkapital subtrahiert werden. Näherer Informationen zur Allokation zu den Segmenten enthält die Anhangsangabe 4 „Segmentberichterstattung“ im Konzernanhang im Abschnitt „Bemessung von Segmentgewinnen oder –verlusten“. Das Eigenkapital und das materielle Eigenkapital werden auf einer Durchschnittsbassis dargestellt.

Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Messgrößen durchschnittliches materielles Eigenkapital die Vergleiche zu unseren Wettbewerbern vereinfacht und bezieht sich auf diese Meßgrößen bei Kapitalrenditequoten für den Konzern. Jedoch ist durchschnittliches materielles Eigenkapital keine nach IFRS ermittelten finanziellen Messgrößen und die Messgrößen des Konzerns sollten nicht mit denen anderer Unternehmen verglichen werden, ohne die Unterschiede in der Berechnung zu berücksichtigen.

Die Überleitung der vorstehenden Quoten wird in der folgenden Tabelle beschrieben:

 

2016

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

Global Markets

Corporate & Invest­ment Banking

Private, Wealth and Commercial Clients

Deutsche Asset Manage­ment

Postbank

Non-Core Oper­ations Unit

Consoli­dation & Adjust­ments and Other

Insgesamt

1

Eigenkapitalrendite nach Steuern basierend auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital und durchschnittliche Active Equity auf konzernebenewerden werden berechnet auf Basis der effektiven ausgewiesen Steuerquote des Konzerns.

Ergebnis vor Steuern

16

1.691

1.068

−204

367

−3.207

−541

−810

Ertragsteueraufwand/-ertrag (–)

0

0

0

0

0

0

0

−546

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (–)

11

1.106

698

−133

240

−2.097

−1.180

−1.356

Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis

0

0

0

0

0

0

−45

−45

Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis

11

1.106

698

−133

240

−2.097

−1.226

−1.402

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital

24.695

12.076

9.008

6.221

6.006

4.037

38

62.082

Zuzüglich (abzüglich): Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

−1.805

−1.199

−1.611

−4.599

−329

−448

114

−9.876

Durchschnittliches materielles Eigenkapital

22.890

10.877

7.397

1.622

5.677

3.590

152

52.206

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank- Aktionären zurechenbaren Eigenkapital)

0 %

9 %

8 %

−2 %

4 %

N/A

N/A

−2 %

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital)1

0 %

10 %

9 %

−8 %

4 %

N/A

N/A

−3 %

 

2015

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

Global Markets

Corporate & Invest­ment Banking

Private, Wealth and Commercial Clients

Deutsche Asset Manage­ment

Postbank

Non-Core Oper­ations Unit

Consoli­dation & Adjust­ments and Other

Insgesamt

1

Eigenkapitalrendite nach Steuern basierend auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital und durchschnittliche Active Equity auf konzernebenewerden werden berechnet auf Basis der effektiven ausgewiesen Steuerquote des Konzerns.

Ergebnis vor Steuern

−1.817

1.439

−774

684

−2.596

−2.264

−770

−6.097

Ertragsteueraufwand/-ertrag (–)

0

0

0

0

0

0

0

−675

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (–)

−1.174

930

−500

442

−1.677

−1.463

−3.331

−6.772

Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis

0

0

0

0

0

0

−21

−21

Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis

−1.174

930

−500

442

−1.677

−1.463

−3.353

−6.794

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital

24.675

12.483

10.265

5.719

7.798

6.755

1.361

69.055

Zuzüglich (abzüglich): Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

−2.160

−1.336

−2.301

−4.797

−2.247

−585

−482

−13.909

Durchschnittliches materielles Eigenkapital

22.515

11.146

7.964

922

5.551

6.170

879

55.146

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank- Aktionären zurechenbaren Eigenkapital)

−5 %

7 %

−5 %

8 %

−22 %

N/A

N/A

−10 %

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital)1

−5 %

8 %

−6 %

48 %

−30 %

N/A

N/A

−12 %

 

2014

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

Global Markets

Corporate & Invest­ment Banking

Private, Wealth and Commercial Clients

Deutsche Asset Manage­ment

Postbank

Non-Core Oper­ations Unit

Consoli­dation & Adjust­ments and Other

Insgesamt

1

Eigenkapitalrendite nach Steuern basierend auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital und durchschnittliche Active Equity auf konzernebenewerden werden berechnet auf Basis der effektiven ausgewiesen Steuerquote des Konzerns.

Ergebnis vor Steuern

1.843

2.306

1.070

674

−123

−2.419

−236

3.116

Ertragsteueraufwand/-ertrag (–)

0

0

0

0

0

0

0

−1.425

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (–)

1.198

1.499

696

438

−80

−1.572

−488

1.691

Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis

0

0

0

0

0

0

−28

−28

Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis

1.198

1.499

696

438

−80

−1.572

−516

1.663

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital

20.569

10.512

9.183

5.144

8.134

7.724

143

61.410

Zuzüglich (abzüglich): Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

−1.880

−1.093

−2.094

−4.485

−2.808

−600

−1.339

−14.299

Durchschnittliches materielles Eigenkapital

18.690

9.419

7.089

658

5.326

7.124

−1.196

47.111

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank- Aktionären zurechenbaren Eigenkapital)

6 %

14 %

8 %

9 %

−1 %

N/A

N/A

3 %

Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital)1

6 %

16 %

10 %

67 %

−2 %

N/A

N/A

4 %

Bereinigte Kosten

Die bereinigte Kostenbasis ein eine Kernfinanzkennzahl aus unseren Zielen, die ursprünglich im Oktober 2015 bekanntgegeben wurden. Die bereinigte Kostenbasis ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und vergleichbar mit der IFRS Messgröße Zinsunabhängigen Aufwendungen insgesamt abzüglich (i) Wertberichtigungen auf Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte, (ii) Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten, (iii) Aufwendungen im Versicherungsgeschäft und (iv) Restrukturierung und Abfindungszahlungen. Aufwendungen im Versicherungsgeschäft ergaben sich aus dem Geschäftsbetrieb der Abbey Life, die gegen Ende 2016 veräußert wurde, und werden sich somit in künftigen Jahren nicht ergeben. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der zinsunabhängigen Aufwendungen insgesamt ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Kosten im Zusammenhang mit unseren operativen Geschäftsbereichen ermöglicht.

Konzern, in Mio €

2016

2015

Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt

29.442

38.667

Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

1.256

5.776

Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten

2.397

5.218

Aufwendungen im Versicherungsgeschäft

374

256

Restrukturierung und Abfindungszahlungen

681

965

Bereinigte Kostenbasis

24.734

26.451

Global Markets, in Mio €

2016

2015

Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt

9.084

12.599

Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

285

1.568

Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten

591

2.603

Aufwendungen im Versicherungsgeschäft

Restrukturierung und Abfindungszahlungen

191

166

Bereinigte Kostenbasis

8.017

8.262

Corporate & Investment Bank, in Mio €

2016

2015

Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt

5.119

6.266

Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

600

Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten

17

329

Aufwendungen im Versicherungsgeschäft

Restrukturierung und Abfindungszahlungen

192

88

Bereinigte Kostenbasis

4.910

5.249

Private, Wealth and Commercial Clients, in Mio €

2016

2015

Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt

6.394

7.983

Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

1.011

Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten

(1)

41

Aufwendungen im Versicherungsgeschäft

Restrukturierung und Abfindungszahlungen

177

595

Bereinigte Kostenbasis

6.219

6.336

Deutsche Asset Management, in Mio €

2016

2015

Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt

3.223

2.336

Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

1.021

Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten

(0)

1

Aufwendungen im Versicherungsgeschäft

374

256

Restrukturierung und Abfindungszahlungen

69

8

Bereinigte Kostenbasis

1.759

2.071

Postbank, in Mio €

2016

2015

Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt

2.815

5.497

Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

2.597

Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten

58

14

Aufwendungen im Versicherungsgeschäft

Restrukturierung und Abfindungszahlungen

29

83

Bereinigte Kostenbasis

2.729

2.802

Non-Core Operations Unit, in Mio €

2016

2015

Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt

2.701

3.006

Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

(49)

Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten

1.750

1.849

Aufwendungen im Versicherungsgeschäft

Restrukturierung und Abfindungszahlungen

23

25

Bereinigte Kostenbasis

977

1.132

Consolidation & Adjustments and Other, in Mio €

2016

2015

Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt

106

980

Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten

(18)

380

Aufwendungen im Versicherungsgeschäft

Restrukturierung und Abfindungszahlungen

1

Bereinigte Kostenbasis

123

600

Nettovermögen und materielles Nettovermögen je ausstehende Stammaktie

Das Nettovermögen und das materielle Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) sind finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Sie werden von Investoren und Analysten als verlässliche Kennzahlen zur Beurteilung der Kapitaladäquanz genutzt. Das Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) errechnet sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital dividiert durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag ausstehenden Stammaktien (unverwässert). Das materielle Nettovermögen errechnet sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital abzüglich der Position „Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte“. Das materielle Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) entspricht dann dem materiellen Nettovermögen dividiert durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag ausstehenden Stammaktien (unverwässert).

Materielles Nettovermögen

in Mio €

 

 

 

Veränderung 2016
gegenüber 2015

Veränderung 2015
gegenüber 2014

(sofern nicht anders angegeben)

2016

2015

2014

in Mio €

in %

in Mio €

in %

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital (Nettovermögen)

59.833

62.678

68.351

–2.845

–5

–5.673

–8

Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte

–8.982

–10.078

–14.951

1.096

–11

4.873

–33

Materielles Nettovermögen

50.851

52.600

53.400

–1.749

–3

–800

–1

Ausstehende Stammaktien

in Mio €

 

 

 

Veränderung 2016
gegenüber 2015

Veränderung 2015
gegenüber 2014

(sofern nicht anders angegeben)

2016

2015

2014

in Mio €

in %

in Mio €

in %

Anzahl ausgegebene Stammaktien

1.379,3

1.379,3

1.379,3

0

0

0

0

Ausstehende Aktien:

 

 

 

 

 

 

 

Aktien im Eigenbestand

–0,2

–0,4

–0,3

0,2

–45,8

–0,1

44,1

Gewährte Aktienrechte

20,8

8,9

6,8

11,9

133,7

2,1

31,6

Ausstehende Stammaktien

1.399,9

1.387,8

1.385,8

12,1

0,9

2,0

0,1

 

 

 

 

 

 

 

 

Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) in €

42,74

45,16

49,32

–2,42

–5,4

–4,16

–8,4

Materielles Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) in €

36,33

37,90

38,53

–1,57

–4,1

–0,63

–1,6

Fully loaded CRR/CRD 4 Measures

Unsere regulatorischen Aktiva, Risikopositionswerte, risikogewichtete Aktiva, regulatorisches Kapital und regulatorische Quoten die sich hieraus ergeben, werden für aufsichtsrechtliche Zwecke berechnet und basieren innerhalb dieses Dokuments auf den Regelungen gemäß CRR/CRD 4. CRR/CRD 4 erlaubt Übergangsregeln gemäß denen Kapitalinstrumente, die nach dem neuen Regelwerk nicht länger anerkannt werden, sukzessive auslaufen, während die neuen Regeln zu aufsichtsrechtlichen Anpassungen schrittweise eingeführt werden. Derartige Übergangsregelungen bestehen ebenfalls für die Risikogewichtung bestimmter Vermögenswerte. In manchen Fällen behält die CRR/CRD 4 Übergangsregeln bei, die bereits in früheren Kapitaladäquanz-Rahmenwerke wie Basel 2 beziehungsweise Basel 2.5, eingeführt wurden. Diese Übergangsregeln regeln beispielsweise die Risikogewichtung bestimmter Kategorien von Aktiva. Soweit nicht anders angegeben unterliegen unsere CRR/CRD 4 Solvabilitätsmessgrößen zum 31. Dezember 2016, zum 31. Dezember 2015, und zum 31. Dezember 2014 in diesem Dokument diesen Übergangsregeln.

Weiterhin befinden sich in diesem Dokument CRR/CRD 4 Messgrößen auf Basis der Vollumsetzung, die die Vollanwendung der finalen CRR/CRD 4 Regelungen darstellt, ohne die Übergangsregelungen gemäß CRR/CRD 4 zu berücksichtigen, außer in den unten dargestellten Ausnahmefällen.

Die Übergangsregeln enthalten Regelungen, welche die Nutzung von Bestandschutzregelungen für Kapitalbeteiligungen mit einem Risikogewicht von 100 % erlauben. Unter den Regeln der CRR/CRD 4 (Vollumsetzung) würden dabei nach Artikel 155 CRR Risikogewichte zwischen 190 % und 370 % zur Anwendung kommen. Obwohl diese Bestandschutzregelung nicht im Rahmen der CRR/CRD 4-Vollumsetzung gültig sein wird, nutzen wir sie dort weiterhin für eine kleine Anzahl an Beteiligungspositionen, begründet durch unser Ziel, die Auswirkungen des Auslaufs der Bestandschutzregelung durch eine Veräußerung dieser Positionen bis zum Jahresende 2017 oder anderer Maßnahmen zu begegnen. Wir beobachten eng die aktuellen Marktentwicklungen und mögliche Auswirkungen von illiquiden Märkten oder ähnlichen Erschwernissen, die eine Veräußerung dieser Positionen verhindern könnten.

Zum 31. Dezember 2016 belief sich unser Beteiligungsportfolio, für das wir die Bestandsschutzregelung für Beteiligungspositionen angewandt haben, bestehend aus 15 Transaktionen, auf einen Gesamtwert von 220 Mio €. Ohne Fortsetzung der Anwendung der Bestandsschutzregelung für diese Transaktionen würden sich deren RWA gemäß CRR/CRD 4-Vollumsetzung auf maximal 816 Mio € belaufen, die RWA insgesamt somit auf maximal 358,1 Mrd € zum 31. Dezember 2016. Im Gegensatz dazu hat der Konzern unter Anwendung der Bestandschutzregelung risikogewichtete Aktiva (in Vollumsetzung) in Höhe von 357,5 Mrd € ausgewiesen. Würden wir die zugehörigen Harte Kernkapitalquote, Kernkapitalquote und Gesamtkapitalquote unter Nutzung von 358,1 Mrd € RWA berechnen, so blieben diese (aufgrund von Rundungen) unverändert bei jeweils 11,8 %, 13,1 % und 16,6 % die wir unter Anwendung der Bestandschutzregelung angeben.

Zum 31. Dezember 2015 belief sich unser Beteiligungsportfolio, für das wir die Bestandsschutzregelung für Beteiligungspositionen angewandt haben, auf einen Gesamtwert von maximal 1,5 Mrd €. Ohne Anwendung der Bestandsschutzregelung für diese Transaktionen würden sich deren RWA gemäß CRR/CRD 4-Vollumsetzung auf maximal 5,4 Mrd € belaufen, die RWA insgesamt somit auf maximal 400,7 Mrd € zum 31. Dezember 2015. Würden wir die zugehörigen Harte Kernkapitalquote, Kernkapitalquote und Gesamtkapitalquote ohne die Anwendung der Bestandsschutzregelung berechnen, so würden diese sich auf 11,0 %, 12,1 % und 15,2 % belaufen anstatt 11,1 %, 12,3 % und 15,4 %, die wir unter Anwendung der Bestandschutzregelung angeben.

Da die finale Implementierung der CRR/CRD 4 von unseren Erwartungen abweichen kann und zudem die Annahmen und Schätzungen unserer Wettbewerber über die Implementierung variieren kann, sind unsere CRR/CRD 4 Kennzahlen (Vollumsetzung) möglicherweise nicht mit ähnlich bezeichneten Messgrößen unserer Wettbewerber vergleichbar, da deren Annahmen und Einschätzungen von unseren abweichen könnten.

Wir sind der Ansicht, dass diese CRR/CRD 4 Messgrößen (Vollumsetzung) nützliche Informationen für Investoren darstellen, da sie den Fortschritt hin zur Anwendung der neuen aufsichtsrechtlichen Kapitalstandards widerspiegeln. Weiterhin haben viele unserer Wettbewerber CRR/CRD 4 Messgrößen ebenfalls in Vollumsetzung angegeben.

Eine nähere Beschreibung der CRR/CRD 4 (Vollumsetzung) angewandten Messgrößen, sowie die Unterschiede zu den angewandten CRR/CRD 4 (Übergangsregelungen) Regeln ist im Kapitel “Lagebericht: Risikobericht: Materielles Risiko und Kapitalperformance: Kapital- und Verschuldungsquote” zu finden, dort im Besonderen unter den Unterkapitel “Entwicklung des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals”, “Entwicklung der risikogewichteten Aktiva (RWA)” und “Verschuldungsquote”.