Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Deutsche Asset Management

Deutsche Asset Management (Deutsche AM), bleibt ein Kerngeschäft für die Deutsche Bank. Um zukünftige Wachstumsmöglichkeiten besser nutzen zu können und dessen intrinsischen Wert zu generieren, beabsichtigen wir, einen Minderheitenanteil des Geschäftes der Deutschen AM im Rahmen eines Börsenganges zu verkaufen. Dies soll das Geschäft als weltweit führender Asset Manager positionieren und es mit Flexibilität auszustatten, um das Geschäftsmodell zu erweitern und Ressourcen optimal zu nutzen.

Wir glauben, dass Deutsche AM positioniert ist, auf die Herausforderungen der Branche zu antworten und Chancen zu nutzen, indem breite Investmentangebote mit sorgfältigen Geschäftsentscheidungen und Ausführungen kombiniert werden. Für 2017 rechnen wir mit zahlreichen Herausforderungen, unter anderem einem unsicheren politischen und weltwirtschaftlichen Ausblick, volatilen Aktien- und Schuldenmärkten in Verbindung mit einem verschärften Wettbewerb und steigenden regulatorischen Kosten. Das Wachstum wird in den Industrieländern voraussichtlich relativ stabil bleiben. Für die USA hingegen wird mit einer Stärkung des Wachstums gerechnet, während das Wachstum in Europa moderat nachlässt und in vielen Schwellenländern ein langsameres Wachstum und eine erhöhte Volatilität verzeichnet werden dürften. Diese Entwicklungen werden sich auf die Risikoneigung von Investoren sowie möglicherweise auf Managementgebühren und Mittelzuflüsse auswirken. Neben zunehmenden Abweichungen zwischen den USA und dem Rest der Welt hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen sind weltweit weitere Marktschwankungen möglich. Während dieser für Investoren unsicheren Phase wird Deutsche AM weiterhin seine Aufgaben als vertrauensvoller Partner und Anbieter von Investmentlösungen für unsere Kunden wahrnehmen.

Wir sind optimistisch, dass die langfristigen Wachstumstrends unsere Leistungsfähigkeiten im Bereich passiver Produkte, einschließlich Index- und börsengehandelte Produkte, und im Bereich aktiver Produkte, über klassische und alternative Investments, unter anderem Sachwerte sowie Multi-Asset-Lösungen, begünstigen werden. Zusätzlich erwarten wir aufgrund demografischer Entwicklungen ein weiteres Wachstum bei Lösungen für die Altersvorsorge und bei ergebnisorientierten Lösungen, insbesondere in Industrieländern. Dennoch sind wir vor dem Hintergrund des volatilen Nettomittelaufkommens und der Marktschwankungen im Geschäftsjahr 2016 zurückhaltend, was den Vermögensanlagebereich und die Ertragserwartungen für das Geschäftsjahr 2017 anbelangt. Mit den bestehenden Produkten und den geplanten Neueinführungen beabsichtigt der Bereich Deutsche AM mittelfristig seinen Marktanteil auszubauen.

Es wird branchenweit mit einer Zunahme der Vermögenswerte und des Ertragspools – wenn auch mit einer im Vergleich zu den Vorjahren niedrigeren organischen Wachstumsrate – gerechnet, was den Druck auf die Branche, die sich bereits mit einem Provisionsdruck, einem wachsenden Regulierungsaufwand sowie einem starken Wettbewerb konfrontiert sieht, weiter erhöht. In Anbetracht dieser Herausforderungen werden wir unsere Wachstumsinitiativen durch die Beibehaltung der Disziplin bezüglich unserer Kostenbasis ausgleichen. Im Geschäftsjahr 2017 wollen wir das Effizienzsteigerungspotenzial aus abgeschlossenen Plattforminvestitionen, wie etwa der Implementierung einer marktführenden einheitlichen Front- und Middle-Office-Investment-IT-Lösung, ausschöpfen und weitere Verbesserungen an der operativen Plattform vornehmen, um den Kundenservice weiterzuentwickeln, die Geschäftskontrollen auszubauen und die Effizienz zu erhöhen.

Für das Jahr 2017 erwarten wir, dass die Erträge exklusive der Auswirkungen aus Marktwertbewegungen im Versicherungsportfolio von Abbey Life im Vergleich zum Jahr 2016 durch den Verkauf von Abbey Life sowie des Geschäftes von Deutsche AM in Indien geringer ausfallen werden. Im Gegenzug erwarten wir auf der Kostenseite entsprechende gegenläufige Effekte durch die Abgänge der oben beschriebenen Geschäfte sowie durch weitere operationale Effizienzsteigerungen.