Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Unternehmerische Verantwortung

Der Ansatz der Deutschen Bank zur unternehmerischen Verantwortung (Corporate Responsibility, CR) richtet sich an den drei Säulen der Nachhaltigkeit aus, um wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Werte zu schaffen. Er soll zu einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie beitragen, die finanziellen Erfolg mit der Wahrnehmung ökologischer und sozialer Verantwortung verbindet.

Die Bank will nachhaltige Geschäfte fördern, für mehr Transparenz sorgen und ihre Risikoprozesse im Kerngeschäft so gestalten, dass negative Auswirkungen auf die Umwelt oder die Zivilgesellschaft vermieden werden. Darüber hinaus ist sie bestrebt, ihren Geschäftsbetrieb nachhaltig zu gestalten und ihre Verantwortung als Unternehmensbürger wahrzunehmen.

Der Ansatz der Bank zur unternehmerischen Verantwortung steht im Einklang mit ihrem Verhaltens- und Ethikkodex. Er spiegelt sich in den Maßnahmen, Richtlinien und Prozessen der Bank wider. Die Bank unterstreicht ihr Verständnis von Verantwortung mit der förmlichen Verpflichtung zu international anerkannten Standards und Grundsätzen. Dazu gehören insbesondere die zehn Prinzipien des UN Global Compact.

Weitere Informationen zur Unternehmerischen Verantwortung finden Sie in unserem Onlinebericht unter cr-bericht.db.com/de/16 und unter db.com/gesellschaft.

  • Umwelt- und Sozialrisiken: Das Rahmenwerk der Bank zum Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken (ES-Risikorahmenwerk) bildet die Basis für den Umgang der Bank mit Umwelt- und Sozialrisiken (ES-Risiken). Es ist Teil ihrer konzernweit gültigen Richtlinien zur Steuerung von Reputationsrisiken und beschreibt die Anforderungen der Bank an den Prüfungsprozess für diese Risiken. Darüber hinaus definiert es Kriterien, die die Einbeziehung des Nachhaltigkeitsteams der Bank in den Prüfungsprozess verpflichtend machen. Im Jahr 2016 hat das Nachhaltigkeitsteam der Bank 727 (31. Dezember 2015: 1.346) Kundenbeziehungen und Transaktionen einer besonderen ES-Prüfung unterzogen. Die gesunkene Zahl beruht auf überarbeiteten und verschärften Eskalationskriterien und Schulungsmaßnahmen, die zu einer verbesserten Anwendung des ES-Risikorahmenwerks führten. Die Bank hält zudem unverändert zu ihrer Erklärung zu Menschenrechten fest, die im Einklang mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte steht. Im Jahr 2016 lag der Schwerpunkt insbesondere darauf, das Wissen über und das Bewusstsein für die Bedeutung von Menschenrechtsthemen in der Bank zu stärken. Darüber hinaus beschäftigte sich die Bank mit der Umsetzung des britischen Gesetzes zur Bekämpfung moderner Sklaverei (UK Modern Slavery Act).
  • ESG im Asset Management: Ende des Jahres 2016 verwaltete Deutsche Asset Management (Deutsche AM) Vermögenswerte in Höhe von rund 10 Mrd €, bei deren Anlage ESG-Kriterien in besonderem Maße berücksichtigt wurden (31. Dezember 2015: 7,7 Mrd €). Zudem entwickelte der Geschäftsbereich eine Erklärung für verantwortungsvolles Investieren. Die Erklärung beschreibt das ESG-Verständnis von Deutsche AM. Sie umfasst zudem internationale Leitlinien, die dem ESG-Ansatz von Deutsche AM zugrunde liegen und stellt dar, wie ESG-Kriterien in Geschäfts- und Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden.
  • Klimawandel und erneuerbare Energien: Die Bank hat ihre interne Richtlinie zur Finanzierung von Kohleabbau und Kohlekraft überarbeitet. Mit Wirkung ab Dezember 2016 werden die Deutsche Bank und ihre Tochtergesellschaften keine Finanzierungsverpflichtungen für neue Projekte zur Förderung von Kraftwerkskohle und den Neubau von Kohlekraftwerken eingehen. Darüber hinaus wird die Bank ihr derzeitiges Engagement im Bereich Kraftwerkskohle schrittweise verringern. Darüber hinaus arrangierte die Bank im Jahr 2016 Finanzmittel in Höhe von 3,9 Mrd € für Kundenprojekte im Bereich erneuerbare Energien mit einer Gesamtkapazität von über 3.480 Mega-Watt. Die Deutsche Bank wurde als weltweit erste Geschäftsbank als Implementierungsinstitution für den UN Green Climate Fund akkreditiert. Im Jahr 2016 genehmigte der Fund eine Investition in Höhe von rund 74,4 Mio € in das Green Energy Access Program, einen neuen Fund von Deutsche AM zur Finanzierung erneuerbarer Energien in Afrika. Die Investition trägt zu den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) bei.
  • Klimaneutralität des Geschäftsbetriebs: Die Bank gestaltete ihren Geschäftsbetrieb erneut CO2-neutral. Sie investierte in Energieeffizienz-Projekte, nutzte erneuerbare Energien und neutralisierte ihre unvermeidbaren CO2-Emissionen durch den Erwerb und die Stilllegung von hochwertigen Ausgleichszertifikaten.
  • Gesellschaftliche Herausforderungen angehen: Als verantwortungsvoller Unternehmensbürger setzt sich die Deutsche Bank weltweit dafür ein, Gemeinschaften und die Wirtschaft vor Ort zu stärken. Unter dem Dach von Born to Be unterstützt sie Bildungsprojekte, die jungen Menschen helfen, ihr Potential zu entfalten, und ihnen den Zugang zu Bildungs- und Beschäftigungsangeboten erleichtern. Mit Made for Good begleitet die Bank Unternehmen, die die Gesellschaft voranbringen, bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee und auf dem Weg zu wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Darüber hinaus trägt die Bank zur Stabilisierung benachteiligter Gemeinden bei und fördert Initiativen, die bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen schaffen. Sie kooperiert eng mit Partnern aus dem öffentlichen Sektor, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft. Darüber hinaus ermutigt die Bank ihre Mitarbeiter mit ihrem Plus You-Programm, sich persönlich oder bei Spendenaktionen für gemeinnützige Einrichtungen zu engagieren. Der Beitrag der Bank zur gesellschaftspolitischen Diskussion verstärkt die Wirkung ihres sozialen Engagements. Mit einer Fördersumme in Höhe von 73,5 Mio € (31. Dezember 2015: 76,8 Mio €) zählten die Deutsche Bank und ihre Stiftungen erneut zu den engagiertesten Unternehmensbürgern weltweit. Im Jahr 2016 profitierten rund 4,9 Millionen Menschen (31. Dezember 2015: 4,7 Millionen) von ihren gesellschaftlichen und kulturellen Initiativen. 1,35 Millionen Jugendliche (31. Dezember 2015: 1,3 Millionen) nahmen an den Born to Be-Projekten teil, mehr als 9.800 Sozialunternehmer profitierten im Berichtsjahr vom Förderprogramm Made for Good.16.651 Mitarbeiter (20 % der Belegschaft) waren weltweit fast 188.000 Stunden als Corporate Volunteer aktiv (31. Dezember 2015: 17.382, 22 % der Belegschaft), um gemeinnützigen Organisationen ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung zur Verfügung zu stellen.