Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Struktur und Instrumente der variablen Vergütung

Die Vergütungsstrukturen der Bank sind so ausgestaltet, dass Mitarbeiter nicht dazu verleitet werden sollen, unangemessene Risiken einzugehen. Sie sollen sicherstellen, dass die Ausrichtung der variablen Vergütung an der nachhaltigen Wertentwicklung des Konzerns mit steigender Verantwortung und Gesamtvergütung zunimmt. Die Bank ist weiterhin der Ansicht, dass die Verwendung von Aktien oder aktienbasierten Instrumenten als Vergütungsbestandteile ein wirksames Mittel sind, um Vergütung mit der langfristigen Performance der Bank und den Interessen der Aktionäre in Einklang zu bringen. Durch die Verwendung von Deutsche Bank-Aktien wird der Wert der Vergütung für die Mitarbeiter unmittelbar mit dem Kurs der Deutsche Bank-Aktie über den Zurückbehaltungszeitraum und gegebenenfalls die Haltefrist verknüpft.

Wie in den Vorjahren hat sich die Bank dazu entschieden, über die regulatorischen Vorgaben hinauszugehen. Dies bedeutet, dass die Bank Strukturen und Restriktionen aufgestellt hat, die über einige derzeitige Vergütungsanforderungen hinausgehen. 40 % der variablen Vergütung von Material Risk Takers (MRTs) (60 % für Geschäftsleiter) werden für einen Zeitraum von vier Jahren aufgeschoben und in jährlichen Tranchen ausgezahlt. Darüber hinaus hat die Bank einen sogenannten „Senior Leadership Cadre“ (SLC) identifiziert. Diese Gruppe umfasst Führungskräfte der höchsten Ebene, die die langfristige Stärke und den Erfolg der Bank beeinflussen und diesen sicherstellen sollen. Um die Vergütung dieser Gruppe noch stärker am langfristigen, nachhaltigen Erfolg der Bank auszurichten, unterliegt die aufgeschoben gewährte aktienbasierte Vergütung einem Zurückbehaltungszeitraum von viereinhalb Jahren ohne zwischenzeitliches Vesting („Cliff-Vesting“). Wie für die Geschäftsleiter beläuft sich der Anteil der zurückbehaltenen variablen Vergütung auf 60 %.

Alle MRTs erhalten 50 % ihrer aufgeschobenen variablen Vergütung in Form von Restricted Equity und die verbleibenden 50 % in Form von Restricted Cash. Zusätzlich werden 50 % der sofort fälligen variablen Vergütung ebenfalls aktienbasiert vergeben. Alle Aktienanteile sind für MRTs nach der Unverfallbarkeit jeder Tranche mit einer Haltefrist versehen, während der die Mitarbeiter nicht über ihre Aktien verfügen können. Diese Vorgaben gelten in Übereinstimmung mit Vorgaben der BaFin nicht für MRTs mit einer variablen Vergütung von weniger als 50.000 €. Aufgrund des eingeschränkten Pools der variablen Vergütung für 2016, haben 1.947 MRTs eine variable Vergütung von weniger als 50.000 € und daher ihre variable Vergütung vollständig als sofort fällige Barzahlung erhalten.

Die Bank hat entschieden, dass die Vergütungsstrukturen für MRTs auch auf alle anderen Führungskräfte (Corporate Titles „Vice President“, „Director“ und „Managing Director“), die nicht als MRT identifiziert wurden, angewandt werden. Ausnahmen sind, dass eine sofort fällige Vergütung zu 100 % in bar gewährt wird und dass die aktienbasierten Elemente keiner zusätzlichen Haltefrist unterliegen.

Überblick über die Vergütungskomponenten