Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Überblick über Vergütungsentscheidungen für 2016

Ein transparenter und nachhaltiger Vergütungsansatz für die Mitarbeiter ist ein wichtiges Element, um eine bessere und stärkere Bank zu schaffen. Vor diesem Hintergrund ist es ein Kernziel der Ziele, die ursprünglich im Oktober 2015 bekanntgegeben wurden, das Vergütungssystem enger mit dem Verhalten der Mitarbeiter und den Ergebnissen der Bank zu verknüpfen. Für das Jahr 2016 hat der Vorstand zwei wesentliche Entscheidungen getroffen, die die Entschlossenheit der Bank, dieses Ziel zu erreichen, unterstreichen.

Zum einen hat die Bank ein neues Vergütungsrahmenwerk eingeführt, das nachhaltige Leistung auf allen Ebenen der Bank fördern und belohnen soll. Es wendet eine konsistente Logik für die Strukturierung der Gesamtvergütung an, indem Richtwerte für das Verhältnis zwischen fixen und variablen Vergütungselementen entwickelt wurden, die von der Verantwortungsstufe der Mitarbeiter sowie deren Bereich oder Funktion abhängen. Variable Vergütung besteht nun grundsätzlich aus zwei Elementen – einer „Gruppenkomponente“ und einer „individuellen Komponente“. Die „Gruppenkomponente“ soll die variable Vergütung der Mitarbeiter unmittelbar und transparent an den Ergebnissen der Bank und der Erreichung der Ziele der Strategie ausrichten. Die „individuelle Komponente“ berücksichtigt dagegen diskretionär geschäftsbereichsbezogene und individuelle Performance.

Zum anderen hat der Vorstand entschieden, angesichts der Ergebnislage für 2016 den Gesamtbetrag der variablen Vergütung deutlich zu reduzieren. Im Verlauf des Jahres 2016 hat die Bank zwar ihre Widerstandsfähigkeit demonstriert, insbesondere dank des Einsatzes und Engagements ihrer Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang konnte die Bank auch erhebliche Fortschritte bei der Erreichung ihrer strategischen Ziele verzeichnen, vor allem in Bezug auf den Abschluss von maßgeblichen Verfahren sowie bei der Restrukturierung der Bank. Auch wenn die Bank mit diesen Schritten vorankam, mussten die Vergütungsentscheidungen für 2016 aber dem Umstand Rechnung tragen, dass 2016 ein herausforderndes Jahr für die Bank war. Der Vorstand ist sich bewusst, dass es noch viel zu tun gibt, um die Bank wieder robuster und profitabler zu machen. Darüber hinaus mussten die Vergütungsentscheidungen die finanziellen Belastungen durch den Abschluss von maßgeblichen Verfahren sowie die daraus resultierenden Finanzergebnisse berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand entschieden, dass eine erhebliche Kürzung der variablen Vergütung für 2016 unumgänglich ist, sowohl in Anbetracht des Jahresergebnisses als auch, um ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen den Interessen der Aktionäre und Mitarbeiter zu schaffen. Das gilt gerade in Zeiten, in denen zahlreiche Arbeitsplätze wegfallen und die Aktionäre lediglich eine geringe jährliche Dividende erhalten. In diesem Kontext haben die Führungskräfte der Bank (Corporate Titles „Vice President“, „Director“ und „Managing Director“) für 2016 keine individuelle variable Komponente, sondern lediglich die „Gruppenkomponente“ erhalten. Diese Entscheidung hat wesentlich zu einem Gesamtbetrag der variablen Vergütung von 0,5 Mrd € beigetragen, was einen Rückgang von rund 77 % im Vergleich zu 2015 darstellt.

Der Vorstand ist sich der Tragweite, die diese Entscheidung für die Mitarbeiter darstellt, bewusst. Allerdings dient diese Entscheidung dem langfristigen Erfolg und ist ein wesentlicher Beitrag, um die Bank in Zukunft wieder erfolgreicher zu machen. Um dies zu unterstreichen, hat der Vorstand seinerseits für das Geschäftsjahr 2016 freiwillig auf eine variable Vergütung verzichtet.

Um eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern, deren Positionen ganz besonders entscheidend für den zukünftigen Erfolg der Bank sind, langfristig an die Bank zu binden, wurde zu Beginn des Jahres 2017 ein längerfristiges Anreizprogramm eingeführt (sogenannte „Retention Awards“). Diese zu einem großen Teil in Aktien gewährten Awards werden vollständig für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren, zuzüglich einer weiteren zwölfmonatigen Haltefrist, aufgeschoben.