Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Vermögenslage

 

 

 

Veränderung 2016
gegenüber 2015

in Mio €

31.12.2016

31.12.2015

in Mio €

in %

Barreserven und Zentralbankeinlagen

181.364

96.940

84.424

87

Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken)

11.606

12.842

−1.236

−10

Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos) und Wertpapierleihen

36.368

56.013

−19.645

−35

Handelsaktiva

171.044

196.035

−24.991

−13

Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten

485.150

515.594

−30.444

−6

Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte

87.587

109.253

−21.666

−20

davon:

 

 

 

 

Forderungen aus Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos)

47.404

51.073

−3.669

−7

Forderungen aus Wertpapierleihen

21.136

21.489

−353

−2

Forderungen aus dem Kreditgeschäft

408.909

427.749

−18.840

−4

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

3.206

0

3.206

N/M

Forderungen aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung

105.100

94.939

10.161

11

Übrige Aktiva

100.213

119.765

−19.552

−16

Summe der Aktiva

1.590.546

1.629.130

−38.584

−2

Einlagen

550.204

566.974

−16.770

−3

Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Wertpapierpensionsgeschäften (Repos) und Wertpapierleihen

29.338

13.073

16.265

124

Handelspassiva

57.029

52.304

4.725

9

Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten

463.858

494.076

−30.218

−6

Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verpflichtungen

60.492

44.852

15.640

35

davon:

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Wertpapierpensionsgeschäften (Repos)

50.397

31.637

18.760

59

Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihen

1.298

554

744

134

Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen

17.295

28.010

−10.715

−38

Langfristige Verbindlichkeiten

172.316

160.016

12.300

8

Verbindlichkeiten aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung

122.019

134.637

−12.618

−9

Übrige Passiva

53.176

67.564

−14.388

−21

Summe der Verbindlichkeiten

1.525.727

1.561.506

−35.779

−2

Eigenkapital einschließlich Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

64.819

67.624

−2.805

−4

Entwicklung der Aktiva

Die gesamten Aktiva sind im Vergleich zum Jahresende 2015 um 38,6 Mrd €39 Mrd € (oder 2 %) zurückgegangen.

Der Nettorückgang wurde hauptsächlich von einem Rückgang der positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten um 30,4 Mrd € getrieben, der überwiegend auf Zinssatzschwankungen entfiel, da Änderungen in den Zinsstrukturkurven entgegengesetzt korreliert mit den Marktwerten unserer Zinsderivate-Produkte waren.

Handelsaktiva gingen um 25,0 Mrd € zurück, hauptsächlich getrieben durch Schuldverschreibungen aufgrund einer geringeren Kundennachfrage und fallender Märkte sowie infolge des Risikoabbaus unseres Handelsbuchs in unserer Non-Core Operations Unit.

Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos) sowie Wertpapierleihen, sowohl auf Basis fortgeführter Anschaffungskosten als auch zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sind zusammen um 23,7 Mrd € zurückgegangen. Haupttreiber hierfür war ein geringerer Finanzierungsbedarf sowohl auf Kundenbilanz- als auch auf Bank-Seite sowie durch einen niedrigeren Bedarf zur Abdeckung von Short-Positionen.

Forderungen aus dem Kreditgeschäft verringerten sich um 18,8 Mrd €, hauptsächlich aufgrund eines gesteuerten Abbaus in Corporate & Investment Banking, vor allem im Bereich Trade Finance / Cash Management, und unserer Non-Core Operations Unit, auch mit dem Ziel der Reduktion risikogewichteter Aktiva.

Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos) sowie Wertpapierleihen, die bereits oben behandelt wurden, gingen um 17,6 Mrd € zurück, hauptsächlich als Folge des Verkaufs von Abbey Life im vierten Quartal.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (in den Übrigen Aktiva enthalten) verringerten sich um 17,4 Mrd €, überwiegend aufgrund von Verkaufsaktivitäten von festverzinslichen Titeln als Teil unserer strategischen Liquiditätsreserve mit der Absicht des Abbaus risikogewichteter Aktiva sowie aufgrund des Verkaufs von Abbey Life.

Die erwähnten Rückgänge wurden durch eine Erhöhung der Barreserven und Zentralbankeinlagen zusammen mit Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken) um 83,2 Mrd € teilweise ausgeglichen. Diese Erhöhung wurde überwiegend durch ein erhöhtes Volumen von Wertpapierpensionsgeschäften (Repo) im Rahmen unserer strategischen Liquiditätsreserve sowie anderen zahlungsmittelgenerierenden Aktivitäten wie dem gesteuerten Abbau von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, wie bereits oben erläutert, getrieben.

Forderungen aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung erhöhten sich um 10,2 Mrd €, hauptsächlich bedingt durch einen Anstieg der Forderungen aus schwebenden Lieferpositionen im Vergleich zum Rekord-Tiefstand per Jahresende 2015.

Beginnend in 2016 haben wir bestimmte Anlagen in Wertpapieren als Teil unserer strategischen Liquiditätsreserve von der Position „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ in die Position „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere“ umgewidmet. Die zum 31. Dezember 2016 in der Position „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere“ berichteten 3,2 Mrd € entsprechen einem Rückgang über den gleichen Betrag in der Position „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ (in den Übrigen Aktiva enthalten).

Die Gesamtveränderung der Bilanz beinhaltet einen Anstieg in Höhe von 7,2 Mrd € aus Wechselkursveränderungen, hauptsächlich bedingt durch die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Diese durch Wechselkursveränderungen bedingten Effekte sind auch in den Veränderungen pro Bilanzposition enthalten, die in diesem Abschnitt diskutiert werden.

Entwicklung der Verbindlichkeiten

Die Summe der Verbindlichkeiten ging zum 31. Dezember 2016 um 35,8 Mrd € (oder 2 %) gegenüber dem Jahresende 2015 zurück.

Der Gesamtrückgang war überwiegend durch eine Verringerung der negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten um 30,2 Mrd € auf einen Rekord-Tiefstand getrieben, welcher hauptsächlich auf die gleichen Ursachen zurückzuführen war, die für positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten bereits oben beschrieben wurden.

Einlagen verringerten sich um 16,8 Mrd € während der Berichtsperiode, insbesondere durch Mittelabflüsse im dritten Quartal aufgrund einer negativen Wahrnehmung der Marktteilnehmer gegenüber der Deutschen Bank. Dieser Rückgang konnte jedoch durch einen Anstieg im vierten Quartal infolge verschiedener Initiativen zur Gewinnung von Einlagen, insbesondere in Corporate and Investment Banking, teilweise kompensiert werden.

Verbindlichkeiten aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung fielen um 12,6 Mrd €, hauptsächlich durch einen Rückgang in Verbindlichkeiten aus Prime Brokerage-Geschäften, der teilweise durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus schwebenden Lieferpositionen im Vergleich zum Rekord-Tiefstand per Jahresende 2015 ausgeglichen wurde.

Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen gingen um 10,7 Mrd € zurück, überwiegend aus einer Reduktion unserer Commercial Paper-Bestände in der Berichtsperiode, die durch anderen Finanzierungsquellen ersetzt wurden, sowie aufgrund von Risikoabbau-Maßnahmen.

Diese Rückgänge wurden teilweise durch eine Erhöhung der Forderungen aus übertragenen Zentralbankguthaben, Wertpapierpensionsgeschäften (Repos) und Wertpapierleihen, sowohl auf Basis fortgeführter Anschaffungskosten als auch zum beizulegenden Zeitwert bewertet, um insgesamt 35,8 Mrd € kompensiert. Dieser Anstieg war hauptsächlich auf ein erhöhtes Volumen von Wertpapierpensionsgeschäften (Repo) im Rahmen unserer strategischen Liquiditätsreserve sowie gestiegener besicherter Finanzierung unserer hochliquiden Handelsbestände zurückzuführen.

Langfristige Verbindlichkeiten erhöhten sich um 12,3 Mrd €, hauptsächlich aufgrund von Mittelaufnahmen im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG) der EZB.

Die Erhöhung der Handelspassiva um 4,7 Mrd € entfiel hauptsächlich auf Neugeschäft und Hedging-Aktivitäten, verbunden mit geringeren Aufrechnungsmöglichkeiten aufgrund verringerter Kundenpositionen.

Ähnlich wie für die Aktivseite hatten Effekte aus Wechselkursveränderungen während der Berichtsperiode einen gegenläufigen Effekt, dieser ist bereits in den Veränderungen der Verbindlichkeiten, wie in diesem Abschnitt beschrieben, enthalten.

Liquidität

Die Liquiditätsreserven zum 31. Dezember 2016 beliefen sich auf 219 Mrd € (zum Vergleich: 215 Mrd € zum 31. Dezember 2015). Wir erhielten eine positive Netto-Liquiditätsposition unter Stress zum 31. Dezember 2016 (in einem kombinierten Szenario).

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich zwischen dem 31. Dezember 2015 und dem 31. Dezember 2016 insgesamt um 2,8 Mrd € reduziert. Diese Verminderung resultierte hauptsächlich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernverlust von 1,4 Mrd €, einem Rückgang der kumulierten sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in Höhe von 854 Mio €, sowie Neubewertungsverlusten in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen in Höhe von 517 Mio €. Der Rückgang der kumulierten sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen resultiert hauptsächlich aus den Veräußerungen von Hua Xia und von Abbey Life; teilweise gegenläufig waren unrealisierte Gewinne in Bezug auf Anpassungen aus der Währungsumrechnung (insbesondere im US-Dollar).

Aufsichtsrechtliches Eigenkapital

Unser Hartes Kernkapital gemäß CRR/CRD 4 betrug zum 31. Dezember 2016 47,8 Mrd €, verglichen mit 52,4 Mrd € zum 31. Dezember 2015. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) gemäß CRR/CRD 4 verringerten sich zum 31. Dezember 2016 auf 356,2 Mrd €, verglichen mit 397,4 Mrd € per 31. Dezember 2015. Durch diesen Rückgang der RWA erhöhte sich die Harte Kernkapitalquote gemäß CRR/CRD 4 zum 31. Dezember 2016 auf 13,4 %, im Vergleich zu 13,2 % zum 31. Dezember 2015.

Unser Hartes Kernkapital in der CRR/CRD 4-Vollumsetzung betrug zum 31. Dezember 2016 42,3 Mrd €, verglichen mit 44,1 Mrd € zum 31. Dezember 2015. Die RWA in der CRR/CRD 4-Vollumsetzung betrugen 357,5 Mrd € zum 31. Dezember 2016, was zu einer Harten Kernkapitalquote gemäß Vollumsetzung von 11,8 % führte, mit entsprechenden Beträgen von 396,7 Mrd € und 11,1 % zum 31. Dezember 2015. Für weitere Informationen siehe „Lagebericht: Materielles Risiko und Kapitalperformance: Kapital- und Verschuldungsquote“.

Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7, „Umwidmung von finanziellen Vermögenswerten“

Am 31. Dezember 2016 beliefen sich die Buchwerte umgewidmeter Vermögenswerte auf 619 Mio € (31. Dezember 2015: 4,4 Mrd €). Der beizulegende Zeitwert dieser Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2016 519 Mio € (31. Dezember 2015: 4,3 Mrd €). Diese Vermögenswerte wurden vom Unternehmensbereich NCOU gehalten.

Für zusätzliche Informationen zu diesen Vermögenswerten und den Auswirkungen ihrer Umwidmung wird auf Anhangangabe 13 „Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7, ‚Umwidmung von finanziellen Vermögenswerten‘“ verwiesen.